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am 3. März 2017
Um gleich mal eine obere Begrenzung einzuziehen: so gut wie Ellen von Unwerth's "Fräulein" Fotos sind diese nicht. Aber es gibt ja auch viele Sterne, die leuchten.
Die Fotos zeigen alle arrangierte Szenen, die nicht "natürlich" aussehen sollen. Es ist häufig eine Bildidee vorhanden, die sich unmittelbar erschließt, z.B. Claudia Schiffer als Internatszögling auf einer Parkbank. Ein älterer Mann bietet ihr Süßigkeiten an. Das sollte wohl eine Anspielung auf die noch nicht so bekannte Claudia Schiffer, sein, der der Fotograf Zucker streut.
Häufig kommt ein Motiv vor, das ich "Model im Dreck" nenne, also der arrangierte Gegensatz zwischen den Schönheiten und ihrer Erniedrigung. Als Mann kann ich gerade noch nachvollziehen, daß man Models aus dem Dreck holt. Wenn sie aus Gründen des Gegensatzes wieder in den Dreck gelegt werden finde ich das psychologisch bedenklich oder zumindest einen billigen Kontrasteffekt. Die Models machen aber gerne mit.
Ein Flirt mit der Kamera und damit mit dem Betrachter ist selten. Der Gesichtsausdruck der meisten ist nicht dechiffrierbar, wie so oft bei der jungen Kate Moss.
Selbstverständlich hat Newton einen Personalstil der ankommt. Und es mag bessere Fotobücher von ihm geben.
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Dieser Bildband enthält beeindruckende, hocherotische Fotografien des Starfotografen Helmut Newton aus Jahren 1973-2000.
Newton realisierte 27 Jahre lang Modefotografien für das Hamburger Magazin "stern", wobei seine Themen Sex und Luxus, Erotik und Eleganz waren, wie man der vierseitigen Kurzbiografie im Buch entnehmen kann.

In den 1970er bis Mitte der 1980er Jahre war der "stern" die einzige deutsche Publikumszeitschrift, die Newtons Bilder veröffentlichte. Damals gab es noch keine deutsche "Vogue" und auch noch keine "Elle".

Man hat Gelegenheit, sowohl etwas in deutscher als auch in englischer Sprache über das Leben des 1920 in Berlin geborenen jüdischen Fotografen zu erfahren, bei dessen Bildern es wenig Sinn habe, nach irgendeiner Theorie oder einem ästhetischen Überbau zu suchen. Wie man auf Seite 2 der Kurzbiografie erfährt, erkenne man Newtons ersten Modefotos an, bloß seinen ungeduldigen Blick, den Subtext von Mode freizulegen und zwar dass sie Frauenköper verpacke und die darin schlummernde Kraft des Sexes. Für Newton war die Mode Hülle der Macht, nichts anderes. Mode soll diesbezüglich der Architektur nicht unähnlich sein und Newton setzte, so Jochen Siemens, lange Frauenbeine wie Säulen und Brüste wie Kuppeln femininer Tempel ins Bild.

Siemens hebt hervor, dass der vieldiskutierte Starfotograf nie schwache, erniedrigte oder unterlegene Frauen zeigte und sie nie zu Objekten des Betrachters machte, sondern zu Subjekten des Geschehens. Was die Aufnahmen im Buch anbelangt, kann ich das bestätigen.

Auf den ersten Seiten sieht man zwei barbusige Camperinnen in Ramatuelle im Jahre 2000 mit wunderschönen Apfelbrüsten. Auffallend ist das Selbstbewusstsein, das sie ausstrahlen. Beide sind Subjekte des Geschehens, ohne Zweifel. Modebilder aus dem Jahre 1980, aufgenommen in Los Angelos, zeigen Frauen mit sehr langen Beinen, die sie in Netzstrümpfe gehüllt haben, ihren Blick auf halbnackte schöne junge Männer gerichtet. Diese Männer sind das Objekt ihrer Studien und keineswegs umgekehrt.

Eine Frau, in schwarze Spitze gehüllt, beobachtet auf zwei Fotos den Fotografen, auf dem dritten zeigt sie ihm - wie eine stolze Spanierin - die nackte Schulter.

Newton amüsierte sich vermutlich köstlich, als er einen kleinen Mann mit dickem Bauch in einer Badehose einer schöne barbusigen Blondine mit hochhackigen Schuhen gegenüberstellt, die mehr als zwei Köpfe größer ist als er. Er darf sie anschmachten.

Viele seiner Bilder verraten, dass Newton ein Schelm war, der diesen Wesenszug in seinem kreativen Tun auslebte. 1993 realisierte er das grandiose Foto "Eva mit der Pickehaube", das zu Zeiten Kaiser Wilhelm vermutlich dazu geführt hätte, dass man ihn seitens seiner Geschlechtsgenossen gelyncht hätte.

Eine Aufnahme, die im Jahre 2000 entstand, zeigt ein neuzeitliches Paradies, in welchem Eva es natürlich ist, die den passiven Adam verführt. Auf der dann folgenden Seite ist es erneut die nackte Eva, die diesmal einen Baumstamm schultert. Die Botschaft ist angekommen: Newton macht Männer zu Statisten des Geschehens.

Ein Foto der noch sehr jungen Claudia Schiffer aus dem Jahre 1993 und Bilder anderer Modelle in der Folge, verdeutlichen das positive Miteinander von Frauen, in dem alte Klischees keinen Platz mehr haben. Selbst bei dem Foto "Voyeurismus" zeigt Newton, wer nach seiner Ansicht das Heft in der Hand hat. Der Mann jedenfalls nicht.

Das Foto, das mich am meisten amüsiert, ist jenes, auf dem Newton mit dem deutschen Frollein (Claudia Schiffer mit Zopfschnecken und Hut) zu sehen ist. Er hält ihr (beide sitzen auf einer Bank) eine Tüte mit Gummibärchen(?) hin- doch sie nimmt weder den Fotografen noch seine Süßigkeiten zur Kenntnis. Wirklich schöne Frauen lassen sich von Sugar-Daddys eben nicht verführen. Das könnte die Botschaft des Bildes sein, muss es aber nicht.
Empfehlenswert.
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Was soll man davon halten, wenn eine nackte Frau einen Baumstamm durch die Gegend trägt? Oder wenn in spärliches Leder gekleidete Damen auf Zeitungspapier in einer Tiefgarage herumliegen? Im vorangestellten Text zu diesem Bildband erfährt man, dass es auf dem kalten Garagenboden um die Mode ging, die uns die Damen auf diesem Bild zeigen. Leider wäre ich darauf ohne diesen Hinweis nicht gekommen. Da mag man als Mann dann doch die etwas eindeutigere Aussage des Holzhackerinnenbildes.

Dieser Bildband enthält knapp vier Dutzend Fotografien, die Newton im Auftrag des "Sterns" von 1973 bis 2000 fabrizierte. Oft stellt er Männer seinen dominanten Frauen als Kontrast entgegen. Man mag geteilter Meinung darüber sein, was er uns damit sagen wollte. Nicht selten ist das, was sich im Augenblick der Erschaffung eines Bildes im Kopf des Künstlers abspielt, wahrscheinlich viel trivialer als die nachgereichten Interpretationen. Bei den Bildern in diesem Band wird sich das nicht anders verhalten.

Einige von ihnen zeigen Mode, was Männer in der Regel übersehen werden, andere demonstrieren nackte Frauen, die - wie immer bei Newton - im Wesen stark und stolz sind und oft mit Männern posieren, die solche Eigenschaften gerne hätten. Gelegentlich fotografierte Newton nackte Frauen mit vergangenen militärischen Symbolen aus seinem Geburtsland.

Eine faszinierende Erotik, wie bei einigen anderen Newton-Bildern, geht von diesen Fotografien aus dem "Stern" jedenfalls für mich nicht aus. Der Band enthält eine ausgezeichnete Einführung in Newtons Leben und seine Arbeit für den "Stern", die Jochen Siemens geschrieben hat. Wer Newton mag, der wird an diesem Band nicht vorbeikommen, denn immerhin zeigt er eine nicht unbedeutende Seite seines Schaffens.
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Das ist doch mal eine erfrischende, unaufgeregte, kompetente und sehr gut lesbare Einleitung, die Jochen Siemens für diesen Bildband geschrieben hat! Man solle nicht groß eine "Theorie oder einen ästhetischen Überbau" suchen. Lobende und kompetente Worte hat auch stern-Art-Director Donald Schneider für Newton und dieses Buch übrig. Schön wäre freilich noch ein Vorwort von Newtons Witwe gewesen. Von ihr ist aber zumindest zu erfahren, dass sie mit diesem Werk einverstanden und glücklich ist. Und das bin ich auch. Allzuviel Text gibt es in "the stern years 1973 - 2000" ohnehin nicht.
Am Ende des Buchs werden zu allen Fotos Entstehungsjahr sowie Titel aufgeführt. Nicht bei allen Damen werden die Namen verraten, die prominentesten Models in diesem Band dürften Claudia Schiffer und Nadja Auermann sein.

Viele der Fotos erschienen exklusiv für den Stern oder wurden zumindest dort veröffentlicht. Farb- und s/w-Aufnahmen halten sich ungefähr die Waage. Einige Bilder erstrecken sich über eine Doppelseite (kein Problem für die Ästhetik dank Hardcover), meist über eine Seite. Ein Großteil der Produkte Newtons Arbeit, die hier gezeigt werden, finde ich ausgesprochen geschmackvoll und erotisch! Ungewohnte Locations wie eine Baustelle sorgen für zusätzlichen Reiz. Selten sind die Frauen komplett nackt und niemals sind sie würde- oder stillos dargestellt. Und ja, auch das ist ein guter Kontrast, es gibt auch Bilder von Männern in diesem Buch. Männer mit prallem Bauch, die neben den Models recht hilflos wirken, aber auch Athleten und Bewunderer weiblicher Schönheit.

Das Cover-Foto stammt von 1997 und galt dem Modetrend Leder, so die knappe Bilderklärung. Mir hat es sehr gut gefallen, dass die Fotos nicht durch Bildunterschriften entzaubert werden. Zwischen einigen Aufnahmen gibt es eine weisse Seite, was ich nicht störend finde, sondern als sinnvolle Trennung der Bilder.

Schöne Fotos von einem der bekanntesten deutschen Fotografen der letzten Jahrzehnte!

96 Seiten, Harcover, Farbe & s/w, Format: 27 x 36 cm, Texte in Deutsch und Englisch, Stern Fotografie/teNeues 2011
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am 7. Mai 2014
Die Fotos von Newton kennt man. Es gibt reichlich Veröffentlichungen in unterschiedlichen Zeitschriften und Bildbänden.
Was hier gefällt, ist die sorgsame Zusammenstellung und vor allem die Größe der Bilder im "Stern Fotografie", die dadurch eine besondere Wirkung erzielen.
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