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Kundenrezensionen

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am 8. Mai 2012
möchte man am liebsten, als Kvothe damit beginnt, seine Geschichte zu erzählen, zu der ich selbst nicht viel schreiben werde. Genug Vorredner haben die Story schon besser zusammengefasst, als ich es je könnte, die Worte mit denen Kvothe einleitet, sind schon lange im Gedächtnis jedes Lesers eingeprägt >Ihr habt sicher von mir gehört<.

Zu dem Erzählstil: die Sprache ist wirklich großartig, sie verliert sich nicht in großen Erklärungen, trotzdem kommt man immer mit. Es ist durchweg flüssig zu lesen, sodass man nach wenigen Seiten von der Geschichte eingesogen wird und selbst wenn der Auto wie im Prolog Vergleiche zieht, so sind die Sätze nie so verschachtelt, dass man ihnen gar nicht folgen kann. Ein großartiger Erzählstil, der nie überdrüssig wird und an den richtigen Stellen ausschmückt oder spart.

Die Personen sind durchweg glaubhaft, sie haben alle ihre Fehler, alle ihre Größen und werden zum Ende hin zu Freunden, die man gerne im zweiten Teil wiedersieht. Die Geschichte bereitet so eine Freude beim lesen, dass man das Buch gar nicht zu Ende lesen mag. Manch einer mag es zu langatmig finden, ich persönlich mag diese Luft, diesen Spielraum und habe mich nie gelangweilt. Selbst die geselligen Abende im Eolian oder die Tage in Tarbean fand ich sehr unterhaltsam zu lesen und habe Kvothe auch gerne durch ruhige Abschnitte begleitet.

Es ist eines der seltenen Bücher, die man nicht zu Ende lesen mag, weil sie so großartig sind und weil man den Abschied nicht verschmerzen kann.

5 Sterne und mein Lieblingsbuch derzeit. Mit Abstand!
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am 26. September 2008
Zahlreiche Legenden umranken Kvothe, den berühmt berüchtigtsten Zauberer und Musiker aller Zeiten - Geschichten von Genius, Schönheit und Heldentum sowie Ignoranz, Verrat und abscheulichen Verbrechen.
Ein eifriger Chronist will das Gespinst aus Lügen und Wahrheit durchdringen und spürt den Zauberer in einem Provinznest auf, wo er in einer Taverne arbeitet und auf das endgültige Vergessen wartet. Nur widerwillig teilt Kvothe seine Erinnerungen. Doch manchmal müssen Helden daran erinnert werden, dass sie Helden sind und gebraucht werden.

DER NAME DES WINDES ist allen Lesern von High Fantasy uneingeschränkt zu empfehlen. Insbesondere Fans von Joe Abercrombie, Robin Hobb oder Steven Erikson werden von Patrick Rothfuss begeistert sein. Nicht umsonst erreichte DER NAME DES WINDES als Debütroman einen Top Ten Platz der New York Times Bestsellerliste und heimste etliche Preise und Nominierungen ein. Rothfuss überzeugt mit sprachlichen Qualitäten sowie einer beeindruckenden Vielschichtigkeit und einem Auge fürs Detail, was sich in Charakterdarstellung, Atmosphäre, Setting und Handlungsverlauf widerspiegelt.

Der Protagonist Kvothe ist der Angelpunkt des Buches und der gesamten Trilogie. Man begegnet ihm in der 3. Person Gegenwart als gebrochenen Mann, der widerwillig seine Memoiren diktiert sowie als Ich-Erzähler, der seine Kindheit als Teil einer Wandertruppe und Jugend an der Universität für Magie wiederaufleben lässt. Was sich nach Opas öder Erzählstunde anhört, nach altbekanntem Fantasykonzept, entpuppt sich als packender Entwicklungs- und Abenteuerroman. Kvothe ist ein vielschichtiger und faszinierender Charakter. Obwohl man ihm in der Ich-Form rasch nahe kommt, bleibt ein Teil von ihm undurchsichtig. Trotz seiner Talente ist er menschlich. Er begeht Fehler, aus Unwissenheit, Arroganz oder Unbesonnenheit (viele seiner späteren Probleme und sein schlechter Ruf gründen darin) und wird durch seine schwierigen Lebensumstände aufgehalten. DER NAME DES WINDES ist das erste Fantasybuch, das ich gelesen habe, in dem Geldmangel ein gravierendes Dauerhindernis für den Hauptcharakter ist. Gerade diese Menschlichkeit macht Kvothe so sympathisch.
Obwohl das Buch streckenweise düster ist, wird es durch Lebensfreude gepaart mit intimen Momenten aufgehellt.
Einziger Wehmutstropfen ist, dass der Leser wenig von den aktuellen Zuständen in Kvothes Welt erfährt - es gibt allenfalls Andeutungen von einem kürzlich beendeten Bürgerkrieg (an dem Kvothe mitschuld gewesen sein soll) und einer magischen (Monster-)Plage. Aber die gegenwärtige Situation steht auch nicht im Mittelpunkt des Buches, sonders Kvothes Vergangenheit. Ich schätze, dass Rothfuss im zweiten Band von Kvothes Abenteuern als Erwachsenen erzählen und im dritten Band die 'Gegenwart' weiterlaufen lassen wird (nach dem Motto: Memoiren als Therapieform für einen gefallenen Helden).

DER NAME DES WINDES ist eines der wenigen Bücher, die mich wünschen lassen, bessere Lobgesänge schreiben zu können. Es hätte sie sich verdient.
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am 20. Oktober 2013
„Der Name des Windes“ von Patrick Rothfuss ist – und das meine ich zunächst einmal völlig wertfrei – ein seltsames Buch. Ich hatte die ersten paar Seiten hier bei Amazon über die „Blick ins Buch“-Funktion gelesen und fühlte mich sofort in den Bann gezogen von der Atmosphäre, die der Autor durch seinen herausstechenden Schreibstil geschaffen hat. Etwas abgeschreckt haben mich allerdings die vielen Rezensionen, die zwar meist von einem guten Buch sprechen, ebenso aber die mangelnde Spannung anmerken. Es passiere einfach kaum etwas, war da zu lesen, und das verteilt auf 860 Seiten machte mich etwas skeptisch. Normalerweise bewege ich mich im 400-500 Seiten-Rahmen und finde das für eine ordentliche Geschichte auch absolut genug, erst Recht, wenn ihnen noch zwei Teile in drei Bänden folgen. Alles über 500 Seiten finde ich meist zu anstrengend zu lesen – es sei denn eben, die Atmosphäre packt einen so sehr, dass man in die geschaffene Handlung hineingezogen wird, wie es beispielsweise bei Stephen Kings „Der Anschlag“ oder „Metro 2033“ von Dmitri Glukhovsky der Fall war. In der Hoffnung, ein ebenso intensives Lesevergnügen zu bekommen, rang ich mich dann letztlich doch durch und kaufte das Buch.

Den außergewöhnlichen und unglaublich gut zu einer Fantasy-Geschichte passenden Schreibstil des Anfangs hält Rothfuss leider nicht über die gesamte Seitenzahl durch. Zweifelsohne ist das Niveau der Sprache dennoch durchgängig höher als bei den meisten anderen anzusiedeln; das durch die ersten Seiten gemachte Versprechen konnte aber nicht gehalten werden und das enttäuschte mich.
Moment, sagte ich Fantasy-Geschichte? Nun, letztlich bleiben mir Zweifel, ob es das überhaupt war. Natürlich, die Orte erinnern an eine mittelalterliche Welt, an der Universität wird Magie gelehrt, man hört mythische Geschichten über mächtige Zauberer, die den Namen des Windes kennen. Auch gibt es Elemente eigener Sprache und vereinzelt fremdartige Wesen. Aber eben immer nur ein bisschen von allem. Nichts, was man aus klassischen Fantasy-Erzählungen kennt, taucht auf. Keine Feen, keine Trolle, keine Zwerge, keine sprechenden Bäume, keine Hexen oder sonstige Fabelwesen. Auch die erlernte Magie wird zumeist nur durch seltsame „Bindungen“ praktiziert, die, obwohl - oder vielleicht gerade weil – im Buch erklärt, nicht die Faszination „echter“ Magie aus anderen Fantasy-Romanen erreicht. Man mag nun sagen „dann lese doch Tolkien, wenn du so etwas suchst“, aber ich finde, ein Buch, das auch mit dem Vergleich zu „Herr der Ringe“ beworben wird, darf etwas mehr fantastisch daher kommen. Die Nennung in einem Atemzug mit Tolkien aber ist für mich zu weit hergeholt. Das enttäuschte mich.

Schließlich musste ich leider auch einsehen, dass die vielen vor Eintönigkeit warnenden Rezensionen Recht hatten. Es passiert tatsächlich äußerst wenig, was man als spannend bezeichnen könnte. Man begleitet Kvothe durch sein Leben, von seiner Kindheit als Sohn der fahrenden Spielleute Edema Ruh bishin zu seinen Erlebnissen auf der Universität, und schaut ihm dabei gewissermaßen über die Schulter. Einige Passagen dazwischen hätte man aber auch gut und gerne etwas weniger ausführlich behandeln können, auch das anfängliche Kennenlernen zwischen Kvothe und Denna zog sich für mich eher wie Kaugummi. Letztlich hätten 600 Seiten wohl ausgereicht, um das Geschehene zu beschreiben. Nun ist das, was ich gelesen habe, aber auch nicht durchgängig langweilig. Es ist aber eben eher „interessant“ als „spannend“, auch weil viele Figuren eher interessant als spannend sind. Mein Lieblingscharakter ist übrigens Auri geworden, die Zusammentreffen zwischen ihr und Kvothe kommen atmosphärisch noch am ehesten an das heran, was ich als Fantasy bezeichne. Leider sind diese Zusammentreffen auch nicht allzu häufig, was mich enttäuschte.

Warum ist dieses Buch nun also so seltsam? Weil es mir, trotz all dieser Enttäuschungen, erstaunlicherweise gefallen hat. Es war sprachlich und atmosphärisch nicht so dicht wie die beiden eingangs genannten Vergleichswerke, aber es scheint mich – beinahe unmerklich – dennoch in seinen Bann gezogen zu haben. Dachte ich nach dem zuklappen des Buches noch, dass ich mir die weiteren Teile wohl nicht zulegen werde, änderte sich dies nach einiger Zeit in die Überlegung, sie mir als Hörbuch zu Gemüte zu führen (Hörbücher sind für mich das perfekte Zwischending für Romane, die ich zu uninteressant finde um sie selbst zu lesen, aber zu interessant um nie von ihrem Inhalt zu erfahren). Inzwischen bin ich schon fast geneigt, sie doch in Buchform zu kaufen und selbst zu lesen. Ich kann nicht erklären, woher diese Faszination kommt, aber ich möchte doch wissen, wie es mit Kvothe und den übrigen weitergeht. Ich hoffe allerdings, dass in den folgenden Bänden etwas mehr spannendes geschieht. Dann, aber nur vielleicht dann, bin ich nicht mehr so enttäuscht :)
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TOP 500 REZENSENTam 29. September 2008
"Die Eltern von irgendwem haben die falschen Lieder gesungen!"Dieser Satz ist es, den Kvothe zu hören bekommt, als er unheimliche weiß glänzende Fremde mit schwarzen Augen am Lagerfeuer seiner Eltern sitzen sieht und dieser Satz wird ihm immer in Erinnerung bleiben und sein Leben zu einer Suche nach diesen Wesen - den "Chandrian" werden lassen, denn sie haben seine Eltern ermordet.
Kvothe vegetiert danach lange Zeit ohne Geld und ohne Hoffnung in der großen Stadt Tarbean und will Vergessen finden, doch sein großer Wissensdurst und die Erinnerung an einen alten Arkanisten, der in ihm einen begabten Schüler erkannte, treiben ihn in die Universität nach Imre, um zu studieren und mehr über die Mörder seiner Familie zu erfahren, denn sie scheinen nur in alten Mythen und Legenden zu existieren.
Was er dort erlebte, erzählt er eines Tages einem Chronisten, der ihn in einem abgelegenen Dorf aufsucht. Der Chronist will Antworten auf die Fragen vieler Menschen und Kvothe erzählt seine Geschichte. Von Liebe handelt die Geschichte, von Magie und Lautenspiel, aber auch von Drachen, Feuer, Hass und dem Namen des Windes - und immer wieder vom Helden Kvothe.
Schon lange habe ich auf das Erscheinen dieses Buches gewartet, denn ihm eilte sein guter Ruf aus dem USA voraus und ich muss sagen, das Warten hat sich gelohnt. Auch, wenn die Handlung zuerst nicht viel Überraschendes zu bieten scheint, so erzählt der Autor eine Geschichte, wie sie bunter und üppiger nicht sein kann. Er schafft eine magische Welt und entführt den Leser dorthin, der, wenn er nicht aufpasst darin verschwinden kann. Es sind die vielen kleinen Sätze, die das Buch von anderen unterscheiden, die es zu etwas Besonderem machen. Sätze wie:"...und es war eine dreistimmige Stille. Der vernehmliche Teil dieser Stille war dumpf und lastend und verdankte sich dem, was fehlte. Hätte ein Wind geweht, so hätte er in den Bäumen geseufzt, hätte das Wirtshausschild quietschend zum Schaukeln gebracht und die Stille wie trudelndes Herbstlaub die Straße hinabgeweht..." Die Atmosphäre, die geschaffen wird, die Dichte der Erzählung, lassen einen nicht mehr los. Man fühlt mit den Helden, lacht und weint und leidet mit ihnen und irgendwann dann hat man die letzte Seite umgeblättert und weiß, dass das noch nicht alles gewesen sein kann. Zum Glück ist es nur der erste Teil einer Trilogie und nun heißt es Warten auf die nächsten Teile und diesmal werde ich noch ungeduldiger sein.

Wie viele Bücher wurden schon zu Werbezwecken mit "Der Herr der Ringe" verglichen. Immer wieder taucht dieser Vergleich auf, wenn ein neuer Autor die Bühne betritt, doch bis jetzt habe ich noch kein Buch entdeckt, dass diesem Vergleich wirklich stand halten konnte - bis jetzt, denn "Der Name des Windes" kann es. Wie man bei Klett-Cotta nachlesen kann, empfiehlt das Magazin "The Onion" seinen Lesern, dieses Buch direkt neben "Der Herr der Ringe" ins Regal zu stellen und den Tag zu erwarten an dem beide in einem Atemzug genannt werden. Und ich glaube, genau das werde ich tun.
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TOP 500 REZENSENTam 24. Oktober 2013
Lesen ist mein Lieblingshobby. In andere Welten einzutauchen und fremde Personen ein Stück ihres Weges zu begleiten (und sie dabei vielleicht ein Stück näher kennenzulernen) ist unbeschreiblich toll.
Vor allem wenn es ein, für mich, so tolles Buch ist. Mr. Rothfuss spricht meine Sprache - bildreich, ehrlich, gefühlvoll, menschlich, spannend, humorvoll und auch grausam, wenn es sein muss.
Allerdings sind Bücher/Autoren so individuell wie wir Menschen.

Zuerst war ich skeptisch. Die ersten Seiten waren eher normal und unspektakulär.
Aber dann konnte ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen und hab es an 3 Abenden durch gelesen und -Tag 2- genauso schnell.
Ich habe mit gelitten bei Verlust, Angst, Kälte, Hunger, mit gehofft und mit geliebt.
Es gibt wunderbare Charaktere, geheimnisvolle Orte, Menschen und Begebenheiten. Man taucht immer mehr ein in die Geschichte um Kvothe/Kote, den einfachen Jungen mit seinen einfachen Wünschen nach einem Zuhause und Freunden, seinen Fehlern und Stärken.
Und es gibt natürlich auch viel Magie und Feinde.

Dazu noch die wundervollen kleinen Geschichten, wie die von der goldenen Schraube im Bauchnabel.
Was passiert wohl, wenn man sie heraus schraubt???
Und was ist die Moral der Geschichte?;)
Großartig, diese Art von Euphemismus.

Mr. Rothfuss Bücher bleiben auf alle Fälle in meinem Bücherregal.
Gute Freunde will man nicht verlieren!!!!
Ich kann es gar nicht erwarten bis zum Erscheinen von Teil/Tag 3.
Hoffentlich dauert es nicht mehr so lange!!!

Fazit: Für mich das Beste an Fantasy, was ich bisher gelesen habe. Abwechslungsreich, spannend, gefühlvoll und menschlich. Tolle Charaktere und grenzenlose Fantasie. Was will man mehr!!!!????
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am 29. August 2015
„Der Name des Windes“ ist der erste Band und gleichzeitig der erste Tag, an dem Kvothe einem Chronisten seine Lebensgeschichte erzählt. Dies nimmt insgesamt 3 Tage in Anspruch, so dass es insgesamt auch 3 Bände (bzw. 4, denn Band 2 wurde wegen seines Umfangs in 2 Bücher geteilt) zur Königmörder-Chronik gibt.

Doch worum geht es nun in dem Buch?
Zurückgezogen, getarnt als Gastwirt, lebt Kote mit seinem Wegbeleiter Bast, ein ruhiges Leben … bis eines Tages ein Chronist bei ihnen auftaucht. Gezielt hatte er sich auf die Suche nach dem Legenden umrankten Kvothe gemacht – und gefunden. Kote lässt sich überreden und erzählt dem Chronisten seine Geschichte. „Der Name des Windes“ umfasst den gesamten ersten Tag, an dem Kote über Kvothe berichtet.

Kvothe ist nicht ohne Grund ein bekannter Mann, zahlreiche Erlebnisse und harte Leerstunden haben ihn zu dem gemacht, was er heute ist. Doch beginnen wir mit dem Anfang. Kvothe hat viele Namen, sein Deckname lautet Kote, sein Freund nennt ihn Reshi, seine erste große Liebe nannte ihn Dulator, aber man bezeichnet ihn auch Maesre als Kvothe den Arkanen, den Blutlosen und Königsmörder.

