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TOP 500 REZENSENTam 6. September 2017
Die Traumatherapie stellt ein ganz besonderes Feld im weiten Bereich der Psychotherapien dar. Kaum eine andere Spielart moderner Veränderungskünste stellt mehr Herausforderungen an die oder den Therapeutin/-en. Die psychodynamisch imaginative Traumatherapie nach Luise Reddemann dürfte man mittlerweile schon als Standardwerk in der Literatur zur modernen Traumatherapie bezeichnen. Die Ärztin beschreibt nicht nur die Entstehung und die Auswirkung von Trauma auf eine sehr lesenswerte, detailreiche Art und Weise, sondern präsentiert mit dem von ihr entwickelten Therapieverfahren auch einen wundervollen Ansatz, um den durch Trauma pathologisierten Menschen Linderung (wenn nicht gar Heilung) zu verschaffen.

Ausführlich, gut erklärt, hilfreich und dennoch nicht vom hohen akademisch – ärztlichen Ross herab geschrieben, sondern ein Therapiemanual aus der Praxis, für die Praxis. Chapeau, Frau Reddemann - ein Buch, das jeder professionelle Therapeut in seinem Regal stehen haben sollte!
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am 1. November 2012
Hallo,

als ergänzende Lektüre zu meiner Fortbildung zum systemischen Therapeuten und im eigenen Interesse gönnte ich mir das Buch von Luise Reddemann, um die man bei dem Thema auch nicht wirklich darum herum kommt. Die drei wichtigsten Elemente/ Erkenntnisse für mich persönlich waren a) eine betonte (und bei systemischen Ansätzen sehr beliebte) Ressourcenorientierung, die sich bei Traumapatienten kontraproduktiv auswirken kann (habe ich selbst so erlebt), b) die Bedeutung der Achtsamkeit, des Gewahrseins und des Aspektes der Sicherheit in der Traumatherapie und letztlich die Ego-State-Therapie als wesentlicher Bestandteil für die PITT (weiterführend zur Ego-State-Therapie Jochen Peichl 2007: Innere Kinder, Täter, Helfer & Co).
Zum Buch selbst: Es ist klar strukturiert, es startet mit einer Einleitung, die klarstellt, worum es gehen wird, wie sich das Buch von anderen Herangehensweisen und Einstellungen abgrenzt und worin das Ziel einer Traumatherapie nach Reddemann liegen soll. Im zweiten Kapitel geht es um die "PITT und Positive Psychologie", eher jedoch um das dahinter stehende Menschenbild und die notwendige Haltung des Therapeuten/ der Therapeutin.
Die Kapitel 3 bis 6 folgen dem therapeutischen Prozess, hier: Beginn/ Beziehungsaufnahme - Ich-Stärkung/ Stabilisierung - Konfrontation - Integration. Reddemann legt eine sehr detaillierte Beschreibung dieses Prozesses vor, die sowohl die persönliche Erfahrung der Autorin als auch ihr Spektrum an Methoden widerspiegelt. Die Autorin wird nicht müde, immer wieder auf die Sicherheit des Patienten/ der Patientin hinzuweisen - das sehr einfühlsame Vorgehen will vor allem in der Konfrontationsphase gut überlegt und mit der Klientin oder dem Patienten abgesprochen und "abgesichert" sein. Eine Fallgeschichte bringt das Vorgehen praktisch näher.
Die kürzeren Kapitel 7 bis 10 wenden sich an die Selbstfürsorge des Therapeuten/ der Therapeutin (Kapitel 7). Auch her steht die Sicherheit, die eigene gute Verankerung im Prozess im Vordergrund. Es folgt ein Kapitel zu spezifischen Problemen (Paare, suizidale PatientInnen, SuchtpatientInnen), dann "genderspezifische Gesichtspunkte" (Kapitel 9) sowie einiges zu der "PITT in der stationären Behandlung".
Ein Wermutstropfen: Das häufige Wechseln des Geschlechtes im Text (Patient, Patientin und PatientIn) fand ich ablenkend, bisweilen nervig. Das war sicherlich im Sinne der "Political Correctness" gemeint, für das Leseverständnis ist es jedoch phasenweise kontraproduktiv.

