Hier klicken Sale Salew Salem Hier klicken Jetzt informieren Bestseller 2016 Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More TDZ HI_PROJECT Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimitedFamily longss17

Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
197
4,3 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 16. November 2014
Im Jahre 1835 feiert die Kaufmannsfamilie Buddenbrook im Kreise ausgewählter Gäste den Einzug im neuen Stammhaus in der Mengstraße. Weitläufig, aber nicht pompös, ist das Haus Symbol für die guten Geschäfte von Vater und Sohn, die mit hanseatischer Nüchternheit den guten Ruf und den wirtschaftlichen Bestand von Firma und Familie mehren. Aber unter der akkuraten Oberfläche gibt es kleine Risse. Der bereits mit Geld abgefundene weitere Sohn Gotthold stellt neue Forderungen. Die Buddenbrooks jedoch sind kühle Rechner, die auch in familiären Dingen zuerst mit den Augen eines Geschäftsmanns abwägen, um dann mit der Sicherheit erfahrener Kaufleute zu ihren langfristigen Gunsten zu entscheiden.

Thomas Mann zeichnet in seinem gewaltigen Zeitgemälde des 19. Jahrhunderts das Bild eines deutschen Bürgertums, das in seinem traditionellen Status gefangen ist. Der Ehrenkodex der rechtschaffenen Kaufleute und der unverrückbare Glaube in den dauerhaften Fortbestand ihrer Wertvorstellungen macht die Buddenbrooks blind für die Umwälzungen ihrer Gegenwart. Mit dem "Verfall einer Familie" ist gleichzeitig der Untergang einer Schicht bezeichnet, der es nicht gelingt, sich der neuen kapitalistischen Realität zu eröffnen. Die Mitglieder der Familie sind dazu verurteilt, ihr eigenes Schicksal dem Wohlergehen des Unternehmens zu opfern. Und nicht allen gelingt es, die damit einhergehenden Leiden zu verschmerzen.

Als im Frühjahr 1900 Thomas Mann dem S. Fischer Verlag in Berlin sein Romanmanuskript einreichte, konnte niemand ahnen, das hier ein Stück Weltliteratur zur Veröffentlichung kommen sollte. Mann, gerade 25 Jahre alt, war bislang nur durch ein paar Novellen in Erscheinung getreten. Dieses umfängliche, aber auch beeindruckend reife Werk begründete seinen literarischen Ruhm, der ihn bis zum Literaturnobelpreis führen sollte und auch nach seinem Tod nicht abreißen sollte. Der "Zauberer" hatte zum ersten Mal die Magie seiner Sprache entfaltet unrd die Leser in seinen Bann gezogen. Er hatte aber auch bewiesen, wie stilvoll und harmonisch ein Meister das Deutsche, unsere Muttersprache, gebrauchen kann.

Jahrzehntelang ist dieser glanzvolle Roman als Schullesestoff unter pädagogischen Aspekten zerlesen worden, was dem Buch unsinnigerweise einen schlechten Ruf eingebracht hat. Wem es gelingt, sich von unschönen Unterrichtserinnerungen frei zu machen und dieses wunderbare Werk unvoreingenommen zu lesen, wird vielleicht eine große Überraschung erleben: Stoff und Sprache sind unverändert lebendig und fesselnd.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Oktober 2016
Das erste Kapitel ist sehr schwer zu lesen, da extrem viele Namen genannt werden. Danach gehts aber flüssig weiter. Eine sehr nette Familiengeschichte. Wunderbare Sprache und Charakterzeichnung. Ich hatte nur Probleme bei den Gesprächen in Plattdeutsch. Ein Klassiker der deutschen Literatur.
Nachträglich muss ich sagen, dass mir das erste Drittel am besten gefallen hat.
Die Charaktäre sind alle so genau beschrieben, dass man das Gefühl hat, sie wirklich zu kennen. Auf den Film werde ich lieber verzichten.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. August 2015
Ich hatte dieses Buch in der Abendschule durchlesen müssen, da wir eine Klausur dazu schreiben mussten.
Anfangs war es aus meiner Sicht ein wenig langathmig zu lesen, aber im Verlauf der Geschichte versteht man das Geschehen immer besser, die Zusammenhänge werden dem Lesen klar und ich konnte mir Bildlich vorstellen was geschehen ist.
Gegen Ende habe ich das Buch nur schwer aus der Hand legen können, weil es ab der Mitte für mich recht spannend war.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Dezember 2013
Zugegeben - die Buddenbrooks fristeten bei mir einige Jahre im Regal, bevor ich mich dem Buch angenommen habe. Knapp 800 Seiten müssen auch erst einmal gelesen werden, dazu braucht es Zeit und Muße. Nun kann ich aber sagen, dass ich das Buch nach knapp vier Tagen fast schon ausgelesen habe - soll heißen, ich habe es zeitweise wirklich verschlungen.

