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am 21. Januar 2008
Ein erstklassiger Roman, so viel sit sicher!
Am Anfang mag man von den vielen ähnlich klingenden Namen etwas verwirrt sein, man mag den Beginn Christopher Tolkiens leichtfinden, doch all das ist nicht einmal im Geringsten ein Negativaspekt, der einen das Buch linbksliegen lassen würde.
Man kann viele Stilelemente erkennen, doch vor allem Lehren aus dieser Geschichte ziehen. Man kann sich in, vor allem die Hauptperson, besonders gut hineinversetzen aber auch Parallelen entdecken.
Durch dieses Meisterstück an Literatur kann man auch zu sich selbst finden;
Dies ist nur sehr selten der Fall.
Mit "Die Kinder Húrins" kann man niemals etwas falsches machen und es erzählteinem, nebenbei bemerkt, auch noch mehr über die Welt Tolkiens und Mittelerdes.

Meiner Meinung nach ist überhaupt kein Zweifel daran, dass dieses Werk auf meiner "Most Wanted Liste", mit Abstand, ganz oben ist.
Meine Empfehlung lautet daher klipp & klar: zugreifen!
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am 11. Mai 2013
und in der Geschichte versinken ohne das man weiß, wie die Zeit vergeht, so sollte ein Buch geschrieben sein, kann ich nur empfehlen
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am 1. Juni 2016
Ein echter Klassiker, habe ihn regelrecht verschlungen unbedingt kaufen Leute super Buch das man gelesen haben muss, reicht an Goethe ran !!!
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am 27. Juni 2017
Beschreibung

Im Ersten Zeitalter von Mittelerde, tausende Jahre vor dem Ringkrieg, gelangt Morgoth an die Macht und ein Krieg gegen die Elben und Edain beginnt. Nach einer schrecklichen Schlacht wird Húrin von Morgoth gefangen genommen und seine gesamte Familie mit einem Fluch belegt.

Das Schicksal führt Húrins Sohn Túrin schon in jungen Jahren zu den Elben. Dort wächst er zu einem stolzen jungen Mann heran, der seinen Mut schon bald im Kampf gegen die böse Macht Morgoths und den Drachen Glaurung unter Beweis stellt.

Meine Meinung

Die Geschichter über „Die Kinder Húrins“ nimmt für J. R. R. Tolkien einen großen Stellenwert ein, jedoch wurde sie zu seinen Lebzeiten weder fertig gestellt, noch veröffentlicht. Sein Sohn Christopher hat sich dem Vermächtnis seines Vaters angenommen und die bestehenden Fragmente zu einer fortlaufenden Geschichte zusammengefügt und ergänzt. Ein Vorwort erläutert die Zusammenhänge sowie die zeitliche Einordnung der Geschichte, außerdem sind Anhänge mit Stammbäumen, einem Namensverzeichnis und einer Karte beigefügt, die das Werk komplettieren.

Die Erzählkunst Tolkiens weicht in „Die Kinder Húrins“ etwas von dem detailreichen Stil, wie wir ihn aus „Der Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“ kennen ab.

Mich erinnert Tolkiens Schreibstil hier sehr stark an eine Sage oder Legende, denn Tolkiens Sprache ist sehr altertümlich gehalten, zudem betrachtet man die Geschichte mit größerem Abstand zu Protagonisten und Plot, so dass man keinen direkten Zugang zu den einzelnen Figuren erhält und das Geschehen wie aus der Vogelperspektive betrachtet.
Die heroische Geschichte über das Geschlecht der Beor und den Krieg gegen die dunkle Macht Morgoths hat mich von der ersten Seite an gefesselt und auf eine spannende Reise durch das erste Zeitalter Mittelerdes, etwa 6500 Jahre vor dem Ringkrieg, mitgenommen. Im Mittelpunkt steht Túrin, der Sohn von Morwen und Húrin, sowie die Entwicklung in Beleriand. Ganze Städte werden von Morgoth vernichet und Túrins Schicksal ist der Kampf gegen diesen mächtigen Feind. Als Elbenfreund und großer Krieger macht er sich in den unterschiedlichsten Gegenden Beleriands einen Namen. Doch der Fluch von Morgoth überschatten sein mutiges und stolzes Wesen mit einer dunklen Seite.

Nachdem ich erst kürzlich „Der Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“ nochmals gelesen hatte, habe ich es sehr genossen meine Füße nun wieder auf Mittelerdes Boden setzten zu können und einen umfangreicheren Einblick in die ersten Tage und Schlachten zu erhalten. In meinen Augen eignet sich die Geschichte vor allem für Tolkien Fans die tiefer in die Vorgeschichte Mittelerdes eintauchen möchten. Einem Neuleser würde ich daher empfehlen, zuerst mit den beiden genannten Werken zu beginnen.

Fazit

Eine Sage aus dem ersten Zeitalter Mittelerdes die eine Bereicherung für jeden Tolkien-Fan ist!
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am 22. Juni 2017
Das Buch stand schon seit langer Zeit in meinem Regal, aber nachdem ich von „Das Silmarillion“ eher weniger begeistert war, habe ich das Lesen von diesem Roman immer wieder aufgeschoben. Jetzt wo ich es endlich gelesen habe, bin ich froh dass ich es damals in einem kleinen Comic-Laden gefunden habe!

Worum geht’s? In der Welt des ersten Zeitalters wird die Macht des dunklen Feindes Morgoths immer stärker und sein Schrecken breitet sich weiter über die Lande Beleriands aus. Ein Opfer dieser Schreckenstat wird der Mensch Húrin, welcher von Morgoth in Ketten gelegt wird. Die Jahre vergehen und sein Sohn Túrin macht sich auf in den Kampf gegen das Böse. Doch neben Morgoth selbst gibt es noch weitere Feinde die unter seiner Macht den Tod und unheilvolles Leid über die Länder bringen.

Zunächst möchte ich einige Worte zu der Ausgabe dieses Buches schreiben. Wir auch schon bei anderen Veröffentlichungen von Tolkien, finden wir wieder weitaus mehr vor, als nur eine Geschichte. Ein schöner Anhang mit Stammbäumen, Karten, Glossar, ein ausführliches Nachwort zur Entstehung dieses Buches und wundervolle Zeichnungen von Alan Lee füllen dieses Buch und zeigen dem Leser, mit wie viel Hingabe diese Texte veröffentlicht werden. Zu den Stammbäumen und Karten muss ich sagen, dass ich wirklich froh bin, dass es sie gibt, denn ich habe mehr als einmal einen Blick drauf werfen müssen, um die Geschehnisse genauestens nachverfolgen zu können. Und ausnahmsweise werde ich auch ein Wort zur Gestaltung des Covers verlieren: Das Buch hat einen sehr schönen verzierenden Goldrand, welches die Illustration von Alan Lee umgibt. Diese Bild passt natürlich auch zu den Bildern die wir im Buch finden. Das Cover finde ich wunderschön und es freut mich, dass auch das im Juni erscheinende Buch „Beren und Luthien“ das gleiche Design haben wird.

Da ich vor einigen Jahren bereits das Lesen von „Das Silmarillion“ nach 150 S. aufgegeben habe, hatte ich zunächst etwas Angst davor, dass mir dieses Buch ebenfalls nicht zusagen würde, da ein Teil der Geschichte bereits als Teil des Silmarillions veröffentlicht wurde. Doch schon nach den ersten paar Seiten wurde mir klar, dass diese Angst hier unbegründet ist. Der Schreibstil und die Geschichte konnten mich von Anfang an packen und mich in die Welt von Tolkien entführen. Die unzähligen Wesen, Orte und Ereignisse faszinieren mich immer wieder und ich finde es meisterhaft, wie Tolkien das alles in seinen Büchern miteinander verbindet. Und ich muss sagen: nachdem ich „Die Kinder Húrins“ beendet habe, war mir klar: Ich gebe dem Silmarillion noch eine dritte Chance. Ich will mehr von dem ersten Zeitalter wissen, will mehr Heldengeschichten und mehr von den Erschaffungen Tolkiens!

Auch in diesem Buch werden wieder sehr sehr viele Namen und Orte erwähnt, die recht ähnlich klingen. Jedoch kam ich in diesem Buch damit viel besser zurecht, da dieses Buch sich (im Gegensatz zu Silmarillion) nur auf ein Ereignis im Krieg gegen Morgoth konzentriert. Hierbei handelt es sich vor allem um den Kampf von Túrin, Húrins Sohn. Die Tochter Nienor tritt zwar erst gegen Ende des Buches richtig in Erscheinung, jedoch hat sie hier einen wichtigen Einfluss auf die Geschichte, so dass der Titel des Buches doch noch passend wird. Davor fand ich den Titel immer etwas unpassend, da es wie gesagt hauptsächlich um Túrins Abenteuer ging. Übrigens möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass man es lieber lassen sollte, das Kapitelverzeichnis zu lesen, da dieses meiner Meinung nach, viel zu viel verrät.

Ich kann leider an dieser Stelle nicht mehr zu diesem Buch sagen, außer dass ich es wirklich sehr gut gefunden habe und es jedem Tolkien-Fan weiterempfehlen kann muss! Und auch sonstige Fans des Fantasy Genres werden sicherlich ihre Freude mit dem Buch haben.
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am 2. Dezember 2008
Das Buch ist mein absoluter Fovourit,
das Hörbuch ist ist dazu sehr ausfühlrich, und mit 7 CDs, einer Laufzeit von 484 Minuten erfreulich in der Spiellänge.
Hierbei wird also das gesamte Buch wiedergegeben und in den meisten Fällen auch gut betont und ausgesprochen.
Das Booklet ist ebenfalls ausführich ausgearbeitet und beinhaltet eine Begleitung über Autor, Sprecher und Anhäng, wie Stammbäume, Karte und Namenliste.
Über dies hinaus gibt es auch hier einen Kommentar des Christopher Tolkien, des Autors Sohn ujnd des "Endschreibers".

Das Design ist recht schlicht gehalten, jedoch erscheint es außergewöhlich edel.

Der Umfang als auch die Geschichte selbst machen dieses Werk zu einem der besten.
Die, meiner Meinung nach, beste Geschichte des Abendlandes (n.Chr.) wird hier ziemlich gut wiedergegen und Besticht durch seine Fülle und der Handlung selbst.
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HALL OF FAMEam 22. Dezember 2009
Was für eine fantastische Welt ist da dem Autoren J. R. R. Tilkien aus der Feder entsprungen? Seinen Herrn der Ringe habe ich mehr als 100x gelesen, das Silmarillon mehr als 50x und DIE KINDER HURINS, welche teils im Simarillon und in den Bänden der verschollenen Geschichten Teil 1 & 2 Erwähnung finden sind mir mehr als präsent und bekannt. Mit dieser Vertonung des kompletten Stoffs der Geschichte um HURIN UND SEINE KINDER ist eine weitere Facette von J. R. R. Tolkiens Meisterwerken nun als Hörbuch erschienen. Für wahre Tolkien Fans wird an dieser Ausgabe kein Weg dran vorbei führen.

Das große Böse ist noch aktiv in Mittelerde, wir schreiben noch das Erste Zeitalter und Melkor oder vielmehr Morgoth ist noch da und spinnt seine Ränke und bösen Zauber. Er nimmt Hurin gefangen und verflucht ihn. Sein Sohn, der tapfere Turin tritt in die Geschichte ein und versucht das Blatt des Schicksals zu wenden.

Gerd Heidenreich liest diesen Text voll düsterer Spannung und echtem Heldentum gegen ein maßloses und übergroßes Böse kongenial und einfühlsam Wort für Wort. Die vollständige Lesung nimmt den Zuhörer mit und zeigt ihm wahrhafte Liebe und echte Gefahr im Angesicht des ultimativ grausamen Melkors.

Hurins Auftritt in der Geschichte ist kurz aber er initiiert eine Geschichte, welche große Kreise zieht und Turin sein Sohn wird ohne es zu wissen von Melkor benutzt und alles endet in einer totalen Zerstörung. Die Macht Melkors und seine schwarzen Zauberränke sind so omnipräsent, dass es schwer ist sich ihnen zu entziehen. HURINS KINDER ist ein ganz grandioser Stoff voller Poesie, tiefer Verzweiflung und großen Gefühlen, als wäre er wie gemacht für eine Oper.

Freunde von Tolkien werden den Stoff, hier vorgetragen und grandios intoniert von Gerd Heidenreich, lieben und schätzen, sie werden mit Hurin und Turin leiden und lachen, mitfiebern wenn es in die Schlacht geht und versuchen dem Bösen zu widerstehen, obwohl man weiß das es aussichtslos ist - doch gerade da liegt die große Tragödie in diesem Stoff - das Unmögliche wagen, das Böse zu bekämpfen obwohl man weiß das man gegen es scheitern muss und am Ende sei hier Iluvatar zitiert: und so sei sich Melkor bewusst, dass all sein Treiben und Tun nur meinen Zielen dient und am Ende wird er erkennen das alles nur dazu gedient hat, meinen Plan die große Dimension zu verleihen und dann die ganze Schönheit meiner Schöpfung offenbar wird".

