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am 4. Juni 2014
Ernst Jüngers "In Stahlgewittern" ist für mich ein geschichtliches Zeugnis erster Güte. Er schildert darin seine Erfahrungen als junger Frontsoldat im Ersten Weltkrieg mit samt seinen Entbehrungen, Zerstörungen, Schrecken, Gasangriffen und unvorstellbaren Materialschlachten.
Das Buch ist insgesamt sehr nüchtern und sachlich geschrieben und dennoch mehr als eindringlich, denn die geschilderten Erlebnisse bedürfen in keiner Weise einer Emotionalisierung oder Dramatisierung sondern sprechen in ihrer Unfassbarkeit für sich. Zudem wird von ihm der Gegner nie dämonisiert und/oder entmenschlicht, wie dies in vielen anderen Kriegsbüchern oft der Fall ist. Ganz im Gegenteil spricht er meist mit großem Respekt und Anstand von den Kriegsgegnern.
Nicht zu leugnen ist in seinen Beschreibungen trotz aller Brutalität eine gewisse Faszination für den Krieg und den Kampf und das Soldatische. Ihm dies jedoch zum Vorwurf zu machen ist meiner Meinung nach nicht gerechtfertig, denn wie viele Extreme, ist wohl auch der Krieg speziell für junge Menschen Schrecken und Faszination zugleich. Jeder kann, darf und soll aus diesen Schilderungen zweifelsfrei seine Schlüsse ziehen, aber das Werk deshalb in die "rechte Ecke" zu drängen, geht meines Erachtens an den Aussagen und Einstellungen des Autors vorbei.
Obwohl der Beginn des Ersten Weltkrieges mittlerweile 100 Jahre zurückliegt, reichen seine Auswirkungen und Spätfolgen auch noch in die heutige Zeit hinein, denn der Lauf des gesamten letzten Jahrhunderts wurde durch diesen Krieg maßgeblich und entscheidend beeinflusst. Das vorliegende Buch ist ein wichtiges geschichtliches Zeugnis, das aufzeigt, was die Männer antrieb, erlebten und erlitten, die in diesem Krieg kämpften!
Absolute Leseempfehlung!!!!
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am 29. Mai 2017
Habe noch nie in einer solchen Ausführlichkeit über die Zustände des Graben- und Stellungskampfes im Ersten Weltkrieg gelesen. Besonders während der Herbst- und Winterzeiten waren die Soldaten unvorstellbaren und unlösbaren Herausforderungen ausgesetzt. Das Überleben war reiner Zufall.
Vor diesem Hintergrund wirkt es erbärmlich, wie heutzutage Kriegerdenkmäler würdelos besudelt oder von Kommunen respektlos als störend niedergerissen werden.
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am 15. Juni 2017
Einfach nur Wahnsinn. Das ist ein TAGEBUCH, das ist alles geschehen. Es ermöglicht einem so viele Einblicke auf so vielen Ebenen.
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am 3. März 2016
Der in Jüngers Tagebuchaufzeichnungen verfasste Wechsel aus sinnlosen Offensiven gepaart mit blutigen Abwehrkämpfen und den entsprechenden Beschreibungen von Tötung und Verstümmelung ist auch nach 100 Jahren noch bedrohlich und erdrückend.
Der Leser wird mit militärischem Sachverstand detailgenau durch die Wehranlagen und Schützengräben des ersten Weltkrieges geführt und erlebt dabei hautnah und schonungslos den zermürbenden Frontalltag zwischen 1915 und 1918.
Weltanschaulich nach heutigen Maßstäben mehr als bedenklich, schreibt Ernst Jünger sein Epos über die „deutsche Manneszucht“ für mich nur knapp am „Index“ vorbei. So gewinnt der Leser im Laufe der Kapitel den Eindruck, dass der Protagonist als einziger den ersten Weltkrieg überlebt.
Ein lohnendes Buch, dass realistisch, fesselnd und abstoßend zugleich, gerade auch in der Hörbuchversion eine außerordentliche Wirkung entfaltet.
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am 14. Juli 2010
Ich habe soeben die "Stahlgewitter" fertig gelesen und bin dermassen beeindruckt wie noch nie zuvor von einem Buch.

Wer verstehen will, WAS und WIE Krieg ist - vor allem das unfassbare Grauen der Grabenkämpfe - kommt um dieses Werk nicht herum.

Es sind vor allem die unheimlichen Details (zB ein am Helm abprallendes Geschoss ist dermassen laut das es als langes Echo durch die Gräben hallt, oder Granaten entzünden das Gras am Schlachtfeld sodass etliche Verwundete verbrennen)

Besonders gegen Ende zu - der grossen Schlacht - fühlt man sich derart miteinbezogen in dieses allumfassende Gemetzel, dass man die Beweggründe der im Blutrausch Vorstürmenden einfach versteht - jenseits irgendwelcher aufgesetzten und angelernten Moralvorstellungen.

Welch ein Glück, dass Jünger weit entfernt von allen Schulmeistereien und Pseudo-Belehrungen einfach nur zeigt wie sich der Krieg im Kopf des einzelnen miteinbezogenen Kämpfers auswirkt.

Jünger - weit mehr als eine Jahrhunderterscheinung - gestorben erst mit 103 Jahren - stellt sich als granitharte Überlebensmaschine dar (er war auch im WW2 Soldat) - der sich politisch jedoch nie kaufen oder vereinnahmen liess.
Dieses Buch - schon früh in den Zwanzigerjahren zum Kultbuch geworden - ist von einem verfasst worden, der nicht nur beteiligter Soldat war (er war hochdekorierter Stosstruppführer)- sondern an vordester Front im Blutrausch wütender Berserker, der trotzdem akriebisch genau die Gemetzel festhält.

Dieses Buch hat etwas Unheimliches, Bedrohliches - die Bilder die es erzeugt bleiben im Gedächtnis des Lesers.

Und: Es ist mit Sicherheit die drastischste und brutalste Kriegsschilderung die ich kenne - Dantes Inferno zum Quadrat.

Also nichts für zarte Gemüter!

Wer Mut hat lese dieses - zugegeben kontroverse - Buch.

Ein Jahrhundertbuch.
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am 30. Januar 2011
Jüngers "In Stahlgewittern" ist definitiv eine Empfehlung wert für alle, die sich eingehender mit dem ersten Weltkrieg beschäftigen und noch eine andere Sichtweise als die von Remarque kennen lernen möchten.
In diesem Buch hat Ernst Jünger seine Tagebuchaufzeichnungen in flüssig lesbare Form gegossen.
Der deutlichste Unterschied zu "Im Westen nichts neues" und "Heeresbericht": Jünger nimmt den Krieg nicht als Bürde oder als Katastrophe wahr, das Buch ist kein vordergründiges Antikriegsbuch. Oberflächlich gelesen gleicht das Buch einem Abenteuerbuch, in dem sehr viel gestorben wird. Während bei Remarque und Köppen das Leiden und die Schrecken des Grabenkriegs sehr deutlich im Vordergrund stehen, schildert Jünger bevorzugt seine sehr waghalsigen und abenteuerlichen Aktionen sehr plastisch - gestorben wird vorwiegend in Halbsätzen am Rande.
Genau diese Schilderungen machen dieses Buch für mich aus. Jünger beschreibt seine Erlebnisse aus der Perspektive jungen Heissporns und draufgängerischen Offiziers, der er damals war. Das formt einen deutlichen Kontrast zu Remarque und Köppen, die deutlich deprimierender und fatalistischer schreiben.
Als verstörend emfpinde ich aus heutiger Sicht seine beiläufigen, fast schon gleichgültigen Schilderungen des Sterbens vor allem der Hilfstruppen und der Burschen (von deren Existenz ich erst aus Jüngers Buch erfahren habe).
Ich habe "In Stahlgewittern" direkt nach Köppens "Heeresbericht" gelesen und finde, beide Bücher ergänzen sich ideal zu einem zumindest etwas deutlicheren Bild des 1. Weltkriegs (mein Bild stützte sich bisher ausschließlich auf "Im Westen nichts Neues" - ziemlich einseitig).
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am 23. März 2017
Wenn es um die berühmten Grabenkämpfe des 1. Weltkrieges geht wird man nur schwer ein besseres Buch finden als dieses. Der Autor erzählt im Tagebuchstil von den Dingen die er damals erlebt hat.

5 Sterne gebe ich nicht weil "In Stahlgewittern" ab der Hälfte etwas wiederholend wird. Natürlich liegt das hauptsächlich am Krieg, der eben nicht besonders abwechslungsreich war, aber als Leser wird das Buch trotzdem leicht eintönig.

Trotzdem sehr empfehlenswert.
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am 26. Mai 2014
"In Stahlgewittern" ist das erste und bekannteste Buch von Ernst Jünger. Es beschreibt Jüngers Erlebnisse an der deutschen Westfront im Ersten Weltkrieg von Januar 1915 bis August 1918. Das Buch basiert auf den Tagebuchaufzeichnungen Jüngers, die er unmittelbar nach dem Krieg verarbeitete.

Jünger konzentriert sich in seinen Beschreibungen vorranging auf das Kämpfen als solches, wobei er oft die kleinsten Details registriert:

Immer und immer wieder kam ein Befehl zum Angriff. Warum oder wozu er erfolgte, war egal. Ganz gleich, wie groß oder klein er war, jedes Mal stürmten Jünger und seine Kameraden über das Niemandsland. Sie warfen sich zu Boden, um feindlichen Geschossen auszuweichen, rappelten sich wieder auf, warfen Handgranaten, sprangen in einen gegnerischen Schützengraben und räumten ihn im Nahkampf. Die Toten, die Sterbenden und die Verstümmelten waren überall. Selbst in Jüngers nüchterner und sachlicher Schilderung ergeben sie kein schönes Bild. Gliedmaßen sind abgerissen, Eingeweide freigelegt, Leichen werden erst blau und grün und platzen dann; ein ekelerregender Gestank nach verwesendem Fleisch und Kot geht von ihnen aus. Und doch verliert Jünger erstaunlich wenige Worte über das Leiden, die Angst und die Schmerzen als solche. Keine Gefühlsduselei - reine Notwendigkeit.

"In Stahlgewittern" ist authentische Kriegsliteratur, die ganz nahe ans Geschehen heranführt - und hinein in die Hölle. Kämpfen, Töten, Sterben, Krepieren. Diese Kriegshölle wollte Ernst Jünger für die Nachwelt überliefern, ohne sie ausdrücklich zu verurteilen oder auf ihre politischen Ursachen einzugehen. Das ist ihm auch gelungen.

Fazit: Der Krieg wird in all seiner schrecklichen Brutalität detailreich und realistisch geschildert.
Der Romanheld war mir stellenweise etwas zu heroisch überhöht, trotzdem eine klare Leseempfehlung.

Die absoluten Referenzen bleiben hier für mich Edlef Köppens "Heeresbericht" und Gabriel Chevalliers "Heldenangst".
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am 19. Juli 2016
Generationen pseudomoralische Literaturkritiker haben sich an diesem Buch abgearbeitet. Wie furchtbar, darf man denn sein Vaterland lieben, stolz auf die jahrhundertealte Kultur und auf den Fleiß seiner Landsleute sein, darf man Leib, Leben und Gesundheit für seine Heimat einsetzen ?
Ja, man darf und muss. Wer sein Vaterland nicht liebt, mit allem Guten und Schönem und auch allem Verbrecherischen ,verachtet seine Mitmenschen, seine Herkunft und Kultur; dies ist schlicht und einfach psychisch krank. Nur durch Disziplin, Einsatzwille, Leistung, Fleiß und Führungsstärke entsteht Wohlstand und wird das Erreichte bewahrt. Der Generation von Ernst Jünger ist alles abverlangt worden und diese Generation hat alles gegeben und hat unter Sachzwängen gestanden, die heute einfach unvorstellbar sind. Jünger hat das Grauen des Grabenkampfes bewältigt, indem er sich zur perfekten Kampfmaschine entwickelt hat. In den Kampfpausen hat er sein Leben genossen, sofern es möglich war. Eine Strategie zum Überleben, um nicht wahnsinnig zu werden. Moralinsaure Kommentare erübrigen sich. Krieg ist immer Menschenvernichtung, diejenigen ,die das befehlen, nehmen in der sicheren Etappe Paraden ab. Der durchschnittliche Soldat oder Truppenoffizier kämpft um das Überleben in einer Blutmühle, innerhalb Tod und scheußlichster Verwundungen. Die gnadenlose Schilderung der Kampfhandlungen ist die beste Antikriegspropaganda, da bleibt nichts heldisches, da bleibt nur das Entsetzen, auf wie viele unterschiedliche Arten der Tod an einen Soldaten herantreten kann. Nach einer langen Friedensperiode brach der erste Weltkrieg für den Durchschnittsmenschen wie eine Naturgewalt aus.Es war ein Kulturbruch, der bis heute fortwirkt. Und auch heute gilt, Krieg löst vielleicht einige Probleme abgehobener Führungsschichten, für Bevölkerung und Soldaten ist Krieg der Tod. Wer wissen will, wie Krieg ist lese "Stahlgewitter", "Im Westen nichts Neues" und "Heeresbericht". Ehren wir unsere Vorfahren, die alles gegeben haben. Und oft den Rest ihres Lebens als Invaliden verbringen mussten. Die Verbrecher an der Führungsspitze des Staates/Kaiserreiches haben die Verbrechen zu verantworten. --- Ich höre schon das Wutgeheul der politisch korrekten Volkserzieher. Wer es wissen will, die Literaturikone Ernst Jünger sollte auf Veranlassung Josef Goebbels in ein Konzentrationslager eingewiesen werden, da Jüngers "Marmorklippen" als Angriff auf das NS-System gewertet wurde. Nur sein Ruhm und seine Kriegsauszeichnungen haben Jünger davor bewahrt. Man hüte sich also vor Schubladendenken.
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TOP 500 REZENSENTam 24. Mai 2011
"In Stahlgewittern" ist das erste Buch Ernst Jüngers. Es beschreibt Jüngers Erlebnisse an der deutschen Westfront im Ersten Weltkrieg von Januar 1915 bis August 1918. Das Buch begründete in den zwanziger Jahren Jüngers Ruhm als Schriftsteller.

