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am 4. September 2013
Wie der Schaltplan des Gehirns uns zum dem macht, wer wir sind! (How the Brain's Wiring Makes Us Who We Are) Das wäre eigentlich die dem Sinn nach richtige Übersetzung des Untertitels der Originalausgabe, ohne Fragezeichen, aber was soll's.
Sebastian Seung erklärt in einem gut geschriebenen und sehr gut lesbar übersetzen Buch, dass uns genau der jeweilige, hochkomplexe Schaltplan des Gehirns hinreichend als Ich beschreibt.
Die Gesamtheit des Schaltplans bezeichnet man als Konnektom. Wenn wir davon ausgehen, dass Gedanken, elektrische bzw. chemische Signale sind, die die einzelnen Neuronenbahnen entlanglaufen und Erinnerungen über den Aufbau einer Feinstruktur von neuronalen Zellen mit unzähligen Verbindungen untereinander gespeichert werden, dann ist jedes Gehirn einzigartig, wenn es auch in der übergreifenden Architektur immer gleich aufgebaut ist. Gerade die Verzweigungen, der Auf- und Abbau von Verbindungen zwischen den Neuronen, ist das, was das Gehirn interessant und uns als Menschen ausmacht. Der materielle und zeitliche Aufwand der heute noch bei der Entschlüsselung von Konnektomen betrieben werden muss,ist hoch. Die Analyse des Konnektoms des Fadenwurms C. Elegans dauerte 12 Jahre. Selbst, wenn wir davon ausgehen, dass sich Methoden und speziell die Leistungsfähigkeit von Computern weiter rasant entwickeln (zum Speichern der ganzen Daten, die da zusammenkommen werden), wird die Aufschlüsselung des humanen Konnektoms mit über hundert Milliarden Neuronen bis zum Ende dieses Jahrhunderts dauern. Der eben erwähnte Fadenwurm hat nur 300 Neuronen und sein Schaltplan sieht schon aus wie die Flugroutenkarte zischen einzelnen Flughäfen in Nordamerika. Trotzdem ist es natürlich faszinierend sich vorzustellen, dass Konnektomvariationen das Verhalten und die Persönlichkeit von Personen erklären könnten, obwohl dafür natürlich noch viel mehr Daten zur Verfügung stehen müssten. Weiterhin kann man sich vorstellen, dass Krankheiten wie Schizophrenie oder Autismus oder Parkinson über das Konnektom verstanden und dann auf dieser Basis Heilungsstrategien entwickelt werden können. Die letzten Kapitel sind dann mehr philosophischer Natur. Kann man Gehirne einfrieren und wieder zum Leben erwecken? Kann man sein Konnektom in der Zukunft hochladen" und speichern und so Unsterblichkeit erringen? Das Buch schließt mit einem kleinen Epilog und hat sehr gut ausgearbeitete Anmerkungen und eine umfangreiche Literaturliste. Absolut lesenswerte Wissenschaftslektüre.
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am 20. Mai 2013
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist anspruchsvoll und dennoch verständlich, lebendig und gut zu lesen. Die ersten zwei Drittel sind eine hervorragende Zusammenfassung des Stands der Wissenschaft zum dem Thema, wie das Gehirn sich im Laufe des Lebens ausprägt und wie man das untersuchen kann. Der Ehrgeiz des Autors ob seines eigenen Beitrags blitzt an manchen Stellen durch, aber in unaufdringlicher Weise und nicht störend. Gegen Ende wird's (jederzeit wissenschaftlich fundiert) fast etwas schräg und damit noch spannender.
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am 19. August 2013
2005 wurde Begriff Konnektum definiert. Nicht die lokalen Einheiten (Areale und Kerne) prägen uns, sondern die synaptischen Verbindungen zwischen den Neuronen. Das Buch beschreibt dies. Aber leider nur vorsichtig. Ständig schweifen die Gedanken ab zur Geschichte der Hirnforschung quer durchs "Gemüsebett". Alles wird erwähnt. Für das neue Denken, das Konnektum, fehlt die logische Konsequenz. Immer der Hinweis, es wird schwierig. Die Annahme der synaptischen Ketten läßt logisch viel zu. Dies fehlt bei Sebastian Seung. Das Buch ist ein Anfang, weg von der Lokalisation zu den synaptischen Ketten, den Verbindungen - Konnektum.
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