Hier klicken Sale Salew Salem Hier klicken Sonderangebote Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos Learn More TDZ Matratzen Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle PrimeMusic AmazonMusicUnlimited longss17

Kundenrezensionen

3,4 von 5 Sternen
43
3,4 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:18,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 12. November 2015
"Ich bin zwar erst auf Seite 29, aber die Geschichte hat mich schon jetzt.. Ich glaube, es wird wieder so ein Buch, bei dem ich mich bremsen muss, weil ich sonst nicht schlafe.. ^^ Ich kann (bisher) keinen Humor entdecken, denn dafür ist mir das Thema zu ernst.., aber vielleicht lese ich dieses Buch auch einfach nur mit anderen Augen..
Ich bin noch (lange) nicht fertig mit dem ersten Teil, aber ich bin gespannt, wie sich das alles entwickelt.." > Das waren meine ersten Gedanken zum Buch. Leider haben sich diese Gedanken ganz schnell geändert. :(
Mir gefällt die Ich-Schreibweise ziemlich gut. Nur habe ich gedacht, dass dadurch von Stines Emotionen vielleicht ein bisschen mehr rüber kommen, aber sie kommt irgendwie fast emotionslos rüber.. - schade. :(
Ansonsten liest sich das Buch recht schnell. Nur diese einfachen Sätze stören mich ein wenig - aber genau dadurch kommen halt auch keine Gefühle rüber. (bei mir)
Stine kommt mir auch irgendwie nicht wie 20 vor, eher jünger.. Ihr ganzes Verhalten ist für mich nicht wirklich erwachsen..
Ich finde das Ende vom Ende irgendwie komisch.. =/
Es ist zu viel, was auf einmal passiert - dadurch wirkt die Geschichte noch unrealistischer.. =/ Es kommt mir so vor, als ob noch Seiten gefüllt werden mussten..
Das Kennenlernen zwischen Stine und ihrer Mutter passt zum Gesamteindruck des Buches: er ist einfach emotionslos.
Mir hat das Buch im Endeffekt nicht gefallen. Es las sich leicht, aber teilweise musste ich mich dazu aufraffen, es wirklich zu Ende zu lesen.
Das, wofür ich mich eigentlich beworben habe, nämlich Stine's Entwicklung mitzuverfolgen, hat meiner Meinung nach komplett gefehlt. Schade.. :(
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 16. Februar 2012
'Vielleicht bin ich sogar nur eine schlechte Laune meines Vaters, ein ärgerlicher Zufall seiner Biografie, ein überflüssiger kleiner zickiger Fisch, ein Stint.'

Inhalt:
Stine ist das Resultat eines Abenteuers zwischen ihrem Vater Reiner und Colombe, einem Au-pair aus Frankreich. Ihre leibliche Mutter kennt sie nicht, und sie lebt mit dem Vater und seiner neuen Frau, der Alkoholikerin Ramona, in Hamburg. Nach dem Tod der Großeltern erbt Stines Vater genug Geld, um sich seinen großen Traum zu erfüllen - er und Ramona eröffnen einen Imbiss. Und dieser Imbiss soll eines Tages in Stines Besitz übergehen, aber sie möchte gern aus der Welt des Vaters ausbrechen und sehnt sich nach einem anderen Leben.

Mein Eindruck:
Eine Bewertung von 'Das Schwein unter den Fischen' fällt mir verhältnismäßig schwer, denn einerseits liest sich Ramadans Roman flüssig und unterhaltsam, die Protagonisten sind herrlich skurril, der schwarze Humor hat mir sehr gut gefallen und Stines Innenleben wurde authentisch und nachvollziehbar geschildert. Andererseits bleibt nach der Lektüre ein ungutes Gefühl zurück, ich hatte die Empfindung, etwas habe gefehlt, ich wurde in die Geschichte hinein und dann einfach wieder heraus katapultiert. Auch die oft sehr explizite, ordinäre Sprache ist sicherlich nicht jedermanns Sache.

