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TOP 500 REZENSENTam 24. September 2014
Das Buch "Hypnose erleben" erschien 1981 als letzter Teil einer Triologie, die mit "Hypnose: Induktion - Therapeutische Anwendung - Beispiele" sowie dessen Nachfolger "Hypnotherapie. Aufbau, Beispiele, Forschungen" ihren Anfang nahm. Alle drei Bücher entstammen der Schmiede dessen Autorenduos Milton Erickson (1901-1980) und dessen noch heute lebenden Schülers Ernest Rossi (*1933). Die Triologie entstammt den Meisterjahren Ericksons (70er Jahre) und ist insofern als auch schlichtweg ihrem Inhalt das Highligt im Milton-Erickson-Universum. Andere Bücher wie "Der Februarmann", "Meine Stimme begleitet Sie überallhin" oder auch die gesammelten Schriften in sechs Bänden konnte mich weniger mitreißen (Zu den Gründen habe ich mich in jeweils dazu geschriebenen Rezensionen geäußert). Auch Sekundärliteratur wie "Hoffnung und Resilienz: Therapeutische Strategien von Milton H. Erickson" konnte mich nicht wirklich mitreißen. Vielleicht weil Erickson selbst eine unheimlich präzise und anschauliche Art hat(te), zu sprechen, aber auch zu schreiben. Jemand, die allzu sehr versucht, es zu systematisieren und es in Modelle zu verpacken, macht mehr kaputt als das er etwas klarer macht.

Insofern ist es für mich relativ verwunderlich, dass dieses 1981 im Original (nach Ericksons Tod) erschienene Buch bislang wenig Aufmerksamkeit erhielt. Ist es doch der dritte und damit finale Teil der Triologie. Ein möglicher Grund könnte die späte Übersetzung ins Deutsche sein. Während die Vorgänger "Hypnose" und "Hypnotherapie" jeweils zeitnah nach dem Erscheinen der Originale ins Deutsche übersetzt wurden, geschah dies mit Abschluss des Dreiteilers erst 2004 (!).

Neben der späten Übersetzung sehe ich zwei Gründe für wesentliche Gründe für die geringe Aufmerksamkeit und Rezeption, die das rezensierte Buch enthielt. Zum einen werden mehr einfach Geschichten erzählt und die Implikationen dem Leser überlassen, als das explizit die Regeln herausgestrichen werden (Obgleich dies auch geschieht). Zum anderen schreckt der Begriff "Hypnose" wohl einfach bis heute viele Menschen ab. Verantwortlich dafür sind leider vor allen Dingen Showhypnotiseure, die im Fernsehen und auf Bühnen auftreten, um dort ein Bild von Hypnose zu vermitteln, dass mit der Hypnose als Therapieform (heute) schlicht garnichts mehr zu tun hat.

Das Buch ist für mich leider der Beweis dafür, dass die besten Veröffentlichungen abseits des Mainstreams und der Aufmerksamkeit der meisten Menschen/Fachleuten stattfinden. Teils führt dieser Umstand leider auch dazu, dass manches Buch garnicht mehr aufgelegt wird. Dieser Tragödie zum Opfer gefallen sind etwa Ronald D. Laings "Knoten", Ross Ashbys "Einführung in die Kybernetik" und das sogar etwas populäre Buch "Die Kunst, sich schlecht zu fühlen" von Dan Greenburg. Zu anderen zeigt es (ebenfalls bedauerlicherweise), dass schon vor über drei Jahrzehnten manch wichtiges Gesetz und manch gute Einsicht formuliert wurde, die ich heute zumindest in der Praxis vermisse. Die nach der Publikation aber oftmals aber auch in der Fachliteratur nicht mehr so aufgegriffen wurde. Für mich ist es immer wieder erstaunlich gewesen, welche Weisheiten der Altmeister auspackt und deren Begegnung man sich manches Mal in der fachlichen Praxis wieder wünscht. Ein Beispiel:

"Demnach sollten Sie auch einfach anfangen und den Patienten das herausarbeiten lassen, das dessen persönlichen Bedürfnissen entspricht, nicht auber dem , was Ihrer Auffasung nach nützlich für ihn wäre. Schreiten Sie nur dann ein, wenn er versucht, sich selbst zu zerstören." (Seite 22)

Manches erinnert an Traumatherapieansätze, die sich in Deutschland erst Anfang des 21. Jahrhunderts langsam ausdehnten. Ein Beispiel ist etwa dieses:

"Deshalb verwende ich die glücklichen Erinnerungen der Vergangenheit, um den Patienten zu lehren, die verschiedenen traumatischen Erlebnisse umfassend und vollständig zurückzuholen. Ich lasse ihn die traumatischen Erlebnisse vollständig wieder erinnern, dann dränge ich sie wieder zurück, lasse sie ihn wiederum erinnern und schließlich wieder verdrängen. (...) Das bedeutet, dass es Ihnen freigestellt ist, die Erinnerung wieder herzustellen, sie wiederum zuzudecken, erneut hervorzuholen und wieder zuzudecken, bis der Patient schließlich genügend Stärke gewonnen hat, um jeglicher Angelegenheit ins Auge zu sehen." (Seite 24)

Dies erinnert mich sehr stark an den Stellenwert der Stabilisierungsphase in der Traumatherapie, das dortige Verständnis von Pendeln oder Zirkulieren (Stabilisierung, Konfrontation, Integration Restabilisierung usw.) oder die dort verstandene Notwendigkeit, möglichst alles zu erfassen und als Teil der Geschichte/Persönlichkeit anzuerkennen.

Ich habe die Beispiele bewusst so gewählt, um zu zeigen, dass es garnicht so sehr darum geht, andere oder sich selbst hypnotisieren zu können. Das ist völlig randständisch im Buch. Viel mehr geht es um Prinzipien für erfolgreiche Therapien, ein gelungenes soziales Miteinander oder Verständnis innerpsychischer Dynamiken.

Aufgrund des Werts des Buchs bin ich froh, dass es im Gegensatz zu den sechsbändigen gesammelten Schriften Ericksons noch weiter produziert und publiziert wird. Lesenswerter als manch neue Erscheinung auf dem Buchmarkt!!! Was mich besonders beeindruckt, ist die Kombination von Bescheidenheit, tiefgreifenden Denkanstössen und einer hohen Lesbarkeit mittels seichtem Humor, Geschichten, Metaphern usw.. Bei der Überlegenheit, die Erickson zu Lebzeiten und speziell zur Entstehungszeit der genannten Triologie innehatte, könnte er erheblich selbstbewusster, ignoranter und eingebildeter auftreten. Genau dies passierte ihm - vielleicht aufgrund seiner Bodenständigkeit durch einfach Verhältnisse in der Kindheit - nicht.
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am 19. November 2004
Mehr als 300 geballte Seiten zu Nutzung der in Trance veränderten Bewusstseinszustände.
Zu den Schwerpunkte gehören indirekte Methoden und einige Tranceinduktionen.
Ernest Rossi macht auf die von den anderen Titeln bekannten Art und Weise die Arbeit von Milton H. Erickson greifbar. Fragen und Antworten bringen dem Leser die praktischen Möglichkeiten in ihrer Fülle näher.
Ein Buch das in die Sammlung und regelmäßig in die Hände gehört.
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am 2. Juni 2016
Ziemlich einseitig, lange nicht so gut wie andere Bücher von Erickson/ Rossi. Dieses beschränkt sich nahezu auf die Erreichung der Handlevitation, es geht eigentlich gar nicht so sehr um die Veränderung/ Heilung von psychischen/ seelischen Problemen von Patienten, sondern vordergründig um die "Symptome" der Hypnose selbst.
Kein schlechtes Buch (wenn man die anderen von Erickson nicht kennt), aber sicher nicht das best von bzw. über diesen Therapeuten.
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