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am 16. Mai 2007
"Der Hobbit oder Hin und Zurück" ist endlich in der Fassung auf deutsch erschienen, wie sie von Tolkien verfasst und konzipiert wurde.
Die Übersetzung des "Hobbit" von Wolfgang Krege ist, im Unterschied zur 2. Übersetzung des Herrn der Ringe die leider aus Kreges Feder gelinde ausgedrückt "missraten" ist, ist phänomenal, ein wirklich gelungenes Meisterstück, in der Krege den Charakter und Ton Tolkiens voll getroffen hat.

Die erste deutsche Ausgabe mit dem niedlichen Kinderbuchtitel "Der kleine Hobbit" in der Übersetzung von Walter Scherf, ist gut, trifft aber das Konzept Tolkiens nicht. Vielmehr musste damals der Originaltitel "Der Hobbit" als Kinderbuchausgabe "Der kleine Hobbit" erscheinen, da das Buch auf dem stock konservativen deutschen Buchmarkt nur in die Sparte "Kinderbuch" passte und es das Genre "Fantasy" zumindest auf dem deutschen Markt noch nicht gab. Somit war die Übersetzung Walter Scherfs und die Konzeption als reines Kinderbuch ein Kunstgriff, um das Buch überhaupt herausbringen zu können. Die deutschen Verlage gehörten weltweit leider nicht zu den mutigsten, und das ist auch heute noch so.

Somit ist die Ausgabe "Der Hobbit" in der genialen Übersetzung Kreges überfällig gewesen, und die Lücke nun endlich geschlossen !

Ein leicht lesbares, tolles Buch, das spannend von der ersten bis letzten Zeile ist, und mit einer gehörigen Portion Witz und englischem Humor ausgestattet wurde. "Der Hobbit" ist die Vorgeschichte der Herrn der Ringe, und das Buch geht am Schluss auch nahtlos in den Herrn der Ringe über. Somit handelt es sich für jeden Tolkienfreund und Fan des "Herrn der Ringe" um eine Pflichtlektüre, wobei das Wort Pflicht auch mit "reinem Vergnügen" zu übersetzen ist.

Viel Spass beim Lesen !
55 Kommentare| 123 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 10. Oktober 2012
Mit dem Satz "In einem Loch im Boden, da lebte ein Hobbit" beginnt J. R. R Tolkiens Geschichte über den achtbaren Hobbit Bilbo Beutlin aus dem Auenland, der sich widerwillig zu einem gefährlichen Abenteuer überreden lässt.

Und das Abenteuer beginnt an einem wunderschönen Vormittag im April, als sich überraschenderweise der Zauberer Gandalf mitsamt dreizehn Zwergen zum Tee in die gemütliche Hobbithöhle einlädt. Nur kurze Zeit später findet sich Bilbo auf dem Weg in ein fernes, unbekanntes Land wieder. Schnell soll er seinen überstürzten Aufbruch, den er ohne Hut und Frühstück begonnen hat, bereuen, denn auf der Reise durch das Nebelgebirge und dem Düsterwald begegnen ihnen allerhand angsteinflössende Wesen. Doch Trolle, Orks und Riesenspinnen sind nichts gegen das, was sie am Ende ihrer Reise im „Einsamen Berg“ erwartet. Dort lebt der fürchterliche Drache Smaug und wacht über den gestohlenen Schatz der Zwerge. Und ausgerechnet diesen Schatz gilt es zurückzugewinnen.
Ob Bilbo Beutlin seine Hobbithöhle jemals wiedersehen wird?

Die Geschichte des Hobbits, welche J. R. R. Tolkien ursprünglich nur für seine Kinder schrieb, wurde erstmalig am 21. September 1937 in England veröffentlicht. Durch spätere Änderungen wurde dieses leicht verständlich und zugleich intelligent erzählte Kinderbuch zum Publikumsliebling.

Die Leser, mich eingeschlossen, die ausschließlich Tolkiens Werk "Der Herr der Ringe" kennen sollten beim Lesen nicht vergessen, dass dieses Buch als reines Kinderbuch konzipiert wurde und eine Vorgeschichte zu "Der Herr der Ringe" darstellt. Man bemerkt recht schnell, dass die Umgebung und die Charaktere zwar detailliert, doch die Welt an sich noch nicht so facettenreich und umfassend dargestellt wird, wie es in seinem späteren Werk der Fall ist. Es gibt viele Andeutungen und Hinweise auf kommende Ereignisse die neugierig auf mehr machen, und man spürt während des Lesens, dass Bilbos Abenteuer nur der Anfang einer fantastischen Reise durch die von Tolkien erschaffene Welt ist.

