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am 7. Januar 2003
Das Silmarillion besticht durch die üblichen Eigenschaften Tolkiens. Es ist detailliert und wunderschön geschrieben, ein Epos sozusagen das seinesgleichen sucht. Im Silmarillion wird von der Erschaffung der Welt, Arda, durch die Götter, welche später auf die Erde gesandt werden um die Ankunft ihrer Kinder zu erwarten, nämlich den Elben und Menschen. Vom ersten Zeitalter wird berichtet, in denen die Elben Reiche in Mittelerde gründen, während die Menschen noch nicht exestieren, und gegen Morgoth, einen abtrünnigen Gott, der dunkelste aller dunklen Herrscher, dessen oberster Helfer Sauron ist, und welcher die Balrogs erschaffen hat, Krieg führen.
Das Silmarillion ist eine Chronik mit Geschichten, die am Ende des dritten Zeitalters nur noch Elrond, Galadriel und Cirdan in Erinnerung haben und in Form von kurzen Liedern auch im Herrn der Ringe vorkommen, wie zum Beispiel die Fahrt Earendils oder die Abenteuer Luthiens und Berens, von denen Elrond, die Könige von Numenor und andere abstammen.
Dieses Buch ist wärmstens all jenen zu empfehlen die mehr über Mittelerde, Elben und deren Entstehung und die Urahnen der Helden des dritten Zeitalters erfahren wollen, oder die in eine Welt voller Wunder eintauchen wollen und bereit sind sich verzaubern zu lassen.
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am 10. Mai 2002
„Eru war da, der in Arda Ilúvatar heißt; und er schuf erstens die Ainur, die Heiligen, Sprößlinge seiner Gedanken; und sie waren bei ihm, bevor irgend andres erschaffen war. Und er sprach zu ihnen, sie Melodien lehrend, und sie sangen vor ihm, und er war froh."
So beginnt das Silmarillion und nicht zu Unrecht wird es manchmal als „die Bibel Mittelerdes" bezeichnet.
Das Silmarillion, hiernach als Sil bezeichnet, wurde 1978, also fünf Jahre nach J.R.R. Tolkiens Tod, von seinem Sohn Christopher veröffentlicht. Doch die Entstehungsgeschichte der einzelnen Mythen und Sagen des Sil reicht zurück bis ins Jahre 1917.
Zeit seines Lebens entwickelte J.R.R. Tolkien die Mythologie rund um Mittelerde und rund um den „Herr der Ringe". Bis in die Zeit des ersten Weltkriegs reichen die Notizen auf zerfledderten Papieren, in denen Tolkien Sagen aus der Welt der Elben, Zwerge, Menschen und der Ainur entwirft.
Nach seinem Tod verwaltete sein Sohn Christopher seinen Nachlass und stellte aus dem „Best of" das Silmarillion zusammen, die vielen Geschichten, die nicht in das Sil aufgenommen wurden, wurden später in den „Nachrichten aus Mittelerde" oder der „History of Middle-Earth" veröffentlicht, doch meist fehlt ihnen der innere Zusammenhang und manchmal auch die Stimmigkeit. Denn die Mythologie Mittelerdes wuchs und entwickelte sich über die Jahre und vieles wurde später überarbeitet, gestrichen und verworfen.
Und so ist auch das Sil keine zusammenhängende Geschichte, sondern eine Sammlung von Erzählungen, die unzählige Fragen, die sich beim Lesen des „Herr der Ringe" stellen, beantwortet.
Zum Beispiel: Warum hassen sich Elben und Zwerge? Wer ist eigentlich Elbereth, die von den Elben und von Sam und Frodo angerufen wird? Kankra ist die letzte von Ungolianths Brut, aber wer ist eigentlich Ungolianth? Wer ist dieser Earendil, über den Bilbo in Bruchtal ein Lied dichtet? Wie entstanden eigentlich die Orks?
Alles Fragen, die sich beim Lesen des „Herr der Ringe" aufwerfen, aber nicht beantwortet werden - das Silmarillion schafft Abhilfe.
Das Sil unterteilt sich in Ainulindale, die Geschichte von der Erschaffung der Welt, in die Valaquenta, die Geschichte von den einzelnen Ainur und Maia, in das Quenta Silmarillion, dem längsten Teil, der die Geschichte Mittelerdes bis zur endgültigen Verbannung Melkors umfasst, die Akkalabêth, die sich mit den Númenórer und deren Untergang beschäftigt, und schließlich in das Schlußkapitel Von den Ringen der Macht und dem Dritten Zeitalter, also quasi eine Kurzzusammenfassung vom „Herr der Ringe".
Der längste Teil des Sil ist das (namensspendende) Quenta Silmarillion; es wird erzählt, wie nach der Erschaffung der Welt einer der 15 Ainur (= die „Erzengel" Erus bilden, der sich nicht mehr direkt in die Geschicke der Welt einmischt) namens Melkor von Eru abwendet und sich nicht mehr an dessen Weltenplan halten will - er will selbst Leben schaffen, doch er kann es nicht, wird neidisch und verdirbt alles in Mittelerde.
Er zerstört die gewaltigen Lampen, die die Welt erhellen, gemeinsam mit dem Monster Ungolianth vergiftet er die zwei lichtspendende Bäume von Valinor, dem Segensreich im Westen, und er stiehlt die Silmaril. Sie wurden von Feanor, dem begabtesten Elbenkünstler aller Zeiten geschaffen und tragen das Licht der zwei Bäume in sich.
Feanor will die Silmaril wieder zurückgewinnen und zieht mit seinem Elbenvolk, den Noldor, zurück nach Mittelerde, obwohl die Ainur sie daran hindern wollen. Doch Melkor hat nicht nur die Silmaril gestohlen, er hat auch Hass in die Herzen der Elben gelegt und so kommt es wieder zu Kriegen zwischen den einzelnen Elbenkönigen, es kommt zu Völkermord, Verrat und Betrug.
Vor allem das Quenta Silmarillion ist ein wildes Sammelsurium an dem Stoff, aus dem Mythen sind: große Schlachten, tapfere Helden, Verrat, Inzest, Gier und sehr viel Tragik. Die Leidensgeschichte der Elben in den ersten Zeitaltern lässt einen erahnen, wieso die Elben im „Herr der Ringe" derart ‚entrückt' sind, wieso sie zu Melancholie neigen und wieso sie zurück in den Westen ziehen wollen.
Aber man sieht auch die dunklen Seiten der Elben, die ja im HdR stets einen sehr unfehlbar Eindruck gemacht haben. Aus Gier nach den Silmaril begehen die Noldor einen Völkermord und die Söhne Feanors töten jeden Elben, der die Silmaril nicht herausgeben will, nachdem sie Melkor endlich abgenommen wurden.
Es bietet sich also ein gänzlich anderes Bild, es bildet sich eine geschlossene Mythologie und manche der Figuren aus dem Sil (Galadriel, Sauron, Círdan, Elrond,...) finden sich auch im HdR wieder.
Sprachlich ist das Sil um einiges anspruchsvoller als der „Herr der Ringe"; auch hier hält sich Tolkien sehr eng an die mythologischen Vorbilder aus der Menschheitsgeschichte.
Was viele Kritiker der Neuübersetzung des HdR durch Wolfgang Krege wundern wird ist, dass auch das Sil von Krege übersetzt wurde. Seltsamerweise kamen hier allerdings nie irgendwelche Proteste von „Sprachpuristen", im Gegenteil, in einem Tolkienforum hat sogar jemand behauptet, „Krege hätte sich ein Vorbild an dem Übersetzer des Sil nehmen sollen." (Viel Spaß im Fettnäpfchen ;) )
Um so störender sind da vereinzelte Tippfehler (!) - hoffentlich nur in meiner Ausgabe! - die den Gesamteindruck leider doch etwas herabsetzen, vor allem, da sie doch durch sorgfältiges Korrekturlesen vermieden hätten werden können.
Fazit: Jedem, dem der „Herr der Ringe" gefallen und der sich nun noch mehr für Mittelerde und seine Geschichte interessiert, ist das „Silmarillion" wärmstens zu empfehlen. Nach dem HdR ist es der nächste logische Schritt, sich dem Gesamtkunstwerk Mittelerde zu näheren.
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am 17. März 2002
Im Gegensatz zum HdR sowie dem Hobbbit stellt sich das Silmarillion nicht so sehr als Unterhaltungslektüre, sondern vielmehr als Kompendium des Tolkienschen Kosmos dar, welcher Schöpfungsmythos, Genealogie und Historie Mittelerdes gleichermassen in sich vereinigt. Darin liegt seine Schwäche - für diejenigen, welche ihre Lektüre primär nach ihrem Unterhaltungswert und dem Augenblicksgenuß,den sie bietet, beurteilen; für all diejenigen dagegen, die sich mit Mittelerde um seiner selbst willen beschäftigen und tiefer in seine Geheimnisse eindringen möchten, ist dieses Werk die Offenbarung schlechthin.
Erst dieses Buch ermöglicht es, die Geschehnisse im HdR sachgerecht einzuordnen; es repräsentiert gleichsam den Masstab, an welchem sich die Vorgänge und Protagonisten des HdR bewerten und ermessen lassen. Numenor, Elbereth, Nargothrond, Gondolin, die elbische Sehnsucht nach dem Westen, Beren und Luthien, Eaerendil, der Balrog... alle diese in Tolkiens Hauptwerk nur oberfächlich gestreiften Legenden und Charaktere werden hier ans Licht der Erkenntnis gehoben; aber auch Schlüsselfiguren im HdR, deren Machtbefugnisse und Stellung (absichtlich) nicht mit letzter Schärfe gezeichnet werden - wie z.B. Elrond, Galadriel, Sauron und nicht zuletzt Gandalf - werden hier in ihrer wahren Natur beleuchtet.
Zum Stil: sicherlich liest sich das Silmarillion nicht so leicht wie die bekannteren Werke Tolkiens, und doch verleiht der archaisierende, episch-getragene Stil den dargebotenen Geschichten eine gemmessene Würde und entfaltet einen eigenwilligen, doch eingängigen Reiz.
Das Silmarilion ist gewiß kein Buch, welches je dem Bewußtsein der lesenden Masse zugänglich sein wird, und doch ist es Tolkiens dichtestes, eigenstes, schönstes Werk; erst seine Lektüre erlaubt es, den HdR in seiner wahren Dimension zu erfassen; und es ist dieses Buch, welches in plastischer Weise die beispiellose Erfindungsgabe seines Schöpfers in all ihrer gedanklichen und ästhetischen Tiefe offenbart.
Stilistisch anspruchsvoll, inhaltlich fesselnd, an Gedanken- und Ideenreichtum nicht zu überbieten - Danke, Herr Professor!
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am 1. November 2001
Das Silmarillion ist bildet wohl die Grundlage des Gesamtwerkes Tolkiens. Im Mittelpunkt des Werkes steht die Quenta Silmarillion, die Geschichte von der Erschaffung der Silmaril und der daraus entstehenden tragischen Geschehnisse des 1. Zeitalters, in die Elben und Menschen gleichermassen hineingezogen werden.
Unübertroffen an Heldentum, aber auch an Tragödie sind wohl die Geschichten von Beren und Luthien sowie die Geschichte Turin Turambars.
Das Silmarillion ist ein komplexes Buch. Das liegt an der großen Anzahl der handelnden Personen und den unglaublichen Verknüpfungen zwischen den einzelnen Protagonisten.
Den idealen Einstieg in Tolkiens Universum bildet wohl der Herr der Ringe, m.E. (nachdem ich das Werk 4x gelesen habe) ist das Silmarillion das beeindruckendere Werk. Gemeinsam mit den Nachrichten aus Mittelerde episch, tragisch, unübertroffen!
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am 19. Februar 2003
Nachdem ich die Trilogie DHdR verschlungen hatte, wollte ich nun doch wissen, woher sie kommen, die Orks, die Elben, die Istari, welchen Ursprung sie haben, die Reiter von Rohan oder der Truchsess von Gondor, warum ein Waldläufer auch ein Dunedain ist und warum Gandalf sich mit einem Balrog so schwer tut. Gerade für diejenigen, die der Herr der Ringe begeistert hat aber auch viele Fragen aufgeworfen hat, ist das Silmarillion empfehlenswert wenn auch gefährlich. In dieser "Bibel Mittelerdes" werden die Ursprünge und unzählige Entstehungsgeschichten von Völkern, Königreichen und Beziehungen detailliert geschildert und neben dem Effekt, dass es nicht so nebenbei zu lesen ist (dazu ist es zu komplex) besteht die Gefahr, dass man sich täglich (auch im Alltag !!!) damit beschäftigt, die einzelnen Stammbäume zu verinnerlichen. Ich fühlte mich teilweise an meine Schulzeit erinnert, in der im Geschichtsunterricht diverse Stammbäume der Herrscherhäuser Europas abgefragt wurden, nur das ich diesmal keinerlei Zwang unterlag, mich damit zu beschäftigen. Ist Tuor ein Sohn Hurins oder Turins, ist er ein Bruder Huors, ist er ein Elbe, Halbelbe oder Mensch? Ist Fingolf der Vater Fingolfins oder andersrum und wie sind sie verwand mit Finrod, der auch Felagund genannt wird? Die vielen (teils sehr ähnlich klingenden) Namen und Verflechtungen der einzelnen Personen mit ihren jeweiligen Schicksalen machen das Buch schwierig aber auch fesselnd. Wer also wirklich überlegt, sich dieses Buch zuzulegen, sollte Zeit für konzentriertes Lesen mitbringen und ein gerüttelt Mass an Selbstkontrolle, um sich nicht völlig in die Welt Tolkiens hineinziehen zu lassen.
Ein faszinierendes Buch mit Suchtgefahr !
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am 3. Mai 2006
Die Welt von Mittelerde wurde erschaffen durch die Musik der Ainu, Sprößlinge der Gedanken Ilúvatars. In diese Welt, genannt Arda, geboren werden die Kinder Ilúvatars: Elben (die Erstgeborenen und Unsterblichen), sowie Menschen (die Nachgeborenen und Kurzlebigen). Sie sind es, die Mittelerde bevölkern und dort ihre Abenteuer erleben und mit ihnen die Zwerge, Orks, sowie all die anderen Kreaturen, bösen wie guten. Wer wollte nicht wissen, woher sie kommen und wohin sie gehen, warum Mittelerde die Gestalt besitzt, die wir im Herrn der Ringe kennenlernen. Wer zu erfahren wünscht, warum es ein paar kleinen Hobbits gelingen kann, die Pläne der Großen und Weisen durcheinanderzubringen, warum aus tiefstem Leid größte Freude erwachsen kann und warum selbst die größte Dunkelheit auf Erden das Licht der Sterne nicht verlöschen kann, dem sei dieses Werk ans Herz gelegt. Mittelerde ist groß, doch Arda ist weitaus größer ...
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am 23. Oktober 2001
Das "Silmarillion" ist das Werk das dem "Herr der Ringe" und dem "Kleinen Hobbit" zugrunde liegt. Es zeigt keinen "geordneten" Ablauf so wie die beiden anderen Bücher sondern ist mehr eine Sammlung vieler einzelnen Geschichten aus allen Zeitaltern Mittelerdes. Dabei reicht die Spanne von der Entstehung allen Lebens über grausame Schlachten bis zu rührenden Liebesgeschichten. Am Anfang wird man zwar von den vielen Namen und Orten etwas überrollt aber legt sich auch diese mit der Zeit. Wer mehr über Mittelerde und seine Geschichte wissen möchte und den Umfang an Informationen nicht scheut der sollte sich dieses Werk nicht entgehen lassen
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am 14. März 2002
Hätte Tolkien länger gelebt, so hätte er neben (bzw. VOR) dem Hobbit und dem Herrn der Ringe (etc.) noch zig weitere Bücher schreiben können. Denn an Ideen mangelte es ihm nicht. Das Silmarillion ist der Beweis hierfür.
