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Geboren wurde das Auto bei Daimler und Benz. Daraus wuchs zunächst ästhetisch gesehen, die selbstfahrende Kutsche. In Deutschland, von der katholischen Kirche zunächst als Teufelswerk unter Bann gestellt, entdeckte zuerst die Weltstadt Paris die Bedeutung dieser deutschen Erfindung für die Zukunft der Fortbewegung. Und auch der reiche und automobilbegeisterte Geschäftsmann Jellinik, dessen Tochter Mercedes später den Daimler Benz Werken ihren Vornamen als Markennamen geben sollte, orientierte sich zunächst nach Frankreich. Bis in die 1920er Jahre war das Automobil vom Design der Kutsche geprägt, verziert mit der Ornamentik ihrer Zeit, z.B. mit den floralen Kurven des Jugendstils. Frankreich war zwar nicht das Geburtsland des Automobils, aber dessen wichtigster Wegbereiter. So ist es auch nicht erstaunlich, dass die exklusivsten Fahrzeuge damals aus Frankreich stammten. Zu diesen Marken zählten in den 1920er Jahren: Delage, Delahaye, Talbot und Bugatti. In Belgien war es Minerva und in England waren es Bentley oder Rolls Royce, die für ein elitäres Lebensgefühl standen. Bei Delage, Delahaye oder Bugatti strebte man seit den 1920er Jahren fast schon in übertriebener Art und Weise nach organischen Formen. Mercedes versuchte diese Gestaltungselemente mit dem Autobahnkurier in den 1930er Jahren nachzuahmen, scheiterte aber damit. All diese Fahrzeuge wirkten zwar aerodynamisch, hatten aber einen CW - Wert wie ein schwäbischer Bauernschrank im Windkanal. Die Aerodynamik wurde erstmals vom deutschen Flugzeugingenieur Rumpler mit seinem gleichnamigen Tropfenwagen in den 1910er Jahren in die mobile Welt getragen und ernsthaft und funktional aber erst ab 1933 von der tschechischen Firma Tatra umgesetzt. Das Buch widmet sich dieser Vorgeschichte oder den europäischen Art Deco Autos, wie z.B. Delahaye überhaupt nicht, obwohl der mehrfach in diesem Buch abgebildete Luxuswagen Russo Baltique, der für 1,8 Millionen Dollar Käufer erobern soll, sich durchaus an diesen Vorbildern in seiner Formgebung orientiert. Für die Designevolutionsgeschichte des Autos hätte eine Beleuchtung der Ursprünge nicht geschadet. Immerhin befindet sich in diesem Buch ein Nachbau des berühmten Sportwagens Talbot Lago 150 SS (Baujahr 1938) der Firma Rinsspeed aus dem Jahr 1996. Übrigens wechselte erst kürzlich auf einer Auktion in den USA ein originaler Talbot Lago für umgerechnet 3,8 Millionen Euro den Besitzer.

Wenn nicht vorab ein deutscher Verlag als Herausgeber benannt worden wäre, so hätte ich eigentlich amerikanische Autoren hinter diesem Buch vermutet, da die amerikanischen Konzeptautos hier mengenmäßig die Vorreiterrolle einnehmen. Wenn Autos aus den 1930er, 1940er, 1950er oder 1960er Jahren in diesem Buch an der einen oder anderen Stelle einmal auftauschen, sind diese meist auch aus den Vereinigten Staaten. Ebenso spiegelt sich bei den Abbildungen der neueren Konzeptautos eine Affinität zum amerikanischen Retrodesign wieder. Dennoch kommen auch die Europäer und Japaner zum Zuge in diesem - am Preis-Leistungsverhältnis gemessen - sehr gelungenen Buchs. Tiefgreifendes zum Design sollte man nicht erwarten. Das Buch ist auch mehr ein Katalog über aufregende Konzeptfahrzeuge, vorwiegend von Modellen ab den 1980er Jahren.

Den Autoren ist dafür zu danken, dass sie dieses Thema so anschaulich aufbereitet haben, denn im Konzeptauto werden oft Träume und Visionen verwirklicht, die vielfach nie zur Serienreife gelangen. Und die Tatsache, dass Konzerne bei ihrer Erstellung und Präsentation keine Kosten und Mühen scheuen, macht sie letztendlich auch zu begehrenswerten Highlights jeder Automobilausstellung. Das Automobil - Design gilt unter Designern als Königsdisziplin. Das mag daran liegen, weil der Mensch, der sich selbst auch gern als göttlicher Schöpfer aufspielen möchte, in diesem Segment für jedermann erwerbbare, sich bewegende Lebewesen erschaffen kann. Sie besitzen zu dürfen, ist ein großartiges Gefühl und lässt auch so manchen Mann zum Erstaunen seiner Ehefrau zum Polier- und Putzteufel werden. Das Design eines Automobils ist für viele Autofahrer von großer Bedeutung, denn sie sind nicht nur Ausdruck des sozialen Status, sondern verkörpern auch Charakterzüge, mit denen sich ihre Fahrer identifizieren möchten und durch ihre öffentliche Nutzung zur Schau stellen wollen.

Das Buch brilliert durch ein ausgewogenes Text - Bild - Verhältnis, mit deutlicher Tendenz zum Foto und das meistens in Farbe. Inhaltlich gliedert es sich wie nachfolgend beschrieben:

- USA (Vom Showcar zum Forschungsprototyp)
(Untertitel: Buick, Cadillac, Chevrolet, Chrysler, Dodge, Ford,
General Motors, Hummer, Jeep, Lincoln, Mercury, Oldsmobile,Plymouth,
Pontiac und Saturn)
- Europa (Concept Cars - mehr als nur getarnte Serienvorläufer)
(Untertitel: Alfa Romeo, Artega, Aston Martin, Audi, Bentley,Bertone,
Bizzarrini, Bertone, BMW, Bugatti, Caparo, Citroen, Coventry, Diatto,
Edag Keinath, Ferrari, Fiat, Fioravanti, Hanomag, Italdesign, Jaguar,
Karmann, KTM, Lamborghini, Lancia, Land Rover, Lotus, Maserati, Melkus,
Mercedes - Benz, Maybach, MG, Mini, Morgan, Opel, Peugeot, Pininfarina,
Porsche, Renault, Rinspeed, Rolls - Royce, Saab, Seat, Skoda, Smart,
Tramontana, Volkswagen, Volvo und Zender)
- Japan (Trends und Highlights für morgen und übermorgen)
(Untertitel: Acura, Daihatsu, Honda, Infiniti, Lexus, Mazda,
Mitsubishi, Nissan, Scion, Subaru, Suzuki, Toyota)
- Der Rest der Welt (Die Zukunft globaler Zusammenarbeit)
(Untertitel: Cobra, Daewoo, DC, Holden, Hulme, Hyundai, Joss, Kia,
laraki Fulgura und Russo Baltique Impression).

Insgesamt gibt dieses Buch somit einen guten Überblick zu den Studien und Concept Cars , die in den letzten Jahrzehnten auf Messen in Paris, Genf, Frankfurt, London oder Tokio das Publikum mit einem zwinkernden Blick auf die künftigen Trends in Staunen versetzten. Manchmal entdeckt man in diesem Buch auch, dass sich verschiedenen Hersteller an Konzepten der Konkurrenz orientierten. Dabei ist mir besonders der aktuell hochgepriesene Mazda Taiki (2007) aufgefallen, der sich formal stark am Peugeot Proxima aus dem Jahr 1986 orientiert. - Christoph Erlemeier -
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am 4. Juni 2014
Trotz, das einige Studien und Prototypen fehlen, ist es ein sehr gutes Buch und solange ich noch etwas neues entdecke (Marke und / oder Modell) ist das immer positiv...und ich kenne sehr viele Fahrzeuge
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am 1. Mai 2011
dieses "schwergewicht" ist jeden cent wert, den es kostet - das buch ist groß, schwer und in einer sehr guten druckqualität - ich hab nicht nachgezählt aber man hat den eindruck, daß sogar mehr als 1000 bilder enthalten sind.
natürlich würde man sich bei vielen der abgebildeten autos mehr information oder noch mehr bilder wünschen, nur dann wäre es noch größer und schwerer :-)
für "einsteiger" in sachen "concept cars" ein toller und preiswerter anfang aber ich denke auch "auto-profies" würden den band mögen, wenn auch nur als "übersichts-katalog", denn in keinem buch sind meines wissens so viele wagen abgebildet wie hier.
die beispiele auf dem cover entsprechen den bildern im buch, meißt sind mehrere autos auf einer seite in technisch tadeloser qualität fotografiert und mit einer kurzen beschreibung versehen - es gibt eine grob-einteilung nach ländern, was beim suchen/nachschlagen sehr hilfreich ist.
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am 8. Januar 2014
Ich habe das Buch meinem Mann und 18jährigen Sohn zu Weihnachten geschenkt. Sie finden es sehr interessant und schmökern darin.
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am 10. September 2014
entspricht genau der beschreibung, gefällt mir gut und ist seher interesannt was alles so gebaut wirt, ganz ganz viele bilder
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am 22. Juli 2013
Perfekte Qualität, Gute Konzept cars. Würde ich jedem empfehlen, der Interesse an ausgefallenen Ideen und Autos hat :) . Top
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