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am 29. August 2013
Die Halbleiter-Schaltungstechnik von Tietze/Schenk/Gamm ist das Standardwerk zu dem Titelthema schlechthin. Seit meiner Schulzeit begleitet mich dieses Werk. Damals laß ich es nach dem elektor "Kursus Entwurfstechnik Halbleiterschaltungen" und Heinrich Stöckles "Halbleiterschaltungen richtig dimensioniert" zur Vervollständigung meiner Emanzipation von vorgefertigten Bauanleitungen. Die 1. Auflage lieh ich noch aus der Stadtbibliothek, kurz darauf kaufte ich mir von angespartem Taschengeld die damals aktuelle 3. Auflage. Um das Buch als Gymnasiast zu verstehen, mussten parallel weitere Bücher über Grundlagen und Mathematik durchgearbeitet werden, weil z. B. Integral- und Differentialgleichungen im Unterricht noch nicht durchgenommen worden waren.

Seitdem hat mich das Werk durch Studium und Beruf begleitet, zahlreiche weitere Auflagen des immer wieder erweiterten Buches wurden angeschafft. Auch heute noch wird es bei neuen Elektronik-Projekten zu Rate gezogen. Das Buch gliedert sich in drei Teile:

1. Grundlagen
2. Anwendungen
3. Schaltungen der Nachrichtentechnik

In den Grundlagen werden auf über 700 Seiten diskrete und integrierte Halbleiterbauelemente (analog und digital) ausführlich besprochen, dabei kommen neben den Grundschaltungen auch Modellierung und Simulation nicht zu kurz. Der Schwerpunkt liegt auf Ausbildung und praktische Anwendung, die mathematischen Anforderungen gehen selten über Abiturniveau hinaus. Wer auf der weiterführenden Schule einen Leistungskurs in Mathematik belegt hat, wird die Zusammenhänge verstehen und mit den gegebenen Gleichungen gut arbeiten können. Ich kenne keine anschaulichere Darstellung dieses Themengebietes.

Der 2. Teil deckt alle gebräuchlichen Anwendungen ab, besprochen werden u. a. Analogrechenschaltungen, aktive Filter, Regler, Generatoren, Verstärker, Stromversorgungen, Messschaltungen, Sensorik und Optoelektronik. In jedem Abschnitt werden viele aufeinander aufbauende Schaltungsbeispiele präsentiert und deren Dimensionierung diskutiert, oft gibt es sogar vollständig dimensionierte Beispielschaltungen. Im Abschnitt aktive Filter würde ich mir für künftige Auflagen wünschen, die Koeffiziententabellen auf die mitgelieferte DVD zu verbannen und auf dem gewonnenen Platz auch noch die Dimensionierung aktiver Filter 3. und 4. Ordnung mit jeweils nur einem Operationsverstärker zu zeigen und die Problematik der Parameterspreizung insbesondere bei der Realisierung höherer Filtergüten zu besprechen. Bislang wird hier nur ein fertig dimensionierter Tiefpass 3. Ordnung ohne Dimensionierungsgleichungen vorgeführt.

Für den erst seit einigen Auflagen vorhandenen 3. Teil zeichnet im wesentlichen der neue Co-Autor Eberhard Gamm verantwortlich. Dieses Themengebiet hat durch die zahlreichen mobilen Anwendungen in den letzten 15 Jahren ständig an Bedeutung gewonnen. Auch dieser Teil präsentiert einerseits die Grundlagen in der für praktische Anwendungen notwendigen Tiefe und Breite, um dann die Realisierung der gundlegenden Hochfrequenzschaltungen (Sender, Empfänger sowie detailliert deren Baugruppen Verstärker, Mischer, Oszillatoren und PLL-Schaltungen) ausführlich zu besprechen.

Das Kapitel über PLL-Schaltungen ist neu, das Kapitel über Regler wurde komplett neu geschrieben, viele weitere Kapitel erfuhren grundlegende Überarbeitungen und Erweiterungen, so dass die 14. Auflage wieder wie gewohnt den aktuellen Stand der Technik repräsentiert. Obwohl die Bedeutung des klassischen Board-Level-Designs durch die Aufspaltung der Entwicklungsprozesse in IC-Design einerseits und System-Design andererseits zurückgeht, haben die Autoren der Versuchung widerstanden, die Zahl klassischer Schaltungen im Buch zu stark zu reduzieren. Die Elektronik-Industrie wächst stetig, und auch der in Marktnischen tätige Entwickler findet in der "Halbleiter-Schaltungstechnik" nach wie vor alles, was er zur Verwirklichung seiner Schaltungen benötigt. Der auf mittlerweile 1800 Seiten angewachsene Umfang zeigt, dass die Autoren versuchen, das Titelthema vollständig darzustellen. Eigentlich ist es mit den drei Teilen bereits ein ausgewachsenes dreibändiges Werk in einem Buchdeckel.