Start der Reise durch Kvothes ungewöhnliches Leben ist in seiner Kindheit, die er als Teil einer umher ziehenden Musikanten- und Schauspieler-Truppe, den Edema Ruh, verbringt. Schnell wird deutlich, dass er über ein besonderes Maß an Intelligenz verfügt – eine Gabe und eine Bürde zugleich. Ziel seines jugendlichen Strebens, das erst von Freude und dann von viel Leid geprägt wird, ist es, an der Universität in Imre zu studieren und Arkanist zu werden, eine Art Magier. Denn Arkanisten wissen viel und können sich Energien bedienen, die ein Normalsterblicher nicht kennt. Äußerst talentiert steigt er schnell auf – schließt enge Freundschaften – aber macht sich auch mächtige Feinde, die mit aller Kraft gegen ihn arbeiten. Bei allem verliert er nie sein Ziel aus den Augen: die mysteriösen Chandrian finden und mittels der neu-gewonnen Macht vor allem eins tun: Rache üben.

Meine Meinung
Mehr kann ich dazu nicht erzählen, ohne von der Geschichte selbst etwas vorweg zu nehmen. Was ich aber sagen kann: Patrick Rothfuss hat mich bereits nach wenigen Seiten für sich eingenommen: durch seinen äußerst bildhaften und einprägsamen Schreibstil, bei dem manche Sätze einen fast poetischen Anklang haben.

„Was wissen wir denn schon? Kotes Stimme schnitt wie eine Säge durch Knochen …“ … „Dem Chronisten stockte der Atem, als er Kotes Gesicht sah. Die gelassene Wirtsmine glich einer zerbrochenen Maske. Darunter kam ein gehetzter Blick zum Vorschein, Augen, halb in diese Welt gerichtet, halb, sich erinnernd, anderwärts.“ (S. 68)

Über Kvothe, als Dreh- und Angelpunkt der ganzen Erzählung, erfährt der Leser natürlich am meisten und fiebert auf jeder Seite mit ihm mit. Das Besondere an der Charakterdarstellung: Rothfuss beschränkt sich nicht auf die simple Umschreibung (Kvothe hat feuerrotes Haar und grüne, zuweilen schwarze, stechende Augen) sondern lässt sie durch ihre Handlungen und Taten ein Bild über sich selbst formen. Mit seiner wortgewandten und wohlgewählten Sprache bringt er dem Leser jede Figur nahe – fast glaubt man sie anfassen zu können, fast denkt man, sie klopfen gleich an der Tür an!

Eingepackt in einen durchaus komplexen Weltenbau entführt Rothfuss den Leser in die Welt von Kvothe, man lernt was Spannen (Wocheneinheiten), Jot und Talente sind (Geldeinheiten) und wird doch nie mit einem Fremdwort stehen gelassen.

Fazit: Rothuss ist es gelungen ein Fantasy Werk der besonderen Güte zu schaffen, das mich absolut in seinen Bann gezogen hat … so sehr, dass ich meine im Voraus geplante Leseliste erst einmal übe den Haufen werfen musste, um jetzt die gesamte Chronik in einem Rutsch durchzulesen. (Anmerkung: zumindest bis Teil 2 Der Furcht des Weisen, denn der 3 Tag muss erst noch publiziert werden)
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VINE-PRODUKTTESTERam 10. Januar 2009
Kaum ein Buch habe ich mit solcher Spannung erwartet wie Patrick Rothfuss' "Der Name des Windes". Der Hype um den Debütroman des Amerikaners war - und ist - unglaublich groß. Sowohl diesseits als auch jenseits des Großen Teichs wurde das Buch als "der Fantasy-Roman des Jahres" gefeiert. Nach dem Lesen des Buches kann ich folgendes sagen: Unbestreitbar ist, dass Rothfuss Debüt in mehrfacher Hinsicht beeindruckt ' und dass er sich Zeit gelassen hat mit seinem Erstling. Über zehn Jahre soll er daran gearbeitet haben. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 'Der Name des Windes' ist sowohl vom Aufbau der Geschichte, der Charakterentwicklung als auch stilistisch überzeugend.

Im Mittelpunkt der Handlung steht der Zauberer und Musiker Kvothe, um den sich zahlreiche Legenden ranken. Städte soll er niedergebrannt haben, Könige ermordet haben ' ein Mann soll er sein, wie es keinen zweiten je gegeben hat und geben wird. Der besondere Reiz besteht darin, dass der Magier selbst es ist, der seine Geschichte erzählt. Eingebettet in eine Rahmenhandlung in einem Wirtshaus am Rand der bekannten Welt, die andeutet, dass seine Geschichte noch keinesfalls beendet ist, auch wenn er das glauben mag, berichtet Kvothe davon, wie er bei seinen Eltern aufgewachsen ist, die zum Fahrenden Volk gehörten und die eines Tages ganz unvermutet von geheimnisvollen Wesen umgebracht werden, nur weil sie das falsche Lied singen. Einzig der damals achtjährige Kvothe kann dem Massaker entkommen. In den folgenden Jahren durchleidet er eine harte Kindheit auf der Straße, ehe er die Obsessionen wiederentdeckt, die fortan sein ganzes Leben bestimmen werden: Das Lautenspiel, der Hunger auf Wissen ' und die Suche nach den mysteriösen Mördern seiner Familie. Als jüngster Scholar aller Zeiten wird Kvothe bald an der Großen Universität angenommen, wo er seine Jugendjahre verbringt. Seinen Ruhm weiß er geschickt zu mehren, indem er die Gerüchten, die über ihn erzählt werden, stetig nährt. Was Kvothe jedoch nicht zu erkennen scheint ist die Tatsache, dass großes Wissen verschwendet ist, wenn es nicht mit der erforderlichen Reife einhergeht.

Schlußendlich ist der Auftaktband der dreiteiligen 'Königsmörder-Chroniken' die Coming of Age-Story eines komplexen, mächtigen Helden. Atmosphärisch erinnert das Buch ' übrigens ebenso wie seine Hauptfigur ' an die Fantasyromane der 80er Jahre. Kvothe ist (soviel wird bereits in diesem Band klar) eine tragische Figur. Jemand, den das Schicksal gezeichnet und zu seinem Spielball gemacht hat; den eine namenlose Macht mal hierhin, dann dorthin treibt, auch wenn es seine eigenen Entscheidungen sind, die schlussendlich seinen Werdegang bestimmen. Das mag einerseits am jungen Alter des Helden liegen. 'Der Name des Windes' konzentriert sich wie gesagt auf Kvothes Kinder- und Jugendjahre. Trotzdem erinnert Kvothe an die klassische Figur des ewigen Helden, der von seiner Bestimmung auf einen heroischen Weg geführt wird, ohne dass er diesen ' zunächst ' bewusst eingeschlagen hat. Er ist jemand, der sich in Robert Asprins 'Diebeswelt' sicher wohl fühlen würde.

Auch rein äußerlich kann sich das Buch sehen lassen. Beim edlen Hardcover, dessen Schutzumschlag von einem stimmungsvollen Titelbild (etwas, dass in der heutigen deutschen Verlagslandschaft leider viel zu selten geworden ist) geziert wird, beweisen die Verantwortlichen bei Klett Cotta wirklich Geschmack. Besonders erfreulich ist außerdem, dass Rothfuss viel bejubelter Stil in der Übersetzung nicht gelitten hat. Auch das ist etwas, was heutzutage leider nur wenige Fantasy-Romane für sich beanspruchen können. Insofern rechtfertigen die gelungene Umsetzung und die qualitative Aufmachung den Preis.

Klingt ganz so, als würde auch ich mich in die Reihe der frenetischen Bewunderer von Patrick Rothfuss einreihen? Das ist leider nicht der Fall. Tatsächlich wollte ich den Roman sehr gern mögen. Warum er für mich trotzdem nicht der Überflieger ist, für den ihn der Rest der Welt hält, ist gar nicht so leicht zu beantworten. Sicherlich ist sein Debüt ' wie oben ausführlich erwähnt ' stilistisch grandios und auch sonst Respekt einflößend. Gepackt hat mich die Geschichte von Kvothe allerdings leider nicht. Das mag in erster Linie wohl schlicht und ergreifend daran liegen, dass Rothfuss meinen individuellen Geschmacksnerv nicht getroffen hat. Sein Held Kvothe war mir zu perfekt in allem, was er angefangen hat. Zu meisterlich in allen Künsten, deren er sich angenommen hat. Die Nebenfiguren hingegen ' weibliche gibt es derer übrigens kaum welche ' bleiben im direkten Vergleich zum Protagonisten etwas blass.
Was Rothfuss wiederum sehr gut gelingt, sind seine Schilderungen von Kvothes Leben an der Universität. Hier merkt man dem Roman deutlich an, dass der Autor weiß, wovon er spricht. Die Strukturen, von denen er schildert, das Studentenleben zwischen Prüfungen und Mensa, ja sogar die Art, wie sich seine Figuren ausdrücken und wie Kvothe an die Lösung eines Problems herangeht, und sei es noch so magisch ' wirken wie aus dem echten Leben gegriffen: Da wurde der amerikanische College-Alltag auf High Fantasy umgebürstet, scheint es.