Das Buch lebt von der immensen Erfahrung von Luise Reddemann und dem klaren Standpunkt, den sie in ihrer Arbeit mit Traumatisierten vertritt, sowie dem klaren, durchstrukturierten Vorgehen. Das Buch ist ein ausgereiftes Manual, dem ich eine weite Verbreitung wünsche.

Viele Grüße
Stephan Peters - kommunizieren mit System
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am 20. Oktober 2013
Endlich mal ein praxisorientiertes Therapiebuch das durch Weitsicht glänzt und ohne Dogmatismus auskommt. Frau Prof. Luise Reddemann schildert übersichtlich und strukturiert in verständlicher Sprache, die wichtigsten, therapeutischen Grundlagen im Umgang mit schwerst traumatisierten Klientinnen. Ihr gelingt es wissenschaftliche Aspekte mit Herz und Verstand zu verbinden.
Ein rundum empfehlenswertes Fachbuch!

Monika Bausch
(Kunsttherapeutin)
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TOP 500 REZENSENTam 9. Januar 2014
Luise Reddemann ist sicher eine der prominentesten Traumatherapeutinnen in Deutschland. Langjährige Chefin einer Klinik in Bielefeld, danach Professorin in Klagenfurt.
In den 80ger Jahren, als immer mehr traumatisierte junge Frauen (es waren mehr Frauen)in ihre Klinik kamen, begab sie sich auf Reisen und suchte bei anderen Therapeuten, wie diese mit dem Thema umgehen.
Für die imaginativen Übungen haben sicher hypnotherapeutische Kollegen (Erickson, Zeig, Gunter Schmidt aus Heidelberg), Anregungen gegeben. Ich glaube aber, dass die imaginativen Übungen, der wesentlichste Beitrag Luise Reddemanns zur heute vielfach angewendeten Traumatherapie ist.
Mittlerweile hat sie auch ein Buch mit dem Kindertherapeuten Krüger zusammen geschrieben.
Ein kleines Buch zur Einführung in das Thema „Traumatherapie“, hat sie mit der ehemaligen Kollegin Dehner-Rau zusammen geschrieben und natürlich die CDs mit den Übungen besprochen und herausgegeben. Die für manche vielleicht als Stabilisierung nach einer Therapie dienen, oder für andere vielleicht auch ohne Therapie, schon hilfreich sind.
Ich habe das erste Buch von Frau Reddemann, bereits vor über 10 Jahren gelesen. Ich fand ihren Stil sehr erfrischend, nicht überzogen theoretisch. Ein bisschen Theorie, zumal wenn es sich um ein Buch handelt, das für Therapeuten geschrieben wurde, muss natürlich sein.
In einem neueren Buch, „Die inneren Kinder retten“, von Gabriele Kahn, bedankt sich diese bei Reddemann, für das was sie von ihr gelernt hat. Das habe ich gern gelesen, es zeigt aber auch, dass es kreative Mitstreiter/innen gibt, die diese Übungen durchaus eigenständig weiter entwickelt haben. Hierbei denke ich z.B. an Ursula Gast und Jochen Peichl.
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TOP 1000 REZENSENTam 18. April 2011
Während Reddemann`s Buch "Imagination als heilsame Kraft" an Laien richtet, ist das vorliegende Manual an Fachleute gerichtet (Wie die Autorin zu Anfang selbst schreibt). Es ist für Laien allerdings dennoch gut lesbar und ohne größere Gefahren umsetzbar (Zumindest auf die eigene Person).

Menschen, die die zugehörige und gleichnamige CD mit Imaginationsübungen besitzen, kann ich unbedingt zu dem Buch raten. Denn es enthält einige wesentliche Hinweise, die für die Anwendung der Imaginationsübungen wesentich und leicht zu übersehen sind. Mir passierte es während des vorigen Hörens der zugehörigen Übungen z. B. häufig, dass ich mich mit früheren Ich-Zuständen identifizierte. Dies soll nicht geschehen. Es kann mit früheren Zuständen agiert werden und die eigene frühere Person in andere (imaginierte) Umwelten wie den sicheren Ort oder eine "ideale Kindheit" überführt werden. Dabei behält man jedoch stets die Perspektive der erwachsenen und heute sicheren Person bei (Dies beugt auch Flashbacks und einem Rückfall in frühere Muster vor). Der Ansatz von Reddemann darf dabei nicht als Verdrängung oder Negierung der Kindheit verstanden werden, die tatsächlich stattgefunden hat (Insbesondere müssen schlimme Erfahrungen in ihrer Schwere ernstgenommen werden und dürfen keinesfalls irgendwie negiert werden). Im Ansatz geht es um eine alternative Kindheit und mögliche Geschehnisse, wie sie hätten sein können.

Von manchen Kritikern Reddemanns wird erklärt, es sei unsinnig, sich etwas (z. B. in Form einer imaginierten lieben Helferin) "vorzumachen" (Der Ansatz von Reddemann wird heute aber weitestgehend angenommen, positiv bewertet und in Teilen in andere Therapien übernommen). Zur Kritik des scheinbaren Flüchtens in eine "Scheinwelt" muss ich deutlich eines einwerfen: Mit was man sich gegenwärtig befasst, bewirkt auch in starkem Umfang, welche Teile der eigenen Vergangenheit man gerade wahrnimmt. Stelle ich mir etwa eine "ideale Bekannte" vor, die mich liebevoll in den Arm nimmt, so verbinde ich damit auch andere positive Erfahrungen in meinem Leben (z. B. freundliche Umarmungen meiner Kommilitoninnen oder schöne Erfahrungen ganz anderer Art.). In einem Vortrag verglich Gunther Schmidt die eigenen Erfahrungen und die Fokussierungen darin mit einem dunklen Raum, in dem man mit einem gezielten Lichtstrahl verschiedene Dinge wahrnehmen kann. Letztlich beeinflusst das dadurch hervorgerufene Empfinden auch nochmals, wie weit man sich in der Gegenwart orientieren und dort handlungsfähig ist.

In Abständen gibt es immer wieder kleine Abschnitte mit Fragen und Antworten darauf. Die Fragen setzen sich zusammen aus solchen, die häufig gestellt werden und anderen, die naheliegend wären. Die Antworten fallen stets prägnant, aber sehr treffend und befriedigend aus.

Durchgängig verweist Luise Reddemann immer wieder darauf, wie man die Dinge in andere Therapieansätzen sieht (z. B. der Ego-State-Therapie). Dabei erklärt sie hier und da dann auch, weshalb sie bestimmte Ansätze nicht übernehmen oder selbst umsetzen kann. Die Teile im Buch gefielen mir recht gut. Denn sie geben einige Anstösse, welche anderen Ansätze ebenfalls interessant wären und welche Sichtweisen alternative Kollegen haben und praktisch umsetzen.
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am 25. September 2012
Habe mir das Buch bestellt, da wir immer mehr Patienten mit traumatischem Hintergrund aufnehmen, auch wenn es nicht die Hauptindikation ist. Da ich aber erst am Anfang meiner Ausbildung stehe, brauchte ich einfach ein paar mehr Infos aus der Praxis. In dem Buch findet man sowohl verständliche Theorie als auch viele praktische Hinweise zum Umgang mit den Patienten, welche mich sehr erleichtert haben. Also eine Empfehlung an alle Interessierten!
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am 4. November 2015
Ich arbeite in der Therapiearbeit und finde die imaginative Traumatherapie für einige Klienten sehr gut. Das Buch ist klar strukturiert und gibt viel Hintergrundwissen über die imaginative Traumatherapie.
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am 8. Januar 2016
Sehr praxisorientiertes Lehrbuch mit vielen Anregungen für die Therapie von traumatisierten Menschen. Wie eigentlich immer bei Frau Reddemann ist auch dieses Buch sehr gut lesbar und verständlich.
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am 17. August 2014
EIn muss für alle die in der Traumatherapie arbeiten oder sich dami beschäftigen. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
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