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TOP 500 REZENSENTam 23. Februar 2014
Gottes zu bedürfen, ist des Menschen höchste Vollkommenheit, hat der Philosoph Sören Kierkegaard geschrieben.
Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir, sagt Immanuel Kant. Die Bibel ist eine große Sammlung von Menschheitserfahrungen, die Psalmen sind so etwas wie das geistige Zentrum. Es findet sich eine Verdichtung zu Ausdrücken wie: „Du bist meine letzte Zuflucht“. „Du bist mein Heil“. „Du rettest mich aus aller Not“. „Wohin soll ich gehen, Du bist schon da“.
Das ist ein wunderbares Psalmenbuch. Da der Autor Robert Spaemann uns hier die ersten 51 Psalmen erklärt aus der Sicht eines katholischen Philosophen und Theologen, ist zu hoffen, dass die Manuskripte für die Bände 2 und 3, bereits in der Schublade des Autors, oder des Verlages liegen.
Liest heute überhaupt jemand die Psalmen? Ist die Bibel für uns noch ein wichtiges Buch? Sie sollte es vielleicht wieder werden. Spearmann hat philosophische Schriften verfasst und vor einigen Jahren erschien ein kleines Buch, das uns über die Gefahren der Nutzung der Atomkraft aufklären soll. Er erhielt die Karl Jaspers Medaille, auch Jaspers hat ein Buch zur Nutzung der Atomenergie geschrieben.
Die Theologie ist die Rede von Gott. Die Psalmen sagen uns etwas über das Verhältnis des Menschen zu Gott. Gott hat sich den Menschen zu seinem Gegenüber geschaffen. Das ist unser Privileg. Gott kann nicht wollen, dass seine Schöpfung untergeht. Dass wir überheblich werden und uns für die Krone der Schöpfung halten, wir können sie nicht beherrschen. Deswegen reden Psalmen auch von Schuldverhältnissen und sie trösten uns, dass derjenige der uns verurteilen könnte uns vergeben hat, und einen Heilsplan an uns verwirklichen will.
Der gestirnte Himmel, das meint die Möglichkeit, Einblick in die Natur zu nehmen. Das Gesetz in mir, meint mein sittliches Handeln. Der Himmel, das meint auch, es gibt etwas Großes, etwas das mich umfängt und birgt. Etwas zu dem ich aufschauen kann, wenn ich Orientierung brauche. Das haben die Psalmbeter auf vielfältige Weise zum Ausdruck gebracht. Manchmal hat einer sogar mit Gott gerechtet, ihm widersprochen. Mit ihm gefeilscht. (Sodom)
Ich halte dieses Buch für ein Geschenk, das man einem jungen Menschen mit auf seinen Lebensweg geben kann. Es werden Theologen lesen, aber es ist auch ein Buch für den nachdenklichen Laien. Es ist, auch wenn es ein frommes Buch ist, nicht konfessionell.
Nützen kann dieses Buch jedem, der in dieser Welt einen Standpunkt gefunden hat, dem, der einen solchen sucht, kann es eine wertvolle Hilfe sein.
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am 22. Mai 2014
Es ist ein epochales Meisterwerk, das Theorie und Praxis in der wohl höchsten Kunst - dem Beten - in einer schlichtweg atemberaubenden Weise verbindet!

Der Psalter wandelte sich für mich - nach mehreren Anläufen - durch dieses Meisterwerk zu einem voll lebendigen Trost, Ratgeber, Hilfe, Stütze und Wegweiser (auch im Alltag), also zu einem wahren weisen Freund!

Ein Hinweis und ein Wusch noch.

Dem Autor und dem Werk ist - der Grundlage entsprechend - Tiefe und (heiliger) Ernst im höchsten und positivsten Sinne zu bescheinigen; der Leser sollte daher zumindest nach diesen trachten, damit - wie vom Psalter und Robert Spaemann sicherlich intendiert - bei ihm die Lektüre zu einem kathartischen Empfinden führen kann.

Der Wunsch ist schlicht nach mehr und hoffentlich bald!

Viel Freude beim Lesen!
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am 14. November 2014
Wer das biblische Buch der Psalmen unbedarft liest, der kommt bei seinen Betrachtungen nicht selten an eine Grenze. Da ist oft von Verzweiflungen, von Krankheit, auch von Krieg, vom Flehen um Hilfe an Gott die Rede … alles Themen, die uns auch heute nicht unbekannt sind, aber in einer Sprache, die uns – wenigstens mir – wenig sagt und die es schwer fallen lässt, diese Gebete für mich nutzbar zu machen.

Umso besser, wenn sich jemand jahrelang damit beschäftigt hat, und das genau so aus seiner Position des betrachtenden Glaubens heraus wie auch aus der Position des Theologen und Philosophen. Wobei der Schwerpunkt bei Robert Spaemanns Buch „Meditationen eines Christen: Über die Psalmen 1-51“ eindeutig auf dem ersten Blickwinkel liegt. Die vorgelegten Betrachtungen, die er im Laufe seines Lebens gesammelt hat, aber erst nach Abschluss seiner Lehrtätigkeit veröffentlich wollte, versetzen einen in der Tat in die Situation eines Beters. Dieses Selbstverständnis macht sich Spaemann zu Eigen und das hilft auch dem Leser, dieses Gebetbuch Jesu für sich zu erschließen.

Durchgängig werden bei den Psalmbetrachtungen auch die historischen Zusammenhänge analysiert: In welcher historischen Situation befindet sich der Schreiber, welche persönliche Situation und Beziehung zu Gott beschreibt er. Diese Sichtweise entstammt notwendiger Weise einer vorchristlichen Prägung, was die Bildsprache mitunter schwer verständlich macht. Spaemann versteht es aber, Licht in dieses „Dunkel“ zu bringen, sodass man sich selbst in die Position des Psalmisten hineinversetzen kann.

Der Schwerpunkt der jeweiligen Betrachtungen bildet aber die Christuszentrierung. Hierin findet auch der Name des Buches „Meditationen eines Christen“ seine innere Logik. Der Beter, Spaemann selbst, betrachtet die Psalmen eben nicht mit der Brille eines jüdischen Gelehrten sondern als Christ, der diese Schriften eben auch als das Gebetbuch Christi begreift, der selbst oft – besonders in den Situationen seines Leidens – auf Zitate aus dem Psalmenbuch zurück gegriffen hat. Spannend dabei ist aber auch die Unterscheidung, in welchen Situationen man sich selbst als Beter der Psalmen begreifen kann – besonders in der Situation der Not, des Dankes oder des Gotteslobs – und in welchen Psalmen man eher Jesus selbst beten hören kann – so immer dann, wenn es um das Gebet des „Gerechten“ geht.

Es ist – ich selber habe eine Weile dafür gebraucht – kein Buch zum „Durchlesen“ sondern zum „Durchbeten“. Man lernt nicht nur – wie in den meisten Büchern üblich – den Autor kennen, man liest nicht nur Psalmen, die man bislang noch nicht so oft gehört oder gelesen hat, sondern man lernt einiges über Christus, sein Verhältnis zu Gott, unsere und meine Rolle als Mensch und eben meine Beziehung zu Christus.

Insofern eignet es sich – so meine ich – umgekehrt nicht, einen Menschen vom Glauben an Christus zu überzeugen, es ist kein dogmatisches oder apologetisches Werk, es liefert keine Belege des Glaubens. Es vertieft aber für den Glaubenden die Einsicht in die – ich will es mal so nennen – „Mechanismen“ der Welt, die Spaemann die „wahre Welt“ nennt, im Gegensatz zur objektivistischen „falschen Welt“, die nichts als existent anerkennt, was sich nicht den Gesetzen der Naturwissenschaft unterwirft.

Es ist also, und das ist es, was mich so besonders begeistert hat, und weswegen ich geneigt bin, hier von einem Lesebefehl zu sprechen, ein Buch des Glaubens, ein Glaubenszeugnis des Autors, nur zu verstehen und zu durchbeten im eigenen Glauben und geeignet, den eigenen Glauben im Licht der Psalmen neu zu vertiefen.
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am 20. März 2014
Diese Meditationen geben Christen Orientierung für die eigene Lebensgestaltung und führen dazu, dass das Leben gelingt. Es ist kaum möglich, einen größeren Schatz zu finden!
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am 24. Juli 2015
Robert Spaemann, ohne Zweifel eine der markantesten Figuren der deutschen Philosophie der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, hat in seinen Meditationen über die Psalmen etwas gewagt, was Theologen, die sich für zeitgemäß halten, nicht mehr wagen: Die Bibel mit dem Anspruch lesen, es mit einer nicht nur historisch einflussreichen Kompilation, sondern mit einem klassischen, Maßstäbe setzenden Text zu tun zu haben, der neben Homer, Vergil, den griechischen Tragödien und der hellenistischen Philosophie - unter anderem - das europäische Denken zutiefst beeinflusst hat. In dessen reflektierte Lektüre deshalb die Geschichte seiner Interpretationen, ja auch die geistigen Erfahrungen eines philosophierenden Lesers am Beginn des 21. Jahrhunderts gehören. In Spaemanns Meditationen zum ersten Drittel des Psalters spielen Platon, Aristoteles, Plotin, Augustinus und Thomas, aber auch die Aufklärung und schließlich Nietzsche oder Wittgenstein eine ungleich größere Rolle als die Analysen alttestamentlicher Wissenschaft der letzten 150 Jahre. Der Verfasser wäre nicht der scharfsinnige Philosoph, als der er bekannt ist, wenn er um die Unzeitgemäßheit seines Unternehmens nicht wüßte, und bereits das Vorwort markiert diese Perspektive unmißverständlich. Man mag diese Sicht, die sich leicht als "fromm" disqualifizieren lässt, teilen oder auch nicht, oder sie als konservativ katholisch und deshalb anstößig empfinden. Auch wer weder fromm noch katholisch ist, kann diesem stattlichen Band viel abgewinnen, nicht zuletzt deswegen, weil er verdeutllicht, was die Bedeutung jener Gebete aus fernvergangener Zeit für Menschen in ganz unterschiedlichen Erfahrungswelten ausmachte, die sie sprachen oder lasen. Spaemann zeigt, dass jene Psalmen ein Kulturgut sind, das nicht nur in musealisierter Form existiert, sondern noch immer als sinngebend empfunden werden kann. Diesen ebenso geistvollen wie erfrischend unakademischen und sehr persönlichen Blick kann vielleicht gerade der schätzen, der des Getöses offiziell kirchlichen Sprechens überdrüssig ist. Mit andern Worten: Eine sehr beeindruckende Lektüre.
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am 14. September 2016
The subject is covered very well and it is easy to understand. I will take a book over the
e-readers any day!
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