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"Eine Weltgeschichte von Homer bis Hadrian" kündigt der Verlag an. Ich habe das Buch gelesen und bin begeistert. Sicher werden Studenten sich mit den Massen von Fachwissen im Buch abschindern dürfen, wenn man aber diesen Druck des lernen müssens nicht im Nacken verspürt, dann ist dieses Buch eine spannende Lektüre und Spaziergang durch 1000 Jahre Geschichte zugleich.

Dieses Buch hat so ziemlich nichts lehrmeisterliches an sich. Es betrachtet sehr übersichtlich 1000 Jahre, porträtiert wichtige Gestalten der Geschichte und beschreibt den Alltag der einfachen Menschen, aber auch der gehobenen Gesellschaft.

Sehr gut wird die römische und die griechische Welt beschrieben. Mal geht es in ganz spezielle Themen wie Sklaverei und Religion, aber auch Militär und Kunst hinein und doch darf sich der Leser vertrauensvoll des gelehrten Autors anvertrauen, er behält den Überblick über das Ganze und verzettelt sich nirgends.

Dieses Buch kommt sehr sympathisch rüber. Dazu gehört das rote Lesebändchen, zahlreiche Fotos und Karten und der sehr umfangreiche Anhang, der Möglichkeiten zur weiteren Vertiefung einzelner behandelter Themen anbietet.

Wenn man Geschichte erzählerisch so gut präsentiert bekommt, macht es Spaß sich mit ihr zu beschäftigen. Warum lassen sich die Fachleute nur so selten zu solchen Büchern hinreißen ? Nehmen sie sich nicht die Zeit oder haben Sie sie nicht ?
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Ich habe vor zwei Jahren angefangen, Latein zu lernen. Ich ahnte ja nicht, welche weitreichenden Auswirkungen das zur Folge hat! Es blieb nämlich nicht beim bloßen Spracherwerb, sondern plötzlich wurden mir auch Themen wichtig, die ich bisher eher vernachlässigt hatte. Zum Beispiel die griechische Mythologie, aber auch die griechische und römische Geschichte.
Für letzteres ist es schwer, geeignete Darstellungen zu finden, die umfassend, aber nicht trocken geschrieben sind. Zum Glück ist gerade ein Buch erschienen, das diese Kriterien erfüllt und bei mir zu einigen Aha-Erlebnissen geführt hat. Robin Lane Fox hat ein umfangreiches Werk vorgelegt, das sehr gut meine vorhandenen Wissenslücken geschlossen hat und dabei glänzend geschrieben ist.
Die griechische und die römische Zivilisation bilden die zwei Stränge dieses Buches, dessen Kapiteleinteilung so übersichtlich ist, dass man es nach dem Durchlesen auch als Nachschlagewerk nutzen kann.
Fox stellt die klassische Welt nicht nur dar, er erzählt von ihr, ausgehend von Hadrian, der die klassische Welt ausgiebig bereist hat. Fox versetzt sich in Hadrian hinein und beschreibt, wie dieser die Geschehnisse der 900 Jahre vor seiner Machtergreifung beurteilt hätte. Deshalb liest sich das Buch ' fast ' wie ein Roman. Statt lediglich die Ereignisse chronologisch aufzuzählen, konzentriert Fox sich auf die wechselnden Machtbeziehungen und darauf, wie diese durch Ereignisse einschneidend verändert werden und wie sich damit auch Bedeutung und Zusammenhang der Themen und Fragestellungen ändern.
Drei Themen und ihre durch die Zeiten unterschiedliche Bedeutungen ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch: Freiheit, Gerechtigkeit und Luxus. Alle drei Begriffe werden nicht nur in den griechischen und römischen Zivilisationen, sondern auch in modernen Zeiten immer wieder anders definiert. Aus den veränderten Konnotationen dieser Begriffe lässt sich viel über die Gesellschaftsstruktur der jeweiligen Zeit ablesen.
In diese Erzählstränge eingestreut sind Informationen über die Entwicklung von Kunst, Militärstrategien, Geschlechterverhältnissen, Sklaverei, Homosexualität, Religion und Philosophie.
Positiv anmerken möchte ich auch die (für mich immer sehr wichtige) Ausstattung des Buches: Gutes Papier, angenehmes Schriftbild, Lesebändchen, Fototafeln, Kartenmaterial und ein 90seitiger (!) Anhang, der es leicht macht, die Gesichtspunkte, die man besonders interessant findet, weiter zu vertiefen.
Ich kann das Buch also allen, die sich mit den geschichtlichen Grundlagen unserer Kultur beschäftigen möchten, nur empfehlen. Für diejenigen, die Latein und/oder Altgriechisch lernen, ist dieses Buch ein besonderer Gewinn.
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Lane Fox hat sich der Herausforderung gestellt eine Gesamtgeschichte der klassischen Welt zu schreiben, wobei er die Griechen und den Machtübergang zu den Römern kombiniert. Der behandelte Zeitraum verläuft vom 7. Jahrhundert vor Christus bis zum 2. Jahrhundert nach Christus. In jeweils einzelnen Kapiteln arbeitet er sich chronologisch nach vorne, wobei politische, kulturelle und soziale Aspekte beleuchtet werden.

Das Buch bildet eine gute Zusammenfassung dieser Epochen und ist bestens geeignet sein eigenes Wissen über diese Zeit aufzufrischen oder zu ergänzen. Leser, welche die griechische und römische Geschichte neu entdecken würde ich aber eher zu Büchern raten, welche die einzelnen Epochen eingrenzender behandeln, und erst in einem zweiten Schritt zu diesem Buch greifen.
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am 16. April 2016
Eine in bester angelsächsischer Tradition geschriebenes Lese- Lehrbuch zur Klassischen Antike von den Anfängen bei Homer (ca. 750 v. Chr.) bis zum Höhepunkt des Römischen Kaiserreichs unter Hadrian (ca. 120/ 130 n. Chr.); als thematischer roter Faden durchs Buch dienen die Leitthemen Freiheit, Gerechtigkeit und Luxus. Die chronologische Einteilung der Kapitel folgt dem "klassischen Muster": archaisches Griechenland, Klassik, Hellenismus, Römische Republik, Krise und "Untergang" der Republik sowie abschließend Kaiserreich. Aufgrund der abgedeckten Zeitspanne und des begrenzten Platzes, aber natürlich auch um der besseren Lesbarkeit willen, versteht es sich natürlich fast schon von selbst das vieles nur kurz angeschnitten und wenig etwas mehr vertieft werden kann, z. B. in den Kapiteln zur späten Republik. Was vielleicht. eher noch "Fachhistoriker" stören dürfte ist auch die Voreingenommenheit und Parteilichkeit des Autors bei manchen Themen, z. B. seine klare Bevorzugung der Attischen Demokratie oder Römischen Republik gegenüber dem kaiserlichen Prinzipat.
Wer schon viel Vorwissen mitbringt dürfte hier wenig Neues erfahren, allen Anderen bietet das Buch eine insgesamt sehr gut lesbare Einführung in die Welt der klassischen Antike. Und allen zusammen bietet es einen sehr gut lesbaren Überblick über eine der bis heute spannendsten Epochen der europäischen Kulturgeschichte.
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Durch seine Biografie Alexander des Großen hat sich Robin Lane Fox einen exzellenten Ruf als Kenner der klassischen Welt erworben. In seiner voluminösen Weltgeschichte von Homer bis Hadrian spielt der makedonische Eroberer jedoch nur eine untergeordnete Rolle, es ist vielmehr die Welt der Alexander entstammte und die er bis nach Indien ausdehnte, deren Geschichte Fox nachzeichnet. Die Geschichte der Welt der griechisch-römischen Antike. Abgegrenzt hat Fox diese vor allem durch den noch präklassischen Homer und Hadrian eben deshalb, weil Homer den Beginn und Hadrians Regierungszeit das Ende der klassischen griechisch-römischen Literatur bestimmen. Gerade der hellenophile Kaiser Hadrian, der das ganze Imperium bereiste und große Pläne für Athen schmiedete ist der ideale Schlusspunkt für eine Darstellung der Geschichte der Antike.

Grundsätzlich lässt sich sagen dass Fox Werk in zwei Abschnitte zu unterteilen, einen zur griechischen Geschichte und den daran knüpfenden Aufstieg Roms. Sehr gelungen ist daran dass Fox Geschichtsschreibung keinerlei Brüche aufzuweisen scheint und sich sehr harmonisch ineinander fügt. Das einzige was einem "Bruch" nahe kommt ist eine zeitweilige Überlappung der beiden Erzählstränge während der Kriege mit Karthago um Sizilien. Dass das Werk aus der Perspektive Kaiser Hadrians verfasst sein soll merkt man kaum, nur einige seltene Male verweist Fox pflichtschuldig darauf wie Hadrian wohl dieses oder jenes Ereignis gesehen hätte. Viel prägender und wichtiger für das Werk ist jedoch Fox Talent gerade die sehr turbulente Geschichte der Griechen und ihrer zahlreichen innergriechischen Kriege verständlich darzustellen. Dazu bedient er sich eines kleinen Tricks, denn Athen nimmt in seinen Ausführungen eine sehr exponierte Stellung ein, wenngleich Fox auch Athens Gegenspieler wie Persien oder auch Sparta sehr genau unter die Lupe nimmt. Athens Rolle nimmt im Verlauf der Geschichte schließlich Philipps und Alexanders Makedonien ein, ehe die Ära der Diadochenreiche folgt. Auch diese hat Fox gekonnt inszeniert und lässt den Leser nie den Überblick über die Ereignisse verlieren. Und danach kam Rom.

Gerade der römische Abschnitt von Fox griechisch-römischer Weltgeschichte ist allerdings weit geradliniger und durch die häufigeren Einschübe zu Gesellschaft, Kultur, Heer und Religion etwas technischer geraten. Ein Eindruck der dadurch noch verstärkt wird indem Fox gerade die Protagonisten ihrer Zeit möglichst neutral auf ihre Karriere und Kontroversen reduziert, also die Persönlichkeit weitgehend heraushält. Unter Umständen mag die Geschichte Roms in Fox Darstellung also "trockener" klingen. Dennoch bei einem Geschichtswerk dass 900 Jahre umspannt ein Makel den man durchaus in Kauf nimmt, ist Fox Erzählstil doch stets flüssig. Dass übrigens Karthago in Fox Darstellung nur eine Nebenrolle einnimmt liegt daran dass sich sein Werk vor allem an den Quellen orientiert und gewissermaßen diesen folgt, da karthagische Dichter und Literaten kaum Zeugnisse ihrer Zeit hinterlassen und so die antike Literatur und Quellen mitgeprägt haben, muss ihre Rolle eine geringere bleiben. Wer sich vielleicht im speziellen für Karthagos Geschichte interessieren würde, dem sei Klaus Zimmermanns KARTHAGO: AUFSTIEG UND FALL EINER GROSSMACHT empfohlen. Ebenso wie zum Thema Karthago gibt es auch zu den vielleicht etwas zu kurz gekommenen Kapiteln der römischen nicht wenige sehr aufschlussreiche Werke.

Fox beginnt seine Reise durch die griechisch-römische Antike bei Homer, dessen Odyssee und Ilias ein archaisches Griechenland beschreiben, das zu den Zeiten ihrer Niederschrift längst nicht mehr existierte. Seine beiden Werke können jedoch zu Recht als die Meilensteine und der Anbruch der Antike bezeichnet werden. Fox beginnt nach dieser kurzen Einführung zu Homer mit einer grundsätzlichen Analyse des frühantiken Griechenlands und der Entstehung der Polis. Dabei spürt er vor allem der sozialen Entwicklung nach, von Kolonien als Ventil gegen Nahrungsmittelknappheit und Überbevölkerung bis zur Rolle der Aristokratie. Man darf durchaus feststellen dass Fox gerade was konservative Aristokraten und ihre "erhabene" Sichtweise auf die Welt betrifft etwas zu Polemik neigt, wie später noch am Beispiel Ciceros sichtbar wird. Im Fall der frühen Aristokraten beschreibt er diese jedoch so, dass die Vorstellung von den Göttern vor allem durch die lokale Aristokratie geprägt wurde, denn so wie diese auf das einfache Volk hinabblickten, so blickten wohl auch die Götter auf die Menschen und ähnliche Dramen dürften sich auch innerhalb der Aristokratenfamilien ereignet haben.

Während Fox am Beispiel Athens die Geburt der Demokratie aus dem Aufstand gegen die weit verbreitete Tyrannis nachzeichnet, erlaubt er auch einen sehr erhellenden Blick auf das Königreich Sparta und dessen etwas andere Alternative zur Tyrannis. Das Reich das von gleich zwei Königen regiert wurde und von einer unvergleichlichen Kriegerkultur geprägt war, besaß mit Tarent nur eine einzige Kolonie, entwickelte sich jedoch zeitweise zur führenden Macht in Griechenland, die sogar die nach Westen strebenden Perser davor warnte auch nur einen Schritt nach Griechenland zu setzen. Spartas Führungsrolle im Kampf gegen die Perser, sowie die spartanische Griechenlandpolitik gehören zweifellos zu den faszinierendsten Beschreibungen Fox. Schon fast schade ist es dass Fox das gleiche Engagement für eine detailreiche Darstellung Spartas nicht auch auf die Ostgriechen angewandt hat. Zu diesen konstatiert er zwar dass sie nicht Nachahmer sondern Vorreiter waren, lässt aber kaum Argumente folgen warum. Die Kleinasien prägenden Ostgriechen welche schließlich als erste Opfer der persischen Expansion werden sollten treten ohnehin schnell gegenüber Athen und dessen Konflikte in den Hintergrund. Auch hier wird wieder einmal deutlich dass sich Fox DIE KLASSISCHE WELT eben am Gesamtbild orientiert und nicht wie vielleicht manch anderes Geschichtswerk Nebenschauplätzen mehr Platz zu Lasten des größeren Ganzen einräumt.

Sehr wichtig ist Fox in seiner Darstellung der griechischen Antike Athens Vorreiterrolle im Kampf für die Demokratie gewesen. Fox wagt dabei auch einmal die Spekulation was denn geschehen wenn etwa die Perser Athen unterjocht hätten. In diesem Fall, so Fox, hätten viele der großen Entwicklungen und Errungenschaften der griechischen Antike wohl verzögert stattgefunden, wären schließlich stets persische Marionetten an die Macht gelangt. Ebenso regt Fox die Überlegung an was geschehen hätte können wäre es Sparta gelungen Athen zu besetzen. Anhand der zahlreichen kleineren Stadtstaaten die von den Spartanern erobert wurden lässt sich da durchaus ein Bild zeichnen und es ist kein schönes, immerhin setzten Spartaner nicht bloß auf Marionetten sondern gezielt antidemokratische spartafreundliche Cliquen. So verworren die zahllosen Konflikte Griechenlands im Geschichtsunterricht auch geklungen haben mögen, Robin Lane Fox schafft es sie so zu erklären dass man wirklich versteht worum es damals ging. Und das ist zumindest für mich der größte Pluspunkt des Buchs.

Nach den Westgriechen widmet sich Fox auch den Westgriechen und insbesonders der bewegten Geschichte des "Nordamerikas der Antike" wie Giusepe Tomasi di Lampedusa Sizilien einst sehr treffend bezeichnet hat. In ihren Kolonialisierungsbemühungen um Sizilien sollten die Griechen schließlich mit Karthago in Konflikt geraten, das schlussendlich aber zum bedeutendsten Antagonisten der Römischen Republik werden sollte.

Wie bereits erwähnt hätte Fox durchaus wie manch anderer Autor in seiner Weltgeschichte der antiken Welt Alexander den Großen zum Dreh- und Angelpunkt machen können. Er hat es jedoch sehr eindrucksvoll unterlassen. Anstatt Alexander und dessen Feldzügen möglichst wortreich wiederzugeben und dabei ein knappes Exposee seiner Alexander-Biografie zu geben hat Fox dem Begründer des Hellenismus nur ein einziges Kapitel gewidmet und das genau nach dem Kapitel über seinen Vater Philipp und wie dieser Makedonien zur neuen Großmacht Griechenlands aufbaute, zur Hüterin der griechischen Freiheit. Nach dem relativ knappen Kapitel über Philipps Sohn Alexander widmet sich Fox schon etwas ausführlicher der Geschichte der Diadochenreiche (Ptolomaios gründete in Ägypten eine Dynastie, Antigonos kehrte nach Makedonien zurück, Seleukos schuf in Vorderasien die Seleukiden) und ihrer Nachfolgekriege. Auch hier beweist Fox wieder einmal seine wunderbare Gabe den Überblick über dieses Chaos behalten zu haben und so wird auch der Leser nicht überfordert sondern von Fox eine klare Sicht auf die Ereignisse gewährt.

Der Wechsel von Griechenland nach Rom geschieht schließlich im Konflikt um Tarent. Roms Angriff auf die griechische Kolonie markiert den Wendepunkt in Fox Erzählung, von der griechischen zur römischen Antike. Dort trafen die Römer dann wirklich zum ersten Mal auf Kriegselefanten und nicht erst zu Zeiten Hannibals. Denn der griechische Kriegsherr Pyrrhos konnte damals bereits an die 20 Kriegselefanten aufbieten. Roms Ausweitung seiner Einflusssphäre führte schließlich auch zu den Punischen Kriegen. Gerade die römische Geschichte wartet allerdings mit weit weniger Überraschungen auf, kennt man die Geschichten der großen Kriege Roms und seiner einflussreichsten Persönlichkeiten wie Cäsar oder Cicero ja meist bereits. Dass Fox hier nicht mit Überraschungen aufwarten kann liegt in der Natur seiner Weltgeschichte die ja nur eine Überblicksdarstellung ist.

Was am Ende bleibt ein sehr stimmiges und vor allem lebendiges Gesamtbild der griechisch-römischen Antike das Robin Lane Fox mit DIE KLASSISCHE WELT geschaffen hat. Das Buch schafft es hervorragend die oft turbulenten und komplexen Konflikte der antiken Welt Roms und Griechenlands in klare Worte zu kleiden und so verständlich zu vermitteln. Trotz der sehr allgemeinen Orientierung hat Fox auch einige Schwerpunkte gesetzt und so manches Kapitel ist auch ein Exkurs in die damaligen Lebenswelten. Manche Straffungen wie wohl in Hinsicht auf Alexander den Großen sind zwar irgendwie auch schade doch durchaus von Vorteil für das Gesamtbild, das so sehr gelungen ist.

Fazit:
Eine sehr stimmige und vor allem sehr klar strukturierte antike Weltgeschichte.

[Diese Rezension basiert auf einem kostenfreien Rezensionsexemplar]
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am 28. August 2015
Ich habe das Buch gerne gelesen und fand besonders die Charakterisierung Ciceros interessant. Sie deckt sich nicht unbedingt mit der Einschätzung anderer Historiker, scheint mir aber schlüssig.
Die Übersetzung lässt freilich zu wünschen übrig. Das "senatus consultum ultimum" mit "letzter Verfügung" zu übersetzen, halte ich etwa für gewagt. Vermutlich wurde hier in Unkenntnis des lateinischen Urtextes von der amerikanischen Übersetzung her ins Deutsche übersetzt. Auch hätte das Lektorat gründlicher sein können.
Im großen Ganzen habe ich als Nichthistoriker meine Kenntnisse der Antike aber gut auffrischen können.
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am 2. Januar 2011
Dass dieses Machwerk in Zeitungen wie der SZ oder der FAZ so hochgelobt wurde (wovon ich mich leider täuschen ließ), kann nur dadurch erklärt werden, dass die Rezensenten ganz offensichtlich nur ein bisschen quergelesen haben. Wenn man das macht und sich vorher noch das Inhaltsverzeichnis und die Einleitung des Autors durchliest, kann man durchaus den Eindruck gewinnen, hier liege ein interessantes Überblickswerk zur Antike vor.
Macht man sich aber die Mühe bzw. unterzieht man sich der Qual, das Buch von vorn bis hinten durchzulesen, wird man feststellen, dass dem mitnichten so ist.
Das beginnt damit, dass das beigefügte Kartenmaterial (offenbar vom Autor selbst gezeichnete physische Karten!) einfach ein schlechter Witz ist: eine völlig willkürliche Auswahl an geographischen Einträgen ohne jeden Bezug zum Inhalt des Textes (in dem auch - wohl nicht ohne Grund - kein einziges Mal auf die Karten Bezug genommen wird) und eine für das Thema total irrelevante Darstellung der Meereshöhen, die - infolge des Fehlens auch nur eines Grenzverlaufs - die Unlesbarkeit der Karten noch verstärken sind die herausragenden Merkmale dieser zeichnerischen Höchstleistung des Autors.
Was die historische Darstellung dieser "Weltgeschichte" (eine dermaßen unhistorische, eurozentristisch bornierte Bezeichnung ist einfach nur ärgerlich und eines Oxford-Professors unwürdig; ich hoffe für ihn, dass das auf dem Mist des Verlags gewachsen ist) angeht, ist festzuhalten, dass die ersten, sich auf Griechenland beziehenden Teile, durchaus ihre Qualitäten haben: bei zT ungewohnten aber durchaus spannenden Schwerpunktsetzungen eine interessante Darstellung der Materie.
Ab Teil 3 merkt man aber rasch, dass der Autor ganz offensichtlich jedes Interesse an einer konzisen Ausarbeitung des Themas verloren hat. Was sich hier findet, kann nur als willkürliche, konfuse Ansammlung von zT abstrusen Details, getragen von einer gehörigen Portion Voyeurismus in Bezug auf Sex und Gewalt, bezeichnet werden. Wie manche Rezensenten hier von stilistischen Hochleistungen schreiben können, muss ein Rätsel bleiben - ebenso wie die Frage, warum sich ein Verlag wie Klett-Cotta kein Lektorat leisten kann oder will.
Fazit: ein sowohl für den Autor als auch den Verlag peinliches Trauerspiel.
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am 9. März 2013
Die klassische Welt:
Eine Weltgeschichte von Homer bis Hadrian

Von: Robin Lane Fox

Titel: Die klassische Welt: Eine Weltgeschichte von Homer bis Hadrian
Autor: Robin Lane Fox
VÖ: Januar 2011
Einband: gebunden
Verlag: Klett-Cotta Verlag
Seitenzahl: 728
Sprache: Deutsch
Genre: Roman
Übersetzer/in: Ute Spengler
Original Titel: The Classical World. An Epic History from Homer to Hadrian
ISBN-10: 978-3-608-94467-9

Robin Lane Fox ist nicht nur ein grandioser Stilist und Bestsellerautor, sondern entführt uns hier in diesem wahrhaft gelungenem Roman in die historischen Gegebenheiten von vor 1000 Jahren.
Sein Schreibstil ermöglicht es auch Lesern die nicht so oft oder so viel Lesen gut mitzukommen und sich somit völlig auf die Geschichte"n" einlassen zukönnen.

So schilder und zeit er genauestens die Lebensweisen und Leben an sich von unter anderem Sokrates, Philipp von Makedonien, Hannibal, Antonius und Kleopatra auf. Es ist wahrhaftig außerordendluich faszinierend wie gekonnt er dies alles aufzeigt und zu Papier gebracht hat!
Fast können man glauben er wäre selbst durch diese lang zurückliegenden Epochen gestreift.

Der Autor vermag es wie kaum ein anderer Autor die Antike erneut zum Leben zu erwecken. Sein Buch "Die klassische Welt: Eine Weltgeschichte von Homer bis Hadrian " kann zudem bestens auch für Schüler genutzt werden um ihre Noten auf vordermann zu bringen, da es hiermit wirklich fast von alleine geht, sich über alles zu Informieren und sich den Geschehnissen der Früheren Zeiten völlig zu verschreiben.

Zudem können auch Leser, die sich einfach einmal über die Antike und deren Geschnisse Informieren möchten mit diesem Buch einen ganz besondern Schatz aneignen.

Ein wirklich gelungenes Nachschlage Werk, das seine Leser auf eine Spannende und abenteuerliche Reise entführt!
So macht Geschichte wirklich Spaß!

Rezension: das Schreibstübchen
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