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Kundenrezensionen

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am 5. August 2013
Ein großartiges Lehrbuch, das die Auseinandersetzung mit den eigenen Methoden/Schulen heraus fordert. Die grundlegende Wertschätzung des Autors für den Menschen, wird immer wieder deutlich.
Das Buch hat mich gefesselt an den Stellen, an denen es sich um die Themen der "wirklich kranken" Patienten gekümmert hat. Das ist für mich ein politisches Statement, nämlich dass die Psychotherapie nicht nur für die Gebildeten da ist, sondern auch für die, die nicht klug oder reich sind.
Als systemischer Therapeut bedauere ich, dass die systemische Therapie und Haltung so wenig Berücksichtigung findet. Besonders Virginia Satir, aber auch viele Andere, haben die Familientherapie begründet aus dem Motiv, für "Unrettbare" noch etwas zu finden, was hilft.
Das Mentalisieren kenne ich aus der systemischen Therapie, wie das zirkuläre Fragen. Ihre Ausführungen zum Ansatz von Fonagy/Bateman und Ihren Eigenen finde ich sehr interessant und lehrreich.
Gerade mit schwerkranken Menschen zu arbeiten ist kein elitäres Geschäft.
Sehr geehrter Herr Schultz-Venrath, vielen Dank für dieses Buch, das für Praktiker wie mich ein hohen Nutzen und Wert hat. Die Kapitel am Ende, in denen Sie sich mit den jeweiligen Krankheitsbildern beschäftigen, zeigen, dass die Theorie der Praxis dienen sollte.
Es war für mich sehr wertvoll, das Buch zu lesen und mich mit Ihren Gedanken auseinanderzusetzen.
Clemens Lücke
Kinder- u. Jugendlichen Psychotherapeut
Systemischer Familientherapeut
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am 16. August 2014
Der Titel des Werks mag manchem Leser ein wenig befremdlich erscheinen, er wird aber durch die kompetente und didaktisch ausgezeichnete Bearbeitung der Lehrbuchtexte nicht nur entschädigt, sondern, so ging es mir, durchaus beeindruckt. Gerade auch die von den Neurologen Charcot, Freud, Viktor von Weizsäcker, Paul Vogel und Mechthilde Kütemeyer vorgezeichnete Verbindung der Psychoanalyse zu den neurologischen Krankheiten wird in diesem Buch überzeugend dargelegt, ein wichtiges Thema, wenn man bedenkt, dass es unter den Analytikern nur wenige gibt, die es wagen, Organkrankheiten zu behandeln und unter den Psychologen noch weniger Kollegen geben dürfte, die dies könnnen. Ein sehr empfehlenswertes Buch.
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am 26. Mai 2014
Menschen, die Beratung oder Psychotherapie aufsuchen wollen zutiefst verstehen, warum sie so ticken, wie sie ticken. Da ein Ich ohne das Wir nicht geht, wollen sie verstehen, warum sie in Beziehungen es nicht schaffen, ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen und wie sie das anstellen. So könnte man sehr verkürzt den Grundansatz dieses Konzeptes beschreiben. Unabhängig von der jeweiligen psychischen Störung ist jedoch jeder Kommunikationsstil als Teil der Intersubjektivität von verschiedenen Vorerfahrungen, wie von sinnlich-körperlichen Gegenwartserfahrungen abhängig. Diese im Jetzt erfahrene mitmenschliche Begegnung ist unter anderem wesentlich davon geprägt, welche Selbst- und Objekt-Repräsentanzen sich auf beiden Seiten (auch die des Beraters!) durch frühe Bindungserfahrungen gebildet haben. Wenig bewusst ist für die Beteiligten, die Komplexität der damit verbundenen Kommunikationsprozesse, denn diese finden überwiegend nonverbal statt. So ist die Sprache und die in ihr gewählten Worte nur die Spitze des kommunikativen und informativen „Eisbergs“. So wird die Aufmerksamkeit für das aktuelle WIE in Beratung und Therapie weit wichtiger als der Inhalt eines Gespräches.
In diesem Lehrbuch bekommt man sehr anschaulich vermittelt, dass es sich beim Mentalisieren um den mentalen Prozess handelt, durch den ein Individuum eigene und fremden Verhaltensweisen implizit und explizit Bedeutungen zuschreibt und zwar bezogen auf intentionale mentale Zustände wie persönliche Wünsche, Bedürfnisse, Gefühle, Überzeugungen und andere Beweggründe.
Unabhängig von der jeweiligen therapeutischen Grundorientierung bietet das Konzept eine Erweiterung, zur Optimierung des eigenen Handelns beizutragen. Verdeutlicht kann dies am Beispiel des Klavierspielens werden, erst durch das WIE des Spielens bekommt das Stück Brillanz. Der Ansatz wird zur inneren Haltung und lädt ein, nicht als Allwissender aufzutreten sondern sich als Beraterin oder Berater gemeinsam mit Ratsuchenden oder Klienten auf den Weg zu machen, sie dabei zu begleiten, sich selbst und ihr Handeln immer besser zu verstehen beziehungsweise zu mentalisieren.

Dr. Rudolf Sanders, partnerschule.de
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am 23. März 2016
Geeignet für den Praktiker mit bereits vorhandenen Grundlagen, aber auch als Einstieg für alle Psychotherapie-Interessierten geeignet. Mentalisieren ist nicht nur ein neues Modekonzept....
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am 22. Januar 2014
Insgesamt sicher ein gutes und wichtiges Buch... streckenweise aber auch geprägt vom kampfhaften Versuch, psychoanalytische Grundlagen mit neurologischen Erkenntnisse zu verbinden. Die Lebendigkeit zwischen Menschen, die sich im Prozess des Mentalisierens systemisch bewegen und reflektieren wollen, wird nicht ansatzweise erfasst.
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