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Kundenrezensionen

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am 28. August 2012
Submarino – Eine Foltermethode, bei der der Kopf einer Person bis zur Erstickungsgrenze unter Wasser gedrückt wird.
Und genauso erdrückend sind die Lebensgeschichten von Nick und seinem Bruder.

Aber erst ein mal zum Cover. (Taschenbuch)
Zu sehen ist, links oben, ein älterer Mann mit Vollbart der sehr hart wirkt. Neben ihm, rechts oben, steht der Name des Autors und in kleineren und feineren Worten darüber das „Urteil“ von Jörg Böckem. Den meisten Platz jedoch nimmt der Titel ein, der in 3 Teile (SUB-MAR-INO) in großen weißen sowie brüchigen Druckbuchstaben vor einem schwarzen Hintergrund steht.
Die Inhaltsangabe finde ich nur teilweise passend.
So ist z.B. Nick bei der äußeren Inhaltsangabe der ältere Bruder und bei der inneren der Jüngere, auch bei ihrer Begegnung ist nichts davon zu lesen das sie einen Neuanfang starten wollen und auch das Nick weiß was er will empfinde ich so als nicht ganz richtig.

Bevor der Prolog anfängt ist vorher noch kurz die Definition von Submarino zu lesen.
Der Prolog lässt einen kurz aber intensiv in die Welt von Nick eintauchen, was ohne die ganze Geschichte zu kennen einen erst einmal sehr wirr vorkommt.
Danach geht es auch gleich mit dem 1. Teil von 2en los. Dieser trägt die Überschrift Ivan, welcher der Bruder von Nicks Ex-Freundin Ana ist.

Nick ist ein Ex-Knacki der in einem schäbigen Wohnheim am Stadtrand von Kopenhagen Übergangsweise wohnt. Wenn er nicht gerade in seinem kleinen Zimmerchen sitzt und Alk trinkt ist er in der Muckibude oder bei seiner Flurnachbarin Sofie, die ihn gerne etwas verwöhnt.
Aus dem nichts heraus entschließt er sich eines Tages Ivan, der Bruder seiner Ex, ein wenig zu Helfen, ihn zu Begleiten und teilweise ihm auch ein Freund zu sein.
Er geht mit ihm essen, hört sich seine Geschichten an und kauft ihm Männerhefte und geht sogar mit ihm auf die Suche nach einer bereitwilligen Professionellen.
Doch Sympathisch wurde mir Nick trotzdem nicht. Er bleibt bei seiner derben Art, trotz Knastaufenthalt ist er weiterhin bereit dinge mit Gewalt zu regeln. Auch seine Wortkargheit gegenüber anderen ist nicht gerade eine positive Eigenschaft.
In der Inhaltsangabe wird erwähnt das Nick weiß was er will. Dem Stimme ich nur teilweise zu, denn ja, er will hart trinken und wahrscheinlich auch hart trainieren aber wird man so hart gegen die ganze Welt ?
Wahrscheinlich eher nicht.
Er wirkte auf mich eher so das er nicht weiß was er will und ziemlich lustlos den Leben gegenüber steht. Wenn das eine eben nicht klappt mach ich das andere. Dies ist nicht nur auf Situationen bezogen sondern auch auf seine umliegenden Kontaktpersonen.
Des Weiteren erzählt Nick kurze Episoden aus seinem damaligen Leben zusammen mit Ana und von seiner Kindheit zusammen mit seinem Bruder und dem schwerwiegenden Schicksal das sie durchmachen mussten.

Ab circa der Hälfte beginnt der 2. Teil mit der Überschrift Martin, welches der Sohn von Nicks Bruder ist.

Nicks Bruder ist Heroin abhängig und seit einer Weile alleinerziehender Vater. Seinen Namen bekommt man leider bis zum Schluss nicht heraus so das er immer nur als Bruder da steht. Was ich sehr Schade finde, denn auch er erzählt von seinem Alltag und seinem früheren Leben, von seiner Frau und den Drogen und von seiner Kindheit und dem selben Schicksalsschlag den auch sein Bruder Nick die ganze Zeit beschäftigt.
Auch er ist kein Sympathieträger, denn auch wenn er sich unter den herrschenden Umständen gut um seinen Sohn Martin kümmert ist und bleibt er eben doch auch ein Fixer. Des Weiteren rutscht er durch seine Sucht in die Beschaffungskriminalität und Raubt ältere wehrlose Ladys aus.

Zusammengefasst haben beide Brüder mächtige Probleme mit ihrem Leben klar zu kommen und stehen beide eher am Rande der Gesellschaft. Verantwortlich für diese Misere könnte man das Milieu in dem sie groß geworden sind, die Alkoholkranke Mutter, den Selbstmörderischen Vater, die Gesellschaft allgemein, ect. machen, doch eine Gewisse Mitschuld bleibt. So wird der Namenlose Bruder nach einer relativ längeren Abstinenzzeit wieder rückfällig und beeinflusst somit auch das weitere Leben seines Sohnes für das er eig. nur das beste will. Und auch Nick gefährdet durch seine Art mit Menschen umzugehen und die gewisse Gleichgültigkeit dabei Personen die es sicherlich nicht verdient haben.
Der Schreibstil von J. T. Bengtsson ist dabei sehr derb aber keinesfalls unpassend, macht es einen doch nur bewusst in welcher Situation bzw. in welchen Milieu sich die 2 befinden. Einzig die Satzlänge hat mich etwas gestört. Die Sätze waren sehr kurz und meist sehr abgehackt wodurch meiner Meinung nach auch einiges an Emotionen verloren gegangen ist. Auch der Lesefluss war somit ein wenig beschwerlicher, der Verlauf der Geschichte blieb jedoch rasant.
Der 1. Teil wird aus der Sicht von Nick erzählt und der 2. Teil aus der Sicht seines Bruders. Allerdings sind auch in beiden Teilen Dialoge vorzufinden. Die einzelnen Kapitel sind nicht sehr lang und springen öfters mal in der Zeit vor und zurück.
Mir persönlich hat dabei der 2. Teil “Martin“ besser gefallen. Der Verlauf war interessanter und die Schreibweise nun auch nicht mehr so ungewohnt.

Empfehlen würde ich Submarino von J. T. Bengtsson jeden der sich dafür interessiert was ein Strudel aus Gewalt und Hoffnungslosigkeit und zeitgleich ein misslungener Kampf alles besser machen zu wollen anrichtet.
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am 30. April 2012
Dieses Buch sollte niemand lesen, der zartbesaitet oder psychisch instabil ist. Auch niemand, der ein Happy End erwartet. Denn dieses Buch ist düster, depressiv, schockierend und es gibt absolut nichts Positives oder Heiteres. Alles endet in furchtbaren Katastrophen.
Erzählt wird das Leben zweier Brüder, das von Kindesbeinen an von emotionaler Vernachlässigung, Gewalt, Alkohol und Drogen bestimmt wird. Als Leser ist man schockiert über so viel Schreckliches, gleichzeitig berührt von den Gefühlen dieser beiden jungen Männer. Nick, der jüngere, trauert um seine verlorene Liebe Ana und "kümmert" sich um ihren Bruder Ivan - es endet in einer Katastrophe. Sein älterer Bruder, ein alleinerziehender heroinabhängiger Vater, liebt seinen kleinen Sohn über alles, ist aber nicht in der Lage sich um den Jungen zu kümmern. Wiederum nimmt es ein schreckliches Ende.
Die Gewalt und Brutalität dieser Geschichte wird unterstrichen durch die harten, kurz gehaltenen Sätze, die den Inhalt sehr eindringlich rüberbringen.
Ich denke, dies ist ein Buch, das polarisiert. Nicht jeder wird es aushalten diese grausame Geschichte zu lesen und zu verkraften. Mir persönlich wird es wohl noch einige Zeit "nachlaufen".
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am 28. Januar 2012
Manche Sachen werden nicht besser, wenn man darüber redet. Manche Sachen werden überhaupt nicht besser. (Seite 65)

SUBMARINO handelt vordergründig von zwei Brüdern, die landläufig als "verkrachte Existenzen" bezeichnet werden.
Der Jüngere (Nick) fristet sein Dasein als ehem. Häftling in einem Wohnheim und kümmert sich um den kleinen Bruder seiner Ex-Freundin. Er hat eine abstruse sexuelle Beziehung zu einer Zimmernachbarin.
Der ältere Bruder ist Junkie und alleinerziehender Vater eines Kindergartenkindes.

Der Autor schildert schonungs- und schnörkellos das Leben der Brüder. Bis Seite 158 kommt ausschliesslich Nick zu Wort - dann der Bruder; jeweils in der 1. Person. Dass sich Brüder in ihrer Ausdrucksweise ähneln, ist in Ordnung und natürlich. Leider hat der Autor es aber nicht geschafft, auch nur eine winzige Differenzierung in der sprachlichen Ebene, dem Duktus zu entwickeln. Das wäre wünschenswert gewesen.
Davon ab ist die Sprache sehr eindringlich und klar mit einigen treffenden Formulierungen:
Sie bemerken mich nicht. Ich wohne schon so lange hier, dass ich keinen Schatten mehr werfe.....
Keiner von uns ist harmlos. Einige haben nur nicht mehr die Chance, anderen zu schaden.....
Sie hatten erst gelacht und dann ernst gemacht......
Wir waren ganz knapp davor, glücklich zu sein.....

Es geht um traumatische Erlebnisse in der Kindheit.
Die Brüder haben Unsägliches in ihrer Kindheit erlebt und erhielten keinerlei Hilfe zur "Verarbeitung". Auch Nicks ehem. Freundin und ihr kleiner Bruder wurden als Kinder im Krieg traumatisiert - auch sie blieben damit allein.
Mit diesen denkbar schlechtesten Lebensstartbedingungen erscheint mir die Entwicklung der beiden Protagonisten eher heldenhaft.

Beide Brüder übernehmen sogar noch Verantwortung für Andere (Nick für Ivan und der ältere Bruder für seinen Sohn Martin). Sie engagieren sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten und erreichen viel, wenn man ihre Lebensumstände betrachtet. Dieses Verantwortung übernehmen kann als nochmalige Chance, als quasi Wiedergutmachungsversuch, als Beweisversuch betrachtet werden. Als Kinder haben die Brüder für ihr eigenes Empfinden (!) versagt - als Erwachsene wollen sie sich selbst zeigen, dass sie dazu in der Lage sind und nicht wieder scheitern werden....
Und am Ende gibt es wieder Kinder mit traumatischen Erlebnissen - und der Fortgang ist ungewiss.
DAS war für mich das eigentlich Wichtige an diesem Buch.
Die Brüder haben vielleicht sich, aber nicht ihre "Schutzbefohlenen" aufgegeben.
Dieses Buch gehört zu den wenigen, die mir nach dem Lesen noch besser gefallen, als währenddessen. Es hallt lange nach und verändert den Blick - GROSSARTIG.
Wüsste auch nicht, wann ich das letzte Mal einen Buchtitel als derart gelungen befunden hätte - PERFEKT.
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am 19. Dezember 2011
Bei diesem Buch wird dem Leser einiges abverlangt. Es ist sehr hart und streckenweise, trotz sehr einfacher Schreibart brutal geschrieben. Bengtsson erzählt, dass es wirklich ein jeder verstehen und begreifen kann. Genau das macht die Geschichte dann auch so kalt und unbarmherzig. Es ist nicht gefühllos. Das nicht. Dann gäbe das Buch keinen Sinn. Aber es ist hart und unnachgiebig. Der Leser ist in der Regel dankbar dafür, nicht an der Stelle der Brüder sein zu müssen.
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TOP 500 REZENSENTam 11. März 2011
Submarino ist ein Buch über zwei Brüder, die sich am unteren Rand der Gesellschaft durchs Leben kämpfen. Aufgewachsen im Kinderheim, die Mutter eine Alkoholikerin, die sich nicht um sie gekümmert hat, haben sie nicht gerade den besten Start ins Leben. Der dritte Bruder hat die ersten Monate noch nicht mal überlebt.

Der erste Teil ist aus Nicks Sicht geschrieben. Er war wegen Körperverletzung im Gefängnis, ist Bodybuilder und trainiert hart. Allerdings ist er auch dem Alkohol verfallen. Seine Freundin Ana hat ihn verlassen, als sie von ihm schwanger wurde. Er hat aber noch Kontakt zu Ivan, Anas Bruder. Die Beziehung der beiden ist geprägt von Gewalttätigkeit, aber auch einer Art Fürsorge. Bis eines Tages ein furchtbares Unglück geschieht.

Der zweite Teil wird von dem anderen Bruder erzählt. Er hat einen kleinen Sohn, Martin, um den er sich so liebevoll wie möglich alleine kümmert, da dessen Mutter tot ist. Sein großes Handicap ist seine Heroinsucht, die immer wieder dazu führt, dass er seine Vaterpflichten nicht wirklich erfüllt. Als er seine Arbeit verliert, geht es steil bergab und die Sucht wird schlimmer. Seine einzige Chance sieht er als Dealer, was er eigentlich nie sein wollte. Doch durch das verdiente Geld kann er nicht nur Essen für seinen Sohn kaufen, sondern ihm auch andere Wünsche erfüllen. Allerdings lebt er in ständiger Angst, dass er erwischt wird und ihm sein Sohn weggenommen wird.

Schonungslos, brutal und ohne Tabus geht es zur Sache. Alles dreht sich um Gewalt, Kriminalität, Drogen jeglicher Art und Sex. Ein ruheloses Treiben im Leben, immer auf der Suche, immer gehetzt. Der Schreibstil mit den kurzen prägnanten Sätzen oder auch mal nur Satzfetzen passt super zu dieser düsteren Geschichte. Lange, ausschweifende Sätze könnten das nie so gut ausdrücken.

Auf die Verfilmung bin ich schon sehr gespannt.

Mich hat das Buch sehr fasziniert, aber ich würde es nicht jedem empfehlen. Ich denke, es ist ein stark polarisierendes Buch, die einen werden es loben, die anderen verteufeln, dazwischen gibt es nicht viel.
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am 3. Februar 2011
In dem Buch "Submarino" geht es um zwei Brüder und deren Versuch zu leben.

Das Buch ist knallhart realistisch geschrieben. Zuerst dachte ich, dass das Buch vom Schreibstil her nichts für mich ist: kurze abgehackte Sätze bzw. Gedankengänge. Aber ich war ab dem ersten Kapital total begeistert von dem Buch. Der Autor benutzt eine harte, realistische und vulgäre Sprache, aber genau das ist so wie auch im richtigen Leben.

Das Buch lässt einen nicht mehr los und auch nach dem Lesen habe ich mir noch lange Gedanken darüber gemacht. Dieses Buch vergisst man nicht mehr so schnell...

Fazit: Absolut empfehlenswert!! falls man mal was anderes lesen will, als immer die gleichen klassischen Geschichten.
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am 4. Januar 2011
Zwei Brüder am Rande der Gesellschaft suchen ihr Durchkommen zu finden in Kopenhagens Wohnheimen und Drogenhöhlen: der eine Trinker und Bodybuilder, wortkarg und gewaltbereit, der andere ein alleinerziehender Vater und Junkie auf dem Sprung zu einer Karriere als Heroindealer. Beide vereint eine wenig anheimelnde Kindheit zwischen einem Leben als Heimkind und extremer Vernachlässigung durch die eigene Mutter.

Bengtsson ist ein nicht kleines Kunststück gelungen. Er bedient sich einer lakonischen und präzisen Sprache, die durch ihren Verzicht auf überladene Beschreibungen und barockes Geplänkel umso mehr Mitgefühl für seine Charaktere erzeugt. Darin liegt die größte Stärke seines Buches: Er zeigt eine harte und sicher extreme Welt, ja. Doch sie bleibt durchgehend glaubwürdig, der Autor setzt nicht auf billige Schockeffekte und operiert niemals im Schwarz-Weiß-Modus. Traumatisierte Kriegskinder sind nicht nur Opfer, Dealer sind eben auch sorgende Väter und aus liebenswerten Jungs können echte Schweine werden. Ich habe das Buch in wenigen Tagen lesen und kann nur bestätigen, dass es wirklich der dunkle Sog ist, als den es andere Rezensionen beschreiben. Von den nahezu 400 Seiten dürfte keine einzige öde dabei sein. Besonders beeindruckend ist der Drahtseilakt des älteren Bruders, dessen Leben irgendwo zwischen Vorstadtvater-Dasein vor bürgerlicher Fassade und dem nächsten Schuss oszilliert. Junkies (zumindest die dänischen) sind offenbar nicht ausschließlich kaputte Typen aus dem Bahnhofsmilieu. Man wünscht ihm wirklich, dass er es irgendwie schafft am Ende.
Angenehm ist ferner, dass der Autor vom Verlag nicht mit einer kleinen Homestory nach dem Motto "War selbst jahrelang Junkie, wuchs im Heim auf, blabla" vermarktet wird. Hier tritt der Autor mal ganz vornehm hinter seinem Werk zurück. Großartiges Buch.
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am 15. November 2010
Das Buch beschreibt mit Hilfe von Zeitsprüngen das Leben von zwei Brüdern, jeweils aus unterschiedlichen Perspektiven.

Während der eine seinen ganzen Tag mit nichts anderem verbringt als Bier zu trinken ,ins Sportstudio zu gehen und seiner Ex nachzutrauern, hat der andere einen Sohn um den er sich kümmern muss. Trotz dem Kind beginnt er nach dem Tod seiner Mutter, der mit einem gewissen Erbe verbunden war, eine Karriere als Drogendealer.

Angefangen hat das ganze als die zwei Jungs von einer einsamen Frau adoptiert wurden und dadurch zu Brüdern wurden. Leider war die Frau nicht wirklich kompetent um beide aufzuziehen. So wird diese irgendwann schwanger, wird von dem Kerl natürlich sitzengelassen. Zwar bringt sie das Kind zu Welt ist aber mehr mit sich selbst beschäft als mit dem Baby. Die beiden adoptierten Jungs kümmern sich um das Kind so gut wie man es in ihrem Alter hinkriegt, was aber im Endeffekt nicht genug war. Das Baby stirbt noch bevor es einen Namen bekommt. Dies hinterlässt Spuren bei den beiden Jungs.

Durch den Alkohol- und Tablettenmissbrauch ihrer Adoptivmutter werden beide schon früh in die Sucht gezogen. Einer ist permanent an der Bierflasche und der andere ist Heroinabhängig. Trotzdem versuchen beide ein weitgehend normales Leben zuführen. Wobei normal relativ ist.

Das Buch ist hart. Ziemlich hart. Stellenweise hat es mir wirklich den Atem verschlagen wie kühl einem der Autor tragische Ereignisse nahebringt. Die ordinäre und ungeschmückte Sprache verstärkt die Wirkung des Buches noch mehr.

Das Buch ist nicht spannend und auch nicht schön. Es spielt im hier und jetzt. Das harte Leben von Süchtigen und wie dies enden kann.
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am 18. September 2010
Das Thema dieses Buches ist nicht eines, was ich wirklich gerne lese, aber sprachlich erinnernt mich der Autor an die deutsche Trümmerliteratur. Natürlich ist die Trümmerliteratur auf einen Zeitraum begrenzt, aber so wie bei der genannten Literatur, bedient sich der Autor einer Sprache, die dieser sehr ähnlich ist.

Die Sätze sind sehr einfach gehalten, verfügen nur über wenige Wörter und sind doch fast schmucklos. Das würde ich jedoch nicht als einen negativen Punkt ansehen, sondern als einen positiven, da das perfekt zu dem Inhalt des Buches passt. Das Leben der Brüder ist nicht einfach, triste, brutal. So ist auch die Sprache.

Durch die Wiederholungen betont der Autor die Wichtigkeit der betroffenen Textpassagen.

Alles in allem kann gesagt werden, dass dieser Roman sprachlich und inhaltlich sehr gelungen ist.
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am 16. September 2010
Ich nehme das Buch in die Hand. Auf dem Cover steht "Wer dieses Buch liest, wird ein anderer Mensch". Dort steht auch "Bengtsson schreibt so gut, dass es weh tut"
Ich klappe das Buch auf. In der ersten Hälfte erfahre ich vom Leben eines Bodybuilders der Nick heißt. Er lebt in einer kleinen Sozialwohnung.
Nick trinkt Bier. Seine Nachbarin hat Sex mit ihm. Er hat keinen Sex mit ihr. Er hilft Ivan dem Bruder seiner Exfreundin. Ivan hat keinen Sex. Auch als Nick Ivan Sex kaufen will. Beide trinken Bier.
Ivan hat Sex mit der Nachbarin von Nick. Sie schreit. Ivan erwürgt sie.
Im zweiten Teil erfahre ich von Nicks älterem Bruder. Er hat einen Sohn und fixt. Er kümmert sich sehr um seinen Sohn ist besorgt seitdem die Mutter bei einem Autounfall starb. Die Mutter von Nick und seinem Bruder stirbt. Er denkt an seinen verlorenen Bruder, der gestorben ist, als er noch klein war.
Er erbt Geld und wird Dealer in seinem Viertel. dadurch kann er seinem Sohn etwas kaufen, Filme, eine Playstation, ein Fahrrad welches ihm aber wieder geklaut wird.
Er wird gefasst und sitzt im gleichen Gefägnis wie Nick. Er bringt sich um. Ich klappe das Buch zu. Mir hat es nicht wehgetan, mein Leben hat sich nicht verändert.

Das Buch ist in keiner Weise krass geschrieben noch ausufernd in seiner Deutlichkeit. Leider verpasst es Bengtsson seinen Nebencharakteren etwas Tiefe zu verleihen, nur auf Ivan wird ansatzweise näher eingegangen. Auch gibt es Brüche im Buch wo ein anderer Verlauf dem Buch nicht geschadet hätte (Als der ältere Bruder beim ersten dealen verprügelt wurde)
Aber auch die Hauptcharaktere handeln sehr stereotyp, dafür dass es in der Ich Erzählung geschrieben ist, handeln sie eigenartig emotionslos.
Manchmal kam es mir vor die Werbung von Edika zu lesen, man fliegt über die Seiten es passiert nicht viel, alles ist im Fluss, das Buch hätte auch 1378 Seiten haben können, es wäre wohl endlos so weitergegangen.
Leider regen die Seiten mich weder zum Nachdenken an, noch bleibt etwas hängen, nach knapp 1 Stunde verblasst das Buch auch.

Fazit: Ich habe schon viel bessere und aufwühlendere Bücher zu diesem Thema gelesen, liest sich schnell und gut wie eine Lebensmittelbeilage der Zeitung und bleibt auch so haften.
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