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am 25. April 2007
Sieben Bücher, sieben Blickwinkel: Den besten Überblick über die Liebe hat Bas Kast mit Die Liebe und wie sich Leidenschaft erklärt geschrieben. Auslöser war nach Kasts Angaben seine eigene Verliebtheit - diesen Einstieg finde ich etwas plump, aber ein besserer ist mir auch nicht eingefallen, und es geht noch schlimmer, wie man am Beispiel der virtuellen Bianca und Michael sieht (siehe Froböses "Lust und Liebe"). Jedenfalls war Kast verknallt und so begab sich der Wissenschaftsjournalist auf die Spuren von Liebe und Leidenschaft, Sehnsucht, Partnerwahl und Trennung. Herausgekommen ist eine "Gebrauchsanleitung für die Liebe", die höchst amüsant und spritzig, gleichzeitig wissenschaftlich fundiert geschrieben ist. Kast lässt uns in alle Phasen der Partnerschaft blicken. Er beschreibt, wie unterschiedlich ein erster Blickkontakt auf Männlein und Weiblein wirkt und wie glückliches Verliebtsein sich an den Hormonen ablesen lässt. Weiter führt uns der Autor in das Geheimnis von langjährigen Beziehungen ein und erklärt, wie die fünf apokalyptischen Reiter ein jeder Partnerschaft das Ende bereiten. Der "Rosa-Brille-Effekt". Viel Raum gewährt er den Berichten des Paarforschers John Gottmann aus Seattle - der Mann hat es ihm angetan. Gottmann hat jahrzehntelang Paare beim täglichen Leben beobachtet. Das war, so scheint es, ziemlich langweilig. Und aus dem ganzen Alltags-Kram destillierte der Forscher heraus, dass der Erfolg einer Beziehung davon abhängt, wie die Partner miteinander umgehen. Je aufmerksamer, interessierter und liebevoller, desto besser für die Liebe. Damit hat Gottmann gleich zwei Beziehungstheorien in die Archive verbannt. Nicht richtig ist nach seiner Ansicht die Theorie, dass man sich immer alles sagen muss, um glücklich miteinander zu sein. Er meint, nicht WORÜBER man redet, sondern WIE man miteinander spricht, sei das Erfolgsrezept für Partnerschaft. Respektvoll miteinander über Waschmittel im Supermarkt zu sprechen ist demnach besser für die Beziehung als jede Regung des Gefühlslebens auszudiskutieren. Außerdem sei Streiten viel unwichtiger für die Liebe als man bisher angenommen hat. Auch Paare, die sich viel und heftig streiten, können eine erfolgreiche Partnerschaft leben. Jetzt fragen Sie sich vielleicht, warum Sie sich jahrzehntelang im konstruktiven Streiten und Gefühle-Diskutieren geübt haben? Machen Sie sich keinen Kopf darum - vielleicht hat es nicht viel genutzt, aber auch nicht geschadet. Weil Kast nicht nur eine wissenschaftliche Abhandlung schreiben, sondern auch Rat geben will, entwickelte er eine "Liebesformel" die sich eigentlich banal anhört, im Alltag aber nur mit viel Mühe nachzukochen ist. Sie besteht aus den Ingredienzien: Stete Zuwendung, Wir-Gefühl, Akzeptanz, Positive Illusion und Aufregung im Alltag. Respektvoll muss man miteinander umgehen und seinen Partner ein bisschen durch die rosa Brille Partner sehen. Diejenigen, die schon lange in einer Beziehung leben, werden jetzt einen "AHA"-Effekt verspüren, oder nicht? Insgesamt ist das Buch angenehm kurz, ohne viel Psycho-Geschwafel - aber am Ende bin ich doch das Gefühl nicht los geworden, dass erfolgreiche Partnerschaft doch schwieriger ist, als es sich beim Lesen angefühlt hat.
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am 27. April 2017
Was ist die Liebe, und lässt sie sich erklären? Liebe ist wunderschön, und lässt sich gleichzeitig so schwer fassen oder mit Worten beschreiben. Warum verlieben wir uns in eine Person, jedoch nicht in zahlreiche andere? Was passiert in uns, wenn wir uns verlieben? Was kennzeichnet glückliche Liebesbeziehungen? Dieses Buch gibt Antworten auf viele dieser und ähnlicher Fragen, Erklärungen mit der richtigen Einschränkung, das die Liebe für jeden etwas sehr persönliches oder spezifisches ist, das man nur gemeinsam entdecken kann. Aber universell ist wohl, das Liebe immer Zuwendung ist - Liebe macht neugierig auf den anderen, man ist gerne mit ihm zusammen, man kann ihm stundenlang andächtig zuhören, man sieht ihn gern, man will ihn unterstützen und ihn ganz sehr glücklich sehen. Liebe ist, das Glück eines anderen Menschen ganz ganz wichtig zu nehmen. Das Buch ist schön geschrieben, und sehr empfehlenswert.
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am 19. Juni 2007
Es macht Spaß, dieses Buch zu lesen! Kast schreibt wissenschaftlich, ansprechend und lesefreundlich-humorvoll . Er erläutert die wissenschaftlichen Studien anhand leicht nachvollziehbarer Alltagsbeispiele (Konfliksituationen, Verlauf von Streitgespräche etc.)

