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Kundenrezensionen

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am 2. August 2002
Amelia Peabody, überzeugte "alte Jungfer" geht auf ihre erste Entdeckungsreise nach Ägypten und entdeckt nicht nur ihre Liebe zur Ägyptologie, sondern auch zur Kriminalistik. Und am Ende kommt doch alles ganz anders, als sie es sich immer vorgestellt hatte: Sie heiratet, um "buddeln" zu dürfen und plant die Geburt ihres Kindes zwischen zwei Ausgrabungsperioden.
Die zwei Hauptcharaktere, Amelia Peabody und Radcliff Emerson überzeugen nicht nur in ihrem ersten Abenteur sondern auch in allen folgenden zwölf mit der ihnen eigenen englischen Art, Wortwitz und einer gehörigen Portion an zwischenmenschlichen Merkwürdigkeiten, die immer wieder zum Schmunzeln verleiten.
Kurzum: ein wirklich gelungener Auftakt zu einer süchtigmachenden Serie, die immer wieder Spannung und Romantik vereint, und bei der auch das Lachen nicht zu kurz kommt.
Im übrigen lohnt es sich wirklich das nächste Buch "Der Fluch des Pharaonengrabes" zu lesen. Ramses, Amelias kleiner Sohn, entwickelt sich zu einem lispelnden, überintelligenten Nachwuchsarchäologen mit einer ausgeprägten Vorliebe für Löcher und "Die Geschichte Ägyptens" als Gute-Nacht-Geschichte, der steif und fest behauptet, der Knochen vom Kompost sei der "Oberschenkelknochen einef Rhinoferof" - überhaupt werden Ramses Eskapaden von Buch zu Buch amüsanter.
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am 9. November 2004
Dieses Buch ist das erste einer ganzen Reihe von Romanen über die Heldin Amelia Peabody und ihre Familie.Jedesmal wenn ich das Buch zu lesen anfange (und das passiert des öfteren) kann ich es nicht wieder aus der Hand legen.
Dieses Buch ist ein historischer Krimi aus der Anfangszeit der Archäologie.
Man muss die Heldin einfach bewundern, wie sie sich in einer Männer Domäne immer wieder durchzusetzen weiß und nebenbei auch noch einen Mord nach dem anderen aufklärt!!!
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am 18. August 2008
Endlich gibt es Elizabeth Peters Krimis um die resolute englische Lady, Amelia Peabody, auch zum Hören! Dagmar Heller ist dafür wahrlich die perfekte Besetzung - resolut, dramatisch, leidenschaftlich, mitfühlend, ironisch und bisweilen boshaft - alle Facetten des kantigen Charakters der Heldin Amelia setzt sie gekonnt in Szene. Der erste Teil der Peabody-Reihe macht Lust auf mehr zum Weiterhören!
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am 8. August 1999
Miss Amelia Peabody, die Heldin der Geschichte, ist eine eigenwillige viktorianische Feministin mit einem Faible für altertümliche Geschichte und Archäologie. Sie befindet sich auf einer Reise nach Ägypten, auf der sie in Rom die junge Evelyn Barton-Forbes unter ihre Fittiche nimmt, die von ihrem Liebhaber verlassen wurde. Die beiden Frauen segeln auf dem Nil zu einer archäologischen Ausgrabungsstätte, die von den Emerson Brüdern geleitet wird. Bald wird die Gruppe von einer Mumie heimgesucht. Nun ist die Frage, ob es sich wirklich um den Fluch handelt, der auf der Ausgrabungsstätte liegen soll oder um den Versuch einer unbekannten Person, sie von dem Ort zu vertreiben...
Elizabeth Peters erschafft in diesem ersten Buch der AMELIA PEABODY SERIE äußerst liebenswerte und glaubwürdige Charaktere und fängt auf unnachahmliche Weise das Flair der viktorianischen Ära ein. Was mich besonders beeindruckt, ist ihre Fähigkeit, die geheimnisvolle und großartige Aura, die das Land Ägypten umgibt, aufs Papier zu bannen. Diese Serie ist nicht nur ein Genuß für Liebhaber von guten Krimis, sondern wird alle Leser begeistern, die eine unterhaltsame und mit viel Witz geschriebene Geschichte lieben. Wer wie ich nicht genug von Amelia Peabody und ihren Abenteuern kriegen kann, sollte direkt bei DER MUMIENSCHREIN, dem zweiten Buch der Serie weiterlesen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 11. Oktober 2008
Ich bin echt begeistert von diesen Buch, der Humor und auch Geschichte sind klasse, aber besonders die weibliche Hauptperson Amelia Peabody ist einfach umwerfend, der ganze Charakter ist einfach klasse, ich freue mich schon darauf weitere Teile zu lesen.

1. Im Schatten des Todes
2. Der Fluch des Pharaonengrabes
3. Der Mumienschrein
4. Im Tal der Sphinx
5. Der Sarkophag
6. Verloren in der Wüstenstadt
7. Die Schlange, das Krokodil und der Tod
8. Der Ring der Pharaonim
9. Ein Rätsel für Ramses
10.Die Hüter von Luxor
11.Der Fluch des Falken
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am 18. Mai 2014
Mit dem Band "Im Schatten des Todes" beginnt die Serie um jene toughe Hobbyagyptologin, die in Persönlichkeit und Lebensweise den emanzipatorischen Wandel des beginnenden 20.Jahrhunderts "durchbricht". Mit einem Augenzwinkern lesen wir die Geburt jener Emilia Peabody, die - ganz der Vater - ihre große Liebe nicht nur zur agyptischen Archäologie entdeckt. Der kriminalistische Teil ist dabei selten extrem spannend zu nennen, eben weil alles - auch die Handlung - bewußt in jenem halbvictorianischem Stil haften bleibt. Doch gerade das macht für mich den Reiz aus. Es ist etwas von Agatha Christi (Tod am Nil), es ist etwas von der "guten alten Zeit" und der neuen Zeit der Wissenschaft. Dabei lernt der Leser auch stets etwas von dem alten Reich versunkener Kulturen. Ein schöner Auftakt. Ich hoffe, dass es in den Buchhandlungen bald wieder mehr von Emilia Peabody zu lesen gibt.
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am 14. November 2010
ANREIZ ZUM KAUF
Eine Ägyptologiestudentin empfahl mir diese Buchreihe als historischen Wissenschaftskrimi voller Humor und archäologischen Anspielungen.

ÜBER DIE AUTORIN
Elizabeth Peters ist das Autorenpseudonym der Ägyptologin Barbara Metz, * geboren 1927 in Chicago. 1952 erwarb sie einen Doktortitel in Ägyptologie.
Da sie in der Nachkriegszeit keine Stelle an einer Uni oder Ähnliches bekam, wandte sie sich dem Schreiben zu. Der einzige "wissenschaftliche" Beitrag sind 2 populärwissenschaftliche Sachbücher über Ägypten, die zusammen mit der hier beschriebenen Krimi-Serie sicherlich viele Menschen für Ägypten begeistert und informiert haben.
Vor der Amelia-Peabody-Serie, mit der sie zumindest in Deutschland am bekanntesten wurde, begann sie jedoch 3 andere Serien: Unter dem Pseudonym Barbara Michaels begann sie 1966 eine Reihe Thriller zu schreiben. 1972 begann sie unter dem Pseudonym Elizabeth Peters Wissenschaftskrimis mit weiblichen Detektiven zu schreiben: 1972 eine Bibliothekarin (Jaqueline Kriby), 1973 eine Kunsthistorikerin (Vicky Bliss) und erst 1975 kam ihre viktorianische Archäologin Amelia Peabody auf den Markt.

* Für ein 1989 veröffentlichtes Buch aus Jacqueline-Kirby-Reihe erhielt sie den Agatha Award.
* 1998 bekam sie von Mystery Writers of America den Grand Master Award verliehen.
* 2004 erhielt sie einen weiteren Agatha Award für das zu der hier beschriebenen Serie gehörende Amelia Peabody's Egypt: A Compendium ; außerdem wurde sie mit dem Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.

ÜBER DIE SERIE
Mittelpunkt der Serie ist die viktorianische Ägyptologin Amelia Peabody samt Familie. Bei jeder Ausgrabungssaison in Ägypten werden sie in Verbrechen oder sogar Mord hinein gezogen, den Amelia aufklären will.
Die Serie schildert kenntnisreich die damaligen wissenschaftlichen Verhältnisse und den Zeitgeist. Amelia und ihre Familie gelten samt und sonders als exzentrisch (denn reiche Leute einer bestimmten gesellschaftlichen Position können nicht verrückt sein, sie sind exzentrisch) und bilden einen modernen Gegenentwurf zu den damaligen Verhältnissen.
Die Bücher greifen abwechselnd verschiedene Elemente des Krimi-Genres auf.
Allen Büchern gemeinsam ist jedoch die ironische Erzählweise und der Humor sowie die Ausgestaltung der beiden Hauptfiguren.
Da die Buchreihe vor allem vom Zusammenspiel der Charaktere lebt, steht und fällt es im Prinzip mit der Sympathie des Lesers für diese.
Gerade im ersten Band kommen viele Elemente des Kitschromanes, verzeihung, Liebesromanes auf. Diese werden oft jedoch ironisch dargestellt.

ERSTER EINDRUCK
Mein erster Eindruck von diesem Buch war enttäuschend; wie schon einige andere Rezensionen schrieben, stehen bei dem ersten Band die Charaktere und ihr Zusammentreffen stark im Vordergrund, auch die Krimihandlung ist eher eine Art Mystery-Handlung (Untertitel der Reihe ist übrigens An Amelia Peabody Murder Mystery ). Es ist eher ein Auftakt zu der Serie mit Einführung der Charaktere.
Da ich darauf nicht gefasst war, hatte ich mir mehr vorgestellt. Weil ich jedoch einen Doppelband kaufte, las ich auch den zweiten Band und war danach hochbegeisterter Fan der Serie.
Ich würde also jedem empfehlen, die ersten beide Bände zu lesen, um sich ein Urteil zu bilden.

DAS BUCH
In den 1880ern Jahren fasst die 32jährige Miss Amelia Peabody den Plan, nach Ägypten zu reisen. Der Tod ihres Vaters enthob sie nicht nur ihrer einzigen Bezugsperson, sondern verschaffte ihr auch durch das Erbe finanzielle Unabhängigkeit. Da die junge Amelia unverheiratet im Hause ihres Vaters verblieb und ihm den Haushalt führte, war sie von den viktorianischen Gesellschaftsregeln recht gut abgeschottet. Ihr Vater, eine Art Universalgelehrter, der viele alte Sprachen und Kulturen studierte, überließ die junge Frau sich selbst, so dass sie unbehelligt von dem engen gesellschaftlichen Korsett eine eigenwillige Persönlichkeit entwickelte. Da sie sich um den Haushalt kümmerte (organisatorisch und finanziell) und vollkommen selbstbestimmt lebte, verspürt sie keine Lust, in den Hafen der Ehe einzuschiffen. Vollends schockiert wäre die Gesellschaft, wenn sie wüsste, dass Miss Peabody nur aus Einsamkeit eine Gesellschafterin für die Reise anstellte - sie wäre auch ebenso gut alleine gefahren, ein für eine Frau absolut ungehöriges Verhalten.
Die Gesellschafterin erkrankt jedoch, und kurzerhand sucht sich Miss Peabody einen Ersatz, Evelyn Barton-Forbes, eine junge Frau aus guten Verhältnissen, die verarmt in Rom strandete. Schnell entwickeln die beiden eine große Sympathie füreinander und fühlen sich wie Schwestern verbunden. Jedoch kreuzen seltsame Ereignisse diese Reise: erst taucht ein ehemaliger Liebhaber auf, der Evelyn nur des Geldes wegen interessant fand, mysteriöserweise keine Gelegenheit zu heiraten fand und verschwand, als ihr Privatvermögen verbraucht war. Dann erscheint Evelyns Vetter, um sie zu heiraten, ignoriert ihre Weigerung und verfolgt die beiden Frauen mit hartnäckigem Werben.
Zu allem Überfluss bekommen die beiden Frauen in Kairo nächtlichen Besuch, und der Eindringling, der ihnen ebenfalls beständig folgt, scheint nicht aus der diesseitigen Welt zu sein...
Etwas geerdet werden die Beiden durch die Begegnung mit dem Brüderpaar Emerson, beide Archäologen, die in Amarna graben.
Dort kommt es zu einem Zusammentreffen aller Beteiligten, mysteriöser Ereignisse, die Sichtung des übernatürlichen (?) Feindes, Verfolgungsjagden und nicht zuletzt archäologischer Grabungsarbeit.

DIE CHARAKTERE (in der Reihenfolge ihres Auftretens)
AMELIA PEABODY
Die 32jährige unverheiratete Frau setzt sich ohne mit der Wimper zu zucken über sämtliche Verhaltensweisen für Frauen hinweg. Durch das abgeschottete Leben mit ihrem Vater und der Verantwortung für dessen Haushalt ist sie keinesfalls bereit, sich einreden zu lassen, sie sei in Denken und Handeln auf die Führung eines Mannes angewiesen. Gesellschaftliche Konventionen toleriert sie, setzt sich jedoch darüber hinweg, wenn sie zuviel Zeit kosten oder der Empfänger solcher Höflichkeiten sich in ihren Augen unhöflich verhält. Beispielsweise verpasst Miss Amelia gerne Anstandsbesuche, oder fährt auch gesellschaftlich Höherstehende mit groben Worten an, wenn diese einem Verunglückten aufgrund dessen geringen sozialen Standes die Hilfe verweigern.
Die intelligente, wissbegierige Amelia ist hochbegeistert von der Archäologie: sie ruiniert mehrere Kleider beim Besichtigen einer Pyramide (wobei sie auch durch die Grabgänge kriechen will), erlernt während der Reise einige Hieroglyphen und sieht ihr Lebensziel im Reisen und Erleben fremder Kulturen.
Die Figur wird als sehr tatkräftig und dominant, aber auch warmherzig und hilfsbereit geschildert. Ihr leichter Zynismus macht sie für mich nur umso interessanter.

EVELYN BARTON-FORBES
Evelyn ist die Enkelin des steinreichen Earl of Ellesmere, Barton-Forbes, und folgte ihrem Herzen, indem sie mit einem Mann durchbrannte. Sie wurde enterbt, der Mann verließ sie als der Geldfluss stoppte und Evelyn erwartet ein Leben in Armut und Schande. Stattdessen trifft sie auf Amelia, die sie als Gesellschafterin anstellt und als Arbeitsgeberin und Gönnerin auftritt, tatsächlich jedoch eine gute Freundin von ihr wird.
Evelyn erscheint als Gegenentwurf zu Amelia. Sie hätte sich gerne in das gesellschaftliche Bild der viktorianischen Frau eingefügt, was ihr jedoch verwehrt blieb. Sie achtet mehr auf gesellschaftliche Normen als ihre Freundin. Evelyn ist empfindlicher als Anelia, emotional verletzbarer, fällt in kritischen Situationen in Ohnmacht. Jedoch ist sie durchaus hart im Nehmen und besteigt mit Amelia trotz ihres Korsetts und ihrer umständlichen Garderobe die Pyramidenaußenseiten (mittels mehrerer Einheimischer, zwei stützen an den Seiten und einer schiebt von hinten). Evelyns Charakter habe ich jedoch erst im zweiten Buch richtig kennen gelernt, als wiederum weitere viktorianische Frauen an der Handlung teilnahmen und ich besser einschätzen konnte, wo sie steht.
Evelyn ist zwar von sanfter Natur, setzt sich jedoch immer wieder mit ruhiger Beharrlichkeit gegen Amelia durch.

ALBERTO
Alberto erscheint als klassischer Antagonist, der junge Mädchen verführt und sitzenlässt. In der viktorianischen Gesellschaft, in der Jungfräulichkeit und ein guter Ruf alles und ein Zweifel an diesem den Untergang für eine Frau bedeuten können, macht ihn dies zu einem richtigen Schurken.
Alberto ist der klassische Bösewicht des Kitschromanes; die Autorin hat offensichtlich Vergnügen dran, gängige Klischees über italienische Männer anzuführen.
Ob man dies als ironischen Kunstgriff oder plattes Klischee sehen will, bleibt jedem selbst überlassen. Da er nur kurze Auftritte hatte, störte er mich nicht,

LUCAS HAYES, LORD OF ELLESMERE
Lucas ist der Vetter von Evelyn. Seine Mutter war die Tochter des Earl of Ellesmere und brannte mit einem italienischen Conte durch (das liegt anscheinend in der Familie). Lucas trägt daher einen anderen Nachnamen, und wird aus Mangel an Alternativen nach dem Tod des alten Mannes Lord.
Nachdem er ja das Schloß Chalfont geerbt hat, braucht er eine Schloßherrin. Also setzt er seiner Kusine nach und versucht sie mit allen Mitteln zu einer Heirat zu überreden. Da sie aufgrund ihres Fehltrittes unverheiratet bleiben will, legt Lucas sich mächtig ins Zeug um sie zu überreden.
Lucas wird äußerlich als klassischer Gentleman des viktorianischen Zeitalters beschrieben und hat etwas Dandyhaftes an sich.

REIS HASSAN, der Kapitän; MICHAEL, der Dragoman und die anderen Einheimischen
Die arabischen Einheimischen sind von der kontinentalen Lady schlicht überrollt. Nicht nur, dass sie sich äußerlich von den einheimischen Frauen unterscheidet - das ist man ja gewohnt. Doch auch für eine europäische Lady verhält sich sich ungehörig, reist alleine, gibt höchst unweiblich Befehle und hat genaue Vorstellungen, die sie durchsetzen will.
Um seine Autorität zu behaupten, versucht der Kapitän des öfteresn, sich ihren Wünschen mit fadenscheinigen Behauptungen zu verweigern. Doch diese Lady überrollt die Einheimischen wie ein Orkan und lässt alles atemlos und überwältigt zurück.
Michael, der Dragoman (Schiffführer) und die Einheimischen, die die Ladies auf der Reise treffen, verehren Amelia Peabody, da diese großzügig mit Augentropfen und anderen für die arme Bevökkerung unerschwingliche Medizin ist. So bekommt sie schnell den Spitznamen Sitt Hakim, "Frau Doktorin".
Mit ihrer Hilfsbereitschaft erobert die englische Lady die Herzen der Araber.

WALTER EMERSON
Walter Emerson ist Schriftgelehrter und Kenner der Hieroglyphen. Gemeinsam mit seinem älteren Bruder Radcliffe widmet er sein Leben der Wissenschaft. Im Gegensatz zu diesem sieht er aber auch durchaus ein Leben neben der Archäologie und ist fasziniert von der zarten Evelyn. Die beiden kennen sich schon länger und hegen große Sympathie füreinander; doch Evelyns Schuldgefühle wegen ihrer Schande und Walters zu zaghaftes Werben scheinen eine Verbindung zu verhindern.
Denn selbst wenn Amelia ihre Freundin dazu überreden könnte, sich Walter anzuvertrauen: da ist ja auch der ältere Bruder, der eine Heirat mit einem armen Mädchen anscheinend verhindern will.

RADCLIFFE EMERSON
Der ältere Emerson wird als groß, bulliger und naturgewaltig beschrieben. Den Ladies und den Lesern des Buches erscheint er anfangs cholerisch brüllend.
Radcliffes große Leidenschaft ist die Ägyptologie; das schmale Jahreseinkommen sowie die Zuschüsse der Regierung verwendet er, um unter ärmlichsten Bedingungen mit seinem Bruder Ausgrabungen durchzuführen.
Er verachtet die anderen Wissenschaftler, die laut seinen Aussagen wie Kinder in einer Sandkiste unbekümmert wichtige Informationen zerstören. Radcliffe Emerson ist ein sehr fortschrittlicher Mann mit wenig Geduld für seine schwerfälligern oder anders denkenden Kollegen.
Auch die energische Amelia Peabody reizt anfangs seine Nerven. Er spricht daher meist mit "Peabody", ihrem Nachnamen, an; dies wäre bei einem Mann vorstellbar, als Ansprache einer Frau ist es ein ungeheuerlicher Bruch der gesellschaftlichen Regeln und des Anstandes.
Er hegt große Sympathie für die ägyptisch-arabische Bevölkerung.
Im Laufe des Buches stellt er neben seiner cholerischen Art, seiner überragenden Intelligenz und beißendem Sarkasmus auch freundlichere Wesenszüge dar.

FAZIT:
Als Auftat einer Serie ist es in Ordnung; ich habe den Eindruck das Buch spiele vielfach mit den Normen des Genres Abenteuer-/Liebesroman. Da ich so etwas i.d.R. nicht lese, kann es natürlich daran liegen, dass das Buch keinen so großen Reiz auf mich hatte.
Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, dem würde ich empfehlen, ebenfalls den zweiten Band zu lesen, bevor er die Serie abtut. Der erste Band unterscheidet sich grundlegend von den weiteren Bänden. Trotzdem enthält er schon eine Vielzahl von Anspielungen.
Aufgrund der interessanten Darstellung beispielsweise der Entdeckung des Grabräuberversteckes oder anderen in den Text eingebauten historischen Klinigkeiten schewanke ich Richtung 4 Sterne statt 3. Da die Folgebände so extrem viel besser sind, bleibt es jedoch bei 3.