"Die Buddenbrooks - Verfall einer Familie" handelt vom Leben und Niedergang einer angesehenen Lübecker Kaufmannsfamilie des 19. und 20. Jahrhunderts und erzählt von Schicksalen- und Schicksalsschlägen über vier Generationen hinweg.

Es ist nun kein Geheimnis, dass Thomas Mann sein Leben und das seiner Familie in diesem Roman verarbeitet hat. Anders wäre es wohl auch nicht möglich gewesen, derartige Einblicke in das Denken und Handeln dieser traditionsbewussten Kaufmannsdynastie zu geben.

Die Faszination dieses Werks entwickelte sich für mich aufgrund der akribisch ausgearbeiteten Charaktere. Man bekommt zweifelsohne das Gefühl, es handle sich hier um real existierende Personen, so detailliert und glaubwürdig sind diese dargestelllt. Nahtlos fügt sich außerdem eine Generation in die Nächste, ohne vertuschende Übergange gelingt es Thomas Mann, eine wirklich zusammenhängende Geschichte über fast ein ganzes Jahrhundert zu schreiben. Schon das betrachte ich als eine Kunst für sich. Interessant ist dieses Buch darüber hinaus als reichhaltiges Zeitdokument, beschreibt es doch typische gesellschaftliche Normen und Bräuche des 19. Jahrhunderts (Eheschließung, Verurteilung von Scheidung, Kaufmannsehre etc.).

Auch wenn der Schreibstil Thomas Manns etwas gewöhnsbedürftig ist aufgrund der manchmal ausufernden Beschreibungen von Gebäuden und Nebenhandlungen, es lohnt sich, sich mit diesem Buch zu beschäftigen.
Grundsätzlich lies es sich sehr flüssig und bietet ein wunderschönes Deutsch, wie man es heute nicht mehr oft
vorfindet.

Sicherlich ist Thomas Mann's Werk einer der wichtigsten deutschen Romane aller Zeiten.

Unbedingt lesenswert. Aber bitte nehmen Sie sich Zeit dafür.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Oktober 2012
Es fällt nicht eben leicht zu Thomas Mann im allgemeinen und den Buddenbrooks im speziellen eine Rezension zu verfassen. Die Leserschaft des Autors zerfällt wohl in zwei Teile: Diejenigen, die ihn hernach prinzipiell abweisen und andere, die seiner Literatur verfallen sind. Der Rezensent gehört zu der letzteren Gruppe. Und eben deshalb ist es so schwer, eine gültige Meinung zu diesem Buch zu formulieren: Jeder Tadel erscheint als Anmaßung und jedes Lob als chronisch unzureichend. Thomas Mann ist einer der bedeutendsten Erzähler deutscher Sprache.
Die Erzählung über den Verfall der Familie Buddenbrook ist ihrerseits selbstverständlicher Bestandteil der kanonischen Weltliteratur geworden. In Anlehnung an Heinrich Breloers Filmbiographie möchte man von einem „Jahrhundertroman“ sprechen. Das Buch kann daher nur uneingeschränkt empfohlen werden. Selbst wenn ein Leser das Buch schlussendlich ablehnt, hat er doch durch seine Lektüre immerhin einen Eindruck von zeitloser, bleibender Literatur gewonnen.

U und E
Statt einer Aufzählung positiver wie negativer Aspekte des Buches nachzugehen, möchte ich einem grundsätzlichen Gedanken folgen: Selbst an ernsthafter Literatur Interessierte wagen sich regelmäßig nicht an Thomas Mann heran. Dabei mögen einerseits schlechte Erinnerungen an die schulische Lektüre des Autors eine Rolle spielen – fällt es Jugendlichen doch verständlicherweise schwer, Zugänge zu diesem Autor zu finden. Andererseits gibt es eine andere, trübsinnige Entwicklung. Thomas Mann scheint ein weiteres Opfer im Spektrum der sogenannten „klassischen Literatur“ zu sein. Jeder kennt ihn, doch keiner liest ihn. Landläufig gelten seine Bücher als schwierig, langweilig, veraltet. Der Schreibstil wird als überkommen und prätentiös abgelehnt.
Wenn mit dieser Rezension eines vermittelt werden soll, dann folgendes: Thomas Mann’s Literatur ist unterhaltsam. Er ist nicht der Autor dröger 1000 – Seiten – Wälzer durch die man sich gähnend quält – auch wenn man ihn allzu leicht dafür halten kann.

Unterhaltungsliteratur
Wer sich auf diesen Roman einlässt, mithin die Klassik – Schranke passiert, der wird gerne in die vergangene Welt des hanseatischen Lübecks eintauchen. Er wird dem Gang der Geschäfte der Familie Buddenbrook folgen. Er wird freundlichen und grässlichen Charakteren begegnen. Er wird wunderbare Dialoge lesen und sich ins Lübeck des 19. Jahrhunderts einfühlen können. Er wird glückliche und unglückliche Liebesgeschichten verfolgen. Und er wird, auch das, lachen – etwa, wenn ein Pastor das Hausmädchen der Buddenbrooks nach „dem Herren“ fragt und zur Antwort bekommt, ob damit der alte oder junge (Haus)Herr gemeint sei.
Kurz gesagt: Dieser Roman erzählt eine interessante Geschichte. Man kann sich für die kunstvolle Sprache interessieren. Man kann sich für die autobiographischen Aspekte interessieren. Man kann ein historisches Sittengemälde und aus dem Geschichtsbuch bekannte Großereignisse aus der Sicht einer bestimmten Familie erkennen. Man kann es als Erzählung vom Auf – und Abstieg des Bildungs – und Besitzbürgertums lesen, das zu einer ganz neuen Aristokratie wird.
Allein: Man muss all das nicht, um größtes Vergnügen mit diesem Buch zu haben.

Abschließend sei eine Anmerkung zur Ausgabe ISBN: 3103481241 gestatt. Wer sich für dieses Buch interessiert, sollte diese Ausgabe anschaffen. Eine so liebevoll gestaltete und mittlerweile preisgünstige Variante des Buches wird man sonst nirgends finden.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. April 2014
Zum Welterfolg mit Millionenauflage wurde dieser Gesellschaftsroman ja eigentlich erst drei Jahrzehnte nach der Erstveröffentlichung, nachdem Thomas Mann (eben für die Buddenbrooks) der Nobelpreis verliehen wurde. Die sogenannte "Volksausgabe" hat die deutsche Gesellschaft und ganz besonders die Sicht auf das Großbürgertum maßgeblich beeinflusst. Zu den Qualitäten dieses Werks zählen die großartig umschriebenen Charaktere, die eben nicht allein gut oder schlecht, sondern durch und durch menschlich sind, und Manns herausragender Erzählstil. Besonders das Ende lässt den Leser über sein eigenes Leben sinnieren.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Mai 2012
Man will kaum glauben, dass Thomas Mann das Buch im Alter von 25 Jahren geschrieben hat. "Die Geschichte des Verfalls einer Familie" klingt nicht wirklich sonderlich einladend. Das Understatement erschließt sich dem Leser jedoch recht schnell. Die Geschichte ist de facto zeit-unabhängig und könnte sich nahezu 1:1 in praktisch jeder Epoche abspielen und damit eben auch heute (und morgen). Man erkennt zusehends vertraute Personen, bekannte Handlungsweisen und in irgendeiner Person schließlich auch sich selbst. Das Buch enttarnt. Faszinierend. Daher ganz sicherlich ein epochales Meisterwerk. Kaum zu glauben, dass ein 25 jähriger Schriftsteller schon dermaßen feine Antennen hat.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. April 2015
Das Buch ist etwas umfangreich, dennoch ein Klassiker und ich bin mir sicher dass es viele Pflichtlesen mussten (ich selber bin nicht in Deutschland zu Schule gegangen).
Was mir am meisten in Erinnerung geblieben ist, ist der Kapitel über ein Schultag von Hanno. Der Kapitel ist auch etwas lang, jedoch hilfreich um den damaligen (das auch heute manchmal anzutreffen ist) pädagogische Ansatz zu verstehen und zu kritisieren. Vielleicht sollte man danach Emil von Jean Jacques Rousseau auch lesen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. September 2013
Was gibt es über dieses Buch noch zu sagen? Diese Erzählkunst, die feine Ironie, der tiefe Hintersinn waren den Nobelpreis wahrlich wert.
Was ist also zu dieser speziellen Ausgabe zu sagen (und nur darauf bezieht sich das Folgende; das Buch selbst ist mit fünf Sternen nicht annähernd angemessen zu bewerten)? Der Leineneinband ist sehr schön, auch hervorzuheben, dass das Design von der ersten einbändigen Ausgabe übernommen wurde. Das Papier hat eine angenehme Farbe und Konsistenz, das Druckbild ist schön, Allerdings scheint die Bindung etwas lose zu sein. Nach einmaligem Lesen lassen sich die Buchdeckel bereits leicht gegeneinander verschieben. Ich vermute, dass nach mehrmaliger Lektüre "leichte Gebrauchsspuren" erkennbar sein werden.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Juni 2015
Was habe ich diesen Roman von Thomas Mann in der Schule gehasst- der Deutschlehrer hatte die einmalige Fähigkeit uns dieses Buch gründlich zu verleiden. Bandwurmsätze, geschwurbelte Sprache und das alles neben unserer kleinen Stadt in Lübeck. Kannten wir doch alles aus dem eigenen Erleben, das Haus in der Mengstraße, die Marienkirche, die Breite Straße und das angeblich so mondäne Travemünde. Ha- Aber heute, ich lese es mal wieder mit Genuss! Die dusselige Tony, der betrügerische Herr Grünlich, die eitlen Gecken oder absurd kirchengefügsamen alten Damen. Herrlich dieses Personal.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden