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Kundenrezensionen

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am 31. Mai 2011
Inhalt

Caitlin ist nicht mehr sie selbst. Sie schläft nicht mehr in ihrem Zimmer, sondern nur noch draußen im Auto, sie redet kaum noch mit ihren Eltern und betet innerlich ein fortwährendes Bio-Matra runter, um sich von ihren eigentlichen Gedanken abzulenken. Der Grund für all das: Ihre beste Freundin Ingrid hat sich das Leben genommen. Doch Caitlins Leben muss auch ohne ihre beste Freundin weitergehen.

"Mom spricht Ingrids Namen aus, und ich beginne zu summen, keine Melodie von einem Lied, sondern nur einen langgezogenen Ton. Ich weiß, dass ich dadurch wie gestört wirke, und ich weiß auch, dass es nichts ändert, aber es ist besser als heulen, es ist besser als schreien, es ist besser als anzuhören, was sie mir sagen wollen." (S. 9)

Eines Tages findet Caitlin unter ihrem Bett Ingrids Tagebuch, das diese wohl kurz vor ihrem Tod dort deponiert haben muss. Stück für Stück versucht Caitlin zu verstehen, Abschied zu nehmen und selber wieder zurück in ihr normales Leben zu finden.

Meine Meinung:

Als ich das Buch vorhin beendet habe, habe ich es zugemacht, es liebevoll angelächelt und noch einige Male über das wunderschöne Cover gestrichen. Denn die Geschichte, die dieses Buch erzählt, ist genauso bezaubernd und zart wie es meiner Meinung nach auch die Fotografie auf dem Buchdeckel ist.
Nina LaCour hat es durchgehend geschafft, mich in ihren Bann zu ziehen. Ich habe in letzter Zeit einige Bücher zum Thema Abschiednehmen und Selbstmord gelesen und muss sagen, dass mich dieses ganz besonders berührt hat.

Meiner Meinung nach geht es zwar auch, aber weniger um die Gründe, warum sich Ingrid das Leben genommen hat, sondern viel mehr um die Menschen, die danach zurückbleiben und mit ihrer Trauer, ihrer Liebe und vermutlich meistens auch mit ihren Schuldgefühlen zurecht kommen müssen.
Als Caitlin das Tagebuch von Ingrid findet, beginnt ein ganz neues Stadium ihrer Trauer. Sie lernt Seiten von Ingrid kennen, die sie vorher noch nicht kannte. Muss an einigen Stellen erkennen, dass sie vielleicht anders für ihre beste Freundin hätte da sein können.

"Meine beste Freundin ist tot, und ich hätte sie retten können. Es ist falsch, absolut und qualvoll falsch, dass ich heute Abend lächelnd zur Haustür hereinspaziert bin." (S. 130)

Doch irgendwann wird nicht nur dem Leser, sondern auch der Ich-Erzählerin Caitlin klar, dass Ingrid vermutlich nicht zu helfen war und so wird ihr langsam eine Last von den Schultern genommen und sie kann mit neuer Leichtigkeit ihr eigenes Leben leben.

Nicht nur die Geschichte um Caitlin an sich ist wundervoll geschrieben, das Buch glänzt meiner Meinung nach vor allem durch tolle, liebenswerte Charaktere. Caitlin selber war mir von der ersten Seite an sympathisch und auch die Nebenfiguren, die langsam immer mehr in Caitlins Leben und damit auch in den Vordergrund der Geschichte treten, sind einfach nur toll. Ich habe mich an einer Stelle dabei erwischt, wie ich das Buch voller Zuneigung angelächelt habe, weil ich die Reaktion einer Figur einfach nur unsagbar schön fand.