Auch die Statistik kommt nicht zu kurz, jedoch bindet Bas Kast die Daten anschaulich ein und langweilt seine Leser nicht mit nackten Prozentwerten.

Von ganz allein kommt man ins Nachdenken und wendet die Erkenntnisse und Tipps schon beim Lesen im Geiste an sich selbst und der eigenen Umwelt an.
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am 6. September 2006
Manchen negativen Kritikern dieses Buches mag man zurufen:

"Hallo !

Bas Kast behauptet nicht etwa 'Dieses' oder 'Jenes'.

Auch ist es kein Roman und will sicherlich auch keines dieser ohnehin eher kitischigen Versuche sein, SEINE PERSÖNLICH Sicht und nur SEINE ERFAHRUNGEN jederman(n) unter die Nase zu reiben.

NEIN: Bas Kast hat immer wieder behauptet, dass er WISSENSCHAFTS-JOURNALIST ist - und eben GENAU hier nur Versuchsergebnisse und teilweise auch verschiedene Erklärungsansätze zu gewissen Themen vorlegt."

Und DAS tut er auf eine wunderbare Art und Weise.

Es ist eben gerade nicht so, dass er das "eigentlich schöne thema liebe" mit versuchsanordnungen vermengt, sondern genau umgekehrt ist es so, dass er den biologischen, chemischen und psycholischen erkenntnissen ihre trockenheit nimmt, und sie sehr anschaulich kommuniziert.

bas kast bewertet nicht - er berichtet !

wer sich ernsthaft UND unterhaltsam informieren will,

was so im körper (inkl. kopf) abgeht, dem sei dieses buch wärmstens ans herz gelegt.

und dass trotz der kenntnisse um diese vorgänge das Verlieben überhaupt

nicht im geringsten seinen Charme verliert, das beschreibt Bas Kast selbst

in seiner Einführung - und ich darf das auch so bestätigen.
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Der Psychologe Bas Kast hat dieses wirklich hochinteressante Buch über die Liebe und wie sich Leidenschaft erklärt, geschrieben.
Er macht u. a. deutlich, weshalb man sich verliebt, wie man verführt, welche Rolle das Aussehen für die Liebe hat, wo die Übergänge von Leidenschaft zur Liebe zu suchen sind, wodurch Eifersucht entsteht und schließlich was auseinander treibt und was zusammenhält.

Was geschieht eigentlich mit uns biologisch, wenn wir verrückt nach jemand sind?
Kast konstatiert, dass der Geisteszustand zwangsneurotische Züge annimmt. Ein bestimmter Botenstoff im Körper sinkt auf ein krankhaft niedriges Niveau. Ein analoger Befund zeigt sich bei Zwangspatienten. Biochemisch gibt es demnach einen gemeinsamen Nenner zwischen Neurose und Verliebtheit.
Natürlich kann man Verliebtheit nicht mit Serotinmangel gleichsetzen, viele Hormone und Hirnregionen sind im Spiel. Noch kennt keiner den genauen Liebescocktail. Man vermutet allerdings, dass der Serotinmangel die Ursache dafür ist, das man, sobald man sich verliebt häufig ruhelos, mitunter sogar sehr deprimiert ist.
Der Psychologe beschreibt Untersuchungen in denen das intersexuelle " Balzverhalten " von Menschen beobachtet wird und kommt zum Ergebnis, dass stets die Frau es ist, die beim Flirten das Heft in der Hand hält. Keine besonders neue Erkenntnis, jede Frau, die gerne flirtet, weiß das bereits im Alter von 15 Jahren oder noch früher. Schön das empirische Untersuchungen diese Individualbeobachtungen bestätigen.
Manche Männer benötigen nur einen einzigen Blick einer Frau, um zu glauben, sie habe Absichten, allerdings brauchen die meisten mehrere Aufforderungen. Ein Blick, ein Lächeln, ein Schrägstellen oder ein Hair flip", bei dem die Frau sich mit der Hand durchs Haar geht und den Kopf nach hinten wirft, lassen Männer bereits anbeißen.
Um dann mit besagter Frau ins Gespräch zu kommen, bedarf es allerdings Fingerspitzengefühl. Flirtforscher kommen zum Ergebnis, dass ein verbal harmloser Gesprächseinstieg angeraten ist. Redet ein Mann zuviel und stellt sich dazu noch in den Mittelpunkt des Gesprächs, bricht die angesprochene Frau sofort ihr Flirtprogramm ab. Eigenliebe von Männern stößt demnach nicht auf die erhoffte Gegenliebe.
Je einfühlsamer, zärtlicher und sensibler ein Mann sich einer Frau gegenüber nähert, umso größer ist die Chance, dass sie sich öffnet. Auch diese Erkenntnis ist nicht von der Hand zu weisen.
In der ersten Phase des Kennenlernens spielt das Aussehen eine eklatante Rolle. Erst später, so zeigen Untersuchungsergebnisse, gewinnen auch andere Komponenten, wie der Charakter, Persönlichkeit und Intelligenz an Gewicht.
Bereits Aristoteles behauptete Schönheit sei besser als jeder Empfehlungsbrief und die heutige Wissenschaft muss dem griechischen Philosophen uneingeschränkt Recht geben.
Kast macht deutlich, wieso die äußere Attraktivität beim Verlieben eine so enorme Macht spielt und erläutert psychologisch einleuchtend, weshalb nicht selten der Satz Sapphos zutreffend ist, dass das, was schön ist in der Regel auch gut ist. Thesen dieser Art mögen nicht gefallen, aber die Erklärung Kasts ist letztlich einleuchtend.
Der Zusammenhang zwischen äußerer und innerer Schönheit hängt letztlich damit zusammen, dass man mit hübschen Menschen von Kindesbeinen an liebevoller umgeht und sie von daher das Verhalten ihres Umfeldes immerfort positiv spiegeln. Klingt plausibel und lässt sich durch die Untersuchungsergebnisse von Prof. Bauer verifizieren.
Wissenschaftliche Befragungen von Männern haben ergeben, dass sie an einer Frau besonders volle Lippen, große Augen, glatte Haut, schmale Kiefer und dezente Augenbrauen schätzen und insofern ein solcher Frauentyp vermehrt angeflirtet wird. Biologischer Hintergrund scheint zu sein, dass man annimmt, dass solche Frauen sich besser als Mutter ihrer Kinder eigenen, weil sie weicher zu sein scheinen.
Bei Frauen kommen hypermaskuline Männer sehr schlecht weg. Das Ideal von Frauen sind Prad-Pitt-Typen, mit ausgeprägtem Kinn, markantem Kiefer, allerdings großen Augen und vollen Lippen. Während des Menstruationszyklus schwankt ihr Urteil. Am Tage des Eisprungs geben wir angeblich den hypermaskulinen Männern den Vorzug.
Das kann ich für mich so nicht bestätigen.