Abgerundet wird das Buch neben Anhang, Literatur- und Sachverzeichnis durch eine DVD, welche ein elektronisches Stichwortverzeichnis, Simulationsbeispiele aus dem Buch, den Elektronik-Simulator PSpice 8 und den freien MATLAB-Klon GNU Octave enthält. Für zukünftige Auflagen wäre m. E. ein ebenfalls freier SPICE-Simulator sinnvoll, wie z. B. LTSpice. Die Beschränkung der Evaluations-Versionen von PSpice auf eine kleine Anzahl von Bauteilen und Knoten würde entfallen, so dass die deswegen mitgelieferten Spezial-Bibliotheken z. B. für Operationsverstärker dann entbehrlich wären. Andererseits werden manche PSpice-Ergebnisse in GNU Octave eingelesen, diese Schnittstelle auf einen anderen Simulator umzuziehen, wäre ein größeres Arbeitspaket. Möglicherweise würde diese Umstellung den für den Buchverkauf rechtfertigbaren Zeitaufwand sprengen.

Fazit: Ein aktueller "Tietze/Schenk/Gamm" gehört ohne Wenn und Aber in jedes Elektroniker-Buchregal.
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am 16. Juli 2016
Nach vielen Jahren Beschäftigung mit Elektronik und nach vielen Elektronik-Büchern habe ich mir den Tietze/Schenk gekauft. Angelockt hat mich eine Rezension die über "mehr SPICE" im Buch berichtete. Nachdem ich das Buch öffne werde ich durch die CD mit PSpice Evaluation abgeschreckt. Warum wird nicht LTSpice benutzt? Diese SPICE Version ist umsonst bei vollen Funktionsumfang.
Mich freut das Tietze/Schenk den Differenzverstärker genauso ausführlich behandelt wie die Transistor-Grundschaltungen. Mich stört aber die Inkonsequenz der Autoren beim Thema diskreter Aufbau versus integrierte Schaltung. Hier einige Zitate aus dem gleichen(!) Buch:
S. 509: Schaltungsentwurf auf Transistor-Level hat seine Berechtigung nur noch zur Entwicklung integrierter Schaltungen.
S. 281: Ein Aufbau mit Einzeltransistoren ... wird nur dann durchgeführt, wenn die Anforderungen mit käuflichen Operationsverstärkern ... nicht erfüllt werden können.
S 1608: Deshalb werden Oszillatoren mit besonders hohen Anforderungen bis heute diskret aufgebaut.

Ja, was denn nun? Hat der Einzeltransistor noch eine Bedeutung oder nicht? Auf jeden Fall wird er noch produziert. Persönlich gefällt mir die Sichtweise von S. 281 am besten. Sie vermittelt keine Meinung sondern nennt Auswahlkriterien.

Gut gefallen hat mir die ausführliche Behandlung von Rauschen. Besonders die Tipps für die Praxis in den Kapiteln "Minimierung der Rauschzahl" und "Vergleich Rauschzahlen Fet BJT" sind nett. Weniger gefallen hat mir die Behandlung des Themas Arbeitspunkteinstellung und Streuung Bauteilewerte. Wo haben Tietze/Schenk nur die Angabe -30% bis +50% für die Streuung des Verstärkungsfaktors B in Kapitel 2.4.1.7 her? Das sind typische Toleranzen für einen Elko, aber nicht für einen Transistor. Gute(!) Transistoren haben für B die Werte 100 bis 300 (2N3904) oder für S die Werte 3mS bis 6mS (2N5484). Der bei Tietze/Schenk erwähnte BC547 hat ein B von 110 bis 800. Nach meinem Verständnis ist ein Faktor 3 etwas anderes als 30% und Faktor 7 etwas anderes als 50%. Mir fehlt die Behandlung der B Streuung bei der Arbeitspunkteinstellung. Durch die B Streuung verkleinert sich der Aussteuerbereich weil der Arbeitspunkt ohne Ansteuerung vom aktuellen B abhängig ist. Die unterschiedlichen Gegenkopplungsschaltungen zeigen unterschiedliche Robustheit. Siehe z.B. Agilent AN1293 A Comparison of Various Bipolar Transistor Biasing Circuits.

Gut ist das kleine Kapitel 3.2.1.4 über Latch-Up. Schlecht ist das nicht beschrieben wird wie Schaltungen gegen Latch-Up abgesichert werden, nämlich durch Tiefpass-Filter in den Daten- und Versorgungsleitungen.

Ebenfalls gut ist Kapitel 2.4.3.5.3 über parasitäre Schwingungen. Schlecht ist das dieses Problem nur bei der Basis-Schaltung behandelt wird, bei den anderen Schaltungen wie Emitterschaltung tritt es genauso auf. Weiterhin ist die unterschiedliche Benennung störend. Im Kapitel 2 wird es hochfrequente Schwingungen genannt, im Kapitel 26.3.2.2.2 heisst es parasitäre Schwingungen. Ich kenne das Problem unter dem Namen parasitäre Schwingungen. Hochfrequente Schwingungen wegen hochfrequentem Eingangssignal in einem Hochfrequenzverstärker sind noch kein Problem, oder?

