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am 19. November 2011
In einem Gespräch mit Johannes Groß plaudert der neunzigjährige Börsenguru, Buchautor und Globetrotter André Kostolany über sein Leben, seine Philosophie und seine Träume. Und das Leben des Globetrotters ist reich an Geschichten und Anekdoten über Menschen, welche seine Wege kreuzten.

André Kostolany wurde 1906 in Budapest geboren. Es wuchs in einer großbürgerlichen Familie aus. Der Vater war Spirituosenfabrikant. Kostolany bezeichnet seinen Vater als ausgesprochenen Bohemian und unverbesserlichen Optimisten. Es scheint so, dass der Sohn diese positive Lebenssicht geerbt hat.

Die Familie und Freunde der Eltern waren über die ganze Welt verstreut und auch André wurde Kosmopolit und eilte sein Leben lang rastlos um den Globus. Ein Schicksal, das viele Ungarn mit ihm teilten. Er berichtet, dass nach dem Ersten Weltkrieg ein numerus clausus an der Budapester Universität die Anzahl der jüdischen Studenten auf 6 % begrenzte. Viele suchten daraufhin ihr Glück in der Ferne. Zu ihnen zählte auch Kostolanys Spielgefährte Edward Teller.

Nach dem Studium der Philosophie und Kunstgeschichte nahm André Kostolany ein Volontariat in der Pariser Maklerfirma von Monsieur Alexander, einem Schulkameraden seines Vaters, auf. Er hatte in Paris "einen guten Start, aber ein kleines Einkommen". Sein Verlangen nach Geld wurde geweckt, aber nicht gestillt: "Ich erhob das Geld auf ein Postament und dachte ununterbrochen daran. Zunächst war es ein Mittel, um ein Ziel zu erreichen, dann wurde es selbst zum Ziel und ließ mich alles andere unterschätzen." Er genoss das Pariser Leben der Zwanziger Jahre, ging tagsüber ins Café und feierte so manche Nacht mit Josephine Baker im Club.

Einen erfolgreichen Spekulanten zeichnet es aus, dass er die Zeichen der Zeit erkennt und richtig deutet. Die zunehmende Euphorie gegen Ende der Zwanziger Jahre stimmt ihn nachdenklich, ja pessimistisch. Er begann auf fallende Kurse zu setzten und wurde durch den Börsenkrach reich. Sein Einfluss an der Börse wuchs: "Über Nacht wurde ich zum Guru". Dennoch konnte es sich nicht recht freuen, da viele Freunde all ihr Geld verloren hatten.

Auch André Kostolany weiß, dass die Börse keine Einbahnstrasse ist und nicht alle Tage das Glück lacht. Anfang der Dreißiger Jahre verlor er sein gesamtes Vermögen. Trotz der Rückschläge am Geldmarkt - nach eigenen Angaben war er zwei Mal Millionär und zwei Mal pleite - verlor Kostolany nie seinen Lebensoptimismus. Er, der Flucht und Vertreibung kannte, wurde in seinem Glauben an die Menschheit nie erschüttert. Sein Motto im Umgang mit Menschen lautet: "Ich gehe auf alle Menschen zunächst vollkommen unvoreingenommen zu, und jeder gilt für mich so lange als integer, bis er mir das Gegenteil gezeigt hat."

Aber auch der cleverste Börsenguru wird hin und wieder von der Politik überrascht. Noch 1996 war André Kostolany fest davon überzeugt, dass es nicht zu einer einheitlichen Währung in Europa kommen würde: "Den Gegner der europäischen Währungsunion sage ich, es lohnt sich nicht, gegen Maastricht zu kämpfen, denn es kommt nicht dazu. Natürlich träumen viele leidenschaftliche Europäer, zu denen ich mich auch zähle, von einer gemeinsamen Währung. Sie glauben, sie ist die Bedingung und Grundlage für ein politisch vereintes Europa. Genau das Gegenteil ist der Fall. Die Vereinigten Staaten von Europa mit einer supranationalen souveränen Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik sind die conditio sine qua non für die Währungsunion." Wären die Politiker seinem Rat gefolgt, könnten wir heute ruhiger schlafen.

Seine simple aber wirkungsvolle Anlagestrategie braucht auch heute noch keinen Vergleich mit den Anlageempfehlungen der Spezialisten zu scheuen: In die Apotheke gehen, Schlafmittel kaufen, erstklassige internationale Standardaktien kaufen, Wecker auf drei Jahre stellen und schlafen legen.

Und wie denkt er über seinen Nachruhm? "Meine Bücher werden mich überleben, und wenn sie den nächsten Generationen nützen können, wäre ich zutiefst erfreut."
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am 24. April 2011
Sehr schönes Buch um es auf dem Weg zur Arbeit oder auf einer Zugfahrt zu lesen. Erwarten Sie keine mathematischen Ausarbeitungen zu Aktien oder Derivaten. Erwarten Sie die Erklärung von grundlegenden Zusammenhängen der Geldwirtschaft gepaart mit einem Schuss Humor und viel Lebenserfahrung.
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