Es ist jedoch vor allem ein durchgängiger, sich steigernder Spannungsaufbau, der dem "Namen des Windes" fehlt. Man kann zwar recht deutlich erahnen, worauf Rothfuss mit seiner Geschichte hinauswill, wohin die Reise gehen soll, sozusagen. Im Auftaktband der Trilogie begleiten wir Kvothe jedoch primär durch verschiedene Stationen seiner jungen Jahre, die sich zwar organisch aneinander reihen, aber sich entsprechend der Intention des Autors auch wie eine fiktive Biographie lesen. Es ist die Entmystifizierung des Helden, an der sich Rothfuss - übrigens erfolgreich - versucht. Er stellt Kvothe nicht auf einen Sockel, sondern erklärt den Mann, der hinter den Legenden steckt - zeigt auf, wie dieser dazu geworden ist. Aktionsequenzen gibt es dementsprechend wenig. Da Kvothe außerdem das ist, was man heutzutage gern als "überdurchschnittlich begabt" bezeichnet, fällt es mitunter schwer, als Leser einen Bezug zu dieser Figur aufzubauen. Ein meisterhaftes Charakterstück, zweifelsfrei. Die große Geschichte, die zwischen den Kapiteln durchschimmert, lässt jedoch auf sich warten und wird erst in einem der folgenden Bücher, vermutlich erst in Band 3, aufgegriffen. Auch von den Taten, die Kvothe so berüchtigt gemacht haben, erfährt man nur wenige. Noch hat er keinen König umgebracht. Noch hat er keine Stadt abgebrannt.

Unter'm Strich ist es Patrick Rothfuss gelungen, einen handwerklich im Prinzip perfekten Roman vorzulegen, der sich für jene Leser eignet, die sich gern von einer schönen Sprache treiben lassen und die für ruhige, charakterorientierte Romane etwas übrig haben. Dafür gibt's dann die drei Punkte
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am 13. November 2011
Der Name des Windes bekommt von mir die volle Punktzahl! Dieses Buch ist wirklich ein wahres Meisterwerk! Patrick Rothfuss schafft mit seinem Debütroman, was manch Anderer während seiner ganzen Autorenkarriere nie schaffen wird. Ihm gelingt es eine völlig neue Welt zu erschaffen und diese unglaublich bildgewaltig und echt an seine Leser weiter zu geben. Sein Schreibstil ist fesselnd und sehr detailliert. Ihr könnt es euch ungefähr so vorstellen...Ihr steht in einem völlig leerem Zimmer...Die Wände sind weiß und kahl...und während Patrick Rothfuss seine Geschichte erzählt, beginnt sich das Zimmer zu verändern..Plötzlich könnt ihr einen Wald sehen...Ein unbefestigter Weg schlängelt sich in der anderen Ecke entlang...während er die Fäden seiner Geschichte weiter spinnt...verschwinden die Wände und das Zimmer ...und ihr befindet euch mitten IM Wald...ihr nehmt die Gerüche der Bäume wahr, hört die Vögel zwitschern...und folgt seiner Geschichte als Protagonisten, nicht als Zuschauer...
Ich hoffe, so habt ihr eine Vorstellung, wie es mir ergangen ist :DEs fällt mir schwer, seinen Schreibstil sonst in Worte zu fassen. Er schreibt mit großer sorgfalt und sein facettenreichtum hat mich wirklich erstaunt. Die Story und die Sprache sind anspruchsvoll aber dennoch gut zu lesen. Zu keinem Zeitpunkt, der 863 Seiten, habe ich mich gelangweilt oder wusste, wie es in der Geschichte weiter geht. Herrlich undurchschaubar! Die Atmosphäre dieses Buches, hat mir wirklich sehr sehr gut gefallen- düster, lebensfroh,humorvoll,traurig, ihr merkt verschrobener kann es kaum werden;)
Nun kommen wir zu dem Hauptprotagonisten-Kovthe, Reshi, Kote. Er hat viele Namen während seiner unzähligen Reisen angenommen. Seine Eltern nannten ihn aber einst Kovthe. Einen passenderen Hauptprotagonisten könnte ich mir für diese Geschichte gar nicht vorstellen. Er ist humorvoll, düster, sensibel, einfühlsam, grausam, pflichtbewusst, ich könnte diese Liste noch endlos weiterführen- das Wort vielschichtig trifft es aber glaub ich ganz gut. Ich konnte mit ihm lachen, ich konnte mit ihm weinen, ein wirklich rundum absolut gelungener Charakter. Auch die Nebenprotagonisten haben es in sich und sind eine Bereicherung für die Geschichte.
Ich kann nicht mehr viel sagen. Dieses Buch ist der erste Teil einer Trilogie, ich kann es kaum abwarten, die nächsten Teile zu lesen! Ich empfehle dieses Buch wirklich jedem der auf High-Fantasy der extra Klasse steht. In anderen Pressestimmen aus der Brigitte heißt es "Der Platz neben Tolkien ist jetzt besetzt" . Dem stimme ich im vollen Maße zu! Ich ziehe meinen Hut vor so einem Autor, setze ihn wieder auf, und ziehe ihn gleich nochmal.
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am 2. März 2016
Warum ein Buch bewerten, dass schon so dermaßen viele positive Bewertungen hat? Dazu muss ich etwas weiter ausholen.

