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am 20. Juli 2017
Wie alle Bücher von Gabriel Garcia Marquez ist auch "Von der Liebe und anderen Dämonen" ein fesselnder Roman, den man gar nicht aus den Händen legen möchte. Die Geschichte ist geradlinig, hart und wie erwartet detailreich ohne kitschig zu sein. Für jeden Marquez-Fan ein Muss.
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am 26. August 2015
Schönes, beeindruckendes und erschütterndes Spätwerk von Garcia Marquez. Man liest das Buch wie in einem Rausch. Die Sprache ist bildreich, aber niemals ausschweifend, sondern eher knapp. Mit wenigen Sätzen gelingt es Marquez bereits, den Leser in eine vollkommen andere, vergangene Welt einzuführen.
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am 11. August 2017
Wer Marquez kennt, wird dieses Buch lieben. Als Urlaubs-oder Bettlektüre wärmstens zu empfehlen. Ein Tipp für die, die schon "alle" Romane des Autors kennen
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am 27. April 2014
Sie ziehen dich in den Bann, rütteln und schütteln dich wach, sie erreichen dich bis in die dunkelsten Winkel deiner Seele-Marquez Worte werden noch lange nach seinem Tod die Menschen bewegen.
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am 19. November 2014
Der Reichtum der Sprache gefällt mir ganz besonders, so wie die Tatsache, dass ich als Leser in eine mir fremde Welt versetzt
werde.
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am 16. November 2013
Lässt sich sehr gut lesen. EInige Passagen sind brilliant geschrieben und geben ANreiz zum Nachdenken. Die Geschichte selbst ist interessant.
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am 5. Mai 2014
S c h n e l l e u n d p r o b l e m l o s e A b w i c k l u n g!!! G e r n e w i e d e r !
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TOP 1000 REZENSENTam 3. November 2017
»Fürchten Sie nicht, sich zu verdammen?«
»Ich glaube, ich bin es schon, aber nicht vom Heiligen Geist. … Ich habe schon immer geglaubt, daß der mehr auf die Liebe als auf den Glauben gibt.«

Cartagena im ausgehenden 18. Jahrhundert. Sierva María de Todos los Angeles ist die einzige Tochter des Marqués de Casalduero. Von ihren nur um sich selbst kreisenden Eltern vernachlässigt, wächst sie unter den schwarzen Sklaven des Hauses auf, lernt ihre Sprache und Bräuche. Als sie mit 12 Jahren von einem tollwütigen Hund gebissen wird, besinnt sich der Vater erstmalig auf seine Tochter und beschließt, sie zu retten. Obwohl sie keine Anzeichen der Krankheit zeigt, wird sie einer Reihe von Ärzten und Heilern ausgesetzt. Als es ihr nach den Behandlungen richtig schlecht geht, kann es dafür nur eine Ursache geben: Besessenheit! Sierva wird in ein Kloster gebracht, in dem ihr die Dämonen ausgetrieben werden sollen. Mitten in all dem Wahnsinn zweifelt einzig ein Pater, dass in dem zarten Mädchen mit den wunderschönen Haaren tatsächlich der Teufel steckt. Und er zweifelt nicht nur, sondern verliebt sich auch noch.

Gerade einmal 224 Seiten umfasst dieses Buch und präsentiert dem Leser doch eine richtig große Geschichte. Dem Autor gelingt das Kunststück, mit wenigen, aber auf den Punkt gewählten Worten, seine Charaktere und die Schauplätze so bildhaft und präzise zu beschreiben, dass man sie von der ersten Seite an vor Augen hat.
Er spart nicht mit Kritik. Das Bild der adligen Gesellschaft, das er zeigt, zeugt von Dekadenz und Selbstsucht. Siervas Eltern baden sich in selbstgeschaffenen Problemen, jeder bemitleidet sich selbst am meisten und ist blind für die Sorgen der Mitmenschen. Die Existenz der Sklaven ist eine Selbstverständlichkeit und niemand kommt auf die Idee, die praktizierten Unmenschlichkeiten zu erkennen oder gar in Frage zu stellen. Und über allem schwebt der angeblich streng gelebte Katholizismus und die Inquisition. Grausam. Tragisch.
Ich gestehe, dass mich die Geschichte sehr berührt hat. Und wütend gemacht hat sie mich - auch jetzt noch wühlt in mir der Zorn auf so manchen Charakter! Ein kurzes Buch und doch so intensiv geschrieben, dass es nachwirkt und die Gedanken immer wieder zur Handlung zurückkehren lässt.

Fazit: Eine tragische Geschichte mit wunderschönen Worten erzählt. Sehr lesenswert!
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 18. Mai 2015
Kolumbien, Ende des 18. Jahrhunderts. In Cartagenas de India, der Stadt der spanischen Vizekönige, lebt der Marqués de Casalduero mit seiner Frau Bernarda und der gemeinsamen Tochter Sierva María de Todo los Angeles. Die 12-jährige Sierva María wird von den Sklaven des Hauses großgezogen, da ihre Mutter sie nicht ausstehen kann. Sie lernt die eingeborenen Sprachen und Riten und ist davon überzeugt, dass sie mit Dämonen kommunizieren kann. Eines Tages wird sie im Dorf von einem tollwütigen Hund gebissen. Ihr Vater, der Marqués, beschließt daraufhin, sie diversen Heilprozeduren zu unterziehen, bei welchen Sierva María tobt, kratzt und schreit. Für den Bischof steht fest: Das Mädchen leidet nicht an Tollwut, sondern ist von Dämonen besessen. Er schickt Sierva María in ein Kloster, in dem sie von Pater Cayetano Delaura exorziert werden soll – der Beginn einer verhängnisvollen Liebe.