Ich habe das Gefühl, dass meine Worte gar nicht ausreichen, um die Besonderheit und das Tolle dieses Buches ausreichend zu beschreiben. Wer gerne lacht, aber auch gerne mal weint, zum Nachdenken angeregt werden möchte, wer in eine wundervolle Geschichte über Freundschaft, Liebe, das Leben und das Abschiednehmen von geliebten Menschen eintauchen möchte, der sollte unbedingt "Ich werde immer da sein, wo du auch bist" lesen.
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am 17. Mai 2013
Inhalt:
Caitlins beste Freundin Ingrid hat sich das Leben genommen. Ein Schock für Caitlin. Sie kann nicht verstehen, warum Ingrid Suizid begangen hat. Doch dann stößt Caitlin in ihrem Zimmer auf ein Tagebuch ihrer Freundin und erfährt die bittere Wahrheit über sie. Seite für Seite liest Caitlin die letzten Einträge von Ingrid und nimmt so langsam Abschied von ihr. Doch jeder Abschied ist auch ein Neuanfang …

Autorin:
Nina LaCour wuchs in der Nähe von San Francisco/USA auf. Sie unterrichtet Literatur - und dass schon an vielen verschiedenen Orten. Ihr Debütroman heißt „Ich werde immer da sein, wo du auch bist“ und erschien in Deutschland im Fischer Verlag. Nina LaCour schreibt gerade an einem weiteren Jugendbuch. Zurzeit lebt sie in Oakland/USA.

Meine Meinung:
Das Cover von „Ich werde immer da sein, wo du auch bist“ zeigt ein Mädchen mit ausgestreckten Armen. Zwar ist es recht schlicht, doch es passt perfekt zum Roman. In dem Buch geht es um ein sehr tiefgründiges Thema, nämlich Selbstmord. Ich selbst musste mich zwangsläufig schon mit dieser Problematik befassen, da eine gute Freundin von mir versucht hatte, sich umzubringen. Deshalb ist dies auch ein sehr sensibles Thema für mich. Ich denke, dadurch fiel es mir auch sehr leicht, mich in die Protagonistin Caitlin hinein zu versetzen. Der Schreibstil von „Ich werde immer da sein, wo du auch bist“ ist recht einfach gehalten und flüssig. Das Buch wird in der Ich-Perspektive von Caitlins Sicht erzählt. Gemeinsam mit Caitlin erfährt man mehr über den Tod ihrer besten Freundin Ingrid und wie es dazu. Anfangs fand ich Caitlin ein wenig naiv – wie bitteschön kann man nicht merken, dass es der besten Freundin so schlecht geht? Im weiteren Verlauf des Jugendbuches erhält man aber eine Antwort auf diese Frage. Der Roman „Ich werde immer da sein, wo du auch bist“ hat etwas geschafft, was nur selten ein Buch schafft: Er hat mich zum Weinen gebracht – und das nicht nur einmal, sondern gleich mehrmals. Ich finde, das sagt schon alles. Recht schade finde ich, dass das Jugendbuch nicht allzu bekannt ist – ich bin nur ganz zufällig darauf gestoßen. Am Ende war ich sehr traurig, dass die Lektüre zu Ende war, doch ich bin schon gespannt, ob Nina LaCours weitere Romane auch ins Deutsche übersetzt werden. Übrigens: Gleich, nachdem ich „Ich werde immer da sein, wo du auch bist“ gelesen habe, habe ich es an meine Freundin Sarah weitergegeben, die genauso begeistert von dem Buch war wie ich.

Ich möchte an „Ich werde immer da sein, wo du auch bist“ verdienterweise die volle Mondanzahl – 5 von 5 Monden – vergeben, da mich dieses Buch wirklich begeistert hat. Auf jeden Fall empfehlenswert.
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am 13. Februar 2012
Klappentext:
Als ihre beste Freundin sich das Leben nimmt, bricht Caitlins Welt auseinander und ihr Herz gleich mit. Warum hat sie das getan? Warum hat sie nichts gesagt? Hätte Caitlin ihr nicht helfen können?
So viele Fragen, die unbeantwortet bleiben. Doch dann macht Caitlin eine Entdeckung und erfährt noch viele Dinge über ihre Freundin. Fast mehr, als sie ertragen kann. Und kann endlich Abschied nehmen.

Inhalt:
Caitlins Welt ändert sich von einem Tag auf den anderen als sich ihre beste Freundin Ingrid das Leben nimmt. Hätte sie nicht etwas merken müssen? Hätte sie mehr tun sollen? Ist es ihre Mitschuld?
Verloren in Gedanken lässt sie den Alltag an sich vorbeiziehen, ohne ihn wirklich wahrzunehmen ' bis zu dem Tag, an dem sie eine Entdeckung unter ihrem Bett macht. Ingrids Tagebuch.
Darf man die Privatsphäre eines Menschen verletzten und seine geheimsten Gedanken lesen, ohne sich schuldig zu fühlen? Wie liegt die Sache, wenn die Person tot ist?
Möchte Caitlin wissen, was sie übersehen hat ' hat sie überhaupt etwas übersehen?

Meine Meinung:
Die Teenagerzeit eines Menschen gehört wohl zu den emotionalsten überhaupt. Es ist extrem schwierig dafür die richtigen Worte zu finden, ohne irgendwie ins kitschige abzurutschen. Nina LaCour gelingt es einzigartig diese Achterbahnfahrt verständlich und auch sehr berührend zu beschreiben.
Caitlin leidet sehr unter dem Verlust ihrer besten Freundin und hat Schuldgefühle, da sie anscheinend nicht in der Lage war, Ingrid zu retten. Das 'Warum?' steht bei einem Selbstmord ja immer im Vordergrund und oft gibt es darauf keine Antwort, aber Ingrid wollte ihrer Freundin eine Antwort geben, weshalb sie ihre Tagebuch bei Caitlin versteckt hat.

Die Mischung macht dieses Buch aus, denn man verliert sich jetzt nicht in Tagebucheintragungen, sondern diese werden im richtigen Maß in die Geschichte eingestreut. Sie zeigen Seiten an Ingrid, die diese erfolgreich vor ihrer Außenwelt versteckt hat, weil sie wusste, wie zerstörerisch sie sein können. Durch Caitlin lernen wir aber auch die fröhliche Ingrid kennen, die es durchaus gab und in den Herzen vieler noch weiterlebt.

Das Buch beginnt im Sommer nach Ingrids Selbstmord und endet ein Jahr später. Ein Jahr voller Schmerz, Trauer, Wut, aber auch Hoffnung, Freundschaft und Liebe. Während des Lesens ist man seinen Gefühlen hilflos ausgeliefert, weil man einfach so viele Eindrücke in sich aufnimmt und in der Geschichte komplett untergeht. Man spürt Caitlins Verzweiflung durch ihre Worte, aber man teilt auch die Freuden ' man lebt einfach im Buch mit.
Und ich bin immer wieder beeindruckt, wenn es Autoren schaffen, alleine nur durch Worte, eine körperliche Reaktion bei mir auszulösen.

Einen kleinen Kritikpunkt gibt es allerdings, wobei der sich auf einen einzigen Absatz bezieht. Eine Person sagt zu Caitlin :'Das Leben ist beschissen.' und ihre Reaktion darauf 'Kann schon sein, aber nicht immer. Nicht immer, glaube ich.'
Diese Situation findet genau ein Jahr nach Ingrids Selbstmord statt und nachdem was sie erlebt hat, hätte ich mir da eine andere Reaktion erwartet/gewünscht. Irgendwie mehr Interesse und auch eventuell das Angebot, darüber zu sprechen usw.
Wie gesagt, ist nur ein winziger Makel.

Als Leser begleitet man Caitlins zurück in ihr Leben, fällt mit ihr, steht allerdings auch immer wieder auf und sucht zusammen mit ihr nach dem Leben.
Für mich das beste Jugendbuch 2011.

Fazit:
Es gibt Geschichten, bei denen wünscht man sich, sie würden niemals enden, weil sie einen einfach so sehr fesseln und berühren. 'Ich werde immer da sein, wo du auch bist' ist so ein Buch.
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am 14. März 2011
Nach dem Tod von Caitlins bester Freundin Ingrid ist alles anders. Caitlin weiß nicht wohin mit sich selbst und igelt sich ein. Immerhin war Ingrids Tod nicht natürlichen Ursprungs, nein sie hat sich umgebracht.
Die Frage die bleibt ist das Warum? Wieso hatte Ingrid nie etwas gesagt? Die Anzeichen, hatte sie sie nicht richtig gedeutet?
Dann findet Caitin das Tagebuch von Ingrid und darin Dinge die sie nicht für möglich hielt.Erschreckendes. Persönliches und auch einen Brief an sie. Was tun wenn der Mensch den man so gut kannte Lebewohl sagt? Weitermachen oder still halten, sich nicht bewegen?