Mein Resümee:
Eine interessante Geschichte, die meiner Meinung nach jedoch noch unausgereift ist. Kann man lesen, muss man aber nicht.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Februar 2012
Es ist länger her, seit mich ein Buch so richtig begeistert hat. Jetzt ist es wieder soweit: Jasmin Ramadans Roman ist vom ersten Satz an ein Lesegenuss. Es war an meinem dreizehnten Geburtstag, als Ramona eine Tiefkühltorte föhnte ..." Herrlich!

Gekonnt verbindet die Autorin den eigentlich tragischen Hintergrund der Erzählerin Celestine - genannt Stine oder Stint - mit einem humorvollen und flüssigen Erzählstil.

Ramadan hat ein überragendes Gefühl für absurde Szenen. Wenn etwa Stines Vater Ramona verfällt, als diese sich einen Mett-Rest hinters Ohr reibt und säuselt: Eau de Schwein. Diese Momente genieße ich als Leser. Ich würde ständig innehalten, um diesen Genuss länger wirken zu lassen. Wenn der lebendige und fesselnde Stil mich nicht ständig zum Weiterlesen drängen würde.

Eine brillante Tragikomödie mit intelligentem Witz und ernstem Hintergrund. So absurd manches Detail anmutet, bleiben die Charaktere doch glaubwürdig. Und das ist die Stärke von Ramadan: Sie beobachtet genau und schildert ihre Figuren immer wohlwollend. Unabhängig davon, wie sie handeln. Der Leser spürt, dass die Autorin ihre Figuren als Menschen ernst nimmt. Sie weckt das Gefühl, die Personen könnten jeden Moment um die nächste Straßenecke kommen.

Deshalb folgen wir auch der schrägen Entwicklung der Geschichte, ohne sie in Zweifel zu ziehen. Jemanden erpressen, um einen Job bei einem Pflegedienst zu bekommen? Kann passieren. Ein Mettbrötchen mit einem lachenden Gesicht als väterlicher Liebesbeweis? So ist das Leben.

Unbedingt wollen wir mehr erfahren über Stines schräge Familie: Vater Reiner mit seiner Gefährtin Ramona, Oma Senta und Tante Trixi, die von der Mutter verstoßen wurde, weil sie lesbisch ist. Wird Stine ihre Mutter Colombe kennen lernen?

Der Roman erzählt von einer jungen Frau, die ihren Platz in der Welt sucht. Von eigenwilligen und ehrlichen Menschen. Er sticht heraus aus dem Meer der Bücher. Eindeutig etwas Besonderes. Für mich ist Jasmin Ramadan DIE Entdeckung. Dieses Buch muss gelesen werden. Da gibt es keine Alternative.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. August 2012
... für dieses brilliante, schräge Buch sollte man sich aber unbedingt entscheiden!

Celestine -kurz Stine genannt- hat eine ziemlich absurd-durchgeknallte Familie, in der sie sich behaupten muss, aber auch ihren eigenen Weg finden will. Die einzelnen Personen wie ihren Vater, ihre Tante oder ihre Stiefmutter beschreibt Jasmin Ramadan so witzig und trocken ironisch, dass es bei aller Überzogenheit eben genauso nicht wirkt, sondern einfach nur gnadenlos komisch rüberkommt.

Die absurdesten Situationen beschreibt die Autorin so herrlich trocken und intelligent, dass ich mich ab und zu an John Irving, den Meister der geschriebenen Situationskomik, erinnert fühlte. Auch sprachlich hat mir das Buch sehr gut gefallen, es zeichnet sich durch jede Menge feinen Sprachwitz, ironisch-trockenen Humor aber auch feinste Rhetorik aus.