Es war einer meiner seltenen freien Tage und ich wollte ihn nutzen, um in die Therme zu fahren. In die nächste richtig schöne Therme (ich meine nicht Eine, wo man mit hundert Leuten in einem für Mikrobiologen "aufregenden" Tümpel treibt). Diese liegt etwa 50 Minuten Zugfahrt entfernt. Also Karte gelöst und ab in den Zug. Dann nahm ich mein iPad zur Hand und suchte mir eine schöne Lektüre. Dabei stieß ich auf Patrick Rothfuss Buch "Der Name des Windes". Ich hatte diesen Autor bisher überhaupt nicht wahr genommen. Bei so vielen positive Stimmen landete das Buch 15 Minuten später auf meinem iPad/Kindle. (Ja das ist lange. Haben Sie schon mal versucht mit O2 im Zug Empfang zu bekommen?)
Die Zugfahrt ging los und ich war wie gefesselt. Es kam, wie es kommen musste: Fahrscheinkontrolle mitten auf der Strecke. Da ich nie Schwarz fahre war das natürlich kein Problem, bis die nette Dame meinte "Der Fahrschein gilt aber nur bis Dissen, wir sind kurz vor Bielefeld." Ich war so verwirrt, dass die Dame mir nicht mal ansatzweise Absicht unterstellte. An ihre Worte kann ich mich noch gut erinnern. "Der Name des Windes? Von Patrick Rotfuss? Sie lesen auch Fantasy?"
Wir schwatzten eine Weile und ich bekam keine Strafe (Wie sie richtig vermuten: Es handelte sich nicht um die Deutsche Bahn).
Nachdem ich in den nächsten Tagen die vorliegenden Bände gelesen hatte, versuchte ich es weiter mit anderen Büchern bekannter Fantasyautoren. Ich hatte wieder richtig "Feuer" gefangen. Doch keines konnte mich wieder so begeistern.

Die Bücher von Patrick Rothfuss sind jene seltenen Exemplare, die man gerne zwei, drei oder gar viermal ließt. Jeder Satz ist ein Genuss und zergeht auf der Zunge wie Erdbeereis. Er ist ein Meister der Worte, vielleicht mehr, aber bestimmt nicht weniger! Kaufempfehlung für alle Bände (und Hörbücher)!
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am 28. Oktober 2008
Dieses Buch erzählt die Geschichte von Kvothe, dem berühmtesten Zauberer seiner Zeit. Ein eifriger Chronist trifft Kvothe eher zufällig in einem abgelegenen Gasthaus und lässt sich dessen Lebensgeschichte in drei Tagen erzählen. Dabei erfährt er die Geheimnisse des Mannes, den die Menschen der zivilisierten Welt als "den Blutlosen", "den Arkanen" oder "den Königsmörder" bezeichnen.
An diesem ersten Tag der Erzählung geht es vor allem um die Kindheit und Jugend Kvothes sowie seine Zeit an der Universität. Dabei wird die tragische und dramatische Vorgeschichte des einst berühmtesten Zauberers erzählt, der sich auf der Suche nach dem Namen des Windes und dem Geheimnis der sagenumwobenen Dämonen befindet.

Viele Elemente dieses Romans kommen einem aus zahlreichen Fantasy-Geschichten sehr vertraut vor. Besonders die Erlebnisse an der Universität finden sich so ähnlich in vielen anderen Geschichten dieses Genres. Das Besondere an diesem Buch ist aber, dass es Patrick Rothfuss gelingt, die Geschichte Kvothes spannend, geistreich und auf literarisch gehobenem Niveau zu erzählen. Der Spannungsbogen gönnt einem kaum eine Ruhepause, die einzelnen Episoden sind teils phantastisch, teils märchenhaft, teils witzig und oftmals ziemlich düster und bedrückend.

Kurz gesagt: Dieser Roman lebt und erzählt nicht irgendeine abgedroschene Geschichte.

Mir ist bewusst, dass dieser Satz oftmals leichtfertig (und meist zu unrecht) in Zusammenhang mit Fantasyliteratur ausgesprochen wird, doch in diesem Fall ist er wirklich angebracht: Das ist das beste Stück Fantasy, dass ich seit Tolkiens "Herr der Ringe" habe lesen dürfen.
So ist der Roman nicht umsonst mit Preisen überhäuft worden und vom neuen deutschen Literaturpapst Dennis Scheck in "Druckfrisch" sehr empfohlen worden.

5 Sterne für einen großen Fantasyroman verbunden mit der Hoffnung, dass die nächsten Teile dieses Niveau halten können.
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