Der Psychologe verdeutlicht, dass nach der ersten Phase der Verliebtheit deutlich wird, dass sich Gegensätze zwar anziehen können, doch diese es letztlich nicht miteinander aushalten.
Je mehr sich Paare psychisch und physisch gleichen, umso glücklicher ist eine Beziehung und umso länger hält sie. Intelligenz, Zufriedenheit mit dem Leben und Fantasievermögen, lassen sich nicht an einen Partner anpassen, selbst nicht der Liebe wegen.
Psychologen haben mit 1000 britischen Ehepaaren 42 verschiedene Tests durchgeführt und sind zu dem Ergebnis gelangt: " Je mehr sich die Partner glichen, desto glücklicher waren sie mit ihrer Ehe. "
Kast beschreibt die Funktion des Bindungshormons Oxytocin, das durch Zärtlichkeit aktiviert werden kann und zeugt auf, dass eifersüchtige Menschen einen verminderten Dopamimhaushalt besitzen und dass sich Eifersucht immer kontraproduktiv auf eine Beziehung auswirkt, was ja ohnehin klar ist.
Interessant ist, dass das Scheitern von Beziehungen sich bereits Jahre voraus ablesen lässt.
Wenn die Zärtlichkeit und das Einfühlungsvermögen schwinden, umso weniger lässt sich das Bindungshormon Oxytocin bei Paaren nachweisen. Der Spiegel dieses Substrats, das uns biologisch zusammenhält, ist ein Gradmesser für die noch vorhandene Liebe.
Kritik, Verteidigung, Abwehr, Verachtung, Rückzug und Machtdemonstration sind die Killer jeder Liebesbeziehung. Um dem schleichenden Zerfall einer Beziehung zu entgehen, sollte man sich klar machen, dass negatives Verhalten das Ende von Gemeinsamkeit bedeutet.
Bas Kast erläutert die einzelnen Punkt wirklich hervorragend und verhilft gut nachvollziehbar zur Erkenntnisbildung.
Zuwendung, Wir-Gefühl und Akzeptanz sind der Kitt jeder intakten Beziehung.
Es ist nicht schwer die Fähigkeit des Liebens zu erlernen, wenn man begriffen hat, dass nur Körperkontakt und das generelle Interesse am Du, auch die Bereitschaft Konflikte konstruktiv zu lösen die Basis für beidseitige Liebe sind.
Glückliche Partnerschaft liegt sowohl in Erotik als auch in Freundschaft begründet, um die man sich in einer Beziehung bis ins hohe Alter bemühen sollte.
Zu viele Paare leben grimmig neben einander her und sind totunglücklich oder sie trennen sich und begehen in der nächsten Beziehung die gleichen Fehler, indem sie das Bindungshormon Oxytocin geradezu mutwillig zerstören, weil sich einer von beiden oder gar beide stets in den Mittelpunkt des eigenen Denkens stellen. Der andere ist der Spiegel. Spätestens nach der Lektüre von Kast dürfte das jedem Leser klar sein.

Ein empfehlenswertes Buch, auch für Personen, die glauben bereits alles über die Liebe zu wissen.
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am 15. Juni 2008
Lässt sich Leidenschaft erklären? Ist das nicht ein Herzensthema? Ja und Nein. Bas Kast nähert sich in seinem Buch diesem Thema über die wissenschaftliche Forschung an und bringt äußerst interessante Aspekte dabei mit. In seiner gewohnt unterhaltenden Art schreibt der Wissenschaftsjournalist über Liebe und was langjährige Studien dazu herausgefunden haben. Das letzte Kapital widmet sich dann den sieben Liebesgeheimnissen und den Möglichkeiten die uns daraus entstehen um die gelebte Liebe in unseren Partnerschaften am Leben zu erhalten und sich daran erfreuen zu können.

Wenn wir den Autor begleiten werfen wir einen Blick in die Ehelabors in denen seit vielen Jahren untersucht wird, worin denn nun der Unterschied zwischen glücklichen und unglücklichen Beziehungen liegt. Denn dass es Unterschiede gibt, das steht schon mal fest. Und ob wir persönlich in der Lage sind, die positive Variante davon zu leben, hängt von mehreren Aspekten ab. Wie so oft, bilden wir auch bei der Liebe bereits in ganz jungen Kindheitsjahren die Erfahrung aus, die unsere innere Bindungsfähigkeit und Liebesvertrauen prägt. Es ist sehr interessant sich mit Hilfe der Beschreibungen in diese Kategorien einzustufen und das hilft uns bereits schon ein vielfaches unsere Reaktionen besser zu verstehen.

Was nun als der große Geheimtipp in den Forschungsergebnissen gehandelt wird, ist die Art der Kommunikation zwischen den Partnern. Das wäre jetzt als Erkenntnis noch nicht wirklich etwas weltbewegendes. Und dass es natürlich auf die Art und Weise der Kommunikation ankommt, auch noch nicht. Doch was jetzt banale Dialoge zur Krönung der glücklichen Partnerschaft macht dann doch wieder. Denn der "Kit" sozusagen, der auch im Alltag Beziehungen glücklich verlaufen lässt, spielt sich eben nicht in den großen Liebeserklärungen und tiefen Gesprächen ab. Nein, sondern im liebevollen Smalltalk, der vielleicht eine inhaltliche Bedeutung gleich 0 haben mag. Es geht dabei in erster Linie um die Zuwendung zum Anderen und das im wahrstenn Sinne.

Dazu kommt die Fähigkeit zu erkennen, dass ausgesprochener Ärger meines Gegenüber erst mal nichts mit mir als Person zu tun hat, sondern höchstens mit meinem Verhalten. Leider fühlen wir uns oft viel zu schnell angegriffen und reagieren dann auch gleich mit einer Verteidigungshaltung. Und damit läuft das Spiel meist schon durch und in die falsche Richtung.

Natürlich kann das Buch kein Rezept bieten, wie sie zukünftig ihre "Beziehungs-Suppe" kochen sollen. Doch es kann uns wertvolle Gedankenanstöße bieten, wie wir durch Kleinigkeiten mehr erlebte stärkende Bindung schaffen können. Und durch seinen humorvollen Stil ist es eine leichte Lektüre, die uns die Erkenntnisse wie im Vorbeigehen präsentieren.
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am 3. Dezember 2004
Bas Kast faßt in seinem Buch - seiner Bedienungsnaleitung für die Liebe - viele verschiedenartige wissenschaftliche Arbeiten aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen zusammen und präsentiert deren Ergebnisse in einem ganz eigenen, sehr lockeren und höchst witzigem sehr unterhaltsamen Stil. Er erklärt die Liebe und Ihre Zyklen und wie aus Liebe Haß wird und aus Ehe Gefängnis.
Selbst in einer diffizilen Ehesituation befindlich haben meine Frau und ich das Buch beide genossen und haben wir es uns beide gegenseitig lachenderweise empfohlen.
Klar hat Bas Kast wenig von dem was er schreibt selbst rausgefunden. Aber die Erzähler von Reiseliteratur erfinden ja auch keine Länder neu sondern beschreiben sie. So ähnlich ist es bei Bas Kast's Buch über die Liebe.
Er schreibt sehr freundlich voller Liebe zu seinen Subjekten und voller Selbstironie. Also wie gesagt alles in allem ein klasse Buch. Prima um es an ewige Singles zu verschenken. Man kann da jede Menge lernen.
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am 20. Juni 2007
Über die Biochemie, die Psychologie und die Evolution der zwischenmenschlichen Beziehungen kann man ständig Einzelbeiträge mit mehr oder weniger fundiertem Detailwissen lesen. Hier bekommt man einen kompakten Überblick mit überzeugend wirkenden Stundien und interessantem Hintergrundinfomationen mitgeliefert.

Aber dennoch liest sich das Buch locker und leicht - man kann nie genug bekommen von der Liebe und das Buch selten weglegen. Dabei geht der Autor viel weiter, als nur eine Abhandlung wissenschaftlicher Erkenntnisse zu liefern. Er präsentiert praktische Tipps, die es jedem Beziehungswilligem erleichtern direkt auf eine glückliche Verbindung zu dem idealen Artgenossen zuzusteuern. Liebe ist lernbar, wenn man sich nur an ein paar einfach Regeln hält und einige Verhaltensweisen komplett meidet.
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Wenn ein gut aussehender, erfolgreicher, vor einem Jahr soeben Dreissig gewordener Journalist der Welt das Phänomen Liebe erklären will, ist das ein verwegenes Unternehmen. Einem Pawlow-Reiz folgend mobilisierte es bei mir starken Abwehrreiz. Was hat mir ein Mann über Liebe zu sagen, der über so wenig Lebenserfahrung verfügt? Eine ganze Menge, musste ich erstaunt feststellen. Wie macht er das bloss? Klar musste Goethe zuerst all seine Altergenossen überleben, um den Faust II zu schreiben. Aber der Werther ist ja auch nicht nichts. Also wie geht das? Bas Kast ist eben nicht nur Schreiberling, sondern auch Naturwissenschaftler, Beobachter und Recherchierfreak. Möglich, dass es einigen Lesern aufstösst, wenn Bas Kast das Wenigste selber erforschte und seine Erfahrungslücken mit den Geschichten anderer füllte. Aber ein Wissenschaftsjournalist erhebt diesen Anspruch nicht.
Das erste Buch von Bas Kast über die neurologische Revolution hat mich weit weniger überzeugt. Da war zwar bereits klar, dass Kast schreiben kann, aber irgendwie sass er immer hinter einer Milchglasscheibe. Die Liebe scheint nun genau das Thema zu sein, das Kast einen anderen Standort ermöglicht. Vielleicht war es Sina, der Kast das Buch widmete, die seine Schreibkunst mit dem Geist beseelte, der mich die Erfahrungsdefizite des Autors meist vergessen liess.
Der Leser, womit beim Thema Liebe ausdrücklich auch die Leserin gemeint ist, erfährt auch im zweiten Buch von Kast, was Hirnforscher in den letzten beiden Jahrzehnten über unsere Steuerungs- und Erinnerungszentrale herausgefunden haben. Und da Kast auf unverständliche Fachausdrücke verzichtet und jede Erkenntnis in den Zusammenhang mit Liebe bringt, hält er uns bei Laune. Wir erfahren, welchen romantischen Irrtümern wir nachhängen und weshalb überholte Mythen uns blockieren. Kast weiht uns in die Kunst der Verführung ein, macht uns mit der Anziehungskraft von Schönheit, dem Zerstörerischen von Eifersucht und den Unterschieden zwischen Verliebtheit und Liebe bekannt. Er öffnet den Blick für Verhaltensmuster, die Menschen binden oder auseinander treiben und zeigt auf, woher diese Muster kommen und wie sie eventuell noch aufgebrochen werden können. Bast zeigt vor allem, dass sich die Arbeit lohnt, dass sich Liebe lernen lässt.
Alles schon irgendwo gelesen? Möglich, aber eine Version mehr lohnt sich, wenn man nach einem Buch sucht, das alte Weisheiten naturwissenschaftlich einpackt. Ist immerhin ein anderer Ansatz für gruppendynamische Diskussionen.
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Wer möchte die Geheimnisse der Liebe nicht kennen - und sie sich möglicherweise zu Nutze machen? ;) Dank Bas Kast erfährt man, wie der Zauber funktioniert und wie man ihm evtl. sogar ein bisschen draufhelfen kann. Ich habe meinen Mann zum Beispiel in einer rütteligen Tupolev kennen und lieben gelernt. Er hatte Flugangst und wir hatten beide Herzklopfen. Dass wir uns ineinander verliebt haben, war also kein allzu großes Wunder :)
