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am 25. November 2005
Der Zauberberg ist ein wundervoller, sprachgewaltiger und überaus lehrreicher Roman.
Wie Thomas Mann es schafft, selbst die langweiligste Handlung mit seinem fein verschlungenem und ästhetischem Stil zu einem unvergleichlichen Hochgenuss werden zu lassen und die Zeit eines Abends auf eine gefühlte halbe Stunde zu verkürzen, beweist seine grandiosen literarischen Fähigkeiten. So habe ich mich sogar öfters dabei ertappen müssen, mir einige Passagen betont und leidenschaftlichlich mit kindlicher Freude selbst vorzulesen und ich glaube nicht zu lügen, wenn ich sage, dass ich durch den Zauberberg ein völlig neues Verhältnis zur deutschen Sprache und ihrer wunderbaren Gebrauchs- und Variationsmöglichkeiten gewonnen habe.
Das Buch ist vornehmlich ein Bildungsroman, und kann diese Funktion auch vortrefflich erfüllen. Ich habe mich oft mit der Hauptperson, dem jungen Hamburger Kaufmannssohn Hans Castorp, dessen Durchschnittlichkeit vom Autor nicht selten besonders betont und hervorgehobenen wird, identifizieren können, und habe mich darauf eingelassen, seine Bildungsreise mit ihm anzutreten, denn Mann versteht es meisterhaft, geschichtliche Zusammenhänge resp. politische und gesellschaftliche Aspekte des frühen 20. Jhd. mit viel Witz zu erklären bzw. zu interpretieren.
Mein einziger Kritikpunkt, der für mich wohl deswegen soviel Gewicht hat, weil ich ein 17 Jähriger Jugendlicher bin, der in seiner Kindheit mit Unterhaltung von den Medien regelrecht bombadiert wurde, ist die fehlende Spannung des Buches, die vom Leser in einigen Passagen doch schon einiges an Disziplin abverlangt.
Das hindert mich allerdings nicht daran, den Zauberberg als ein Meisterwerk der Weltliteratur zu bezeichnen und ihn jedem, der sich ernsthaft fürs Lesen begeistern kann, wärmstens ans Herz zu legen, denn alleine schon der Sog der Mann'schen Sprachgewalt, der sogar Nietzsches verbale Verführungskraft übertrifft, rechtfertigt die Lektüre dieses ca. 1000-seitigen Meisterwerkes.
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am 6. November 2006
Allein die gewaltige Sprache, die Thomas Mann in diesem Buch benutzt ist atemberaubend. Mit präzisestem Einsatz von gefeilten Worten schafft er es Atmosphäre und Persönlichkeiten entstehen zu lassen, so dass man dieses Buch nicht mehr weglegen möchte. Streckenweise dominiert die Thematik die leider nicht immer 200 Prozent Lesevergnügen beschwert. Im Großen und Ganzen sollten man dieses Buch gelesen haben denn es ist ein Meisterwerk der deutschen Sprache. Hut ab!
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am 19. November 2017
Dieses Buch des fabelhaften Herrn Thomas Mann ist einfach faszinierend. Die Sprache und Bilder die es enthält saugen einen ein, doch dann kommt man auf Passagen, die einen zum verzweifeln bringen. Es ist nicht einfach für jemanden, der sich noch nicht so intensiv mit dem Hintergrund der Geschichte befasst hat, doch es lohnt sich auf jeden Fall einen Versuch zu starten. Denn dieses Werk ist ein ganz großes in der deutschen Literaturlandschaft.
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Langsam taucht man ein in die Welt des qurantäneartig abgeschnittenen Bergsanatoriums in Davos. Der Leser wird fast gleich mit dem Lebensunerfahrenen Schiffbauingeneur Castorp der seinen Bruder besucht eingetränckt in die anormalen von der Gesellschaft auf Ihren Platz verwiesenen Kranken. Bekannter um skurriler Bekannter werden Castorp die Eigenheiten des Sanatoriums dargeboten und derer sind viele,Geldversessene Ärtzt die aus Patienten Dauerpatienten machen und am Schluß Lebenunfähige Seelenmimosen aus ihnen schaffen.

Der Roman nähert sich mit dem stattfinden der Galaabenden zum Jahreswechse

dann schließlich dem Höhepunkt, wo auch die Liebe Castorps in der Gräfin zu Gipfeln scheint um dann rasant den Beziehungsverfall darzustellen der von der realen Welt außerhalb des Sanatoriums außgelößt durch den Krieg dann über alle herfällt und schließlich alle einschließlich des Protagonisten verschlingt.

Grandioser ist Zerfall und Sehnsucht nie beschrieben worden.
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am 18. August 2006
auf gehobenem sprachlichen niveau schafft thomas mann die faszinierende welt eines sanatoriums mit so lebendigen charakteren, daß man sie noch jahre nach der lektüre nicht vergisst. die ewige bürger-künstler-problematik durchzieht auch diese erzählung manns, und auch hier finden sich die üblichen prototypen der bürger, künstler und übrigen verzweifelten. besonders der protagonist hans castorp bleibt lange im gedächtnis und überrascht den leser nicht nur einmal durch vielschichtige gedankengänge und spontane reaktionen, die man nicht erwartet hätte. auf den ersten blick ist der zauberberg ein spannender, in ansätzen philosophischer und nachdenklich stimmender roman, der sicher von vielen gern gelesen wird. auf den zweiten blick jedoch erkennt vielleicht mancher das universum, welches dahinter steht. wo sind erzähler von diesem format in unserer heutigen zeit?
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am 22. April 2007
Ein Werk von großer Suggestivkraft. Hans Castorp, der die erstbeste Gelegenheit nutzt, den Herausforderungen, die das reale Leben an ihn stellt, zu entfliehen, um sich die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen und Schön-Wetter-Philosophie zu treiben, wird von Thomas Mann, in schönstem Deutsch und langem Satz, auch kein Stich bei keiner Frau, sollte er ihrer auch noch solange harren, gewährt. Aber Hans Castorp, ist das nicht ein Archetyp? Mühsal und Pflichtdiktat dem Jüngling winken, doch er kein Ochse, sondern musisch, sentimental, greift die Gelegenheit beim Schopf und ist der Mühsal entschwunden wie die Maus ins Mauseloch. Der Zauberer Thomas Mann hat mit Hans Castorp eine Tür aufgesperrt, aus der keiner wieder so heraustritt wie er hineingegangen ist. Denn er weiß ab jetzt, dass seine Mußestunden beobachtet werden.
Lustvoll ausgemalte Zeit der Agonie und die ironische Distanz dazu sind großer Humor!
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am 2. Juli 2015
Den "Zauberberg" habe ich vor vielen Jahren gelesen und danach das Hörbuch genossen, gelesen von dem genialen Gert Westphal (15 CD's!). Und nun lese ich das Werk dieses Sprachkünstlers zum zweiten Mal mit noch mehr Vergnügen.
Es ist herrlich, wie er die Ärzte und Patienten in dem Sanatorium so beschreibt, dass sie einem unvergesslich werden. Eigentlich ist es ja eine tragische Geschichte, aber mit so viel Humor und Augenzwinkern erzählt, dass das Lesen zu einer echten Freude wird.
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am 26. Januar 2009
Dieses kleine Büchlein hat mir für mein Referat in der Uni (Literatur Hauptseminar) super geholfen. Kurz und sehr einfach verständlich wird das doch sehr umfangreiche Werk von Thomas Mann kurz wiedergegeben und analysiert. Als kleinen Einstieg wirklich sehr zu empfehlen. Man kann sich damit einen guten Überblick verschaffen.
Dieses kleine Heft liefert:
- Thomas Mann: Leben und Werk
Biografie
Zeitgeschichtlicher Hintergrund
Angaben und Erläuterungen zu wesentlichen Werken
- Textanalyse und -interpretation
Entstehung und Quellen
Inhaltsangabe
Aufbau
Personenkonstellation und Charakteristiken
Sachliche und sprachliche Erläuterungen
Stil und SPrache
Interpretationsansätze
- Themen und Aufgaben
- Rezeptionsgeschichte
- Materialien
- Literatur
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am 26. Oktober 2016
ich habe dieses hörspiel gekauft, damit ich mit es mit dem buch etwas leichter geht.

leider muss ich sagen, es war wirklich ein schlechtes produkt. ich werde schreiben was alles falsch war:

1. kapitel 2 fehlt ganz.
2. die übershriften passen nicht. alles ist um ein kapitel verschoben.
3. er liestnicht alles sondern springt vieles über. das muss man dan selber lesen.
4. erlist 15min per 2te seite.
5. das zuschicken dauerte viel zu lange
6. zu teuer

was ich mochte:

1. die stimme
2. die stimme
3. die stimme
4. die verpackung

es ist wirklich schade....
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am 22. Januar 2002
War ich erleichtert, als ich endlich dieses Buch zu Ende gelesen hatte. Aufgeben? Nein, aufgegeben habe ich nicht, schließlich hätte ja noch was interessantes passieren können... Tat es aber nicht. Fast 1000 Seiten und eigentlich passiert nix! Außer, dass Hans Castorp mit Herrn Settembrini über alles möglich philosophiert (wen das interessiert, für den ist das Buch wahrscheinlich der Knaller). Es war nach "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" und "Die Buddenbrooks" das dritte Buch von Thomas Mann, das ich gelesen habe und von allen drei war es mit Abstand das langweiligste Buch. Ab ins Bücherregal zum Verstauben.
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