Iluvatar hatte am Ende recht und wenn das letzte und größte Lied gespielt werden wird, werden alle Töne rechtens sein und der Glanz der Schöpfung wird auf alle herab strahlen. Hurin und Turin sind dann ein Teil der Geschichte und ihr Wirken und Leben haben die große Musik erst zu dem gemacht was sie dereinst sein wird.

Sehr empfehlenswert!
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am 27. Mai 2007
Es ist durchaus lohnenswert, dieses gute Stück "künstlicher Heldenepik" zu lesen. Zwar, und dies sei als eindeutige Einschränkung gekennzeichnet, stellt es nur eine erweiterte Neuzusammenstellung zum Großteil bereits veröffentlichten Materials aus dem "Silmarillion" dar, doch erscheinen Húrins Kinder keineswegs zu uninteressant, um ihnen ein eigenes Buch zu widmen. Interessant ist das Werk, in dem vornehmlich die Geschicke Túrins von seiner Geburt bis zu seinem Tod geschildert werden, vor allem für den Tolkinliebhaber, sicherlich auch für Philologen oder Freunde der Fantasyliteratur schlechthin. Denn Tolkien realisiert in diesem Werk heldenepische Merkmale am reinsten. So ist es nur konsequent, seinen Protagonisten in einen genealogischen Kontext einzubetten, ihn mit Krieg und Leid zu konfrontieren, bis er sich seinem, und nur seinem, Gegner zu stellen hat. Konsequent nimmt sich auch das Ende aus: Anders als im "Hobbit" oder im "Herrn der Ringe", wo das kleine Volk um Bilbo und Frodo heroische Muster allenthalben durchbricht, wird Túrins eigenständige Geschichte denn auch zur Gänze erzählt. Und ja: gut erzählt. Sprachlich einfach wie elegant werden essentielle Aspekte des Lebens eines Helden beschrieben und - nicht zuletzt - hervorragend von Alan Lee illustriert.
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am 4. Juli 2016
Während die Fantasy-Romane “Der Herr der Ringe” und “Der Hobbit” zu den größten Bestsellern aller Zeiten zählen und nicht zuletzt durch die Verfilmungen unermesslichen Ruhm erlangten, ist ein weiteres Werk J. R. R. Tolkiens, “Die Kinder Húrins”, nahezu unbekannt. Nur die wenigsten, die das Silmarillion, das “Alte Testament” Mittelerdes, wie man es wegen seines Stils nennen könnte, angefangen haben, kamen wohl bis zur dort ebenfalls zusammengefassten Geschichte von Turin Turambar, welche im vorliegenden Buch in ihrer ganzen Länge dargestellt wird. Tatsächlich wurde “Die Kinder Húrins” zu Tolkiens Lebzeiten nicht mehr veröffentlicht, geschweige denn gänzlich abgeschlossen. Vielmehr hinterließ er eine Reihe von mehr oder minder langen Fragmenten – darunter auch eine angefangene Fassung in pseudomittelalterlicher Stabreimdichtung. Sein Sohn Christopher Tolkien aber, der nach seinem Tod die zahlreichen unveröffentlichten Werke verwaltete, fasste die vorliegenden Stücke zu einer durchgehenden Geschichte zusammen, welche sich problemlos als homogener Roman lesen lässt. Die genauen Umstände der Entstehung werden zur Freude des interessierten Lesers im Anhang eingehend erläutert.
Die Handlung spielt im Ersten Zeitalter Mittelerdes, also Jahrtausende vor den berühmten Geschichten “Der Hobbit” und “Der Herr der Ringe”. Lange bevor Sauron zur Macht des bösen Nummer 1 wurde, bedroht dessen ehemaliger Gebieter Morgoth die Welt, in gewohnter Absicht, alles Leben zu unterjochen. Schauplatz ist das Land Beleriand, welches ebenfalls in den späteren Romanen längst nicht mehr existiert – so kann man fast schon von einer eigenen Fantasy-Welt sprechen; einzige offensichtliche Anknüpfungspunkte sind Verwandtschaftsverhältnisse vorkommender mit altbekannten Personen wie Elrond oder Galadriel, welche aber persönlich nicht in der Handlung vorkommen. Ebendiese Verhältnisse werden recht ausführlich, der vielen Namen wegen mitunter verwirrend, im Vorwort erläutert. Hobbits kommen nicht vor, Zwerge sind bloß nebensächlich – indes sind die Elben die dominierende Rasse des alten Beleriands. Im Zentrum aber steht eines der noch jungen und eher bedeutungslosen Menschengeschlechter, das Volk Húrins nämlich, vor allem dessen Sohn Túrin. Nachdem Húrin infolge der “Schlacht der ungezählten Tränen” von Morgoth gefangen genommen wurde, verflucht jener seine Familie – der tapfere Sohn Túrin, der zum großen Krieger aufsteigt, muss dies alsbald ausbaden. Wir folgen diesem über eine Reihe von Jahren hinweg ins Elbenreich Doriath, zu einer Bande von Geächteten und schließlich der untergehenden Stadt Nargothrond. Es endet mit der Konfrontation Túrins mit dem grässlichen Drachen Glaurung, dessen Macht schon seine Schwester Nienor in den Wahnsinn getrieben hat.
Der Stil des Buches ist eigenwillig, genau genommen Tolkien pur: Weniger ähnelt “Die Kinder Húrins” einem modernen Fantasy-Roman, als vielmehr einem altertümlichen Epos wie etwa den mittelalterlichen isländischen Sagas. Zahlreiche Namen samt Abstammungs- und Verwandtschaftsverhältnissen werden genannt, die selbst ein fantasybegeisterter Leser sich nur schwerlich merken kann – doch da nur eine Handvoll Figuren wirklich relevant ist, schadet dies dem Verständnis kaum. Die Perspektive des Erzählers ist distanziert, mehr Bericht als szenisches Erzählen, doch die Atmosphäre bleibt gewahrt. Hingegen leidet die Spannung durchaus unter den schon im Inhaltsverzeichnis sichtbaren Kapiteln mit so unmissverständlichen Namen wie “Belegs Tod” – dass Beleg schließlich stirbt, überrascht dementsprechend nicht wirklich. Trotz dieses archaischen Stils lässt sich das Buch recht schnell durchlesen, zumal die Handlung kaum 200 Seiten umfasst, denn man gewöhnt sich daran.
Erhältlich ist das Buch in einer Hard- und einer Softcoverausgabe, die sich entsprechend auch im Preis unterscheiden. Auch das Softcover ist jedoch von edler Aufmachung, ersichtlich etwa durch die goldenen Rahmen am Umschlag und die hochwertigen Illustrationen von Alan Lee (dessen Darstellungen auch schon als Vorbilder für die Verfilmungen dienten).
Fazit: Eine auf jeden Fall lohnenswerte Anschaffung und Lektüre für Fantasy- und Tolkien-Fans, wenn auch durch den komplexen Kontext und den altmodischen Stil recht anspruchsvoll.
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am 29. April 2007
Dreißig Jahre nach Tolkiens Tod hat sein Sohn und literarischer Nachlaßverwalter Christopher Tolkien nun aus verschiedenen nachgelassenen Fragmenten ein und derselben Geschichte einen durchgehenden „Lesetext“ der Geschichte der Kinder Húrins zusammengestellt oder vielmehr in archäo-philologischer Kleinarbeit rekonstruiert.

Das Ergebnis wird vielfach als Tolkiens erster „neuer“ Roman seit drei Jahrzehnten angepriesen, doch diejenigen, die einen zweiten Herrn der Ringe erwarten, dürften enttäuscht werden. Die Kinder Húrins spielt etwa 6000 Jahre vor dem Herrn der Ringe und erzählt in archaisch-epischem Stil die Geschichte der Húrin Kinder Túrin und Niénor, die durch einen Fluch des Dunklen Herrschers Morgoth ins Verderben geführt werden. Die tragische Geschichte der Familie Húrins steuert unerbittlich und unausweichlich auf ihr dramatisches Ende zu, und es gibt nur wenige Szenen, die nicht von einer düsteren und verhängnisvollen Atmosphäre durchzogen sind. Hier gibt es keine Momente des Comic Relief und keine Hobbits, aber dafür viele bittersüße Momente von großer Tragik.

Kein moderner Roman, sondern vielmehr ein klassisches Heldenepos, dass an Tragik und Dramatik mit jeder griechischen Tragödie konkurrieren kann. Die dem eigentlichen Buchtext beigefügten Vor- und Nachworte sorgen dafür, dass auch Tolkien-Laien sich zurechtfinden und die Geschichte würdigen können. Keine leichte Lektüre, dafür aber umso lohnender.
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