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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
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3,8 von 5 Sternen


TOP 1000 REZENSENTam 24. Februar 2014
Wie von einem anderen literarischen Stern wirken einige der Kurzgeschichten von George Saunders – so originell, so witzig, so unterhaltsam, so tiefschürfend – schlicht so gut sind sie.

Im neuesten Band unter dem Titel „Zehnter Dezember“ gibt der 1958 geborene Englisch-Professor aus Amerika seinen Storys oft kleine irrationale Drehs, die aus Alltagsbegebenheiten etwas machen, das der Leser schwer fassen kann, das ihn mitunter verstört zurücklässt und diese Geschichten gerade deshalb so reizvoll macht – wie ein an ein Kruzifix erinnerndes Gestell, das ein ansonsten eher biederer Mann in seinem Garten zu jedem Anlass wie Thanksgiving oder Weihnachten passend schmückt. Und als seine Frau stirbt, verkleidet er es als Tod – und schon sieht der Leser den Mann mit anderen Augen.

Bemerkenswert ist eine Science-Fiction-Story, in der die Versuchspersonen Injektionen verpasst bekommen, die sie ganz nach Wunsch eines Wissenschaftlers in tiefste Depressionen oder himmelhochjauchzende Glücksgefühle versetzen. Auch kann der Versuchsleiter die Probanden dazu bringen, sich heftigst ineinander zu verlieben. Dass das nicht gut ausgeht, ahnt man.
Oder der Mann, der in seiner Firma einen Verkaufsrekord aufstellt und danach in tiefste Depressionen verfällt. Oder ein anderer Mann, der sich unrettbar verschuldet, um seiner Tochter ein schönes Geburtstagsgeschenk zu machen.

Da schwingt eine Menge Gesellschaftskritik mit, aber nie so penetrant, dass der Unterhaltungscharakter darunter leiden und sich ein moralin-saurer und stördender Eindruck ergeben könnte.

Geradezu herausragend ist die psychologische Beobachtungsgabe des Autors. Immer wirken seine Figuren absolut glaubhaft und überzeugend, so unterschiedlich sie auch angelegt sind – wie in der Titelgeschichte „Zehnter Dezember“, die abwechselnd aus zwei Perspektiven geschrieben ist und in der ein Junge einen Selbstmordwilligen vor dem Erfrierungstod zu retten versucht. Ein tolles Buch!
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am 8. April 2017
Um die Geschichten zu verstehen, musst du ein Verständnis der amerikanischen Kultur haben. In englischer Sprache sind die Geschichten sehr idiomatisch, was bedeutet, dass sie schwer zu übersetzen sind. Sie sind nicht, wie ein Rezensent schrieb, "wertlos". Im Gegenteil, der Autor benutzt eine amerikanische Art, so zu sprechen, dass wir uns bewusst werden, wie wir von der Sprache gefangen sind. Die Geschichten sind sarkastisch, aber auch mitfühlend. Bitte vergib mein Deutsch, es ist nicht meine erste Sprache.
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am 2. September 2014
Der Klappentext zu dieser Sammlung spricht von "brillanten, einzigartigen, witzigen, zärtlichen und übermütigen Erzählungen". "Zärtlich"? Saunders schreibt über so abgründige Situationen und Charaktere, so überzogen, grotesk und beißend, daran schien mir zunächst überhaupt nichts zärtlich. Doch es stimmt.

Die Distanz der meisten Leser zu Saunders fiktiven Lebenswelten dürfte riesig sein. Die Protagonisten: viel white trash, Krimineller im Hochsicherheitstrakt; Jugendliche, die unter der Kontrollsucht oder Vernachlässigung durch ihre Eltern leiden; überforderte, geistig und emotional zurückgebliebene Mutter; hasserfüllter heimkehrender Soldat; verschuldeter Familienvater mit Ambitionen; Kleinbürger, die die eigene Haut zu Markte tragen und ihren niedersten Bedürfnissen nachgeben u.a.m.). Saunders katapultiert uns in Extremsituationen, an den extremen sozialen Rand, teilweise in die Zukunft, aber immer mitten hinein in die Köpfe seiner Protagonisten. Er schreibt in Form von Gedankenströmen, aus der Ich-Perspektive, manchmal so, wie sich seine Figuren selbst nie ausdrücken könnten.
In fast allen Geschichten stehen die Personen vor einer äußerst schwierigen, moralischen Entscheidung. Und obwohl sie so weit weg von den Lesern sind wie nichts anderes, schafft es Saunders, fühlbar zu machen, was uns über alle sozialen oder zeitlichen Grenzziehungen hinweg miteinander vereint, nämlich das Menschliche, und dass wir immer und überall vor der Entscheidung stehen, menschlich zu handeln oder nicht. Das macht Saunders zärtlich. Und bei aller Groteske bedeutsam.

Bombe.
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am 30. Dezember 2015
Offensichtlich polarisiert das Buch. Ich hatte es jemanden geschenkt, der am 10. Dezember Geburtstag hat und vorher ein paar Geschichten gelesen.

Das Buch ist schwer zu lesen und der rote Faden fehlt, an machen Stellen fand ich es unterhaltsam und auch ganz witzig, manchmal war es aber auch sehr anstrengend und etwas öde...

Fazit: Wenn man es nicht mag, kann man es immer noch in einen Adventskalender ins 10. Päckchen packen....
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am 21. April 2016
Ich würde das Buch jeder/m empfehlen, der/die gern intelligente Kurzgeschichten liest. Einige Geschichten, aber nicht alle, haben einen Science-Fiction-Touch oder zumindest einen eher verstörenden als traurigen Aspekt, der bei mir noch lange nach Beendigung der Lektüre nachgewirkt hat. Die Geschichten sind auf eine beiläufige Weise originell und alle sehr verschiedenen, d.h. der Autor kreist nicht nur um einen Gedanken/ein Thema. Ein gemeinsames Thema der Geschichten sind vielleicht Menschlichkeit/Kinder. Überhaupt kann sich George Saunders gut in Kinder hineinversetzen, deren Perspektive er achtet und schätzt. Das hat mir am besten gefallen.
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am 11. Oktober 2014
Die Geschichten sind teilweise schwer zu lesen, und ich fragte mich eingangs, ob die Übersetzung einfach nur so schlecht ist. Aber im Verlauf des Textes wurde deutlich, daß diese teilweise primitiven Geschichten wohl eher dem Autor geschuldet sind. Das Niveau erinnert zumindest mich an billige Groschenromane aus meiner Kindheit. Ich werde mit "Amazon - Empfehlungen" künftig etwas vorsichtiger sein.
Fazit: Literarisch wertlos!
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am 29. April 2014
Literatur vom Feinsten.
Die Verbindung von Zwischenmenschlichem und Fiktion ist hier hervorragend geglückt,
ebenso wie die Beleuchtung tragischer und komischer Momente im Leben-heute-und übermorgen.
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am 2. August 2014
Wie man ein Buch nach nur zwei Bewertungen von Amazon mit 5 Sternen bewerten kann, ist mir ein Rätsel und sicher nicht repräsentativ. Auch wenn das Buch in den USA in der Bestsellerliste landete, habe ich meine Zweifel am Wert dieses Buches. Mag sein, dass die Übersetzung nicht ganz einfach ist um den amerikanischen Inhalt rüberzubringen
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