Hier klicken April Flip Hier klicken Jetzt informieren World Book Day 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Fire Jetzt bestellen Entspannungsmusik longss17

Kundenrezensionen

3,5 von 5 Sternen
2
3,5 von 5 Sternen
5 Sterne
1
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
1
1 Stern
0
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:30,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 6. November 2008
Diese umfangreiche Kulturgeschichte Venedigs ist im Jahr 1970 zum ersten und 1997 zum zweiten Mal erschienen und nun vom Klett-Cotta Verlag in einer vom Autor überarbeiteten Form neu aufgelegt worden. Eickhoff schafft es, sowohl als Historiker als auch als ehemaliger KSZE-Diplomat mit großer Erfahrung ausgestattet, eine Darstellung zu liefern des bunten Treibens, der unzähligen Feste und der großen Inszenierungen. Das Buch ist unter anderem ein schillerndes Gesellschaftspanorama des Venedigs der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Zum anderen ist es eine brillante Beschreibung der Geburtswehen des modernen Europa, die, wie wir alle aus den letzten Jahrzehnten und aus der Gegenwart wissen, im Südosten Europas immer noch nicht ausgestanden und bewältigt sind. Ekkehard Eickhoff beschreibt die zunehmende Entwicklung der Regionen Europas und den Prozess der Nationalisierung und Konfessionalisierung. Dieser unabwendbare Prozess hat Gegensätze geschaffen, die sich unter dem alten Dach der tradierten Herrschafts- und Lehensordnung nicht mehr vereinen ließen.

Er zeigt, wie an den Grenzlinien von Islam und Christentum, von Katholizismus, Protestantismus und Orthodoxie damals schwere Wunden aufgerissen wurden, die auch heute noch nicht geschlossen sind. Ihr genaues historisches Verständnis ist unabdingbar, will man die heutigen Auseinandersetzungen an den Grenzen Europas und in seinen Zentren nicht nur begreifen , sondern vielleicht auch politisch und kulturell etwas zu tun, um sie zu schließen.

Dem Rezensenten schwindet nach der Lektüre dieses Buches fast alle kurzfristige Hoffnung auf schnelle Lösungen innerhalb der gegenwärtigen Generation. Zu schmerzhaft sind wohl die alten Wunden, zu schmal das gegenseitige Vertrauen, als dass es eine baldige friedliche Lösung geben könnte. Was früher an den Außenrändern Europas sich abspielte, könnte bald zu Auseinandersetzungen in seinen Zentren werden.
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. Dezember 2008
Die Darstellung der historischen Konflikte in Osteuropa ist äußerst detailliert und bietet eine Fülle an Informationen. Sie strotzt vor Fakten: Namen, Jahreszahlen, geographische Daten.
Dabei geht aber die große Linie verloren. Es fehlen übersichtliche, zusammenfassende Passagen, die die Details einordnen und Struktur geben. Schade ist der (fast) völlige Verzicht auf Karten. Es gibt lediglich eine Karte Südosteuropas, die ein Nachvollziehen der einzelnen Feldzüge und Flottenbewegungen sehr erschwert.
Um sich einen Überblick über die behandelte Zeit und den Raum zu verschaffen, ist das Buch völlig ungeeignet. Seine Stärke liegt in der Vertiefung und im Ausbau bereits vorhandenen Wissens.
0Kommentar| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden