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Der Zauberberg. Roman.
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:15,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 12. Juli 2005
Zugegeben: Man braucht Muße, Zeit und sicher am Anfang auch einen langen Atem, denn es dauert eine Weile bis man auf dem "Zauberberg" "angekommen" ist.
Thomas Mann bringt es fertig, eine Geschichte, die man auf zwei Seiten zusammenfassen könnte, auf knapp tausend Seiten so ungeheuer detailreich, faszinierend und beeindruckend zu erzählen, dass sich der Leser ihr kaum entziehen kann.
Hans Castorp, der Held dieses Buches, kommt einige Jahre vor Ausbruch des ersten Weltkrieges in das Lungensanatorium "Berghof" in Davos, wo sein Vetter Joachim Ziemßen eine Tuberkulose auskuriert. Eigentlich will er drei Wochen später wieder die Heimreise antreten, aber es kommt anders und es werden sieben Jahre, bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges, daraus.
Es ist eine bunt gemischte, hermetisch abgeschlossene Gemeinschaft, auf die Hans Castorp im "Berghof" trifft, zu der auch mehr und mehr gehört, die ihm zur eigenen Welt wird.
Diesen Zirkel aus reichen, schwer und weniger schwer Kranken beschreibt Thomas Mann in sehr bildreicher, ausdrucksstarker Sprache. Seine langen Sätze, die ja sein "Markenzeichen" sind, sind ungeheuer geschliffen und ausgefeilt. Sie ermöglichen dem Leser, sich ganz tief in diese Geschichte einzuleben, quasi als stiller Besucher mit Hans Castorp zu leiden, zu lieben und zu leben. Ein absolut zeitloser, anspruchsvoller Lesegenuss!
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am 3. Mai 2004
Wer würde es sich anmaßen, einen solchen Klassiker zu kritisieren? Gesagt sei nur eins: Ohne die Lektüre dieses Buches fehlt jedem Leser eine der essentiellsten literarischen Erfahrungen, die man sich vorstellen kann.

Was dieses Buch so unvergleichlich macht ist die Einheit von Handlung und Erzählstil: Man fühlt sich vom langsamen, behutsamen Wortfluß in die gleiche warme Decke gehüllt, in der auch die Protagonisten des Buches einen Großteil ihrer 7 Jahre auf dem Berg verbringen. Oft sind Bücher, in denen die Handlung reduziert ist, langweilig. Dies ist hier überhaupt nicht der Fall, da der wunderbare Stil eine Atmosphäre herstellt, in der man sich unwillkürlich "geborgen" fühlt.

Einige Kritik mußte dieses Epos aufgrund der langen philosophischen Passagen einstecken, in denen Mann die politischen Antithesen der Zeit stellvertretend durch Naphta und Settembrini aufarbeitet. Sicherlich sind diese Thesen heute nicht mehr ganz so relevant; sie erhellen aber das Bild eines zwischen Genügsamkeit und Größenwahn verharrenden Vorkriegseuropas, das ganz notwendigerweise verändert wurde.

Insgesamt ein unglaublich dichtes, ausdrucksstarkes und intelligentes Buch, in dem trotz mancher Längen auch der Lesespaß nicht zu kurz kommt. Meiner Meinung nach hätte Mann hierfür - nicht für seine Buddenbrocks - den Nobelpreis erhalten sollen!
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am 12. Januar 2007
Ein Meilenstein ist dieses Buch wahrhaftig. Die Schönheit der Sprache, gewürzt mit gutmütiger und zum Teil bissiger Ironie läßt es zu einem Erlebnis werden. Sicherlich ist es keine leichte Lektüre und die große Zahl heute nicht mehr gebräuchlicher Fremdwörter strapazierte zuweilen meinen Duden - dies jedoch kann nur Ansporn sein zu lernen.

Wer sich ernsthaft mit Literatur beschäftigt, kommt an diesem Werk nicht vorbei.
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am 13. September 2005
Mit seinem dritten Roman nach "Buddenbrooks" und "Königliche Hoheit" spaltete Thomas Mann die Meinungen: "Reißerisch!" und "Widerlich!", so einige Kritiker. Heute gilt "Der Zauberberg" allgemein als ein Meisterwerk an Stilvirtuosität und gekonnten Charakterzeichnungen. Dabei ist das Buch nur schwer einem Genre zuzuordnen: Es kann als Zeitroman, Bildungsroman oder auch als Parodie auf den Bildungsroman verstanden werden, auch als intellektueller oder metaphysischer Roman wurde es tituliert. Einig ist man sich immerhin darüber, dass der Autor mit diesem Werk die Tradition des modernen Romans mit begründet hat; er wird häufig in einem Atemzug mit Joyce' "Ulysses" und Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" genannt. Der Held der Geschichte ist der junge Hans Castorp, ein ordnungsliebender und prinzipientreuer Mann, der zu Besuch in ein Schweizer Sanatorium kommt. Aus den drei Wochen, die er für den Aufenthalt geplant hat, werden sieben Jahre. In der morbiden Umgebung lernt er Vertreter aller Stände und verschiedene philosophische Grundhaltungen kennen, verliebt sich unglücklich und ist am Ende nicht mehr der, der er einmal war.
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am 28. Januar 2007
Für den "Zauberberg" sollte man auch Interesse an Geschichte, Religion, Philosophie.....mitbringen, denn das wird ausgiebig, vor allem in den Streitgesprächen zwischen Settembrini und Naphta behandelt. Alles in allem ist der "Zauberberg" ein wunderbares Buch, für denjenigen, der sich für Literatur und Sprache interessiert. Zum schnellen Herunterlesen ist es natürlich nicht geeignet, aber auch Thomas Mann hat jahrelang daran geschrieben. Auch hier sind ein Lexikon und ein Fremdwörterbuch in der Nähe sehr hilfreich.
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am 14. April 2005
... sind wir bereit tief in einen Roman zu tauchen, der uns alle Zeit verlieren l't, alle Materie? Wundersch' erz'lt Thomas Mann die Geschichte eines jungen Mannes am Weg seiner Selbstentdeckung in einem Sanatorium in Davos - vom Erleben, von der Verg'glichkeit, vom Erwachen! Unbedingt die ersten 300 Seiten durchhalten - es lohnt sich wahrhaftig!!!
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am 26. Mai 2009
Dies war mein erster Thomas Mann Roman und ich weiß, weitere werden folgen. Ich musste das Buch damals für die Uni lesen und war anfangs etwas skeptisch, alleine schon wegen des Umfangs. Mein Buchhändler grinste damals nur und meinte "Na da hast du dir aber was vorgenommen." Als ich dann aber erstmal angefangen hatte, war ich nur noch begeistert. Mein einziger Kritikpunkt wäre, dass manche Stellen etwas langatmig sind und auch in einer kürzeren Version ihre Aussage nicht verloren hätten. Trotzdem bleibe ich bei meiner Begeisterung für diesen Roman der eindeutig zu Weltlektüre gehört.
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am 28. Oktober 2016
Wie antwortete schon der leider verstorbene "Buch-Papst" Marcel Reich-Ranicki auf die Frage, welchen Roman er jemandem empfehlen würde, dem nur noch die Zeit für ein einziges Buch bleibt: "Wohl doch DER ZAUBERBERG von Thomas Mann". Ich selbst lese das Buch gerade zum dritten Mal und kann es nur empfehlen.
Obwohl die Monologe des Herrn Settembrini (ebenso wie dessen Dialoge mit Naphta) manchmal etwas sperrig erscheinen und deren wirkliches Durchdringen ein gehöriges Maaß an Bildung voraussetzen (gerade auch was die Zeit vor dem ersten Weltkrieg betrifft), ist dieses Buch ein wirklicher Genuss. Zur Not kann man über diese Textstellen auch ein wenig "hinweglesen", denn sie sind für das Verständnis des Gesamtwerkes nicht zwingend erforderlich. Aufgeben sollte man an diesen Hürden aber nicht...
Das Werk insgesamt ist höchst unterhaltsam, intelligent und auch humorvoll. Die Art wir Thomas Mann mit seinem Werkstoff - den Worten - umgeht, ist faszinierend. Er kostet die Möglichkeiten der deutschen Sprache vollständig aus, wenn es auch dem modernen Leser vielleicht so vorkommt, als ob der Schreibstil irgendwie aus der Zeit gefallen wäre. Aber gerade das macht das Buch für mich so anregend und unterhaltsam.
Unbedingt lesen!
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am 8. Dezember 2007
Eine Kurzrezension zu Thomas Manns "Zauberberg" zu schreiben, ist in jeder Hinsicht ein heikles Unterfangen. Denn wie einen 1000-Seiten-Roman, an dem der Autor ganze 12 Jahre (!) geschrieben hat, nämlich von 1912 bis 1924, in wenigen Zeilen zusammenfassen?
Das Hauptaugenmerk dieser Rezension werde ich aus diesem Grund auf ein Phänomen richten, das Leser mit Angst vor umfangreichen Büchern dazu animieren möge, sich der Lektüre dieses literarisch so wichtigen Buches zu widmen. Es sei gleich gesagt, daß mit der folgenden Umschreibung des Zeitaspektes nur ein winziger Teil verraten sei; die Komposition und die Architektur dieses Romans machen den Text zu einem dialogischen Meisterwerk.

"Der Zauberberg", inzwischen in fast jedem seriösen Literaturkanon zu finden, wird in mehrfacher Hinsicht ein Zeitroman genannt. Zum einen, weil der Held, Hans Castorp aus Hamburg, auf jenem Zauberberg mit den Tücken der Zeit konfrontiert wird. Insgesamt sieben Jahre dauert seine "Kur" dort. - Die ersten Monate vergehen recht langsam, jeder Tag ist gewichtig und bedeutungsvoll. Doch nach einem Jahr kann Castorp kaum fassen, wie schnell die letzten 365 Tage verstrichen sind. Die Zeit vergeht ihm immer schneller, und nur einzelne Ereignisse werden ihm lang. Hastdusnichtgesehen sind die sieben Jahre plötzlich vorbei. Doch nicht nur, weil das Phänomen der "Zeitverflugsgeschwindigkeit" eines der großen Themen dieses Textes ist, wird er ein Zeitroman genannt. Hinzu kommt, daß die Form des Textes mit seinem Inhalt harmoniert derart, daß auch dem Leser die Zeit nach und nach schneller vergeht. Der Erzähler weiß darum; er kommuniziert gar mit dem Leser darüber. Mehr noch: Die Darstellung der Zeiträume wird nach und nach kleiner, da sowohl Castorp als auch dem Leser die Zeit schneller vergeht, während die Kapitel immer länger und länger werden. Diese - ich möchte fast sagen: magische Komposition macht den Reiz des Lesens aus, ist aber, wie bereits angedeutet, eher Träger der großen Inhalte, die an dieser Stelle noch nocht verraten seien.
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am 15. Januar 2001
Der Roman von Hans Castorp, der nur mal so zu Besuch auf dem Zauberberg, einem Lungensanatorium, landet und dort nicht mehr wegkommt. Denn, so wird schnell klar, der Zauberberg hat seine eigenen Gesetze und seine eigene Zeit. Thomas Mann beschreibt messerscharf die kleineren und größeren Marotten der Menschen. Ob es eine Armhaltung oder ein Charakterzug ist, Mann läßt seine Figuren lebendig erscheinen und bringt uns Leser in eine merkwürdige Mischung von Distanz und Identifikation. Wir blicken, so ist klar, immer von außen auf unseren Helden und verschmelzen doch immer wieder mit ihm. Und der kleine Castorp biedert sich tüchtig an, bei den "Großen" auf dem Zauberberg. Bei dem dämonische Humanisten Settembrini, doch diesen Gott, den er selbst gewählt und der doch ihn gewählt hat, geht nieder. Der ätzende kleine, aber ebenso brillante Naphta, die zauberhaft erotische, obwohl doch auch lungenkranke Madame Chauchat, der gewaltige Lebemann Mynheer Peeperkorn lassen seine Autorität bröckelig werden. Wir sehen die Entwicklung des jungen Castorp von einem, der so tut als ob, zu jemandem, der mit der Zeit, dieser merkwürdigen, so ganz anderen Zeit auf dem Zauberberg, reift, zur echten Persönlichkeit wird. Und wir sehen, wie tappsig diese Schritte zuweilen sein können. Manns Buch ist enorm detailliert, scharf beobachtet und es menschelt überall, mal liebenswürdig, mal boshaft, mal dümmlich. Doch auch die intellektuellen Höhenflüge werden mit der Zeit als Ikarusflug entlarvt. Mann läßt sich hier viele Weltbilder austoben und zeigt sein enormes Wissen, doch wirkt dieses niemals aufgesetzt in Form eines Bildungsromanes, als welcher der Zauberberg auch teilweise beschrieben wurde. Der Zauberberg ist ein großartiges Stück Literatur, es ist lang, aber nie langweilig. Dies liegt vor allem daran, daß Mann es schnell schafft, obwohl er doch immer wieder so betont von außen schreibt, uns in die dichte und morbide Stimmung des Zauberberges einzuführen. Er entführt uns in diese Welt "da oben" und läßt uns so dicht teilhaben, weil wir ja wissen, es ist alles nur ein Buch...
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