Absolute Leseempfehlung - von Inhaltsangabe, Klappentext und Cover her hätte ich mich nie für das Buch entschieden, glücklicherweise hat mich eine Freundin beinahe gezwungen, das Buch zu lesen - für mich eine absolute Entdeckung! Von der Autorin werden wir hoffentlich noch viel hören und lesen. Den 'Förderpreis für Literatur' hat sie absolut zu Recht bekommen - wer dieses Buch nicht liest, ist selbst Schuld!
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. März 2012
"In das Schwein unter den Fischen" wird uns das Leben von Celestine, kurz Stine geschildert. Ihre Mutter verließ sie gleich nach der Geburt, so dass sie bei ihrem Vater Reiner und ihrer Stiefmutter Ramona aufwächst. Stine hat es nicht leicht, denn ihre Familie ist doch sehr durch geknallt. Vater Reiner, der regelmäßig arbeitslos ist, träumt von einem eigenen Imbiss, Stiefmutter Ramona ist ständig besoffen und betrügt ihren Mann, Oma Senta mag niemanden so richtig (was auf Gegenseitigkeit beruht), Tante Trixi ist exzentrisch und lesbisch noch dazu. Im gesamten Buch tauchen zahlreiche Charaktere auf (noch viel mehr als die oben genannten), die alle doch recht verrückt, aber dennoch liebenswert sind.

Nachdem Oma Senta das Zeitliche segnet, erfüllt sich Reiner seinen lang ersehnten Traum, nämlich den eigenen Imbiss. Endlich hat die Arbeitslosigkeit ein Ende, doch damit alles klappt, müssen alle mit anpacken, insbesondere Stine. Doch so hatte sich Stine ihr Leben nach dem Abi nicht vorgestellt. Versauern im fettstinkenden Imbiss ihres Vaters? Wird Stine ihren eigenen Weg finden? Wird Ramona doch nochmal trocken werden und mit anpacken im Imbiss? All das und viel mehr erfahrt ihr beim Lesen dieses tollen Romans.

Und für den Leser bleibt auch etwas zurück, denn der Grundgedanke des Buches ist: Niemand kann sich seine Familie aussuchen und jeder ist selbst dafür verantwortlich wie gut oder schlecht er im Leben zurechtkommt. Jeder ist seines Glückes Schmied wie man so schön sagt.

Der Schreibstil ist einfach gehalten, weiß aber dennoch zu fesseln.

Das Buch spiegelt das heutige Leben in all seinen Facetten wider, man fühlt mit, leidet und vor allem gibt es jede Menge Augenblicke, in denen man einfach nur schmunzeln muss.

Meine Lieblingscharaktere aus dem Buch werden wohl auf ewig Lilli und Heinrich sein und mir noch lange in Erinnerung bleiben.

Einziges Manko des Buches: für ein Klappbroschur ganz schön teuer.

Fazit: Tolles Buch über das Leben selbst. Muss man gelesen haben.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. April 2012
Also dieses Buch hat wahrlich eine Tendenz zu Polarisieren! Ich könnte mich vorstellen, dass die Menschen, die es zur Hand nehmen, es entweder nicht mehr weglegen oder es nach den ersten zehn Seiten wieder weglegen. Es werden sozialschwache Familien aufgeführt, eine spezielle insbesondere, und in Verbindung damit eine Heranwachsende namens Stine und wie sie den nicht unbedingt leichten Alltag leistet.An sich ein Thema, das nicht gerade zum ersten Mal auftaucht und doch ist dieses Buch doch eine ganz andere Liga als die "Reality"-Soaps im Privatfernsehen uä. Das Buch ist herrlich verworren,skurrill und nimmt sich selbst nicht zu ernst, es versucht auch nicht nach irgendwelchen Richtlinien zu gehen genauso wie die Charaktere des Buches. Einen Lob an die Autorin, die diese hervorragend herausgearbeitet hat! Etwas was mir mißfiel waren die Sprünge im Buch,auch ich musste teilweise zurückblättern um der Handlung zu folgen...Den Schluß find ich äußerst originell, auch hier unterscheidet sich das Buch von dem "Otto-Normalvebraucher-Buch". Es hört einfach mitten im Geschehen auf, ohne Happy End und ohne furchtbare Tragödien mit einem kurzen anschließenden Epilog zu den einzelnen Charakter...Sehr passend, unterhaltsamn und gelungen.. Lest zwischen den Zeilen!!!
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. März 2012
Die Hauptfigur Stine macht sich Gedanken wie sie aus dem Moloch der absurden Familienverhältnisse aussteigen und ein eigenes Leben führen kann. Manchmal macht sie sich heimlich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter... Sie begibt sich auf eine Selbstfindung und lernt aus den Erfahrungen und Weisheiten der Menschen, denen sie dabei begegnet und findet dadurch den Weg aus ihrem Gefühls-und Gedankenchaos.

