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Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen
59
3,7 von 5 Sternen
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am 17. Mai 2016
Der aussergewöhnliche Buchtitel sowie der Klappentext haben mich zum Kauf dieses Buches bewegt, was im weiteren Verlauf aber gemischte Gefühle einherbrachte.

Das Buch ist in drei Ebenen aufgebaut, mit einem schönen Kapitelhinweis und Illustration. Dazu gibt es noch eine weitere Ebene wo Textschnipsel aus "Alchimia Umbrarum" der Schattenmagie zitiert werden in unterschiedlichen Abständen.

Der Aufbau im Buch ist klar geregelt, angefangen mit dem vorstellen der Schatten-Protagonisten (Jonas & Maria); die Schattenmagie im Allgemeinen sowie der Schluss wo sich alles zusammenfügt.

Nun fragt man sich, warum die gemischten Gefühle? Als ich das Buch angefangen habe zu lesen, war der erste Teil recht spannend und mystisch zugleich. Es gab viele Erklärungen und Beschreibungen und sogar kleinere Kämpfe zwischen den Schatten und natürlich ausserhalb derer, allerdings hätte ich etwas mehr erwartet was noch mehr die Spannung angehoben hätte.

Positiv überrascht hat mich dieses Buch, das es keine Liebesszenen oder sonstige Kuss- & Berührungsattacken gab!

Wer gerne Bücher bevorzugt wo es mystisch einhergeht und weniger Blut fliesst, dann ist dies ein schöner Jugendroman, was man sich durchaus mal zu Gemüt nehmen kann. Denn die Idee mit den Schatten ist schon genial!

FB | Das.Buch&Das.Ich
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am 23. April 2017
Ich lese 90% (oder mehr) Bücher auf Englisch, einfach weil ich nun einmal gerne SciFi, bzw. fantastische Geschichten lese und es davon auf Englisch einfach mehr (vernünftiges) gibt. Um so schöner einmal einen deutschen Autor zu finden, dessen Werk mich anspricht. Besonders, weil ich die Sprache des Buchs wirklich zu schätzen weiss. Modernes Deutsch aber mit so feinen Formulierungen und einem Schuß Geheimnisvollen, dass mich allein das Lesen dieser Sprache begeistert; und das ist normalerweise wirklich nicht meine Priorität. Dazu kommt eine tolle Geschichte. Was will man mehr ?
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VINE-PRODUKTTESTERam 18. Oktober 2011
"Der letzte Schattenschnitzer" von Christian von Aster ist schon ganz besonders. Der Autor kreiert eine neue Welt, in der die Schatten ein Eigenleben haben, was von den meisten Menschen nicht wahrgenommen wird. Nur wenige Eingweihte kennen die Geheimnisse, und es gibt geheimnisvolle alte Schriften über das Schattenreich. Interessant ist, dass die ganze Geschichte aus der Perspektive eines Schattens erzählt wird. Der Schatten ist schon viele Jahrhunderte alt und benutzt eine altertümliche, poetische Sprache. Die Erzählung wechselt zwischen persönlichen Anmerkungen und Gedanken des Schattens und der Schilderung der Ereignisse. Außerdem gibt es Auszüge aus der "Alchimia Umbrarum" von John Dee, dem ultimativern Werk über die Schatten. Insgesamt ist der Roman in drei "Bücher" unterteilt.

Von einem kleinen Jungen hängt das Schicksal der ganzen Welt ab. Aber das weiß sein Schatten noch nicht, als er zu dem Neugeborenen kommt, Jonas Mandelbrodt. Ziemlich schnell merkt der Schatten, dass sein Mensch etwas besonderes ist, denn Jonas kann seinen Schatten nicht nur sehen, sondern mit ihm kommunizieren. Er nimmt die Gedanken seines Schattens wahr - soweit der Schatten sie nicht bewußt vor ihm verbirgt. Und Jonas kann die Schatten von Gegenständen abtrennen, vertauschen oder verändern. Sein Schatten lehrt ihn - was beim Rat der Schatten sehr negativ ankommt. Dann wird ein Mädchen ohne Schatten geboren und wie eine Heilige verehrt. Auch das empfindet der Rat der Schatten als Bedrohung. Beide Kinder schweben in Gefahr und werden von anderen für ihre Zwecke eingesetzt. Wer wird am Ende siegen - der letzte Schatten eines Engels auf Erden oder die Schatten, die eine endgültige Trennung von den Menschen wollen?

Mir hat diese spannende Fantasygeschichte sehr gut gefallen. Es gab viele ungewöhnliche Details. Und die Schattenwelt, die parallel zu unserer normalen Welt existiert, finde ich großartig geschildert. Es ist doch oft so, dass der Mensch nur wahrnimmt, was er erwartet - und nur wenige Menschen schauen genauer hin. Darauf basiert hier die geheime Welt der Schatten, die doch völlig offen den Menschen quasi "zu Füßen" liegt.
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TOP 1000 REZENSENTam 9. November 2011
Jonas Mandelbrodt besitzt die Gabe, mit Schatten zu sprechen. Carmen Maria Dolores Hidalgo wird ohne Schatten geboren. Damit werden diese beiden Kinder zu einem Spielball höherer Mächte.

Christian von Aster hatte die fantastische Idee, den Schatten ein Eigenleben zuzuschreiben. Folgerichtig wird diese Geschichte auch zu einem großen Teil von Jonas' Schatten erzählt. Aber auch andere Perspektiven werden berücksichtigt. Die Handlung ist äußerst vielschichtig und komplex. Man muss schon sehr genau aufpassen, um die Zusammenhänge zu verstehen. Es ist eine neue Geschichte von Gut gegen Böse, wobei der Leser lange im Unklaren bleibt, wer nun gut und wer böse ist. Hier hält der Autor immer wieder Überraschungen parat, und doch ergibt sich zum Schluss alles logisch.

Von der Grundidee her hat mir das Buch ganz gut gefallen. Das Lesen fiel mir trotzdem sehr schwer, da die Sprache recht schwülstig ist und altertümlich anmutet. Das passt zwar sehr gut zur Geschichte, fördert aber den Lesefluss nicht gerade. Bei mir hat sich die Sprache stark in den Vordergrund gedrängt, so dass ich mich fast mehr darauf konzentriert habe als auf die Handlung. Ich musste etliche Passagen zweimal lesen, weil ich beim ersten Mal darüber weg gelesen habe. Über weite Strecken wurde die Handlung einfach erzählt, ohne Dialoge oder sonstige Auflockerungen. Das fand ich teilweise sogar richtig langweilig. 'Der letzte Schattenschnitzer' ist sicher kein Buch, das man mal schnell nebenbei liest. Man muss sich schon ganz darauf einlassen.
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am 11. Januar 2012
Die Handlung:
In Der letzte Schattenschnitzer" von Christian von Aster geht es um eine Welt, in der Schatten nicht einfach nur Schatten sind. Ein kleiner Kreis Auserwählter hat die Macht mit ihren Schatten zu sprechen und sie zu beherrschen.
Der Rat der Schattensprecher wacht seit jeher über das Gleichgewicht von Schatten und Menschen bis eines Tages Dinge geschehen, die dieses Gleichgewicht bedrohen. Jonas Mandelbrodt besitzt außergewöhnliche Fähigkeiten. Als sein Schatten das erkennt beschließt er, den Jungen in die Geheimnisse der Schattenmagie einzuweihen und somit gegen die Vorschriften des Rats zu verstoßen. Gleichzeitig wird in Mexiko ein Mädchen ohne Schatten geboren.
Die Welt der Schatten wandelt sich und keiner weiß welche Mächte letztendlich triumphieren werden.

Es ist schwierig mit nur wenigen Setzen den Inhalt von Der letzte Schattenschnitzer" wieder zu geben, da die Handlung sehr komplex ist und viele unerwartete Wendungen bereit hält.

Der Stil:
Der Autor Christian von Aster lässt sich Zeit den Leser in die Geheimnisse und die Geschichte seiner Schattenwelt einzuführen. Die häufigen Szenenwechsel ermöglichen es, die Geschichte aus mehreren Blickwinkeln zu betrachten.
Die Sprache ist wunderschön und unterstreicht die düstere und unheimliche Atmosphäre des Buches sehr gut. Man spürt förmlich die Schattenmagie beim Lesen dieses Buches.

Die Charaktere:
Die Charaktere der Personen sind zwar klar umrissen aber dennoch erscheinen sie immer etwas distanziert. Das mag daran liegen, dass im ersten Teil des Buches kaum die direkte Rede verwendet wird. Es ist schwer einen richtigen Bezug zu den Personen auszubauen. Aber genau das verleiht dem Buch etwas Märchenhaftes und Unbestimmtes. Trotzt allem sind die Figuren originell und interessant.

Die Aufmachung:
Die Aufmachung des Buches gefällt mir sehr gut. Das Cover ist ein echter Blickfang. Eine Zierde für jedes Bücherregal. Aber auch das Innere des Buches ist sehr schön gestaltet. Die unterschiedlichen Schriftarten für die Unterschiedlichen Erzählperspektiven machen das lesen leichter und die Szenenwechsel übersichtlicher. Auch die Zitate zu Beginn der einzelnen Kapitel haben mich begeistert. Im Allgemeinen hatte ich das Gefühl, das Buch wurde sehr liebevoll gestaltet.

Meine Meinung:
Mir hat Der letzte Schattenschnitzer" sehr gut gefallen. Besonders die geheimnisvolle und unheimliche Stimmung des Buches hat es mir angetan.
Die Idee aus der Perspektive eines Schattens zu schreiben finde ich wirklich sehr interessant. Auch die anderen Erzählperspektiven fand ich gut, das Buch wurde dadurch sehr abwechslungsreich und spannend. Besonders gelungen fand ich dabei die Auszüge aus John Dee's Alchimia Umbrarum". Mal lernt so die Welt der Schattenmagie besser verstehen ohne, dass in den Kapiteln lange Erklärung nötig sind.
Dass sich die Handlung so langsam entwickelt fand ich sehr positiv. So konnte man sich gut in das Buch einleben. Leider kam das Ende des Buches im Vergleich zum restlichen Erzähltempo etwas plötzlich. Es wäre schön gewesen, wenn der Höhepunkt etwas besser vorbereitet worden wäre. Außerdem könnte das Buch gerne 100 Seiten mehr haben. Dann hätte man länger was davon. Aber das ist auch schon alles, was ich negatives zu diesem Buch sagen kann.
Es hat mir wirklich Spaß gemacht den letzten Schattenschnitzer zu lesen. Es war ein Vergnügen in die Welt von Christian von Aster einzutauchen.

Ich kann das Buch Jedem empfehlen, der eine schön erzählte und etwas unheimliche Geschichte zu würdigen weiß. Sehr actionreich ist sie nicht. Aber das hat sie auch nicht nötig.
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am 30. April 2016
Libri amici, Libri magistri

- Bücher sind Freunde, Bücher sind Lehrer -

Christian von Aster ist - so steht zu befürchten - hoffnungslos verrückt. Nachdem ich ihm höchst amüsiert auf den Pfaden von Dunkeldingens Düsterschau und dem Weg des Muffins des Todes gefolgt bin, war ich mächtig gespannt auf sein (meines Wissens nach) erstes großes, 312 Seiten füllendes Abenteuer. Und wurde nicht enttäuscht.

Es beginnt mit Jonas Mandelbrodt der, soeben geboren, schon von seinem Hund und seinem Schatten beschützt wird. Er gilt als seltsames Kind, spricht er doch nur innerlich mit seinem Schatten und nicht laut mit anderen Menschen und wird schließlich als Autist abgestempelt.

In einem weiteren Handlungsstrang folgen wir dem Rat der Schatten zu ihrer geheimen Sitzung in einem Fels, wo sie über das Schicksal der Welt beraten und das "Gleichgewicht" zwischen Menschen und Schatten wahren.

Als drittes lernen wir die kleine Maria Hidalgo kennen, ein Mädchen, so seltsam wie Jonas, denn sie wird ohne Schatten geboren und von ihrem Vater sogleich als Touristenattraktion hergerichtet.

Langsam verstricken sich die Stränge, denn als Jonas' Schatten anfängt, den Jungen in der Kunst der Schattenschnitzer zu unterrichten, bricht er ein altes Gesetz und da mit Maria etwas nicht stimmen kann, werden beide Kinder vom Rat zum Tod verurteilt. Was jedoch keiner zu ahnen gewagt hat ist, dass der Schatten des letzten Schattenschnitzers Ripley aus seinem Gefängnis befreit wurde. Ripley kreierte einen Schatten ohne Wirt, der nun frei auf der Welt umhergeistert. Sollte dieser es schaffen, in den Schattenlimbus einzudringen, würden alle Schatten befreit werden und könnten Besitz von Menschen ergreifen und sie sich Untertan machen. Ein Wettlauf gegen die Zeit und den mächtigsten Schattenschnitzer aller Zeiten beginnt...

Die düsteren Fantasien des Stirnhirnhinterzimmers und seine zahlreichen Lesungen auf Friedhöfen scheinen Christian von Aster den Schatten näher gebracht zu haben, denn wie sonst sollte man auf die Idee kommen, ihnen ein komplettes Buch zu widmen?

Die Hauptperson seines Buches von Anfang seines Lebens an zu begleiten ist eine tolle Idee, auch wenn er zu Beginn den langweiligsten Handlungsstrang darstellt. Allein die mysteriösen Geschehnisse um die neue Bibliothek von Alexandria und den Rat der Schatten lassen einen vorwärtslesen. Auch Jonas' Ende ist relativ vorhersehbar, macht sein Schatten doch durchweg Andeutungen.

Christian erfindet eine ganze Welt, die vor den Augen der Menschen existiert, die diese aber nicht wahrnehmen. Als brave Buchwissenschaftlerin habe ich natürlich mitnotiert, und er erwähnt im Verlauf des Buches immer wieder acht Bücher, von denen nur drei tatsächlich existier(t)en. Jedes Kapitel schließt sogar mit einem Zitat aus dem Schattenwerk "Alchimia Umbrarum" welches angeblich von John Dee verfasst wurde, in Wirklichkeit jedoch nie gedruckt wurde. Schade eigentlich.

Das Werk ist schön gestaltet, jedes Buch wurde mit einem Deckblatt verziert, welches alchimistisch anmutet und Schattenrisse der beiden Kinder zeigt. Inhaltlich ein fantastisches Abenteuer, welches zwar an die Verrücktheiten aus der Vergangenheit nicht heranreicht, aber von Asters Fantasiereichtum eindrucksvoll demonstriert. Er erfindet sogar neue Spezies, deren Schatten nicht so sind, wie man es erwartet (z. B. der Schatten des Querkrauts fällt immer zur Sonne hin).

Der Schatten aller Mythen ist eins. Buddha, Gott, Allah und all die vergessenen Götter werfen am Ende nur einen einzigen Schatten.
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am 10. Oktober 2011
Den einen Stern für "Der letzte Schattenschnitzer" von Christian von Aster vergebe ich für das hübsche Cover und die tolle Idee ein Buch über Schatten zu schreiben. Das Buch hat einen vielversprechenden Anfang, beginnt düster und mystisch und wirkt interessant. Doch nach den ersten Kapiteln wird es schlicht und einfach langweilig. Es plätschert nur so dahin.

Der Autor wechselt die Kapitel zwischen dem Protagonisten Jonas Mandelbrodt, dem Rat der Schatten, einem geheimnissvollen Buch über Schatten und dem Bösen, doch fehlt am Ende eines jeden Kapitels ein Spannungsaufbau, der das weiterlesen fördert. Ich musste mich hindurchquälen.
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am 29. März 2016
Ich liebe Bücher aber in den letzte Jahren war ich fast schon bei der Überzeugung angelangt, das diese wohl, aufgrund von allerlei Zeitenwandel-schnick schnack nicht mehr verlegt werden. Aber auf Hobbit Press ist doch noch verlass (aber bitte verfilmt es nicht gleich, wobei als Hörbuch würde ichs nochmal kaufen, grins)
P. Süskind hat mich meiner 5 Sinne nähergebracht, S. Nadolny mich die Langsamkeit gelehrt, M.Kundera sogar die Unerträglichkeit des Seins versüsst. H.Mulisch,I. Allende, J. D. Salinger, K. Kesey und all die anderen das freie denken gelernt.
Aber bis zu diesem Buch, hatte ich meinen Schatten sowie den aller anderen geflissentlich ignoriert und ausgeblendet, dies wird mir so schnell nicht mehr gelingen.
Das Buch hat Kraft und kommt zur richtigen Zeit. Allein schon für die Aussaage: wisse wofür es sich zu kämpfen lohnt, könnt ich den Autor Küssen!!!
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am 18. Januar 2012
Zuerst einmal: Ich finde die Idee der Geschichte absolut genial. Über Schatten, die ihr Eigenleben führen, habe ich bisher noch in keinem Buch gelesen, geschweige denn von einer ganzen Schattenwelt und einer Magie, die nur Schatten beherrschen. Dieses Thema hat mich sehr neugierig gemacht und ich war super-gespannt auf das Buch!

Die Geschichte besteht aus drei Erzählebenen. Einmal wird das Leben der Kinder geschildert, angefangen bei Jonas' Babyjahren und seiner Kindheit; später schwenkt die Erzählung auch zu Maria, dem Kind ohne Schatten. Dieser Erzählstrang hat mir aufgrund der einfachen, aber eindringlichen Beschreibungen gut gefallen und ich habe das Leben der beiden Kinder gerne verfolgt.
Mit dieser Ebene eng verbunden ist außerdem die Erzählung von Jonas' Schatten, der uns aus der Ich-Perspektive über einige Hintergründe der Schattenwelt aufklärt. Auch diese - leider recht kurzen Einschübe - haben mir gefallen. Sie waren so voller Mystik und konnten die finstere Schattenstimmung gut herüberbringen. Gleichzeitig zeigten sie auch, wie allmächtig die Schatten sind - Jonas' Schatten kann seinem Schützling alles über die Schattenmagie beibringen und verfügt über ein Jahrhunderte altes Wissen.
Auf einer dritten Ebene wird vom Rat der Schatten berichtet. Mit dieser Erzählung konnte ich allerdings überhaupt nicht warm werden und sie hat mir leider auch den Rest des Buches ziemlich vermiest. Der Rat der Schatten und sein Umfeld bestand aus lauter undurchsichtigen Personen, die teilweise gar keine Namen hatten (und nur mit "der Alte", "der Ruhige", "der Energische", "die scharfe Stimme" usw. angesprochen wurden). Das hat mich wirklich an den Rand der Verzweiflung gebracht, da ich diese Personen nie zuordnen, geschweige denn wiedererkennen konnte. Auch die Themen, die sie besprochen haben, waren wirr, so dass ich der Handlung des Schattenrats bald überhaupt nicht mehr folgen konnte - die ganze Magie dahinter blieb so für mich ein Buch mit sieben Siegeln.

Gegen Ende des Buches fließen diese verschiedenen Erzählstränge zusammen und es herrscht wieder etwas mehr Klarheit - ich hatte die richtige Abfahrt für diese Geschichte aber längts verpasst und konnte mir nie richtig etwas unter den ganzen Mysterien vorstellen. Gerade, da die Art der Schattenfantasy so ein neues Gebiet ist, hätte es hier in meinen Augen viel mehr Erklärungen geben müssen, damit man diese Welt richtig verstehen und sich vorstellen kann - für mich blieb sie so aber leider unnahbar und schwammig. Es werden wahnsinnig viele Andeutungen gemacht, oft wird beschrieben, dass Jonas (mal wieder) im Dunkeln tappt und die großen Zusammenhänge (noch) nicht erkennen kann. Dem Leser werden so aber auch keine großen Erkenntnisse gewährt - oft ist man genauso ahnungslos wie Jonas und das kann zeitweise ganz schön frustrieren. Am Ende von "Der letzte Schattenschnitzer" gab es einige überraschende Wendungen, die mich doch noch länger über das Buch nachdenken ließen. Aber ganz retten konnte es die verworrene Geschichte leider nicht mehr.

Eine weitere Ebene gibt es noch in dem Buch, und zwar werden aus dem Buch "Alchimia Umbrarum" von John Dee einige Kapitel zitiert, die Hintergründe zu den Mysterien der Schatten liefern - so wirkte für mich diese alte Magie ein bisschen realer. Die Kapitel waren kurz und beeinhalteten gute Erklärungen, so dass man etwas hinterher kam mit den ganzen Geheimnissen dieses Buches. Die Idee, aus einem fiktiven Buch zu ziteren, fand ich - genauso wie die gesamte Idee der Schattenmagie - wieder überaus genial.

Fazit: Eine faszinierende neue Fantasy-Idee, die aber stellenweise so wirr wirkt, dass man weder alle Geheimnisse versteht noch richtig in die Welt eintauchen kann.
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am 6. Oktober 2013
Wundervoller Roman, bei dessen Lektüre sicher jeder einmal aufblickt, um seinen eigenen Schemen, den die Leselampe an die Wand wirft, zu betrachten.
Aber von diesem Autor war auch nichts weniger als Großartiges zu erwarten.
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