An manchen Stellen schreiben Tietze/Schenk "german english". Die Abkürzung RMM für Read Mostly Memory war mir unbekannt. Dahinter verbirgt sich Flash-Speicher. Nur sehr wenige "native speaker" dürften RMM so verstehen wie Tietze/Schenk. Da ist "read my mind" schon eher geläufig.
Ein anderes schönes Beispiel für "german english" ist serial damping resistor. Eine 1:1 Übersetzung von seriellen Dämpfungswiderstand. Google meldet dazu 18 Hits. Hit Nummer 1 ist der Tietze/Schenk. Soweit mir bekannt gibt es im (Fach)-Englisch keinen allgemein anerkannten Begriff. Vielleicht "limiting resistor" weil der Basis-Strom begrenzt wird oder "attenuation resistor" weil das Eingangssignal/die parasitären Schwingungen reduziert wird.

Zusammenfassung: 1800 Seiten guter Stoff. Der Preis von 100€ ist hoch, deshalb nur 4 Sterne.
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am 6. März 2014
Beim Standardwerk kommen mit jeder Auflage neue Inhalte rein, aber leider fallen auch Themen raus. Na ja - für mich als langjähriger Elektronik-Entwickler (Hardware) ist das nicht so wichtig, denn ich habe auch ältere Ausgaben vom 'Tietze-Schenk', nämlich die elfte, achte, vierte und dritte Ausgabe. Um auf dem Laufenden zu bleiben kam die Aktualisierung auf die vierzehnte Auflage gerade recht.

Die 14. Auflage geht einen weiteren Schritt in Richtung Simulation (Spice). Auch auf Schaltnetzteile wird nun mehr fokussiert, hier vor allem im Bereich kleiner Leistung bis einige hundert Watt. Weiter wird dem Thema Sensorik mehr Aufmerksamkeit zuteil, ebenso Modulationsverfahren, Sender / Empfänger.

Rausgefallen ist dadurch zum Beispiel die Theorie der Digitalen Filter (FIR und IIR). Das Thema ist für mich dennoch interessant und aktuell. Das ist aber wohl eher dem Fachbereich Informatik zuzurechnen. Mein Wunsch an den Verlag wäre eine ergänzende Sammlung aller 'historischen' Themen anzubieten.

Alles in allem wurden meine Erwartungen auch mit der 14. Auflage voll erfüllt => 5 Sterne
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am 31. Juli 2013
Dieses Buch ist unglaublich umfangreich, man kann es mit Sicherheit bis zum Master-Studium der Elektronik verwenden.
Allerdings richtet es sich dementsprechend auch an Leute, die über fundierte Elektrotechnik und Mathematik-Kentnisse verfügen, weshalb
es für Einsteiger nicht geeignet ist. Wenn man aber über diese Kentnisse verfügt ist es eine enorme Bereicherung.
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am 22. August 2013
Äußerst umfangreiche Darstellung moderner elektronischer Elemente und Schaltungen für nahezu alle Einsatzbereiche(Sensoren, Bauteile, Schaltungen, Daten- u. Übertragungstechnik, und viel mehr) einschließlich theoretischer Beschreibungen und Berechnungsunterlagen. Ein Muß für jeden Entwicklungsingenieur von Elektronik aller Art!
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am 30. März 2015
Auch wenn sich unser Fachgebiet unglaublich schnell weiterentwickelt, braucht man dennoch ein solides Basiswissen. Ich habe mir das Buch nach 30Jahren ein zweites mal gekauft und viel dazugelernt.
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am 6. Juli 2013
Das Buch ist einfach ein Standardwerk für Elektrotechniker und Elektrotechnik Studenten. Es ist alles drinn was man braucht und gut verständlich erklärt.
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am 17. August 2013
Über dieses Buch ist eigentlich schon alles geschrieben worden: Ein Spitzenbuch!
Ich ziehe nur einen Punkt ab, weil das ein Wälzer ist, den ich lieber als E-Book (bisher nur für ältere Auflagen) hätte.
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am 10. Oktober 2015
der Preis ist zwar happig. Aber verständlich geschrieben.
Die Grundlagen sind auch ohne größere Mathe-Fähigkeiten
gut erklärt.
Deckt praktisch den gesamten Elektronik-Bereich ab.
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am 10. März 2014
sehr zufrieden. Im Buch sind Grundthemen der Elektronik sehr genau beschrieben. Ebenso wird auf anspruchsvollere Themen sehr detailliert eingegangen. Ein tolles Buch. Kann ich nur empfehlen!!!
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