Ich hab mich köstlich amüsiert mit dem Buch und einige Male herzhaft gelacht, weil die Personen im Buch zwar skuril sind, aber auch mehr oder weniger in jedem Bekanntenkreis Vorbilder finden... Und es gibt Personen in diesem Buch, die ich mir in meinem Bekanntenkreis wünsche!!!

Vom Titel und dem Klappentext her erwartete ich eine einfache, recht flache Geschichte mit einem schrägem Humor... Schnell entdeckte ich es als die Geschichte einer Selbstfindung gespickt mit den Lebenserfahrungen der verschiedensten Leute und sehr tiefsinnigen Gedankengängen. Okay der Wortlaut ist manchmal etwas derb und vorlaut, aber das macht das Buch auch irgendwie aus.

Schon am Anfang findet sich auch die Erklärung wie es zum Buchtitel kam und ich denke es ist ein gutes Bild, dass die Protagonistin Stine auch ein Schwein unter den Fischen ist... nämlich etwas besonderes, dass sich aus der Masse hervorhebt und nicht mit der Masse mitschwimmt!

Gerade die anscheinend gefühlskalte Schreibweise verbirgt für mich sehr viele Gefühle, ich finde zwar Stine sehr schräg in ihrer Art, aber dennoch mochte ich sie. Sie passt einerseits in ihre Umgebung, andererseits aber so überhaupt nicht. Stine polarisiert. Stine rüttelt an dem Weltbild ihrer teils spießigen teils absurden Umwelt.

Eine Geschichte voller Sarkasmus, Ironie und Gegen-den-Strom-Schwimmen... das macht es für mich zu einem Buch, bei dem mir nicht viele aus meiner Umgebung einfallen, denen das gefallen würde... aber ich mochte das Buch richtig gerne! Auch das Buch selbst ist ein Schwein unter den Fischen: Es hebt sich von den anderen hervor, es polarisiert und es rüttelt am Weltbild!

Das Buch machte mich neugierig auf die Autorin, die mir bis dato noch fremd war und ihre vorherigen Bücher sind umgehend auf meinem Wunschzettel gelandet.

Ich vergebe 4 von 5 Punkten, denn ich fand das Buch sehr gut' kann es nur leider nicht jedem empfehlen, weil es sicher kein Buch für jeden Typ Leser ist!!!
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Februar 2012
Stine hat es mit ihrer verrückten Familie nicht leicht. Sie lebt mit ihrem Mentholzigaretten rauchenden Vater Rainer, ihrer Stiefmutter Ramona, die Alkoholikerin ist und fremdgeht, sowie der sich mit Zwiebelmett zu Tode fressenden Katze zusammen. Ihre Mutter kennt Stine nicht, da sie sich kurz nach ihrer Geburt aus dem Staub gemacht hat. Die Katze ist das einzige, was Stine von ihrer Mutter geblieben ist. Stine weiß nicht so recht, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Sie möchte gerne ihre Mutter suchen, hat aber Angst, ihrem Vater damit weh zu tun. Durch ihren neuen, durch Erpressung verschafften, Job lernt sie jedoch ihre erste große Liebe kennen und stellt sich den Herausforderungen des Lebens.

Mir fällt es sehr schwer etwas über dieses Buch zu sagen. Die Leseprobe hat mich total begeistert, daher war ich vom kompletten Buch umso enttäuschter. Den Anfang fand ich noch sehr witzig und toll geschrieben, aber das hatte sich schnell erledigt. Vom anfänglichen Witz ist leider schon früh nichts mehr übrig geblieben.

Mich konnte weder der seltsame Schreibstil noch die Handlung, die sich sehr in die Länge zieht, richtig überzeugen. Das Buch ließ sich zwar recht gut lesen, aber ich war froh, als ich endlich damit durch war. Ich fand die Handlung gegen Ende des Buches einfach zu übertrieben.

Fazit: Kann man lesen, muss man aber nicht!!!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. April 2012
Eine furchtbar schräge Familie
Celestine (genannt Stine) wurde von ihrer Mutter schon nach der Geburt verlassen. Seitdem lebt sie bei ihren Vater Reiner, der seinem Traum vom eigenen Imbiss erfüllt hat und gerne sein angelerntes Halbwissen aus pseudowissenschaftlichen Magazinen zum Besten gibt, und ihrer alkoholliebenden Stiefmutter Ramona, die Reiner betrügt ohne Scham und Anmut. Ihre Tante Trixi, Schwester von Reiner, ist lesbisch, lebt ein frivoles Leben und wurde schon früh von Oma Senta, die keinen leiden und keiner leiden kann, rausgeworfen. Celestine selbst lebt in den Tag hinein und fristet ein tristes Leben und weiß nicht, welche Wege sie im Leben einschlagen soll. Insgesamt also eine ganz interessante und irgendwie durchgedrehte Familie voller Irrungen und Wirrungen, die sich durch alle Charaktere des Romans ziehen.

Denn eins ist bei 'Das Schwein unter den Fischen' klar: Jeder hat einen gehörig an der Waffel, leidet unter Neurosen, Psychosen oder anomal wirkenden Verhaltensmustern, die manchen Psychologen aufschreien lassen vor Angst oder Interesse. Doch so verrückt die einzelnen Figuren sind, kann sich jeder in ihnen wiederfinden. Jeder hat Wiedererkennungswert, hat seine eigenen Eigenheiten, seien sie positiv oder negativ. Erleben tut der Leser diese seltsamen Persönlichkeiten durch die Augen von Celestine, die ihr Leid oder ihr Dahinleben schildert und erzählt, oft witzig und sarkastisch, manchmal bitterböse und auch zickig und pampig, ganz ihrer Persönlichkeit entsprechend. Die Protagonistin wächst dabei einen ans Herz und kommt einen wie eine gute Freundin vor, deren Art und Weise man doch mehr hasst als liebt.
Die Handlung selbst ist dabei nicht so leicht so fassen. Einen richtigen roten Faden gibt es nicht, so wie auch Stine keinen Leitfaden für ihr Leben hat und selbst nicht weiß, was sie wirklich will. So lebt sie einfach in den Tag und nimmt das was kommt, so wie es ist. Man möchte sie anschreien, dass sie etwas aus ihrem Leben machen soll und sie tut es doch nicht so richtig. Die eigentliche Handlung besteht eher in den Begegnungen mit den verschiedenen Menschen in ihrem Umfeld, deren Vielfältigkeit und Kuriosität einen Gruselkabinett für Clowns gleicht. Sei es der schwule Schönheitschirurg mit der Leidenschaft für Rollkragenpullis mit Kunstmotiven, der pseudochristliche Chef in einer sozialen Einrichtung mit Doppelmoral oder doch ein jugendlicher Erotomane mit Drang zur Perversion und Selbstverwirklichung. Ein jeder unterhält einen, bringt Witz und Spaß in die Geschichte und sind doch die eigentliche indirekte Kritik an der Welt dort draußen.
Aber was will jetzt uns Jasmin Ramadan damit sagen? Schon bei der Einordnung des Romans wird es schwer. Es geht manchmal derb, wiederum witzig, sarkastisch, dann wieder kritisch und dann doch irgendwie Anti-Pop-like umher. Sozialphilosophie auf ihren Zenit zwischen Beziehungskriegen und fehlender Selbstreflexion wie 'relativierung. Man könnte Tragikomödie sagen, aber es würde 'Das Schwein unter den Fischen' nicht gerecht werden.
Vielmehr ist der Roman an kleiner Aufruf an uns selbst, uns zu akzeptieren wie wir sind, unsere Familie so zu nehmen, wie sie nun einmal ist, denn aussuchen kann man sich sein familiäres Umfeld nicht. Ob man in der reichen, armen, intelligenten oder ' so böse die Soziologie auch klingen mag ' aus bildungsfernen Schichten kommt ist nicht wichtig, sondern was man aus seinen Mitteln und damit seinen Leben macht. Man ist selbst verantwortlich für das, was man tut und nicht andere. Seinen Lebensweg muss man selbst entscheiden.
So wird der Roman von Jasmin Ramadan nicht nur zu einen witzigen und unterhaltsamen Roman über das Leben selbst, sondern gleichzeitig ein vielschichtiges und überspitztes Schaubild unserer Gesellschaft, blank, roh und oftmals crazy.

Fazit
'Das Schwein unter den Fischen' ist ganz sicher kein Roman für Jedermann. Nicht jeder wird den Wahnwitz mögen und nicht jeder wird mit den Charakteren warm werden. Manche werden einfach sagen: Eine Gruppe lauter kaputter Typen ohne Sinn und Verstand. Doch hinter der Fassade verbirgt sich die Wahrheit.
Ein Roman über Menschen, die einen Weg im Leben suchen. Ein ungewöhnlicher und literarisch hochwertiger Roman über die Irrungen und Wirrungen des Lebens. Eine Anomalie und Besonderheit in der Literatur, die nicht für jeden gemacht ist, aber jeden betrifft. Eine klare Leseempfehlung für alle, die etwas Spezielles und Einzigartiges in der Literaturwelt suchen.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. März 2012
Stine wächst bei Ihrem Vater Reiner und ihrer Stiefmutter Ramona auf. Ihre Mutter, das französische Au-Pair Colombe, ist nach ihrer Geburt verschwunden und hat sie an ihren Vater übergeben. Nach dem Tod ihrer Oma erfüllt Reiner sich einen Traum und eröffnet mit seinem Erbe einen Imbiss. Nachdem Stine ihr Abitur bestanden hat und nun nicht weiß, was sie mit ihrem Leben anfangen soll, arbeitet sie zunächst bei ihrem Vater im Imbiss und übernimmt immer mehr Schichten der alkoholkranken Ramona. Sie spürt, dass sie dies nicht auf Dauer machen möchte, will jedoch auch ihren Vater nicht verletzen. Als sie entdeckt, dass Ramona eine Affäre hat, erpresst sie sich einen Job bei deren Liebhaber. Dieser bringt sie mit Lilli und Heinrich zusammen, die ihr die Augen dafür öffnen, was wichtig im Leben ist und durch die sie auch ihre erste große Liebe Enki kennen lernt.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Jasmin Ramadan schreibt schnörkellos, flüssig und teilweise auch ein wenig vulgär, was aber absolut zu Stine und ihrer Familie passt, die als ziemlich prollig beschrieben wird. Auch wenn der Humor sicherlich nicht jedermanns Sache ist, so hat er mir doch gut gefallen und ich hatte fast durchgehend Schmunzeln müssen. Im Mittelteil konnte mich die Geschichte jedoch nicht fesseln und so habe ich teilweise einfach nur drüber gelesen. Amüsant fand ich den "Was geschah danach"-Teil, auch wenn er mir einfach zu sehr "Happy End" war.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

18,95 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken