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Kundenrezensionen

3,4 von 5 Sternen
5
Alt!
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:5,00 €+ 3,00 € Versandkosten

am 12. September 2010
Ein Buch, das nicht mit dem gewohnten NEU!" auf dem Umschlag wirbt, sondern dem Leser stattdessen das Wort ALT!" entgegenschleudert, provoziert auf den ersten Blick. Bei näherem Hinsehen wird der tiefere Sinn des Titels deutlich -Gegenstand des Buches sind nämlich die Alten", d.h. die Konsumenten jenseits der Sechzig, die in nicht allzu ferner Zukunft einen Großteil der deutschen Gesellschaft stellen werden.

Die unbestreitbare Relevanz des Themas muss an dieser Stelle nicht mehr extra betont werden. Alt!" passt nämlich auch noch in einer ganz anderen Bedeutung: Der demographische Wandel ist als Thema auf dem Sachbuchmarkt mittlerweile auch schon nicht mehr ganz neu. FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher hat in seinem Bestseller Das Methusalem-Komplott" ein fast schon apokalyptisches Szenario vom Kampf der Generationen ausgemalt. Sein Buch brachte dank seiner Drastik und der gleichzeitigen Sympathie für die Alten vielleicht den einen oder anderen Leser, der noch der Illusion der eigenen Jugend anhing, gehörig zum Nachdenken.

Richard Haimann hat nun in seinem Buch Alt!" das Thema erneut aufgegriffen und mit einem Blick aufs Marketing ergänzt - als typische Lektüre für den gestressten Manager, mit Praxisbeispielen und konkreten Tipps. Doch mittlerweile rennt man damit offene Türen ein. Die zugrunde liegenden demographischen Fakten wurden nicht allein von Schirrmacher, sondern bereits durch zahlreiche Presseartikel, Vorträge und Kongresse unters Volk gebracht. Hier bietet das Buch nichts Neues, doch ist die Sammlung der relevanten Informationen durchaus lesbar.

Allerdings fehlt bedauerlicherweise eine klare Struktur. Die verschiedenen Aspekte des Themas kommen eher durcheinander zur Sprache, interessante Einsichten werden mit Banalitäten zusammengemischt (wie etwa dem Hinweis, dass Senioren in der Kneipe Gläser mit tiefem Eichstrich bevorzugen, weil bei diesen weniger verschüttet werden kann). Manchmal lamentiert der Autor Haimann seitenlang über Punkte, die beim besten Willen wenig mit dem eigentlichen Thema zu tun haben. So äußert er zum Beispiel pauschale Kritik an Unternehmensberatern, die vielleicht nicht falsch, aber mit Sicherheit hier fehl am Platz ist.

Loben muss man hingegen, dass der Autor das Thema - im Gegensatz zum Schwarzmaler Schirrmacher - durchaus von der positiven Seite sieht und auch die Chancen für Unternehmer aufzählt, die sich durch die wachsende Schar ergrauter Konsumenten ergeben. Doch liefert das Buches wegen seiner fehlenden Struktur und Stringenz keinen systematischen Überblick über ein demographiefestes" Marketing; vielmehr dient das Kompott aus Schlagworten, Fakten, Sozialkritik und mehr oder minder hilfreichen Praxistipps eher dazu, die bisher Uneingeweihten an das Thema heranzuführen. Doch das schafft auch Schirrmachers ähnlich unstrukturiertes Pamphlet, dem zwar die praktischen Marketing-Tipps fehlen, doch bei dem zumindest die Argumentation konsequent auf die Spitze getrieben wird und das damit vielleicht den größeren Aha-Effekt stimuliert. Zumal das Methusalem-Komplott" nun auch in einer preiswerten Taschenbuchausgabe vorliegt - fehlt nur noch die seniorenfreundliche Großdruckversion.
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am 8. Juni 2007
Wer sich über die demographische Entwicklung und ihre Folgen umfassend informieren möchte, dem sei diese Buch wärmstens ans Herz gelegt.

Es werden klare Worte über Chancen und Risiken verschiedenster Branchen gesprochen. Wer sie beherzigt schafft sich schon jetzt einen guten Stand in der größten Käuferschicht der Zukunft.

Doch nicht nur für Unternehmenslenker ist das Buch eine interessante Lektüre, sondern für jeden der sich Gedanken über seine Zukunft macht. Ob nun in Sachen Geld, Immobilien, Gesundheit usw.
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NR. 1 HALL OF FAMETOP 100 REZENSENTam 21. April 2005
Nachdem die vielen Seifenblasen der letzten zehn Jahre geplatzt sind, wird der Blick auf die Strassen der Zukunft wieder freier. Und wer im Wirtschaftsleben noch lange an alten Bildern festhält, muss mit gefährlichen Überholmanövern rechnen. Doch Loslassen allein genügt nicht. Man muss am Kulissenwechsel auch Freude haben. Zum Beispiel an den „neuen" Konsumenten der Alten. Diesen positiven Zugang erlaubt uns Richard Haimann, freier Journalist mit Schwerpunkt Wirtschaft.
Der Markt der älteren Generation wartet auf seine Entdeckung. Dass die Jugendeuphorie langsam verebbt, ist an sich keine Neuigkeit mehr. Aber den meisten Schlagzeilen vom demographischen Wandel folgen Leerformeln und seelenlose Analysen. So wirklich möchte man sich doch nicht darauf einlassen, dass ausser der Globalisierung ganz andere Kräfte am Werk sind, die in den nächsten Jahren auf die Gesellschaft einwirken. Wer Haimanns gut recherchierte Bestandesaufnahme dieser Kräfte liest, wetzt entweder die Messer für einen aussichtslosen Abwehrkampf oder beginnt neugierig mit dem Umbau seiner Denk- und Wertegebäude. Haimann ist in seinen Aussagen bestimmt und klar. Aber er ist nie so nüchtern, dass die Lektüre seines Buches zur trockenen Pflichtübung verkommen würde. Ich spürte die Lust des Autors, die Resultate seiner Auslageordnung so in Wort zu fassen, dass sie Verstehen und Einfühlen miteinander verbinden.
Nach der Einleitung beschreibt Haimann den demographischen Wandel der nächsten Jahre, wobei er bei der Beweisführung stark auf die Fakten in Deutschland setzt und Beobachtungen so nachvollziehbarer macht. Ab Seite 115 wird der Wirtschaftsjournalist zum externen Marketing- und Werbfachmann, wenn er auf den folgenden sechzig Seiten seine strategischen Überlegungen preisgibt, wie ältere Menschen als neue Kunden gewonnen werden können. Zwar gehe ich nicht in allen Details mit ihm einig, weil Haimann doch in den klassischen Begriffen denkt und argumentiert, aber wesentlich ist ja seine Stossrichtung. Ausserdem stehen viele von Haimanns Ausführungen unter der Überschrift „Chancen & Risiken". Das dritte Kapitel überschreibt der Autor mit „Unternehmen demographiefest machen", geht auf knapp vierzig Seiten auf die notwendige Servicekultur ein und gibt seine Meinung preis, wie das Kapital vor der Demographiefalle gerettet werden kann.
Richard Haimanns Buch hat mein Denkgebäude nicht erschüttert, weil ich die meisten seiner Thesen bereits vor der Lektüre teilte. Sein Buch hat mir vor allem gefallen, weil es mir neue Zusammenhänge aufzeigte, harte Fakten vermittelte und auf interessante Ausflüge mitnahm, die das Fundament eines zukunftsfähigen Marketings festigen. Kurz: Ich bin froh, dass ich Haimanns Einladung zur Lektüre gefolgt bin.
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am 20. Dezember 2005
Der Autor richtet seine Botschaft an alle Unternehmen bzw. an die Gesamtwirtschaft, die in und an der alternden Gesellschaft verdienen wollen. Nach R. Haimann stehen dahingehend Chancen in jene Häuser, die eine der wichtigsten Konsumentengruppen der Wirtschaftszukunft bieten. Insofern wendet sich derselbe ausdrücklich an Marketing-Manager, Entwickler und Einkäufer. Mit seinen Ausführungen bzw. Begründungen wertet er die „Alten“ dahingehend auf, dass diese nicht nur konsumfeindliche TV-Fans seien, sondern diese sich in ihren Interessen und Kaufgewohnheiten überaus deutlich unterscheiden. Aus diesem Grund müssten die Strategien in jedem Unternehmen ihre Produktentwicklungen und Absatzkonzepte entsprechend zielgruppengenau anpassen. Dass dazu die Entscheider und Macher in der Lage sind, haben ja Experten bei jungen Zielgruppen bereits wie selbstverständlich initiiert und durchgeführt. Aus den Überlegungen und damit verbundenen Konsequenzen lässt sich in jedem Fall ableiten, dass Hilfestellungen zu den Identifikationsmöglichkeiten der verschiedenen Käuferschichten älterer Konsumenten erforderlich werden und nicht mehr zu umgehen seien. Ich bin mit dem Autor derselben Meinung, dass diejenigen, die die Älteren als Zielgruppe ignorieren, spätestens „morgen“ ernsthafte Absatzprobleme bekommen.
Auszugs aus dem Inhaltsverzeichnis:
Ein Markt wartet auf seine Entdeckung
Der demographische Wandel
Die Welt im Wandel
Die Arbeitswelt im Wandel
Die neue Landflucht
Ältere Menschen als neue Kunden gewinnen
Senioren – die unbekannten Kunden
Was die Älteren wirklich wollen
Unternehmen
Demographie fest machen
Ohne Service geht es nicht
Kapital vor der Demographiefalle retten
Chancen erkennen – Risiken nicht überschätzen
Ausblick in die Zukunft
Für die erew BIBLIO-KOM Dr. Karl-J. Kluge
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am 30. September 2005
Viele Menschen in den westlichen Industrieländern treibt eine diffuse Angst um: die Angst vor dem Alter - und vor den Alten, vor einer Gesellschaft, in der zwei oder drei darbende Arbeitnehmer für einen im Luxus schwelgenden Senior werden aufkommen müssen. Richard Haimann versucht erst gar nicht, dem Leser diese Ängste zu nehmen. Im Gegenteil: Seine Statistiken und Prognosen zur demographischen Entwicklung und zum Zustand der sozialen Sicherungssysteme bestätigen die dunkelsten Befürchtungen. Allerdings bietet er auch Szenarien an, die einen dem Schlamassel einige Lichtblicke abgewinnen lassen: Wer sagt eigentlich, dass die immer rüstigeren, lebensfrohen Senioren nicht länger arbeiten wollen? Unternehmen, die frühzeitig in die kaufkräftige Rentnergeneration investieren, können jedenfalls saftige Früchte ernten. Oft schwankt der Autor unentschlossen zwischen apokalyptischer Untergangsstimmung und Zweckoptimismus hin und her. Seine Ratschläge an Unternehmer, wie sie ihre Betriebe und Produkte für den Wandel fit machen können, sind aber durchaus hilfreich. Wir empfehlen das Buch vor allem Führungskräften mittelständischer Firmen, die sich frühzeitig auf die wichtigsten Kunden von morgen einstellen wollen.
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