~~Meine Meinung~~
Anfangs war da diese Unlust. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte war ich hin und weg, doch dann waren die ersten Seiten des Buches nicht gerade vielversprechend. "Ich werde immer da sein wo du auch bist" oder das englische Original "Hold Still" hielt für mich dann aber doch einige Überraschungen bereit.

Zuallererst möchte ich mich über das auslassen was auf den ersten Blick erkennbar ist. Das Cover, ja ich liebe es das gebe ich zu und es passt hervorragend zum Buch, denn im Inneren erwartet uns eine Geschichte die vor künstlerischen Momenten nur so strotzt. Was ich außerdem gut fand waren die kleinen Zeichnungen Zwischendurch, die in der englischen Ausgabe sogar noch alles übertrumpfen, zumindest soweit ich das gesehen habe.

Wer annimmt, dass dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann zieht täuscht sich. Anfangs ist der Schreibstil abgehakt, emotionslos und stumpf. Doch im Laufe der ersten hundert Seiten ändert sich das. Ich gehe davon aus, dass sich die Autorin hier mehr gedacht hat, dass sie den Schreibstil so ändert wie sich auch der Charakter wandelt. Caitlin ist anfangs noch völlig leer und traurig, doch sie verändert sich und wächst, gedeiht und wird eine andere. Diese Entwicklung hat es geschafft das aus einem 3 Sterne Buch mit gutem Gewissen ein 4,5 Sterne Buch wurde.

Was die Charaktere betrifft kann ich mich nur wiederholen. Ich mochte Caitlin ab einem gewissen Zeitpunkt sehr gerne. Auch andere Charaktere wie Taylor, Jayson oder Dylan waren allesamt einzigartig, vor allem Dylan mit ihrer Kaffeesucht. Taylor hab ich übrigens auch vergöttert :)

Die Idee zu dem Buch im Allgemeinen fand ich sowieso gut, das habe ich ja schon erwähnt -> Klappentext. Doch hinzukam eine Geschichte voller künstlerische Momente und die Leidenschaft zur Fotografie, die ich mit der Protagonistin teile. Außerdem war es auch schön das Caitlin das alles nicht in einer Woche erlebt, sondern auf ein gutes Jahr verteilt - da so ein Verlust einem schon lange nachhängt.

Einzig eines ließ mich zu Beginn die Stirn runzeln: Ingrids Tagebuch. Warum jemand ein Tagebuch nicht bloß so dahin schreibt und stattdessen jeden Eintrag einer Person oder ähnlichem widmet? Ich fand das schon kurios, aber vielleicht hat es etwas mit Ingrids Persönlichkeit und ihrem kreativen Wesen zu tun.

~~Fazit~~
Ein schönes Buch mit Tiefgang, in nicht mal 300 Seiten! Ich werde immer da sein, wo du auch bist" hat mich am Ende fast noch Tränen gekostet und ich hoffe euch geht es auch so. Ich gebe hier 4,5 von 5 Sterne aus dem Grund, das mir nicht alles vollkommen klar war, aber es mich trotzdem berührt hat.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich beim Fischer Schatzinsel Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.
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am 14. Juli 2011
Ingrid ist tot, Caitlins einzige Freundin ist nicht mehr für sie da. Caitlins heile Welt ist in Trümmern, weil der sichere Mittelpunkt jetzt fehlt. Das war Ingrid für Caitlin. Seit der düsteren Todesnachricht ist Caitlin in einem schwarzen Loch gefangen. Diese tiefbewegende Geschichte zeigt uns Caitlins Weg aus dem Dunkel und zurück zum Leben.

Die Geschichte hat mich zutiefst bewegt, und zum nachdenken anregt - was die Autorin auch damit bezweckt hat. Für Caitlins Gedanken und Selbstzweifel sollte man sich wahrlich Zeit lassen . Als Leser kann man die Einsamkeit und Verlorenheit von Caitlin spüren, aber auch das Versagen als Freundin, sie macht sich die schlimmsten Vorwürfe - " Wieso konnte ich nicht helfen, dann würde Ingrid noch leben" - Aber Ingrid wollte sich von niemanden helfen lassen, sie hat den für sie einzigen Weg gewählt- den Freitod.

Ingrid hat zwar kleine Hilferufe an ihre Umgebung gesandt, aber ihre Famile und Freunde konnten dieses nicht deuten oder taten ihre Hilferufe als Unsinn ab.

" Eigentlich ist alles total überflüssig. Ich bin total überflüssig"

Durch Dylan lernt Caitlin wieder die Freude am Alltag und das Leben kennen, mit unsicheren Schritten geht sie in die Normalität zurück. Sie beginnt sich ihrer Umwelt zu öffnen, und erzählt von Ingrid. So legt Caitlin den ersten Baustein ihres zweiten Lebens.

Der Schreibstil ist zutiefst aufwühlend und in einfachen Worten erzählt. Mußte beim lesen öfters eine Pause einlegen, weil mich die Geschichte zu stark mitgenommen hat. Nina LaCour hat einen wunderbaren und klaren Erzählstil, der ein wahres Feuerwerk an Emotionen versprüht.

Alle Charaktere sind stark und facettenreich gezeichnet, man erspürt förmlich Caitlins Reifeprozeß. Nina LaCour verzichtet auf zuviel Effekthascherei, was dem Buch die besondere Note gibt.

" Die Sonne scheint nicht mehr für mich, das ist alles. Ich bin traurig. Ich bin immer, immer traurig, und diese Traurigkeit lastet so schwer auf mir, dass ich ihr nicht entkommen kann. Niemals."

Fazit: Eine aufwühlende Geschichte zu einem Thema, was für viele noch tabu ist. Man sollte mehr Verständnis für seine Umgebung aufbringen - nicht vorschnell urteilen
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am 10. Juni 2013
Äußeres Erscheinungsbild:
Hach, das Cover ist ja einfach mal bildschön und zeigt eine Szene aus dem Buch. Stundenlang könnte ich mir dieses einfache, aber dennoch ausdruckstarke Cover anschauen. Und die Farben passen auch so gut zueinander.
Auch der Titel ist wunderschön. Ein Satz, dessen Bedeutung am Ende geklärt wird und der dann einfach nur traurig und schön zur gleich Zeit erscheint.

Eigene Meinung:
Dieses Buch habe ich auf einer Zugfahrt gelesen und ich habe es förmlich augesaugt.
Es ging mir sehr ans Herz und dementsprechend schwer fällt es mir diese Rezension zu schreiben, aber ich versuche mein Bestes.

Die Idee dieses Buches hat mir von Anfang an zugesagt.
Themen wie Selbstmord und Depression werden nur selten wirklich glaubhaft dargestellt. Zudem sind es Themen die totgeschwiegen werden. Umso wichtiger finde ich, dass es Autoren gibt, die sie dennoch ansprechen und zeigen, wie es diesen Menschen wirklich geht. Glaubhaft schildert sie den Briefen die Gefühlswelt von Ingrid und ein ums andere Mal konnte ich mich in sie hineinversetzen und das Geschriebene hätte von mir sein können. Ja, Themen wie Depression sind sehr persönlich für mich, denn ich kämpfe seit Jahren mit Dysthymia, einer chronischen Depression. Auch das Thema Selbstmord ist mir nicht neu. Psychisch kranken Menschen wird gegenüber oftmals eine Abneigung geäußert und das finde ich schlimm. Ich finde es schlimm, dass so wenig Menschen Verständnis haben und diese Menschen nicht nur als Problembelastet sehen, sonder als das was sie sind: Krank. Ich bin krank, habe jedoch eine liebende Mutter, der ich mich anvertrauen kann, eine Psychotherapeutin die mir hilft und Medikamente, die mir aus einem tiefen Loch herausgeholfen haben und dank derer ich mich auf dem Weg der Besserung befinden.
Ein anderer Ausgang meiner Krankheit hätte das Ende von Ingrid sein können. Aus diesem Grund ging mir dieses Buch so nahe.
Vielleicht schaffen es Bücher wie dieses die Menschen näher an ihre Mitmenschen zu bringen, die wirkliche, echte Probleme haben.

Die Handlung mit dem gefunden Tagebuch und den darin enthaltenen Briefen ist vielleicht nichts Neues, doch sie wurde sehr gut umgesetzt. Durch eben diese Briefe erhält der Leser einen guten Einblick in das Gefühlsleben von Ingrid, die sich das Leben genommen hat. Dennoch wird nicht alles verraten und man denkt automatisch nach und nimmt das Gelesene in sich auf.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen und gibt ausreichend Einblick in die Gefühle der Protas.

Zu Ingrid, eine der drei Hauptcharaktere habe, glaube ich, genug gesagt. (siehe oben).
Auch die Gefühlswelt von Caitlin finde ich sehr gut beschrieben. Sie ist nicht perfekt und das kann ich ihr nicht verdenken. Depressive Menschen können manchmal schwierig sein und brauchen meist Dinge, die andere Menschen nicht genug geben können. Aus diesem Grund kann ich Caitlin auch nicht böse sein, dass sie nicht immer 100% für Ingrid da war, zumal sie ja nichts von ihrer wahren Gefühlswelt wusste. Das Dilemma von Caitlin mit der neuen Freundschaft war sehr schön zu lesen und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen.
Dylan ist ein spritziger Charakter, der es schafft mich von der ersten Seite zu begeistern und der Caitlin wirklich gut tut.

Die Liebesgeschichten sind hier alle nur im Hintergrund und das ist gut so (auch wenn ich sie alle sehr süß fand). Es geht um die Liebe die genauso wichtig ist, die freundschaftliche Liebe zwischen zwei Mädchen.

Das Ende hat beruhigt und einen wirklich "Seite für Seite Abschied nehmen lassen" (siehe Klappentext). Ein tolles Ende und der letzte Abschied lässt schmunzeln, aber gleichzeitig bedrückt er auch.

Fazit:
Meine wohl persönlichste Rezension zu einem ganz wunderbaren Buch, das tief berührt, nachdenken lässt und zeigt, was Freundschaft wirklich bedeutet.
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am 9. Januar 2016
Ich hatte mit "Wintermädchen" ein relativ ähnliches Buch gelesen, wo sich eine von zwei besten Freundinnen das Leben nahm und die Überlebende mit den Folgen zu kämpfen hatte. Von diesem Buch war ich aber ziemlich enttäuscht, da mir die trübe Stimmung der Hauptakteurin das Lesen vermieste.

Dieses Buch ist dagegen wirklich eine positive Überraschung. Auch hier hängt die Hauptakteurin Caitlin total an ihrer verstorbenen Freundin Ingrid. Aber sie bemüht sich, zurück in das Leben zu finden. Und dies sollte auch die Aussage für so ein Jugendbuch sein.

Caitlin hat das Tagebuch von Ingrid gefunden. Ich dachte ehrlich gesagt, das Tagebuch würde eine größere Rolle spielen. Tatsächlich hat es aber nur ca. 10 Einträge, die über das komplette Buch verteilt sind. Darin liest man, was Ingrid fühlte und Caitlin versteht so langsam, warum sie sich das Leben nahm. Caitlin versucht, von ihrer Freundin Abschied zu nehmen und gleichzeitig im eigenen Leben wieder Freunde zu finden.

Die Figuren sind allesamt wirklich sympathisch und die Stimmung ist trotz des traurigen Anlasses lebensbejahend. Daher empfehle ich das Buch uneingeschränkt weiter.
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am 22. April 2012
Sehr gefühlvoll und verständlich beschrieben.
Dieses Buch erzählt eine Geschichte von zweier Freundinnen wo die Freundschaft stärker als der Tod ist.

Sehr berührend und hoffnungsvoll.

Ich mochte auch die kleinen Zeichnungen im Buch, verleiht zusätzlich einen sehr sympathischen Eindruck.

Empfehlenswert!!
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am 28. Juni 2014
Sehr gefühlvoll und verständlich beschrieben.
Dieses Buch erzählt eine Geschichte von zweier Freundinnen wo die Freundschaft stärker als der Tod ist.
Sehr berührend und hoffnungsvoll. Ich mochte auch die kleinen Zeichnungen im Buch, verleiht zusätzlich einen sehr sympathischen Eindruck.
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am 24. September 2015
'Ich nehme die alten Buchstaben von GO DBYE & THA K YOU ab, und überlege, was ich schreiben will.
Ich denke an so vieles: An rote Ohrringe, die wie Knöpfe aussehen. Wörter, Sätze und Teile von Zeichnungen. Bunte Spuren an ihren Fingern, wenn sie den Stift zu fest umklammert hatte. Wie sie mich durch den Sucher anschaute: konzentriert, hübsch, unbeirrt. Schule schwänzen und tatenlos rumhängen. Blaue Augen und blasse Haut. Du bist eine schreckliche Streberin. Rotes Licht in der Dunkelkammer auf ihrem konzentriertem Gesicht Ein stiller Hügel, feuchtes Gras unter unseren nackten Füßen. Narben sind hässlich. Klare, blaue Augen. Ich werde immer da sein, wo du auch bist. Hohe Champagnerflöten. Halt still. Wir sehen toll aus. Tanzen in einem gelben Kleid. Der Bach. Du suchst vielleicht nach Gründen, aber es gibt keine. Nagellack in Taschen verschwinden lassen. Ich will dir nicht weh tun und auch sonst niemanden, deshalb vergiss mich bitte einfach.'

Dieses Zitat beschreibt das Buch besser, als die eigentliche kurze Inhaltsangabe. Denn das Buch bietet mehr, als nur den Umgang mit dem auftretendem Verlustschmerz, den die Protagonistin für die besten Freundin empfindet. Cailtin muss sich der Gegenwart stellen und ohne ihrer besten Freundin an ihrer Seite erwachsen werden. Sie erlebt ihre erste große Liebe und muss sich dabei eingestehen, dass Ingrid ihre eigene selbst nie ausleben konnte. Denn Ingrid wählte mit nur 17 Jahren den freiwilligen Tod.

Trost findet Caitlin in dem Tagebuch Ingrids, das diese offensichtlich absichtlich in Caitlins Zimmer gelassen hatte. Das Tagebuch mit dem weißen Vogel, der den wohl endlich gefundenen Frieden symbolisieren soll. Darin findet sie die Ingrid, die sie kennt, aber auch eine völlig neue Person mit Gedankengängen, die Caitlin fremd sind und die sie auch verletzten. Immer wieder stellt sie sich die Frage ob sie es hätte verhindern können, warum sie nicht eher etwas bemerkt hatte. Eine Frage, die sich alle Menschen in dieser Position stellen würden. Es ihr Caitlin hoch anzurechnen, dass sie im Verlauf der Geschichte lernt mit dem Verlust umzugehen und sich nicht mehr die Schuld gibt.

Lacour hat während dem Schreiben nie außer Acht gelassen, dass sie aus der Sicht eines Teenagers schreibt. Man erlebt Caitlin in der Blüte ihrer Pubertät. Den Eltern gibt sie meist kurze Antworten, kapselt sich von ihnen ab, möchte lieber alleine sein und Ms Delani, ihrer Fotografielehrerin, nimmt sie es wahnsinnig persönlich, dass diese sie keines Blickes würdigt. Trotzig versucht sie ihre Hausaufgaben zu boykottieren, wie es auch jeder ihrer Altersgenossen tun würde. Diese kleinen Feinheiten machen die Geschichte leb- und glaubhaft. Caitlin ist nicht anders, sie ist nichts Besonderes. Sie ist ein normales Mädchen, das überall auf der ganzen Welt leben könnte, mit einen normalen Leben und beinahe normalen Problemen. Nur, dass sie ihre bislang einzige Bezugsperson verloren hat. Für ein Mädchen ihres Alters ist die beste Freundin quasi der Mittelpunkt ihres jungen Lebens.

Die Detailliebe von Nina Lacour findet man auch gar nicht im Schreibstil vor, sondern eher zwischen den Zeilen. Die Charaktere sind fein säuberlich herausgearbeitet, jeder hat einen fest geformten, einzigartigen Charakter. Vor allem Dylan sticht unter all diesen Personen deutlich hervor und bringt dort Pfiff und Schwung in die Geschichte, wo diese auch dringend benötigt werden. Aber auch bei materiellen Dingen wie das alte Kinogebäude oder Fotografien, die Erinnerung an sich klammern, spürt man die unbändige Liebe der Autorin zu diesen, ausgedrückt mit nur wenigen Worten.

Ein schwieriges Thema, das von unserer Gesellschaft leider viel zu oft unbeachtet gelassen wird. Lacour hat es mit dieser Geschichte geschafft mich, und wahrscheinlich auch viele andere, zum Nachdenken zu bringen. Gäbe es weniger Selbstmorde, wenn wir besser zuhören würden?
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