Bei Kast kann man nämlich u.a. nachlesen, dass nicht das Verlieben Herzklopfen bereitet, sondern meist ist es umgekehrt. Das Herzklopfen führt zum Verlieben - weil einfach gewisse Stoffe ausgeschüttet werden, die bestimmte Reaktionen hervorrufen. Und unser Gehirn nimmt dann an: Ok, Herzklopfen? Das muss an dem Kerl/der Frau liegen!
Ein Fußgängerhängebrückenversuch, den Bas Kast ausführlich beschreibt, belegt das auf eindrucksvolle Weise.
Es geht hier um die Liebe in sämtlichen Facetten. Vom Flirten (hier hat die Frau eindeutig das Szepter in der Hand) übers Verlieben, die Chemie der Schönheit, die Leidenschaft bis hin zur langjährigen Ehe, die glücklich ist - oder eben auch scheitert.
Ich fand das Buch ungeheuer interessant. Es hat für viele Stunden Gesprächsstoff mit Freunden gesorgt und viele von uns zum Nachdenken angeregt. Besonders spannend fand ich z.B. auch Erkenntnisse zum Riechen - wir Frauen stehen um den Eisprung rum nämlich auf Testosteronmonster, während wir sonst eigentlich eher die "netten", nicht so "testosteronigen" Kerle bevorzugen, weil die sich einfach gewissenhafter um den Nachwuchs kümmern. Die Testosteronkerle haben aber eben eine gute genetische Ausstattung (Testosteron schwächt nämlich das Immunsystem, und wer es sich dann trotzdem noch leisten kann, massenhaft davon in seinem Körper zu haben, muss ein extrem starkes Immunsystem haben). Auch die Rolle der Pille fand ich sehr interessant. Hier wurde z.B. festgestellt, dass Frauen, die die Pille nehmen, nicht die Männer bevorzugen, die sie sonst bevorzugen würden, weil sie über eine andere Ausstattung mit MHC-Genen (Immungenen) verfügen. Stattdessen stehen Frauen, die mit der Pille verhüten auf Männer, die über eine ähnliche MHC-Gen-Ausstattung verfügen, denn die Pille gaukelt dem Körper ja schon eine Schwangerschaft vor und als Frau bevorzugt man dann jemanden mit dem eigenen "Stallgeruch" - das erscheint einem zuverlässiger zur Aufzucht.
Zudem geht es um das Geheimnis guter Ehen - es sind, neben der Streitkultur, die vielen kleinen Liebesbeweise im Alltag, die dafür sorgen, dass für Notzeiten genug Glück übrig ist, das einen vor Schlimmerem bewahrt. Doch sobald die fünf Apokalyptischen Reiter "Kritik", "Verteidigung", "Verachtung", "Rückzug" und "Machtdemonstration" Einzug halten, muss man aufpassen...
Bas Kast fasst hier alles Wichtige zum Thema Liebe zusammen - Verliebtheit, Liebe, Intimität, Eifersucht, Liebesstile usw. - dem Autor ist ein großartiger Rundumschlag gelungen. Er greift die Forschungsergebnisse zahlreicher Wissenschaftler auf und fasst sie wunderbar zusammen. Die Kritik des Rezensenten, der negativ bewertet hat, kann ich deshalb nicht ganz nachvollziehen, denn Kast zitiert hier ganz sauber und versucht überhaupt nicht den Eindruck zu erwecken, dass er sich alles ausgedacht hätte! Es geht auch nicht nur um Bindungsforschung, sondern um die Liebe in allen Facetten. Ich fand das Buch jedenfalls ungeheuer spannend und kann es - so wie die anderen Titel von Bas Kast - wärmstens empfehlen!
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