Die Geschichte an sich beginnt recht beschaulich und ruhig. Tolkien nimmt die Rolle des Erzählers ein und hat die Angewohnheit, das ein oder andere Mal den Ausgang einer brenzligen Situation vorzeitig zu verraten. Doch dadurch wird der Verlauf dieser Geschichte nicht langweilig. Denn die dadurch entstandenen Lücken weiß er geschickt mit spannenden Szenen zu ergänzen.
Sehr schön ist auch zu beobachten, wie die entworfenen Figuren ihr Eigenleben entwickeln und von Seite zu Seite immer selbstbewusster und bestärkter durchs Abenteuer marschieren. Gleichzeitig zeigt er ganz deutlich auf, was die Habgier mit vermeintlichen Weggefährten und Freunden anstellen kann.
Und am Ende – ohne jetzt zu viel zu verraten - kommt es zu einem unerwarteten Höhepunkt, zu einem letzten und opferbringenden Gefecht zwischen Gut und Böse.

***Fazit***
"Der Hobbit" ist ein ganz besonderes Kinderbuch, das selbst Erwachsene nur ungern aus der Hand legen.
Mit seiner unvergleichlichen Vorstellungskraft hat Tolkien eine fantastische Geschichte begonnen und man spürt, dass das unfreiwillige Abenteuer des Hobbits Bilbo Beutlin der Anfang von etwas ganz Großem ist. Denn diese Geschichte versprüht schon einige Funken des Zaubers, unter dem das spätere fulminante und unvergleichliche Werk "Der Herr der Ringe" steht.
Es ist ein Vergnügen, sich auf Tolkiens Welt einzulassen!

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***Zur Klett-Cotta Kinder- und Jugendbuch-Ausgabe***
Generell würde ich diese Geschichte Kindern ab 10 Jahren empfehlen. Und diese Ausgabe des Klett-Cotta Verlages eignet sich besonders für Kinder zum Selbstlesen. Die Schrift ist schön groß und deutlich, und zu jedem Kapitelanfang gibt es eine nette Zeichnung, in der die Gefährten hintereinander herlaufen. Schön wäre es gewesen, wenn es zusätzlich noch eine Landkarte gegeben hätte, mit der man auch bildlich Bilbos Abenteuer hätte verfolgen können.

