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am 10. Mai 2017
Ein surreales Meisterwerk, verwirrend und kryptisch. Keine Ahnung warum, aber ich liebe es! Schade, dass Pelewin in Deutschland und auf deutsch so schwer zu bekommen ist.
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am 25. April 2008
Dieses Buch befindet sich, auf meinem Radar "geliebter Russen" irgendwo zischen Gogols "Seelen" und Bulgakows "Magaritha".
Mir ging es bisweilen beim lesen, als würde ich gleichzeitig Wodka trinken und Gedichte rezitieren...
Pjotr ist Insasse einer psychiatrischen Klinik weil glaubt, seine wahre Identität wäre die des Adjutanten von Tschapajew, eines in Rußland legendären Feldkommandanten der Roten Armee während des Bürgerkrieges. Dieser geheimnisvolle Tschapajew rettet ihn aus einer prekären Situation und nimmt ihn als Politkommisar zu sich. Dabei lernt Pjotr auch die schöne Manschinengewehrschützin Anna kennen, der er oft aber vergeblich näher zu kommen versucht.
Zwischendurch "träumt" er immer wieder von der Nervenklinik und den etwas eigenartigen Heilungsverfahren eines Professors. Auch die Geschichten seiner drei Zimmerkollegen erlebt er auf diese Weise sehr realitätsnah mit.
Von ausgiebigen Alkohol- und Drogenkonsum begleitet, bringt ihm Tschapajew die buddhistische Lehre näher und die ganze Sache wird dadurch zunehmend irreal...

Die Helden so skurril, der Plot so ergreifend, ach könnte ichs doch im Original lesen!
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am 23. Januar 2001
Viktor Pelewin hat mir seinem buch "Buddhas kleiner finger" ein Buch geschaffen, das sich dem interessierten leser in mannigfaltiger Weise eröffnet. Fälschlich wäre es dieses Buch nur als normalen Roman oder Trivialliteratur auffzufassen und falsch ist es dieses Buch mit einer solchen erwartungshaltung zu lesen, denn dieses Werk verbirgt hinter seiner phantastischen geschichte (in der einige kapitel zu den besten gehören, die ich jemals gelesen habe) eine breite pallette an philosophischen und esoterischen Fragestellungen. diese sind häufig nur in Anspielungen versteckt, hierbei aber so treffend platziert, daß einem der sinn dieses buches eigentlich erst nach dem studium einiger, exquisit ausgewählter literatur völlig erschliesst. dies soll nicht heissen, das dies nötig wäre, aber die wahre tiefe des werkes erschlisst sich einem erst, wenn man mit begrifen wie "gurdjew" , "castaneda" oder auch "satori" wirklich etwas anfangen kann. pelewin beweist wieder einmal, daß er zu den besten zeitgenössischen autoren gehört und sein schreibstil trotz aller philosophischen tiefe zu fesseln vermag
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am 1. September 1999
"Dieses Buch wirkt wie ein Computervirus - geschaffen, um das kulturelle Gedächtnis Rulands zu zerstören", so die Begründung der Juroren warum "Buddhas kleiner Finger" nicht zum russischem Booker Preis normiert wurde. Dabei galt Viktor Pelewins dritter Roman 1996 als die meist besprochene Neuerscheinung in Rußland. Die negativ gemeinte Bemerkung trifft den Kern des Buches, allerdings kann diese nur als Werbung verstanden werden. Denn wenn es gilt, daß Literatur unser Verständnis von Wirklichkeit zu erweitern vermag, dann ist Pelewin wahrscheinlich einer der radikalsten Autoren der Gegenwart. Ohne althergebrachte Rücksichtnahme spielt er mit Traditionen, philosophischen Ideen und Wirklichkeitsvorstellungen. Dabei kreiert er Bilder, Dialoge und Szenen, bei denen man sich unwillkürlich fragt: "Hoppla, kann ich da überhaupt noch nachkommen?", um nach einigen Sätzen von einem ganz neuen Sinnzusammenhang begeistert zu sein. Tatsächlich zerstört Pelewin überkommene Vorstellungen von dem was wirklich ist. Klammheimlich wie ein bösartiger Virus - insofern haben die Juroren recht -, aber er setzt auch wieder zusammen. Ebenso klammheimlich. Nach dem Lesen bleibt ein Bild von abstruser und verworrener Schönheit, das eigenartig lange im Gedächtnis verweilt. Das Ganze in einer schlichten aber frischen Sprache, die es einem erlaubt, selbst die aberwitzigsten Wendungen und den Wechsel von mehreren Zeitebenen leicht verständlich zu verfolgen. Der Roman spielt zeitlich als auch räumlich in Rußland. Pelewin vermutet in der Folklore um den Feldkommandeur Tschapajewnicht den sowjetischen Mythos auf einer ungestalteten Wirklichkeit, sondern im Gegenteil die Verzerrung und Fälschung einer heroischen, grandiosen Wahrheit. Pelewin gibt uns über 411 Seiten eine sperrige Wahrheit zum Entdecken (als auch zum eigenen Erfinden) und in eigenwillig schroff verzerrten Bildern zum Begutachten. Darin liegt die Stärke dieses Buches. Dabei ist die Suche nach der Wahrheit um Tschapajew nur ein Beiwerk der pelewinschen Expedition in das menschliche Bewußtsein. Insofern löst sich das Buch aus Rußlands Historie und ist auch für Leser, die noch nichts von Tschapajew gehört haben, ein Lesevergnügen.
"Buddhas kleiner Finger" ist ein Feurwerk an phantastischen Bildern, philosophischen Dialogen in Umgangssprache und subversiven Ideen, welche die Wirklichkeit unwirklich und Unwirkliches wirklich erscheinen läßt. Viktor Pelewin ist untrüglich einer der ungewöhnlichsten und interessantesten Autoren im derzeitigen Literaturbetrieb. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 27. August 2006
Das Buch fesselt von Beginn an: Da ist jemand in St.Petersburg im bewegten Jahr 1919, der anscheinend selbst nicht so genau weiß, wer er ist und woher er kommt. Aber er wird gleich von einer rasanten, thrillerhaften Handlung mitgerissen, die ihn mitten zwischen die Akteure der Revolution wirft. Und dann erscheint die zweite Ebene, das Irrenhaus in der Gegenwart. Alles nur ein Traum? Man soll sich wundern. Die Ebenen werden mehrfach wechseln und schließlich verschmelzen.

Da sind auch noch etwa 20 Seiten dieser surrealen Traumszene, die inhaltliche Orientierungspunkte gänzlich vermissen lässt. Es hagelt Anspielungen, die ich wirklich wohl nur in kleiner Zahl verstanden habe. Nicht zögern - weiterlesen. Es bleibt spannend und löst sich auch irgendwie ansatzweise auf.

Die Handlung bleibt rasant wie ein Drogentrip, sie spielt wie ein Geisteskranker mit Philosophie, Geschichte und Neo-Russischer Wirklichkeit. Ein Buch zum Verschlingen.
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am 19. April 2015
Das Buch beginnt interessant mit einer Zeitschiene kurz nach der Oktoberrevolution und so verführte mich die Leseprobe. Ich hoffte auf etwas Bulgakov! Danach trifftet der Roman aber in so viel unterschiedliche Zeitepisoden, dass es mir schwer fiel, den Überblick zu behalten. Phantastereien, Trugbilder vervollständigen den Handlungsablauf, sodass ich entnervt das Handtuch geschmissen habe. Tut mir leid, Herr Pelwin, ich habe es nicht verstanden!
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am 17. Juli 2014
"Buddhas kleiner Finger" ist das erste Buch, das ich von Viktor Pelewin gelesen habe. Es ist ein wahnwitziger (im Wortsinn!) Parforceritt durch die Zeit vor, während und nach der russischen Revolution. Spannende Unterhaltung mit skurrilen Einfällen, Weisheiten, schrägen Ansichten, historischen Purzelbäumen - wunderschön erzählt. Ich will mehr von diesem Autor!
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VINE-PRODUKTTESTERam 5. Januar 2014
Der Autor: "Ich ging für meinen Tschapajew-Roman von folgender Überlegung aus: Was, wenn man einmal eine Art Anti-Extrapolation anstellte und die >Verarbeitungslogik< des >sozrealistischen< Textes umkehrte, indem man sich eine Welt edler, erhabener Leute ausmahlte, deren Andenken durch zahllose Fälschungen und Verdrehungen bis zur Unkenntlichkeit verzerrt worden ist? Wenn der sowjetische Mythos nicht der Lack auf einer ungestalteten Wirklichkeit, sondern im Gegenteil die Verzerrung und Fälschung einer heroischen, grandiosen Wahrheit wäre? Wenn sich hinter dem süßlich-sentimentalen Vorzeigekommunisten namens Tschapajew nicht der grobschlächtige Säbelheld verbärge, den in trunkenem Zustand die Kugel eines Unbekannten traf, sondern ein geheimnisumwitterter, ungreifbarer buddhistischer Meister, der Leben und Tod bezwingt? Dann dürfte man die Tschapajew-Witze als blasphemische Zeugnisse einer anderen, seltsamen, sperrigen Wahrheit erkennen. Diese Wahrheit weiterzudenken, schrieb ich meinen Roman." (S.419)

Wer diese kurze Kommentierung versteht, den erwartet mit "Buddhas kleiner Finger" ein belletristischer Drogentrip par excellence. Ich habe das Werk zweimal hintereinander gelesen und musste feststellen: "Rußland ist mit dem Verstand nicht zu begreifen [..]". (S.82) Das fängt schon bei der Spannungskurve an, die mit starken Ausschlägen hoch anfängt und dann das halbe Buch als Kardiogramm des heutigen Lenins verläuft. Es hilft sicher, die mannigfaltigen Bedeutungen des "Tschapajew" in der kürzeren Geschichte Russlands zu kennen. Vielleicht ergibt sich dann ein Sinn aus dem Geschriebenen.

Ich habe mich dazu entschlossen, in "Buddhas kleiner Finger" das belletristische Gegenstück zu Wassily Kandinskys "Komposition VIII" aus dem Jahre 1923 zu sehen. Viel Spaß beim Reininterpretieren, Lückenfüllen, Dazudichten, Erklären und Interpretieren.
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am 4. Juni 2014
Das Buch ist ein Leckerbissen für alle, die sich in der sowjetischen und russischen Gesellschaft so gut auskennen, sogar Anspielungen auf deren Witze zu verstehen. Und für alle, die das Nachwort zuerst gelesen haben.

Für andere ist es eher zäh.
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am 3. Dezember 2014
Sehr empfehlenswert zum weiteverschenken! Bewegt sich zwischen Thriller, Witzen und Liebesgeschichte. Einfach mal die Reviews nach dem Inhalt googeln. Ein schönes Stück russische Literatur.
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