ANSPIELUNGEN
Das Buch enthält eine Vielzahl an romantischen Elementen enthält und die Krimihandlung nimmt vergleichsweise wenig Raum ein; trotzdem lassen sich ständig wechselnde Motive und Szenarien finden, bis schließlich die wahren Umstände enthüllt werden, ganz im Sinne des Krimis.
Am meisten Abspielungen habe ich auf die Geschichte gefunden (da ich mit Abenteuer-/Liebesroman nichts am Hut habe wie schon sagte).
In einem Vorwort erklärt Peters kurz, dass die Methodologie von Petrie sehr fortschrittlich war und sie diese ihrem fiktiven Charakter zugeschrieben hat.
Tatsächlich hat Radcliffe Emerson einige Elemente von Petrie:

* Der alte billige Dosenfraß, den die Brüder zu sich nehmen, war charakteristisch für Petries Ausgrabungen. Er wollte die Kosten möglichst niedrig halten, um mehr Geld für die Wissenschaft zu haben.
* Auch Petrie hat sich für seine einheimischen Arbeiter stark gemacht.
* Petrie hatte ebenso wie Radcliffe Emerson eine absolute Schmerzfreiheit gegenüber langen Fußmärsch in diesem extremen Klima. Es ist überliefert, dass Flinders Petrie regelmäßig 10 km zu Fuß gelaufen sein soll, um das Geld für seine Grabungsarbeiter abzuholen.
* Elizabeth Peters verwendet die alte Schreibweise von Echnatons Namen.
* Das beschriebene Relief der trauernden Königsfamilie existiert tatsächlich.
* Amelias Überlegung, Echnaton müsse seine Gemahlin sehr geliebt haben, berührt einen Streitpunkt der Wissenschaft. Einige meinen, in den Gedichten und liebevollen Szenen würden sich erstmals unverschleiert Gefühle zeigen. Andere Wissenschaftler behaupteten, es seien ebenso kanonisierte Szenen wie die Darstellungen anderer Zeiten, lediglich mit anderen Bildmotiven.
* Das zitierte Liebes-Gedicht über das Krokodil auf der Sandbank ist historisch überliefert. Der Originaltitel des Buches lautet "Crocodile on the Sandbank".
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am 15. November 2003
Ich liebe dieses Buch. Es ist sehr unterhaltsam und spanend. Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, habe ich die andern Bücher der Amelia - Peabody Reihe regelrecht verschlungen. Jetzt warte ich sehnsüchtig auf das nächste Buch, das bald erscheinen wird.
Ich empfehle die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Dieses hier ist das erste der Reihe.
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am 22. August 2008
Die Geschichte ist ausgesprochen vergnüglich erzählt, was zum einen an der Vorlage, aber auch an der Sprecherin liegt. Sie spielt zu einer Zeit, da es für Damen unschicklich war allein durch die Welt zu reisen. Die junge Miss Peabody stellt sich unerschrocken den Gefahren, die Erzählung ist spannend und kommt dabei ohne die heute üblichen langwierigen Gewaltszenen aus. Die Autorin Elizabeth Peters ist Ägyptologin und läßt uns ganz nebenbei auch an ihrem Wissen teilhaben. Ein sehr schöner Krimi.
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am 25. Januar 2010
Die resolute Erbin Amelia Peabody begibt sich zur viktorianischen Zeit nach Ägypten, um dort ihrem Faible für Archäologie nachzugehen. Als spendable, aber eigensinnige Touristin greift sie dem glücklosen Ausgrabungsteam der Brüder Emerson unter die Arme - sehr zum Verdruss des cholerischen älteren Bruders Radcliffe. Dennoch werden die so unterschiedlichen Gemüter ein Team, als es gilt, geheimnisvolle Vorfälle um eine Mumie zu lösen...

Am meisten haben mich die Beschreibungen Ägyptens zum damaligen Zeitpunkt mitgerissen. Die Schilderung von Amelias Besichtigung und Besteigung der Pyramiden ist hinreißend, und das damalige Kairo erwacht in diesem Roman zum Leben - und so viel davon kann man als Tourist heute noch wiedererkennen! Ebenso haben mich die Beschreibungen der Ausgrabungen in Tell-el-Amarna überzeugt. Hier sieht man, dass die Autorin studierte Ägyptologin ist und sich auskennt!

Was mich an dem Roman jedoch weniger überzeugt hat, war die aufgesetzte Kriminalgeschichte. Sicher, alle Protagonisten finden dabei viel Raum, um mit ihren Sprüchen zu brillieren, ganz besonders Amelia, Emerson und Lucas. Dennoch neigen sowohl die Handlung als auch die Charaktere zum Klischeehaften.

Fazit: Leichte, bekömmliche Kost mit netten Anekdoten zu Ägypten, leider etwas klischeehaft, daher nur 4 Sterne.
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