In dieser Ausgabe findet man die Übersetzung von Wolfgang Krege. Im Vorfeld habe ich in einigen Rezensionen gelesen, das Krege sich bei der Übersetzung von "Der Herr der Ringe" zu weit vom Original entfernt habe. Da ich die englische Originalfassung des Hobbits nicht kenne, kann ich zu diesem Thema keine Vergleiche anstellen. Ich kann nur für mich sprechen und sagen, dass mir nichts Negatives am Erzähltton oder der Wortwahl aufgefallen ist. Deswegen bin ich rundum zufrieden mit dieser Ausgabe und empfehle diese sehr gerne weiter.
33 Kommentare| 20 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Dezember 2001
Diese neue deutsche Version des Hobbits wurde von Wolfgang Krege durchgeführt, der Ende der 70er Jahre bereits Tolkiens heimliches Hauptwerk, "Das Silmarillion" hervorragend übersetzte. Mag seine Version des "Herrn der Ringe" auch umstritten sein, beim "Hobbit" ist Kreges Übersetzung um Klassen besser als die Alte von Scherf. Hatte Scherf das Buch noch als reines Kinderbuch aufgefasst, stellenweise aus Unkenntnis der anderen Werke Tolkiens falsch übersetzt, sowie viele der Lieder und Verse gekürzt oder weggelassen, so finden wir bei Krege Tolkiens unnachahmliche Mischung aus uralter Legende und modernem Roman wieder. Die Eigennamen sind endlich an die im "Herrn der Ringe" verwendeten angepasst, sodass die übliche Verwirrung beim Einstieg in den "Herrn der Ringe" der Vergangenheit angehört. Und auch die völlig unangemessenen Zeichnungen der alten Version (Der fürchterliche Drache als lieber Grinse-Schmetterling??) der DTV-Ausgabe fielen zum Glück weg. Diese Version ist, wie auch das englische Original von 1937, für Kinder ab 8-9 Jahren genauso gut geeignet ist wie für Erwachsene. Hoffentlich erscheint die neue Version bald auch als Taschenbuch.
Fazit: Am besten auf Englisch, das ist aber recht anspruchsvoll; wenn die Sprachkenntnisse nicht so gut sind, sollte man dieser neuen Übersetzung auf jeden Fall den Vorzug geben.
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am 28. Dezember 2012
Ich äußere mich hier speziell zur gebundenen Kinder- und Jugendbuchausgabe des "Hobbit" von Klett Cotta, nicht zum Text selbst, dem ich absolut 5 Sterne und mehr geben würde.
Bei dieser Ausgabe handelt es sich um Hardcover mit etwas größerer Schrift. Die Qualität ist solide. Besonders schön ist die Illustration auf dem Schutzumschlag, und die wandernden Gefährten werden auch im Inneren vignettenhaft in Schwarzweiß mehrmals verwendet. Nun meine Kritik: Warum gibt es diese Illustration nur auf dem Schutzumschlag und nicht im Einband selbst? Wie der Name schon sagt, dient der Schutzumschlag dazu, das Buch zu schützen. Ist er aber einmal zerrissen oder auf andere Art versaut, bleibt hier nur ein recht langweiliges Buch übrig. Auch eine Karte, z.B. die von Tolkien selbst, wäre schön gewesen oder ein paar weitere Illustrationen des Cover-Zeichners. Ich kenne natürlich die anderen Ausgaben des Hobbit, die mit den Zeichnungen von Tolkien, die von Alan Lee illustrierte Ausgabe, den annotierten Hobbit, die alte dtv junior-Ausgabe und und und. Ich finde, hier wurde eine Gelegenheit verschenkt, eine wirklich schöne neue Ausgabe für Kinder und Jugendliche herauszubringen.
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am 12. Januar 2002
Diese bei Klett Cotta erschienene Version stimmt inhaltlich nicht ganz exakt mit dem "Kleinen Hobbit" aud dem dtv-verlag überein. Nachdem Tolkien den Herr der Ringe beendet hatte, schienen manche Details im Kleinen Hobbit nicht mehr passend. Er hat daraufhin dieses Buch -behutsam- überarbeitet, und beispielsweise Anspielungen auf die Macht des Einen Ringes eingefügt, der im Kleinen Hobbit ja nur als einfacher Zauberring, der unsichtbar macht, beschrieben ist. Daraus entstand dann der "Hobbit oder Hin und Zurück"! Als Prequel zum HdR ist also diese Edition empfehlenswerter als das dtv-Buch, das auch von der Aufmachung her eher Kinderbuch-Charakter hat!
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am 12. Januar 2012
Da ich die Bücher von Tolkien seit vielen Jahren liebe, habe ich mich sehr gefreut,
dass sie jetzt endlich auch in einer deutschen Version für den Kindle erschienen sind.

Die alte Übersetzung von Walter Scherf habe ich als Buch im Schrank stehen.
Ich kann diese aufgrund der kleinen Schrift aber nicht mehr gut lesen.

Diese neue Version von Wolfgang Krege erscheint mir dagegen leider wie eine schlechte Nacherzählung.
Hölzern und in einem für meinen Geschmack zu modernistischen Deutsch verliert die Geschichte deutlich an Atmosphäre.

Besonders wird das für mich beim Gesang der Zwerge deutlich, der in der alten Fassung
wie eine alte Weise klingt. (als WDR-Hörspiel sehr stimmungsvoll vertont.) Die neue Version wirkt eher wie ein Kinderlied.

Dieser Eindruck setzt sich beim Weiterlesen fort. Die ganze Übersetzung wirkt fast technisch und wird diesem fantastischen Stoff nicht gerecht.

Ich würde mir wünschen, dass irgendwann die alte Übersetzung auch für den Kindle verfügbar wird.
Beim Herr der Ringe hat man erfreulicher Weise gleich die bessere Übersetzung von Margaret Carroux veröffentlicht.
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am 25. November 2002
Als ich mir dieses Buch vor knapp einer Woche gekauft habe, hätte ich niemals gedacht, dass ich von einer Sekunde auf die andere so in die Welt von Mittelerde hineingezogen werde.
Heute, 6 Tage später, kann ich nun sagen, dass es absolut kein Fehler war dieses Buch zu kaufen. Man wird von der ersten Zeile an gefesselt und die Geschichte schreitet zügig und ohne große Längen voran. Anders als in "Herr der Ringe" wird hier noch nicht alles bis ins kleinste Detail erklärt und beschrieben, was für ein schnelles lesen auch sehr von Vorteil ist.
Eine Sache die mich sehr gefreut hat, waren die ziemlich kurzen Kapitel. Es ist ohne Probleme möglich die Kapitel einzeln auf einmal zu lesen ohne mitten in einem Kapitel aufhören zu müssen.
Fazit : Durch den flotten Erzählstil, der super Geschichte und den vielen Hintergrundinformationen über Mittelerde und seine Bewohner, kann ich jedem der den "Herr der Ringe" einmal lesen möchte dieses Buch empfehlen.
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am 7. Februar 2008
"Der Hobbit", der ja die Vorgeschichte zu "Der Herr der Ringe" darstellt, ist einfach eine wunderschöne Geschichte, die in Tolkiens Welt (Mittelerde) spielt und einfach alles bietet, was das (Fantasy-)Herz begehrt: Magie, Kämpfe, Wesen wie Orks, Elben, Drachen und Mut, den sich der Protagonist selbst nicht zugetraut hätte.
Bevor ich mit meiner Bewertung der Geschichte weiter mache, möchte ich jedoch kurz einmal den Inhalt des Buches umreißen, für die die es nicht kennen.

Zum Inhalt:
Bilbo Beutlin ist ein angesehener Hobbit, der gemütlich vor sich hinlebt und Abenteuer meidet, so wie das alle guten und angesehenen Hobbits machen. Eines Tages ändert sich für ihn aber alles. Denn plötzlich kommt der berühmte Zauberer Gandalf zu Besuch und überredet Bilbo zu einem gefährlichen Abenteuer. Bilbo soll eine Gruppe Zwerge, unter der Führung von Thorin Eichenschild, bei der Wiedergewinnung ihres Schatzes unterstützen. Der gefährliche Drache Smaug hatte vor langer Zeit das "Königreich unter dem Berg" (Erebor), über welches Thorins Vater Thrain herrschte, angegriffen, viele Zwerge getötet und den Berg mit samt dem Schatz der Zwerge zu eigen genommen. Auch heute noch wacht der Drache im Erebor über den Schatz der Zwerge. Obwohl Bilbo es eigentlich nicht vorhatte, nimmt er doch an dem Abenteuer teil und zieht so gemeinsam mit den Zwergen in die gefährliche Welt hinaus.
Auf dem Weg zum Erebor erleben Bilbo, die Zwerge und der Zauberer Gandalf, der sie auf einem Teil des Weges begleitet, haarsträubende und auch schöne Abenteuer. So müssen sie es mit Trollen, Wargen, Orks und Spinnen aufnehmen, treffen auf Elben, empfangen Hilfe von Adlern und natürlich ist da ja auch noch der Drache...
Und beim Überschreiten eines Gebirges, als die Gruppe von Orks angegriffen und Bilbo von Gandalf und den Zwergen getrennt wird, da findet der kleine Hobbit einen Ring, den er ohne groß nachzudenken in die Hosentasche steckt. Und dieser Ring, der die Fähigkeit besitzt seinen Träger unsichtbar zu machen, sobald dieser ihn auf den Finger steckt, und seine Findigkeit werden ihm und seinen Begleitern nicht nur einmal das Leben retten....

Und genau dieser Ringfund ist es, der den Grundstein für die Geschichte des "Herrn der Ringe" legt. Dies gilt gleich in doppelter Hinsicht, denn erst durch den Erfolg von "Der Hobbit" wurde das Interesse an weiteren Geschichten über Mittelerde und die Hobbits entfacht und so der Weg für die Veröffentlichung der "Herr der Ringe"-Reihe bereitet.
"Der Hobbit" ist ein wirklich gutes Buch, wie ja schon sein Erfolg beweist. Auch hier wird der Leser in die wundervoll gezeichnete Welt Tolkiens entführt mit Magie und solchen altbekannten Wesen wie Elben, Zwergen oder Orks. Vor allem über Hobbits erfährt man in diesem Buch sehr viel. Auch die Geschichte selbst gefällt mir persönlich sehr gut. Gerade dass Bilbo, der ja nur durch Zufall in dieses ganze Abenteuer geraten ist, im Laufe der Geschichte immer mutiger wird und charakterlich wächst, ist sehr schön zu sehen und macht Freude beim Lesen.
Die allgemeine Stimmung in diesem Buch ist wesentlicher freundlicher (bzw. "heller") als im Herrn der Ringe. Es ist ja auch eher als Kinderbuch konzipiert. Doch hatte Tolkien das Buch nach dem Erscheinen des Herrn der Ringe noch einmal leicht überarbeitet, um einige Details (Namen, Orte, etc.) in bessere Übereinstimmung zu bringen und die Bedeutung und Macht des Ringes, den Bilbo findet, etwas hervor zu heben. Durch diese Überarbeitung und durch eine neuere Übersetzung von Wolfgang Krege (1998) wird das Buch etwas "erwachsener" im Vergleich zur alten Übersetzung von Walter Scherf. Eben diese Krege-Übersetzung liegt hier vor und das ist gut so, da sich diese für Erwachsene einfach besser lesen lässt, gerade wenn man den "Herrn der Ringe" kennt und liebt. (Und im Gegensatz zum "Herrn der Ringe" ist die Krege-Übersetzung auch unter den Fans die beliebtere)

Abschließend bleibt mir nur noch einmal zu betonen, dass sich dieses Buch wirklich zu lesen lohnt, da dies eine unglaublich schöne Episode aus den Geschichten von Mittelerde ist, die wirklich eine bezaubernde Geschichte erzählt. Ideal auch um etwas mehr von "Der Herr der Ringe" zu verstehen. Jedoch sollte man darauf achten die Übersetzung von Krege zu kaufen (unter dem Titel "Der Hobbit oder Hin und Zurück") und nicht die von Scherf (unter dem Titel "Der kleine Hobbit").

Übrigens gibt es zu "Der Hobbit" auch ein Hörbuch (Lesung, in der Krege-Übersetzung):
http://www.amazon.de/Hobbit-Lesung-J-R-R-Tolkien/dp/B0011FDUIM/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=gateway&qid=1202428290&sr=8-1
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am 25. April 2000
Die frühere Übersetzung, die immer noch erhältlich ist, war tatsächlich Tolkien-unwürdig. Die Bilder von Klaus Ensinkat erschienen mir zu lächerlich, aber das mag eine subjektive Meinung sein; dennoch stört mich, dass das Buch nun bis auf die endlich integrierten Karten von Christopher und J.R.R. Tolkien aller Illustrationen beraubt wurde. Tolkien hat viele Bilder zum Hobbit gemalt- alle sind weg! Aber auch in England geht man dazu über, die Zeichnungen des Professors durch "professionelle" zu ersetzen. Wie ein Rezensent vor mir behauptete, würde die englische Ausgabe eine bessere oder andere Leseatmosphäre vermitteln- auch ich lese bevorzugt die englische Ausgabe, aber gerade hier ist der Unterschied minimal; und: auch die englische Version wird wie ein Kinderbuch anmuten, denn schließlich hat Tolkien das Buch für seine Kinder geschrieben. (Englisch = cooler? Ich denke, diese Ansicht wird hier verschiedentlich vehement vertreten. Ich gebe zu- ich falle ihr gelegentlich auch anheim) Deshalb nur vier Sterne- der Neuübersetzer hat durchaus einen Orden verdient, wenn ich ihm auch sagen muss, dass man durchaus auch Runen übersetzen kann, zumindest die im "Hobbit" problemlos! Gebt auch den Nichtenglischsprechenden die Möglichkeit, Tolkiens erstes Runenalphabet zu lernen!
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TOP 1000 REZENSENTam 24. Dezember 2015
Nun habe ich mich auch in die Hobbit-Leser-Fangemeinde eingereiht. Endlich. (Die Verfilmung erspare ich mir; sie würde die aufgebaute Imagination wahrscheinlich empfindlich stören.) Einer meiner Söhne riss mir das Buch, kaum fertig gelesen, förmlich aus der Hand. Da ging es mir wie dem Sohn des Verlegers Unwin, der das Buch 1937 auf Empfehlung des Juniors herausgebracht hat.

Was macht des Reiz dieses Buches, das ebenso Kinder wie Erwachsene anspricht, aus? Zunächst wird der Bildimpuls-gewohnte Leser auf eine atemberaubend Hin- und Rückreise – so der Titel – in einer eigens von Tolkien aufgebauten Parallelwelt (subcreation) mitgenommen. Er leidet doppelt mit: Einerseits verbündet er sich – so erging es zumindest mir – mit Bilbo, der Hauptfigur, und leidet mit seinen Befürchtungen und Ängsten mit. Erleichtert stellt er fest, dass sein Mut und sein Einsatzwille mit fortschreitender Handlung wachsen. Zudem fürchtet er sich von den Schrecknissen der Reise, seien dies wildwütige Orcs, Zähne fletschende Wölfe oder saug-gierige Spinnen.

Eigentlich komme ich mir auch so vor wie Bilbo in seiner Höhle: Ich habe es mir behaglich eingerichtet. Störungen sind höchst unwillkommen – doch offenbar nötig. So wie die Zwerge in das Reich des Hobbits eindrangen und in ihm den alten Abenteuertrieb weckten, so erwachte auch in mir zumindest die innere Bereitschaft mehr Risiko auf mich zu nehmen. (Daran ist zu ersehen, dass Tolkien mit seiner „zweiten Welt“ durchaus auf eine verbesserte Wahrnehmung in der ersten abzielt.) Auch ich kenne das Sehnen nach dem weichen Bett in der Höhle, wenn ich draussen unterwegs bin. Meine Gedanken kreisen nicht zu selten um das basale Thema des Hungers und der Sättigung, im buchstäblichen wie im übertragenen Sinn.

Die Reise des Hobbits gleich meinem Leben. Ein Engpass folgt dem nächsten. Die Engstellen sind Gelegenheiten für charakterliches Wachstum. Zudem tauchen an erwarteten und unerwarteten Orten Herbergen für Erholung und Erfrischung auf. Ganz typisch ist auch die Hilfestellung, die nicht aus der Kraft der Akteure, sondern von aussen her erwächst. Die Helden der Protagonisten bauen nicht einfach auf die eigenen Kräfte, sondern sind auf die externe Unterstützung angewiesen. Aus der christlichen Weltsicht – die klar hinter Tolkiens Schaffen steckt – deutet dies auf die bahnende Hand eines allmächtigen Gottes hin.

Mehrere Grundgefühle bzw. innere Strebungen des Menschen werden wunderbar durch die Handlungsstränge ausbuchstabiert: Die Angst und die Gier. Das Hindurchgehen durch die Angst und Befürchtungen sichert die nächsten Schritte, die bald die nächste Herausforderung mit sich bringen. Die Gier nach Besitz entpuppt sich als unbändige Triebkraft im Menschen. Er will Schätze besitzen und ist bereit viel dafür aufs Spiel zu setzen.

Auffallend für mich als Leser war die Weigerung, mich mit einer Figur vorbehaltslos zu identifizieren. Vielmehr erkannte ich Züge nicht nur im ängstlichen Hobbit, sondern auch im selbstmitleidigen Gollum, in den keifenden Zwergen. Gandalf, der Zauberer, hinterliess eine ambivalente Spur. Zwar konnte er Situationen immer wieder entschärfen und war im letzten Moment doch noch zur Stelle. Trotz seinen spektakulären Rettungsaktionen bleibt eine Restunsicherheit zurück, ob er die benötigte Hilfe das nächste Mal wieder bereit haben würde.

Etwas Abstand vom Handlungsverlauf genommen, stellte ich mir drei Fragen: War das Ziel der Reise (die erhoffte Beute) ein angemessenes? (Nein, eigentlich nicht.) Wie stand es um die Motive der Beteiligten? (Sie waren keineswegs nur lauter.) Wie muss man die Qualität der Reise einstufen? Störungen vorgegeben, die Komfortzone dauernd verlassen, alles-andere-als-heile-Welt Atmosphäre.

Nun bin ich warm gelaufen für „Der Herr der Ringe“.
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