Ernst Jünger wurde im März 1895 geboren - das heißt, bei seinen ersten im Buch geschilderten Erlebnissen ist er noch nicht einmal ganz 20 Jahre alt.

Im Urteil der Zeitgenossen wie auch späterer Kritiker spiegelt sich die Zwiespältigkeit des Werks wider, das den Krieg zwar in all seiner Brutalität beschreibt, ihn aber weder ausdrücklich verurteilt noch auf seine politischen Ursachen eingeht. Man kann es daher als Antikriegsbuch, neutral oder sogar kriegsverherrlichend lesen - letzteres aber meines Erachtens nur mit viel bösem Willen. Fernab jeder politischen oder moralischen Parteinahme wird das Kriegsgeschehen bei Jünger in allen Details geschildert. Jüngers Sprache ist die eines neutralen Berichterstatters, unprätentiös und klar - was den oftmals schrecklichen Inhalt noch plastischer und grauenvoller hervortreten lässt. Etwa, wenn Jünger minutiös den Ablauf und die Folgen eines Giftgasangriffs schildert - oder das Leben im Schützengraben, wenn bei Dauerregen der Schlamm die Leichen der vorherigen Stellungsbesatzung zu Tage fördert.

Das Werk basiert auf den Tagebuchaufzeichnungen Jüngers, die er kurz nach dem Krieg zu einem Buch verarbeitete. Jünger schildert die Kampfhandlungen aus der Perspektive eines jungen Kriegsfreiwilligen, der sich nach seiner ersten, im Frühjahr 1915 in der Champagne erlittenen Verwundung zum Infanterieoffizier weiterbilden lässt und anschließend in der Gegend von Arras den Stellungskrieg kennenlernt. Im Zuge seiner Teilnahme an den Kriegsereignissen der folgenden Jahre (u. a. Schlacht an der Somme, Dritte Flandernschlacht, Schlacht von Cambrai, Deutsche Frühjahrsoffensive 1918) entwickelt er sich zum erfahrenen Stoßtruppführer, der zumeist an vorderster Front eingesetzt und mehrfach verwundet wird und hohe Tapferkeitsauszeichnungen erhält (die der Autor mehrfach erwähnt). Er begibt sich oftmals, häufig freiwillig und dem Anschein nach stärker von Neugier und Abenteuerlust als von Pflichtbewusstsein getrieben, in sehr gefährliche Situationen, die er oft nur mit unerhörtem Glück überlebt.

Alles in allem: Ein packender Tatsachenbericht über das Grauen des 1. Weltkriegs.
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