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GEOkompakt Nr. 33 mit dem Titel "Wie Tiere denken" ist in drei große Abschnitte gegliedert:
Gehirn und Evolution
Sinn und Orientierung
Taktik und Kommunikation

15 reich bebilderte Beiträge unterschiedlicher Autoren sind diesen Kapiteln zugeordnet. Dabei wird man zunächst mit einem Beitrag aus dem Kapitel "Taktik und Kommunikation" konfrontiert, der sich mit Strategien der Jagd befasst. Hier liest man vom geistigen Wettrüsten der Raubtiere und ihrer potentiellen Opfer in der Natur und dass Räuber in der Regel Beute von Tieren bevorzugen, die ihnen an Geisteskraft unterlegen sind. Der Vorsprung ist notwendig, denn nur wer erahnt, wohin das Opfer flüchtet, kann ihm zuvorkommen und ihm den Weg abschneiden. Jagdwerke der Tiere wie lange Krallen und scharfe Sinne werden benannt, auch die Schwarmintelligenz wird erwähnt, zudem liest man von der Kunst des Verbergens, von der Überlegenheit des Rudels und der Tatsache, dass die Jagd zur Genauigkeit zwingt. Das Handlungsmuster der Beutetiere, die im Laufe der Evolution auf vielfältige Weise aufgerüstet haben, um zu überleben, wird auch erwähnt. Bei dem Prinzip der Jagd handelt es sich um eine Triebfeder der Evolution. Dabei setzen Räuber ihre Beutetiere unter Druck, Abwehrstrategien zu entwickeln. Wie man erfährt, haben jene Tiere die geistig anspruchvollste Form der Jagd entwickelt, die in einer Gruppe auf Beutezug gehen.

Man liest Wissenswertes zur Hirnevolution und über soziale Intelligenz bei Tieren. Offenbar hat die Kombination von Zusammenarbeit und Wettbewerb in der Gemeinschaft die Intelligenz verschiedener Tierarten befördert. Man erfährt auch etwas über Nähe und Konkurrenz in Affengruppen, liest von den besseren Verteidigungsmöglichkeiten in einer Gruppe, von den Emotionen der Tiere, dem Sinn die Absichten anderer zu erkennen und der Vermutung, dass Primaten, weil sie in der Gruppe lebten, besonders intelligent geworden sind.

Thematisiert wird des Weiteren die geheime Sprache der Tiere, die auf erstaunlich vielfältige Weise Informationen austauschen und deren Sprache primär dazu dient, Partner zu finden, Feinde abzuschrecken oder Artgenossen vor Gefahren zu warnen. Tiere, die in sozialen Gruppen leben, haben übrigens die komplexesten Formen der Kommunikation entwickelt.

Wissenswertes auch erfährt man über Tierwanderung. So liest man, dass Tiere zur Orientierung das Sternen- und Sonnenlicht, auch das Erdmagnetfeld und ihren Geruchsinn nutzen.

Die Wahrnehmung der Tiere kommt zur Sprache und hier werden eine Fülle von Tieren charakterisiert u.a. der Blick aus 1000 Augen seitens des farbenprächtigen Fangscherenkrebses und das Feingefühl des Seehundes.

Aufschlussreich zu lesen ist der Beitrag über die Partnersuche der Tiere. Die Männchen betreiben nicht selten erheblichen Aufwand, töten Rivalen und überreichen Geschenke, um eine Partnerin zu gewinnen und schwächere Bewerber gelangen nicht selten durch Betrug ans Ziel.

Auch über Schmarotzer wird man aufgeklärt, die hochraffinierte Tricks und bizarre Strategien anwenden, um an Wirtstiere zu gelangen. Dass einige es sogar schaffen, ihre Versorger in gefügige Sklaven zu verwandeln, wundert mich nicht, denn dergleichen habe ich auch schon bei Menschen beobachtet.

Über die Klugheit von Kraken liest man Näheres, auch über Tierverbände. Hier wird erneut unterstrichen, dass es die sozialen Verbände waren, die dazu führten, dass bestimmte Tiere eine hohe Intelligenz hervorbrachten. Ein Beitrag befasst sich mit der Schwarmintelligenz, die ich an anderer Stelle bereits erwähnte. In diesem Zusammenhang liest man vom Bienenstaat als "Superorganismus", in dem die einzelnen Mitglieder die Funktion verschiedener Organe übernehmen.

Prof. Dr. Sommer schließlich fordert in dem Interview, dass man mit ihm für das Magazin realisierte, für Schimpansen, Bonobos, Orang-Utans und Gorillas Grundrechte und erläutert auch weshalb, bevor man ganz zum Schluss erfährt, dass das, was für Überlebenskampf überflüssig ist, von der Natur abgeschafft wird und deshalb manche Muscheln, Würmer und Krebse ihr Gehirn größtenteils aufgegeben haben. In diesem Zusammenhang liest seitens Bernd Volland, dass es keinen Anlass für eine Intelligenzerweiterung übersatter Menschen in nicht bedrohten Regionen gäbe. Er begründet dies, mit einer These des Hirnforschers Prof. Dr. Roth. Ob dies nun schöne Aussichten für die in der Sahne Schwimmenden sind, sei dahingestellt.

Empfehlenswert.
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am 17. April 2016
Das Magazin teilt sich in drei Teile, die jedoch nicht nacheinander behandelt werden, sondern über das ganze Heft verteilt sind.

Im ersten Teil "Gehirn und Evolution" geht es um die Entwicklung des Gehirns im Laufe der Evolution, um steigende Intelligenz durch Gruppen- und Familienverbünde, intelligente Kraken und dumme Gürteltiere und einen sehr interessanten Artikel über Menschenrechte für unsere nächsten Verwandten, die Menschenaffen (zu denen wir auch gehören).

Der zweite Teil ist etwas kürzer und dreht sich um Sinne und Orientierung. Dieser beschäftigt sich damit, wie und warum Tiere weite Reisen antreten (wie Zugvögel oder Schildkröten) und Fakten über stark ausgeprägte Sinne verschiedener Tiere.

Der letzte Teil beinhaltet Taktik und Kommunikation. Hier geht es um äußerst erstaunliche Sprachleistungen von Tieren und auf welche Art sie kommunizieren, Jagd- und Abwehrstrategien, Verführungskunst, Schmarotzer und die Kraft des Kollektivs beschrieben an Bienen.

Alle Artikel wurden gut recherchiert und sind trotz des wissenschaftlichen Inhalts auch für den Laien verständlich. Bewundernswert sind auch die schönen Fotographien in den jeweiligen Artikeln.
Sehr schön finde ich, dass man in den GEOkompakt Magazinen nicht permanent von Fremdwerbung bombardiert wird. Man kann sich also allein auf das Thema konzentieren.
Ich war von dem Heft so begeistert, dass ich mir gleich ein paar Magazine mit für mich interessanten Themen nachbestellt habe.
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am 27. August 2014
GEO Hefte brauchen wohl keine Bewertung, das Magazin ist selbstredend.
Am neuesten Stand, Fachkundig, Interessant und ich gebe es dann auch gerne an meine Freunde weiter :))
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