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am 24. September 2008
***REZENSION DER GEBUNDENEN AUSGABE - JOSEPH CONRAD - ÜBERSETZER M. ALLIE 2007***

Mir gefällt diese Ausgabe sehr.

Die Übersetzung von Manfred Allie liest sich sehr flüssig, insbesondere "Das Herz der Finsternis", aber auch "Jugend" sind sehr kraftvolle, schnell lesbare Erzählungen. "Das Herz der Finsternis" hat dabei durchaus etwas Erschütterndes, der immer tiefer in den Dschungel dringende Erzähler, der dabei gleichsam immer tiefer in sein eigenes, von exotischen Pflanzen und unbeugsamen Wilden umwuchertes Inneres dringt; nicht nur für Liebhaber des Films "Apocalypse Now" ein Ereignis.

Nach einiger Zeit habe ich mir auch noch die Reclam-Ausgabe mit der Übersetzung Daniel Göskes zugelegt, die mir beinahe ein wenig literarischer, sprachlich etwas origineller zu sein scheint, dennoch habe ich das hier rezensierte Buch mit Genuss und Gewinn gelesen und erlaube mir daher die höchste Punktzahl zu vergeben.
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am 23. Juni 2016
Ein Seemann erzählt seine Geschichte. Sie ankern auf der Themse bei London und warten auf den Ebbstrom, der sie zum Meer bringen soll. Es wird Nacht, die Kameraden sitzen an Deck und lassen den Tag ausklingen.
Es geht um Afrika während der britischen Kolonialzeit, um eine Fahrt auf dem Kongo ins tiefste Innere des Kontinents. Das Land wird von den Kolonialmächten geplündert. Die weißen Kolonialherren fühlen sich als die allmächtigen Herren über das Land und seine Ureinwohner.
Doch das ist nur der Rahmen der Geschichte. Alles dreht sich um einen erfolgreichen Elfenbeinsammler, der unermesslich viel dieses gefragten Produktes aus Gebieten herbeischafft, die nie ein Weißer betrat. Unter den Einheimischen wird er wie ein Häuptling verehrt. Der Seemann ist versessen darauf, diesen rätselhaften, wortgewaltigen und offenbar unbezwingbaren Herrn Kurtz kennenzulernen, mit ihm zu sprechen. Tief dringt der Erzähler mit seinem maroden kleinen Dampfschiff in das Land, den beängstigenden Dschungel vor. Überall lauern bedrohliche Gefahren, Untiefen, schwimmende Baumstämme, unerwartete Pfeilhagel aus dem dichten Wald heraus, dazu Fieber und Krankheit. Die Beschreibungen sind farbig und extrem realistisch, dabei beklemmend, unwirklich, teilweise traumartig verschwommen.
Der Leser erfährt eigentlich nicht, warum es wirklich geht. Warum eigentlich der Herr Kurtz? Ist der Seemann auf der Suche nach sich selbst? Ein kluger Mensch schrieb einmal, das ganze spiele sich in der Seele des Erzählers ab. Die tiefen, undurchdringlichen Wälder, abweisend mit geheimnisvollem Trommeln und zeitweise durchscheinenden Lagerfeuern der Einheimischen. Der Fluss als der „Fluss“ des Lebens, der marode Dampfer als das kämpfende, sich abplagende eigentliche „Ich“. Wobei der Herr Kurtz das „Über-Ich“ im Sinne Freuds versinnbildlichen könnte. Vielleicht die Seele auf der Suche nach einem Sinn, nach einer Lösung, nach sich selbst.
Aber egal. Ein absolut spannender, wunderbar zu lesender Roman von einem kundigen Seemann über die Seele eines Seemannes geschrieben.
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