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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
73
4,5 von 5 Sternen
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am 16. August 2017
„Der Abschiedsstein“ ist der zweite Teil des vierteiligen Epos Das Geheimnis der Großen Schwerter. Das merkt man sowohl dem Anfang als auch dem Ende des Buchs an. Denn beides gibt es nicht so recht. Immerhin startet das Buch mit einer Kurzzusammenfassung des ersten Teils „Der Drachenbeinthron", was dem Leser den Einstieg in die Geschichte deutlich vereinfacht.

+++ Komplexität +++

Das ist auch durchaus notwendig, denn die Geschichte bietet einiges an Komplexität, denn sie wird in mehreren Handlungssträngen erzählt. Dabei werden selbstverständlich die offenen Enden des ersten Teils aufgegriffen, aber es kommen immer wieder neue Stränge hinzu oder alte teilen sich auf. Dadurch entsteht eine ungeheure Komplexität. Diese wird nochmals erhöht, in dem Nebenfiguren eine entscheidende Rolle spielen, wie z.B. Rachel vom Hochhorst oder der Jäger Ingen Jegger.

Trotz aller Komplexität schafft es Williams, dem Leser einige Hilfsmittel an die Hand zu geben, damit dieser sich nicht in der Geschichte verliert. So gibt es zum Beispiel Rückblenden innerhalb des Buchs, in denen die Geschehnisse nochmals im Schnelldurchlauf erzählt werden. Wie schnell wäre ansonsten die dicke Skodi in Vergessenheit geraten?

+++ Weit ausgeholt +++

Verweilte der erste Teil der Serie noch relativ lange im Hochhorst und an der Seite von Simon, so werden den unterschiedlichen Hauptsträngen in diesem Band gleichermaßen viel Platz eingeräumt. Dass Williams immer wieder etwas weiter ausholt, macht sich in diesem zweiten Teil „Der Abschiedsstein“ bemerkbar, denn nun bemerkt der Leser, wie sich die Welt durch den Krieg verändert und welche Folgen er hat.

Konnte man im ersten Teil noch von Längen in der Geschichte im negativen Sinne sprechen, so sind diese nun weitestgehend ausgemerzt. Und das, obwohl Williams sich hin und wieder durchaus Zeit nimmt, um die Geschehnisse zu erzählen.

Zusätzlich verstecken sich hin und wieder einige Weisheiten im Text, die den Leser kurz innehalten lassen, wie z.B. im folgenden Zitat:
"Seltsam, wie die Zukunft untrennbar mit der Vergangenheit verknüpft zu sein schien, sodass beide sich um die Gegenwart drehten wie in einem riesigen Rad …" [S. 370]

+++ Charaktere +++

Bei aller Komplexität nehmen die unterschiedlichen Charaktere einen enormen Raum im Buch ein. Dabei gibt es derart viele unterschiedliche Protagonisten, dass es einen mehrseitigen Anhang bedarf, um alle zu nennen und ein wenig zu erläutern. Wer also einmal nicht so recht weiß, wozu eine Person gerade gehört, der kann im Anhang den Weg zurück in die Geschichte finden.

Ich persönlich habe das allerdings nie gebraucht, denn Williams schafft es sehr gut, die Charaktere mit Leben zu versehen, so dass eine Verwechslung in meinen Augen so gut wie ausgeschlossen ist.

+++ Fazit +++

Ein Buch, dass alle Handlungsstränge des ersten Teils fortführt und den Leser mit mindestens ebenso vielen zurücklässt. Satte 867 Seiten liegen dazwischen. Es ist klar, dass dieses Buch nicht für mal eben zwischendurch gedacht ist. Immerhin sind alle vier Teile schon erschienen, so dass der Leser gleich mit dem nächsten Teil fortfahren kann. Dies sollte er auch in jedem Fall machen, denn diese Geschichte ist nicht nur extrem vielseitig, sondern auch sehr gut geschrieben. Ein Epos, das ich jedem Fantasyfan ans Herz legen kann.
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am 20. Januar 2013
wer gerne lange und intensiv in Fantasiewelten versinkt und auch die Mühe nicht scheut, sich in die vielfältigen und umfangreichen Handlungsstränge des ersten Werkes (Drachenbeinthron) einzuarbeiten, wird mit der Fortsetzung des zweiten Bandes mit einem spannenden Lesevergnügen belohnt. Besonders reizvoll ist es, die Entwicklung der verschiedenen Charaktere mit zu verfolgen und die manchmal verblüffenden Weiterführungen zu entdecken.
Ich bin und bleibe ein Fan von Tad Williams!
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am 18. Oktober 2006
Teil 2 dieser Saga ist eine sehr gute Fortsetzung vom Drachenbeinthron.

Die Spannung bleibt und steigert sich noch, die ewig langen Beschreibungen aus Teil 1 werden kürzer (es ist ja auch schon fast alles beschrieben worden).

Gut, dass ich Teil 1 durchgehalten habe, Teil 2 lohnt sich wirklich.

Jedoch müsste man eigentlich ALLE Teile als Gesamtwerk lesen und beurteilen.

Sehr gut finde ich, dass der Autor hier zu verschiedenen Personen und ihren Erlebnissen springt. Da man ja Ahnen kann, dass die Personen sich irgendwann, irgendwo alle Treffen ist die Spannung um so größer.

Der Abschiedsstein hat sich wirklich gelohnt und ich vergebe die 4 Sterne gerne.
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Der zweite Teil der Osten Ars Saga steht dem ersten in nichts nach.
Simon wird erwachsen, auch wenn er es nicht wahrhaben will. Hier wird es noch viel zauberhafter. Wir machen tatsächlich einen Ausflug in die geheime Stadt der Sithi und lernen sie ein wenig besser kennen.

Auch diesen Teil inhaliert man. Größte Gefahr, Wundersames, Blutiges und eine große Zahl an originellen Figuren. Nicht jeder überlebt die gefahrvolle Reise, so viel kann man sagen. Aber der Rest versammelt sich wohl tatsächlich am legendären Abschiedsstein. Wer dort nun tatsächlich alles ankommt, wird man wohl erst im nächsten Band erfahren, weshalb ich wieder direkt weiterhören muss.

Andreas Fröhlich liest wunderbar. Dieses Hörbuch ist ein Genuss. Unfassbar, wie viele unterschiedliche Stimmen dieser Mann beherrscht. Er springt auch problemlos von einem Protagonisten zum nächsten, nahezu wundersam. Ich bin begeistert, wieder einmal.
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am 10. November 2015
Der Abschiedsstein
-Das Geheimnis der großen Schwerter 2

Von:

Tad Williams

Titel: Der Abschiedsstein
-Das Geheimnis der großen Schwerter 2
Autor: Tad Williams
Sprecher: Andreas Fröhlich
VÖ: Juni 2013
Einband: Cover Hülle
Verlag: der Hörverlag
Random House Verlage
Spiellänge: ca 34 Stunden
CD's: 4 mp3 CD's
Sprache: Deutsch
Auflage: 1.
Preis: 24,99 €
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-86717-978-2

Bereits mit: Der Drachenbeinthron, hat es Tad Williams geschafft, einen Meilenstein im Fantasy-Genre zu setzten. Doch auch in: Der Engelssturm schafft er es das der Leser mit jedem Wort das er liest, versinkt man immer weiter in einer wunderbar anderen, magischen Welt, die den Leser von Seite zu Seite mehr fesseln und begeistern wird. Mit jeder Zeile die man liest, spürt man deutlich mit welchem Herzblut und welcher Stimmigkeit der Autro schreiben und erzählen kann.

Ausgerechnet mit dem derzeitigen Herrscher des Hochhorst hat sich der von Rache getriebene untote Elbenprinz Ineluki mit Elias verbündet. Den sein einziges Ziel: rache... Rache an den Menschen!Auch wenn sein Bruder auf dem Drachenbeinthrohn sitzt, so entkommt Josua nur um haaresbreite einem tödlichem Anschlag...
Doch noch immer keimt Hoffnung, den die bösen können besiegt werden... Doch die Suche nach dem sagen umwobenen Abschiedstein ist nicht nur äußerst gefährlich, sondern auch sehr lange...

Ein wirklich spannender, aktionreicher, mystischer und genialer Fantasy-Roman. Tad Williams schreibt sehr Detailverliebt und ausführlich was in diesem Buch die Welt im wahrstem Sinne des Wortes zum Leben erweckt. Zudem könnte man die Geschichte ein ganz klein wenig mit "Herr der Ringe" vergleichen und doch ist sie wieder ganz anders und absolut Lesenswert! Sein Schreibstil ist wie von ihm gewohnt etwas vollkommen anderes und bezaubert auf eine ganz eigene Weise. Die Charaktäre, als auch die Dialoge sind sehr passend und sorgen für einen ununterbrochenen Lesefluss. Ein magisches Spektakel...Ganz besonders gut ist Andreas Fröhlichs Stimme gewählt, den er ist nicht nur der Sprecher... er liest als wäre er selbst mit auf dieser unglaublich gelungenen Reise gewesen...
Ein wirkliches Meisterwerk

Rezension von: Das Schreibstübchen
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am 9. Juli 2013
..nach dem etwas 'schwierigen' Start des ersten Buches entpuppte sich dieses letztendlich allerdings als eine große Belohnung, sodass das Lesen des zweiten Bandes nur eine 'Wann'-, nicht jedoch eine 'Ob'-Frage war. Wer zwischen dem ersten und zweiten Band zu viel Zeit hat verstreichen lassen, dem wird - ich kann nur von der Fischerausgabe sprechen - eine gelungene Zusammenfassung der Geschehnisse aus Band 1 sehr entgegenkommend wirken. Auf geht's zu den weiteren Abenteuern und Entwicklungen unserer Helden in Osten-Ard!

~~~~~ Inhalt ~~~~~
[Die folgende Inhaltsangabe ist dem Buch (Fischer-Verlag) selbst entnommen; der zweite Absatz enthält kleinere Spoiler des Anfangs der Geschichte, gehört aber ebenfalls zur Inhaltsangabe des Fischer-Verlags:]

Über dem einst so schönen Land Osten Ard liegt düster drohen der Schatten des untoten Elbenprinzen Ineluki, der als Sturmkönig die Herrschaft der Elben in Osten Ard erneuern und, um altes Unrecht zu rächen, die Menschheit ausrotten will. Seine Verbündete ist die Nornenkönigin Utuk’ku, die ihre Jahrtausende hinter einer Silbermaske verbirgt. Auf dem Hochhorst, einst Mittelpunkt eines blühenden Reiches, herrschen Inelukis Kreaturen: der finstere Hochkönig Elias und sein unheimlicher Ratgeber, der scharlachrote Priester Pryrates. Durch hinterhältigen Mord und offenen Krieg haben sie den größten Teil des Landes in ihre Gewalt gebracht, unterstützt von Inelukis Kriegern, den bleichen Nornen, und einem grausamen Winter, der alle anderen Jahreszeiten verdrängt hat; Inelukis Zauberkraft hat ihn hervorgebracht.

Aber noch regt sich Widerstand in Osten Ard. Prinz Josua Ohnehand, der jüngere Bruder des Hochkönigs, hat die Zerstörung seiner Festung Naglimund überlebt und ein Häuflein Getreuer um sich geschart.
Zu seinen Helfern zählt auch Simon Schneelocke, ein junger Mann geheimnisvoller Herkunft. Er hat für Josua das Zauberschwert „Dorn“ vom Drachenberg geholt. Auf dem Rückweg nach Süden befreit er auf dem Berg Mintahoq seine Freunde Binabik und Sludig aus der Gefangenschaft der Trolle, entgeht knapp dem Mordanschlag der dämonischen Skodi und wird schließlich von Jiriki, dem Elbenprinzen, gerettet. In der verborgenen Stadt der Sithi verwirrt Jirikis Schwester Aditu seine Sinne.
Aber noch hat Simon Miriamel nicht vergessen, Elias’ einzige Tochter, die als Novize verkleidet durchs Land irrt. Ihr Begleiter ist der undurchsichtige Mönch Cadrach, der nicht verhindern kann, daß die junge Prinzessin ihre Unschuld an den aalglatten Schönling Graf Aspitis verliert.
An Josuas Seite wiederum kämpft die schöne, wilde Vara, ein Kind der Steppe, das für den einhändigen Prinzen Leben und Ehre aufs Spiel setzt.
Sie alle führt der Weg in die uralte Festung der Sithi auf dem Abschiedsstein, einem steilen Felsberg mitten im Grasland. Von dort aus beginnt der letzte Kampf um Osten Ard.

~~~~~ Wertung ~~~~~
"Der Abschiedsstein" ist ein in hohem Maße überzeugendes und erfolgreiches Buch geworden. Eine Steigerung der Qualität (in vielerlei Hinsicht) im Vergleich zum ersten Band ist eindeutig zu erkenen.

Zunächst wird natürlich die Reise Simons, Binabiks und all der anderen bereits bekannten Gefährten fortgeführt. Zusätzlich treten jedoch auch Charaktere in den Vordergrund, die im ersten Buch nur eine 'kleinere' Rolle gespielt haben. Für die Lektüre bedeutet dass, dass aus der Sicht einiger Personen erzählt wird. Diese Tatsache wird bei einigen Rezensenten kritisiert. Einige sind der Ansicht, dass Tad Williams fast durchgehend seine Kapitel mit einem zu hohen Spannungsbogen enden lässt, um dann wieder zu einer anderen Person zu springen, sodass man, wenn man dann wieder bei der 'Anfangsperson' ist, schon längst vergessen hat, um was es geht. Es finden sich zwar keine direkten Zusammenfassungen der bisherigen Geschehnisse am Anfang eines Kapitels/Absatzes, nehmen wir beispielsweise eine Passage von/über Simon, nichtsdestotrotz findet man sehr schnell wieder in Simons Erlebnisse hinein.

Ich empfand den Wechsel von Sicht A zu Sicht B usw. vielmehr als sehr interessant und spannungsfördernd, insofern auch ein hohes Maß an Abwechslung ins Spiel kommt. Nun wird nicht nur primär ein sich bewegender kleiner Punkt Osten-Ards betrachtet, sondern zahlreiche Elemente, die im Laufe der Entwicklung im Buch zusammenkommen.

Neben einigen gefühlten wenigen Antworten auf Fragen des ersten Bandes lässt Tad Williams in "Der Abschiedsstein" allerdings umso mehr neue, offene Fragen entstehen. Für 'Rätsel' und ausreichend 'Spannung' ist also in jeder Hinsicht gesorgt.

Positiv zu bewerten ist ohne Abstriche auch wieder der Stil sowie die gelungene Übersetzung. Tad Williams schafft es auf jeder neuen Seite seine Welt zu vermitteln, sodass ich beim Lesen tatsächlich das Gefühl hatte, all jene Empfindungen der Personen nachzuempfinden wie etwa eine zermürbende Eiseskälte oder den Geruch von Kiefern und Harz oder einen unsäglichen Hunger (nach stundenlangem, pausenlosen Lesens wohlgemerkt).

Alles in allem kann ich zu diesem Band nur sagen, dass meine kleine Kritik aus Band 1, nämlich ein teilweiser Mangel an genügend 'Tiefe in die Figuren' mit dem zweiten Buch ausgemerzt wurden!

Viel Spaß!

Insgesamt 4/5 Sternen.
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am 13. März 2011
Am Ende des letzten Romans stellte sich heraus, dass der Sturmkönig, ein Abtrünniger des Feenvolkes der Sithi, an den Menschen Osten Ards Rache üben will. Lediglich die drei mythischen Schwerter Leid, Dorn und Minneyar stellen einen kleinen Hoffnungsschimmer für die Menschheit dar. Denn mit deren Hilfe hoffen sie alle, den Sturmkönig endgültig bannen zu können. Jedoch befindet sich das Schwert Leid bereits in den Händen des Hochkönigs Elias. Um zu verhindern, dass dieser nun auch in den Besitz der anderen beiden Schwerter gelangt, wurden Simon und seine Freunde auf die Suche nach Dorn geschickt. Nach einem schweren Kampf gelingt es ihnen, das Schwert an sich zu bringen, doch geraten sie dabei in die Gefangenschaft der Qanuc. Binabik, der ebenfalls zu deren Volk gehört, soll in seiner Heimat wegen Eidbruch nun jedoch verurteilt werden...

Ohne große Einschübe knüpft der Autor genau am Ende des ersten Bandes an, sodass der Einstieg in die Geschichte besonders leicht gelingen kann. Da der Leser mit allen Figuren schon vertraut ist, beginnen auch schon die ersten Seiten wirklich spannend, denn es muss um das Leben des kleinen Mannes, Binabik, gebangt werden, der dem Leser durch seine herzlichen Ratschläge schon im letzten Band sehr ans Herz gewachsen ist. Auch das Schicksal des Prinzen Josua scheint ungewiss und so ist es schon zu Beginn sehr schwer, das Buch, sei es auch ur für eine kurze Weile, aus der Hand zu legen.

Nicht nur die Handlung schreitet im zweiten Band der Reihe mit Siebenmeilenstiefeln voran, auch die Figuren zeigen an vielen Stellen bisher ungekannte Charaktereigenschaften, die jeden einzelnen von Ihnen einzigartig und realistisch erscheinen lässt. Besonders bei Simon, der im ersten Buch auf Grund seiner Tollpatschigkeit noch des Öfteren als "Mondkalb" bezeichnet wurde, ist die charakterliche Veränderung deutlich spürbar. Denn im zweiten Band hat er sich durch Mut und Tapferkeit den Titel "Schneelocke" errungen, der ihm vom Sithiprinz Jiriki höchstpersönlich gegeben wurde.

Obwohl der Roman wirklich anspruchsvollen Lesestoff darstellt, gelingt es dem Autor, seine Erzählung niemals langatmig wirken zu lassen. Dabei berichtet er stets aus der Sicht eines allwissenden Erzählers, behält es sich jedoch vor inmitten eines Kapitels die Sichtweise zu verändern, sodass der Leser stets einen guten Überblick beibehält. Mit Simon und Binabik hat der Leser die Möglichkeit bekommen, wahre Freundschaft, sowie Treue unter Kameraden auch in Kriegszeiten kennenzulernen. Doch das Schicksal der beiden ist auch mit Leid, Blut und vielen Grausamkeiten verbunden, die sich an einigen Stellen nur sehr schwer lesen lassen.

Fazit: "Der Abschiedsstein" ist ein wirklich grandioser zweiter Teil der Osten Ard Saga. Liebevoll und detailverliebt erzählt, entführt er den Leser in eine unbekannte neue Welt, voller Spannung und atemberaubenden Nervenkitzel. Ich freue mich deshalb schon wirklich auf den dritten Band, der auch schon in meinem Regal bereitsteht.
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am 4. Februar 2015
Da ich in meinem hohen Alter noch gerne in andere Welten versetzen lasse , liebe ich es wenn ein Schriftsteller es schafft mich in der Geschichte erleben zu lassen wie diese Welten erschaffen sind und wie die Menschen darin leben und welche Gefahren sich auf sich nehmen damit das Gute in der Welt nicht verloren geht. Dieser Schrifftsteller schafft es.
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am 1. März 2013
Auch wenn im zweiten Buch das Tempo nicht erhöht wird, zumindest bleibt die Spannung gross und die Geschichte immer wieder eine unerwartete Richtung. Williams blendet immer wieder Handlungsstränge aus und andere ein, was vielleicht nicht jedem Leser liegt. Dies baut aber auch den Spannungsbogen weiter auf und ich konnte mich komplett in der Welt von Osten Ard verlieren. Und das ist für einen Fantasy-Roman doch das Hauptziel, den Leser fesseln und ihn in eine andere Welt abtauchen lassen. Im zweiten Buch wird die Vielfältigkeit von Osten Ard noch weiter unterstrichen und man taucht ab in immer neue Gegenden und Orte. Erst mit dem zweiten Buch begann ich meine Lesekadenz extrem zu erhöhen. Absolute Empfehlung.
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HALL OF FAMEam 11. November 2009
Während Simon Schneelocke - die Begegnung mit dem Drachen hat ihm zu diesem Ehrentitel verholfen - bei den Trollen verweilt und mit gemischten Gefühlen dem Prozess entgegenfiebert, der seinem Freund Binabik gemacht werden wird, breitet sich in ganz Osten Ard der Winter aus. Die Macht der Nornenkönigin Utuk?ku und des von ihr heraufbeschworenen Ineluki hat dank des Magiers Pyrates und des von ihm beherrschten Hochkönigs Elias gefährlich zugenommen. Alle freien Völker Osten Ards sind bedroht und nirgends scheint es eine sichere Zuflucht zu geben.
Josua Ohnehand versucht, mit wenigen Getreuen den Abschiedstein zu erreichen, einen heiligen Ort, der von den Sithi wie den Nornen ebenso verehrt wie gemieden wird. Doch seine Reise findet in den Weiten der Thrithinge ein Ende. Der Mark-Than Fikolmij fordert von Josua Genugtuung für seine entehrte Tochter.
Auch Miriamel versucht, aus dem Machtbereich ihres Vaters Elias zu entkommen. Sie ist mit dem Mönch Cadrach auf der Flucht, gerät jedoch in die Gefangenschaft von Graf Aspitis. Einem gleichermaßen schönen wie skrupellosen Mann, der die Tochter des Hochkönigs für eigene Zwecke missbrauchen will.
Derweil begegnet Herzog Isgrimnur, der Miriamel vergebens sucht, dem Wranna Tiamak, einem Freund des ermordeten Morgenes und wie der Kenner und Bewahrer der alten Schriften.
Auch in der Mark der Hernystiri, die ebenfalls von Elias in einem gnadenlosen Kampf erobert wird, regt sich noch Wiederstand. Prinzessin Maegwin versteckt sich mit ihrem Volk in den Höhlen ihrer Vorväter und entdeckt dort eine uralte unterirdische Stadt der Sithi.
Doch entscheidender Machtfaktor gegen die Pläne der Nornenkönigin und des Untoten Ineluki bleiben die Sithi. Die aber wollen sich nicht für die Menschen und für Josua Ohnehand entscheiden. Sie bleiben neutral und bieten einzig Simon Obdach. Dessen Freundschaft mit Jiriki kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Sithi abwartend verhalten. Sie wollen nicht mit ihrem Schwestervolk, den Nornen, Krieg führen. Da erschüttert ein brutaler Doppelmord die Sithi und stellt deren bisherige Haltung in Frage.