Gabriel García Márquez Roman Von der Liebe und anderen Dämonen ist trotz seiner Kürze sehr vielschichtig. Auf der einen Seite erzählt er die Liebesgeschichte von Sierva María und Pater Delaura. Anfänglich sind Delauras Gefühle für das Mädchen unerwidert, er fühlt sich von der mysteriösen und starken Schönheit angezogen, weiß aber gleichzeitig, dass diese Gefühle nicht sein sollten. Auf der anderen Seite erfahren wir aber auch unglaublich viel über die kolumbianische Gesellschaft des 18. Jahrhunderts. Márquez zeichnet ein kritisches Bild der Stadt, die zu der Zeit für ihren Sklavenhandel berühmt ist. Er prangert die Dekadenz der spanisch-kreolischen Aristokratie an, die im deutlichen Kontrast zum Leben der Sklaven steht. Ebenfalls kritisiert er die Inquisition, auf der natürlich der größte Fokus liegt: Der Bischof und die Nonnen im Kloster beharren darauf, dass Sierva María vom Teufel besessen sei und dafür gibt es nur einen einzigen Ausweg, der jedoch schwerwiegende Folgen haben könnte.

García Márquez zeigt hier erneut, warum er den Literaturnobelpreis verdient erhalten hat. Seine wunderschöne und bildhafte Sprache hat mich von der ersten Seite an ins Cartagena des 18. Jahrhunderts versetzt. Auch wenn man sich schon früh denken kann, was mit Sierva María passiert, hat mich ihre Geschichte von Anfang bis Ende gefesselt und als ich den letzten Satz verschlungen und das Buch zugeschlagen habe, musste ich direkt nachsehen, welchen Roman dieses meisterhaften Schriftstellers ich als nächstes lesen wollte. Es war mein erster Márquez und ich war hin und weg. Wer Hundert Jahre Einsamkeit und Liebe in Zeiten der Cholera mochte, wird auf gar keinen Fall enttäuscht sein.

Obwohl ich oft hispanische Autoren lese, war die Thematik des Exorzismus in Kolumbien eine völlig neue und spannende für mich. Gabriel García Márquez erschafft in Von der Liebe und anderen Dämonen mit seinem unverwechselbaren Schreibstil ein eigenes kleines Universum, in das man als Leser sofort hineintaucht. Ich hätte gerne noch weitere 300 Seiten über dieses faszinierende Mädchen Sierva María de Todo los Angeles gelesen.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 8. Juni 2015
„Keine Medizin heilt, was nicht die Glückseligkeit heilt.“ (S. 53)

Wie schreibt man eine Rezension zu einem Buch, das man nach Ende am liebsten wieder sofort von vorne und in einer Endlosschleife lesen würde? Okay, man könnte sagen „Tu es doch einfach.“ Aber mit dem Blick auf den schier unendlichen Berg des SuBs verbietet sich eine neuerliche Lektüre zum jetzigen Zeitpunkt – was nicht heißt, dass „Von der Liebe und anderen Dämonen“ von nun an in meinem Regal verstaubt. Ich glaube eher, dass es zu einem jährlichen Ritual kommt, um dieses Meisterwerk immer und immer wieder in all seinen Feinheiten, seinen Schilderungen, seiner Sprache zu begreifen, zu verstehen und diesem Buch einen Platz auf der ewigen Bestenliste zu geben.

Erzählt wird die tragische Geschichte eines (verstoßenen) Kindes, das von seinen Eltern keinerlei Liebe und Zuneigung erhält, sondern „unter Sklaven“ aufwächst und deren Sitten, Gebräuche, Gesänge und Tänze dem Kind mehr geben als die streng katholischen Riten, die Ende des 18. Jahrhunderts in Kolumbien herrschten. Als es von einem tollwütigen Hund gebissen wird, sind alle in heller Aufregung und obwohl keinerlei Anzeichen für eine Ansteckung vorliegen, wird sie in ein Kloster verbannt, wo ihr die Dämonen ausgetrieben werden sollen. Nach und nach entflammt zwischen dem Mädchen und ihrem Exorzisten eine zärtliche, wenn auch streng verbotene Liebe (sie ist 12, er 36), die so tragisch endet, dass sich mir beim Lesen die Nackenhaare aufgestellt haben.

Die einzigartige Kunst von Gabriel Garcia Marquez besteht darin, dass er jeder Figur in seinem Roman schrullige und unverwechselbare Charakterzüge verpasst, die mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Dann gefriert dieses Lächeln aber auch wieder, weil Situationen beschrieben werden, in denen menschliche Abgründe zutage kommen, die mir das Gefühl geben, dass der Mensch von Anbeginn der Zeit nichts aus seinen Fehlern gelernt hat und „menschliches“ Handeln im Sinne von „Zweifel über das eigene (oder auferlegte?) Handeln äußern“ in den Augen der Mächtigen (sei es Politiker oder wie in diesem Fall Vertreter der Kirche) keinen Pfifferling wert ist.

War ich schon von „Die Liebe in den Zeiten der Cholera“ vom selben Autor hin und weg, bin ich von diesem Buch schlichtweg begeistert. Danke Gabriel Garcia Marquez!

„Er sagte ihm, die Liebe sei ein Gefühl, das gegen die Natur verstoße, das zwei Unbekannte zu einer kleinlichen und ungesunden Abhängigkeit verurteile, die je kurzlebiger, desto intensiver sei.“ (S. 220)
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