Insgesamt über 2 Dutzend ineinander übergreifende Geschichten aus der Historie Mittelerdes sind in der "Bibel" niedergeschrieben. Im letzten Kapitel wird übrigens der Herr der Ringe auf 10 Seiten erzählt. Hätte also Tolkien "mehr Zeit gehabt", so hätte er meines Erachtens nach aus den restlichen WICHTIGEN (!!!) Erzählungen weitere Bücher schreiben können, bzw. müssen. Besonders die Geschichte des Túrin Turambar ist sehr sehr gelungen. Und wenn mensch bedenkt, dass dies "nur" Notizen des J.R.R. Tolkien sind, die von seinem Sohn zu einem Buch zusammengesetzt wurden, so lässt sich hieraus ableiten, dass Tolkien noch mehr Bücher geplant hatte. Es ist schade, dass diese nicht mehr in Form von zig Büchern erschienen sind. Gerade Túrin Turambar wäre ein geniales Buch beworden (wie Herr der Ringe mindestens eine Trilogie!).
Doch dies sind alles nur Spekulationen meinerseits.
Tatsache ist jedoch, dass das Silmarillion für jeden der alles über die Entstehung und die Historie Mittelerdes erfahren will Pflichtlektüre ist. Für all jene, die sich weniger hierfür interessieren, dürfte das Silmarillion zu einem bibelähnlich geschriebenem Langweiler werden.
Mich faszinierte Das Silmarillion allerdings. Daher 5 Sterne. "Nicht-Freaks" werden diese Bewertung mit Sicherheit nicht nachvollziehen können. Also: Vor dem Kauf fragen: "Interessiere ich mich für die Geschichte einer fiktiven Welt?"
Viel Spaß.
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am 16. Oktober 2002
Wer den Herrn der Ringe gelesen hat, wird an diesem Buch Gefallen finden. Es ist quasi die Bibel der Elben. Das Silmarillion handelt von der Erschaffung der Welt und von den ältesten Tagen. Zwerge, Elben und Menschen gibt es noch nicht und man erfährt von deren Schöpfung. Auch Saurons Geschichte wird dargelegt. Das Buch hat die für Tolkien typischen Stärken und Schwächen. Genießen kann man die wie immer komplexe Story in fantastischen Erzählstiel und wunderbarer Sprache. Was mich persönlich immer etwas nervt, sind die Namen: Finwe hat drei Söhne: Feanor, Fingolfin und Firnafin. Fingolfins Sohn heißt dann Fingon...Und nach jeder Heldentat heißen Personen und Orte z.T. anders als vorher. Man müsste endlos nachschlagen, wenn nicht im Anhang eine detaillierte graphische Darstellung der Genealogie und Geographie vorhanden wäre, die das Verständnis enorm erleichtert. Auch die Anmerkungen helfen. Einfach zu lesen ist das Buch daher sicherlich nicht, weil es eben so komplex ist, dass man immer wieder in den Anhang und die Anmerkungen schauen muss. Das ist es aber wert! Tolkien-Fans können das Silmarillion so richtig genießen, Neulinge sollten mit dem kleinen Hobbit oder dem Herrn der Ringe beginnen.
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am 20. Dezember 2012
Mir ging es wohl wie vielen Anderen: Zuerst stolperte man über "Herr der Ringe", dem unvergleichlichen Meisterwerk der Fantasy-Literatur. Man ist fasziniert von dieser Geschichte, von den Personen und den immer wieder leicht angedeuteten Mythen und Legenden aus den vergangenen Zeitaltern. Schnell hat einen das Fieber gefasst und man will mehr über diese Welt lesen, also forscht man nach, was es noch so gibt.
Man stößt auf die Vorgeschichte, den "Hobbit", in dem erzählt wird, wie Bilbo damals an den Einen Ring kam. Doch man liest erneut von Geschichten aus längst vergangenen Zeitaltern, von Legenden und Sagen. Vielleicht fragt man sich auch, was es mit Gandalf wirklich auf sich hat, sowie mit Elrond, dem Weisen. Wenn man weiterstöbert, stoßt man früher oder später auf das Silmarillion. Und erst hier wird Tolkiens gigantisches Schaffen und seine überberstende Fantasie völlig gezeigt.

Das Buch beginnt mit der Ainulindale, in der die Erschaffung der Welt (Arda) in sehr biblischem und pompösen Tonfall vorgetragen wird. Man erfährt von den Ainur, später auch Valar genannt, göttergleichen Wesen (ähnlich etwa den griechischen sowie auch den nordischen Göttern), die von Eru, dem Einen, dem christlichen Gott stark ähnelnden Wesen dazu gebracht werden, mit ihrem göttlichen Gesang die Welt zu erschaffen. Doch schon bald erhebt sich eine dunkle Macht, um diesem Schaffen entgegenzuwirken und Misstöne in die Klänge der Schöpfung einzubringen...
Das ganze Thema des Silmarillions hier jetzt zu überfliegen, wäre zu langwierig, und man kann die Story nicht zusammen fassen. Man muss das Silmarillion selbst lesen. Man muss es erleben. Denn dieses Buch ist wirklich ein Erlebnis. Man taucht wirklich ein in die gewaltigen Ereignisse, die damals die Welt erschütterten und ihr das Gesicht verliehen, wie es später Bilbo oder auch Frodo zu sehen bekamen.
Im Mittelpunkt steht hier die "Quenta Silmarillion". Man erfährt von den Elben, den Unsterblichen, den reinsten Lebewesen, die nach und nach die Welt bevölkern und sich über viele Jahrhunderte hinweg einen erbitterten Krieg mit dem dunklen Feind liefern. Und man erfährt von den Silmaril, den leuchtenden Edelsteinen und wohl kostbarsten Dingen, die je erschaffen wurden. Sie sind Auslöser vieler gewaltiger Ereignisse. Es werden Kriege gefochten, Schlachten geschlagen und gewaltige Kämpfe ausgetragen, man liest von Habgier, Verrat, Flüchen und unsterblichen Schwüren. Doch nicht nur Elben sind es; bald schon werden die Menschen das Licht der Welt erblicken, und auch sie werden in die schicksalsträchtigen Ereignisse der Welt hineingezogen.

All dies ist bombastisch und episch, und ich glaube, ich übertreibe nicht wenn ich sage, dass Tolkien mit diesem Buch die Messlatte für den Begriff "episch" in der Fantasy-Literatur so hoch gelegt hat, dass man sie wohl auf unbestimmte Zeit nicht übertreffen kann. Mir selbst hat sich besonders die Geschichte über Fingolfin, dem Hohekönig der Noldor und seinem Zweikampf mit Morgoth in mein Gehirn gebrannt und selbst jetzt, wenn ich nur daran denke, bekomme ich eine Gänsehaut.

Eins jedoch sollte erwähnt sein: Wer den Tonfall der vorher genannten Werke von Tolkien gewöhnt ist, wird sich zuerst schwer tun; ganz besonders steht der "Hobbit" im starken Kontrast mit diesem Buch, hat das Silmarillion doch in keinster Weise einen so verspielten und kindlichen Touch wie das berühmte Kinderbuch. Der Tonfall ist überwiegend ernst und pompös, mehr wie eine Oper denn wie ein Märchen. Doch erst hier, im Silmarillion, wird gezeigt, was Tolkien für ein gigantisches Werk geschaffen hat. Eine völlig in sich abgeschlossene Welt mit eigener Mythologie, und diese nicht einfach nur aus ein paar Minuten heraus geschrieben, sondern über viele Jahre hinweg hingebungsvoller Arbeit, bis ins letzte Detail durchdacht. Das Silmarillion ist ein wahres Meisterwerk und nur, wer dieses Buch gelesen hat, weiß wirklich über die Schöpfungskraft des großen John Ronald Reuel Tolkien Bescheid. Dies ist sein Vermächtnis. Die Bibel der Fantasy-Literatur.
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