Was für ein Buch. Diese von Fans Tad Williams lang ersehnte Fortsetzung von "Der Drachenbeinthron" vereint klassische Fantasy mit der überbordenden Fantasy eines modernen Autoren. Und entgegen dem ersten Band, der seine Längen aufwies, geht es in "Der Abschiedsstein" sofort recht hektisch los. Immer mehr Figuren werden in die Geschichte eingeflochten, immer unübersichtlicher wird die Handlung.
Dabei kann es den Leser schon zur Verzweiflung bringen, wenn er mehr als hundert Seiten nicht mehr von "seinem" Helden erfährt. Dieses "auf die Folter spannen" weitet Williams in diesem Band fast zur Qual aus. Immer wieder werden Handlungsstränge dazwischen geschoben, die man eigentlich für unwichtig hält oder deren Figuren man nicht leiden kann.

Doch neben der diffuser werdenden Handlung hat man das gesamte Buch über das Gefühl, das Ziel der Reise sei nur eine Zwischenstation auf dem Weg zum großen Finale. Irgendwie fällt es nicht leicht, dem Autor dorthin zu folgen. Zu viele Handlungen sind verwoben, zu unbestimmt die Rolle jedes Einzelnen.
Ganz im Gegensatz zu üblicher Fantasy macht sich der Eindruck einer wirklichen, riesigen Welt im Leser breit, die neben wichtigen und zentralen Figuren auch unwichtige, nebensächliche Orte und Geschehnisse enthält. Williams aber lässt diese nicht aus oder drängt sie an den Rand, sondern gibt ihnen den gleichen Raum wie den vermeintlich wichtigen. Er erzielt damit einen nicht zu unterschätzenden Effekt: Er macht die Welt real und lässt es zu, dass man sich in Osten Ard zu Hause fühlt.

In diesem Sinn verbietet sich ein Vergleich mit Tolkien. Dieser hat zwar eine grandiose, aber eher unwirkliche Welt erschaffen. Seine Wesen bevölkern eine Erde aus grauer Vorzeit und handeln gemäß ihrem Schicksal. Seine Helden sind übergroß, seine Frauen Staffage. Williams macht nie einen Hehl daraus, von Tolkien beeinflusst worden zu sein, viele seiner Wesen scheinen aus Mittelerde zu Besuch zu sein. Doch seine Welt ist realer und der Wirklichkeit näher als die Tolkiens, wird von einfachen Menschen bewohnt, die zweifeln, scheitern und sterben können. Seine Fantasy ist viel näher am Leser und nicht so kalt und abgehoben, wie "Der Herr der Ringe" manchmal ist.

Wer Tad Williams noch nicht kennt, sollte sich die vier Bücher über Osten Ard unbedingt einmal ansehen. Fast viertausend Seiten beste Unterhaltung ist garantiert. Und wer sich durch den "Drachenbeinthron" durchgekämpft hat und eher Langeweile denn Spannung gefunden hat, muss es mit "Der Abschiedsstein" unbedingt noch einmal versuchen. Hier wird an Spannung und Handlung fast schon zuviel geboten.

Das unbegreiflichste aber ist die aktuelle Verlagspolitik. Einen solchen modernen Klassiker der Fantasy-Literatur eines Autors von Weltrang nicht permanent im Angebot zu haben ist schon fast ein Armutszeugnis - vermutlich aber nicht von Dauer.
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