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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
56
4,6 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 11. Juli 2017
Schnelle Lieferung und guter Zustand der Ware durch praktische Verpackung zum Aufreißen.

Als Thomas Mann-Liebhaber bin ich zwar voreingenommen, inhaltlich ist das Buch aber ebenfalls zu empfehlen!
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am 21. Februar 2014
Mein Großvater hat im großen Krieg gegen die Deutschen gekämpft. Mein Vater war 1940 in Dünkirchen dabei, als wir wie die Hasen vor den Deutschen geflohen sind. Ich selbst kannte jemanden, der bei er Befreiung Bergen-Belsens dabei war. Alle drei Männer hat die Frage nie losgelassen, wie dies alles passieren konnte. Alle drei haben Deutschland bewundert - irgendwie sogar geliebt. Alle drei hat dabei die Frage nie losgelassen, wie ein solch hochkultiviertes Volk sich an den Anstreicher aus Braunau verlieren konnte, wie ein so begabtes Volk in diesen Abgrund der Bestialität fallen konnte. Nun, es gibt viele kluge Arbeiten zu diesem Buch, es gibt noch viel mehr kluge Rezensionen dazu - alle besser wie die, die ich hier reingestellt habe. Ich möchte den persönlichen Bezug zu diesem Buch betonen. Dieses Buch gibt keinen Antworten, es stellt nicht einmal viele Fragen, es erklärt nichts. Aber, und das ist aus meiner Sicht das Wunderbare an diesem unvergleichlichen Werk, es stellt einen Ozean des Erinnerns bereit, in den man eintauchen kann.

Ich bin Anfang der 60er Jahre geboren - lange nach der Katastrophe von 1914, lange nach dem Untergang einer alten Welt, lange nach dem Abfall Deutschlands in die Barbarei. Aber dieses Buch hat mich immer beunruhigt, weil ich wie mein Großvater und mein Vater zu dem Schluß kam, dass Deutschland diesen Weg in die Barbarei genommen hat, WEIL es eben so glänzend in allen Bereichen war: Vor '33 - egal was es war - die Deutschen waren immer die Besten. Die kulturellen Leistungen dieses Volkes vor 1945 lassen sich vielleicht nur mit dem perikleischen Zeitalter vergleichen. Aber all das, all diese Blüte hat dieses Volk nicht davor bewahrt in einen Abgrund zu steigen, dessen Schlund von schwärzesten Schwarz war. Dieses Buch hat mich von einem überzeugt: Es gibt einen Zusammenhang zwischen Kultur und Gewalt. Ich weiß nicht, beinhaltet vielleicht jede kulturelle Höchstleistung ein moralisches Versagen in sich? Und ja, man kann abends die Winterreise von Schubert hören und am nächsten Tag Unschuldige ins Gas schicken. Davor bewahrt die Kultur einen nicht. Aber wenn dem so ist, welchen Sinn hat Kultur dann überhaupt? Das sind die Fragen, die aus der Lektüre dieses gewaltigen und - ich kann es nicht anders schreiben - solitären Werkes entstehen. Mein Vater und mein Großvater waren einfache Männer. Aber auch sie haben dieses Buch gelesen, und meinem Großvater half beispielsweise das 14. Kapitel - Leverkühns Gespräche mit den völkischen Studenten - besser, die Mentalität der Eliten vor 1914 zu verstehen, wie jedes andere Buch. Was ich sagen will: Mit einer gewissen Lebenserfahrung (Krieg, Gewalt, Terror etc.) und bestimmten Fragestellungen ist dieses Buch eine Offenbarung. Nicht, das es irgendetwas erklärt, aber man fängt an Fragen zu stellen, auf die man so niemals gekommen wäre.

Dieses Buch ist eine Meditation über Kultur und Gewalt, über die Verflechtung des Einzelnen mit seiner Zeit, es ist eine ewige Rebellion gegen den Zeitgeist. Eines der besten Bücher die je geschrieben wurden.
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am 15. April 2014
Thomas Mann ist immer wieder eine Neu-Entdeckung für mich.

Er sollte jedem Deutschen in die Hände gelegt werden. Erstklassig geschrieben und
voller Psychologie. Wo sind die heutigen Schriftsteller mit dieser Qualität?
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am 9. Januar 2017
Dies ist meine zweite Ausgabe von Doktor Faustus. Die erste ins Rumänische übersetzt, aber ich denke,dass der Originalversion mehr zuzutrauen ist.Es sind einige Jahre vergangen, seit ich den Roman zum ersten mal las, so ich freue mich riesig, den deutschen Originaltext zu lesen. Ich behalte normalerweise lange, was ich gelesen habe, so ein Vergleich mit dem Ersten wird wohl unvermeidlicherweise vorgenommen werden
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am 21. August 2016
Ein opulenter, faszinierender Roman.
Großartige Personen- und Milieubeschreibungen, erstaunliche Einblicke in Kunst (Musik!) und Künstlertum. Am besten kapitelweise zu lesen.
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am 12. Januar 2017
Gefällt uns nur deshalb so sehr, weil es das Thema einer wunderbaren Tagung über Sylvester auf Schloss Neuhardenberg war. Nun kennen wir uns aus, uns damit aus!
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am 19. August 2011
Ich bin während einer mehrmonatigen Krankheitsphase mit den Romanen Thomas Manns in Kontakt gekommen. Es fing an mit dem Zauberberg, den Buddenbrooks, den Bekenntnissen des Hochstaplers Felix Krull, sowie mit einigen Erzählungen. Aus beruflichem Interesse - ich bin Theologe - habe ich mich dann mit Dr. Faustus beschäftigt. Ein Nebenaspekt der vielen im Buche enthaltenen Themen hat mich besonders interessiert: die Verführung und die Theologie. Zuerst habe ich das Buch gelesen, was nicht immer leicht war. Danach bin ich auf die Hörpielreihe gestoßen, die ich in Kombination mit dem Buch, immer wieder sehr genossen habe. Ein Werk mit absoluter Tiefenwirkung und wichtigen Botschaften für Deutschland. Begeistert bin ich immer wieder von der Wortwahl und Ausdrucksfähigkeit Thomas Manns, ein Faktum sehr im Kontrast zu dem stehend, was heute so angeboten wird. Dr. Faustus, als Buch und Hörspiel, empfehle ich jedem, der Literatur mit Gehalt sucht.
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am 17. Juni 2016
...Besitzer, Nutznießer, ... einer Th.Mann Gesamtausgabe.
Mit aller Bestimmtheit will ich versichern, dass es keineswegs aus dem Wunsche geschieht, meine Person durch diese Rezension in den Vordergrund zu schreiben.
Ich überlese die vorstehenden Zeilen und kann nicht umhin, ihnen eine gewisse Unruhe und Beschwertheit anzumerken ...
KURZ: Der (zukünftige) Leser pflegt nicht, Gesamtausgaben stets bei sich zu haben.
Diese dada ist optimal.
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am 3. August 2011
Faust Versionen gibt es unzählige, aber nur bei wenigen hat man den Eindruck, der Verfasser hätte selbst einen Mephistopheles gebraucht, um sein Werk zu erstellen. Hier drängt sich dieser jedoch durchaus auf; unzweifelhaft das Glanzstück Mann's. Die künstlerischen Orgien in düsteren Stunden werden eindrucksvoll geschildert, unter grandioser Ausführung musiktheoretischer Details, geschickt mit künstlerischen Sprachelementen und Analogien ausgeführt, wird hier der Pathomechanismus einer globalen Gewaltorgie, einer zutiefst denkwürdigen Epoche deutscher Geschichte, gezeichnet, ohne historische Details großartig auszuführen. Dieser "Mann" steht für die Abgründe einer ganzen Generation, vielleicht der gesamten Menschheit, sowohl in ihrer übermenschlichen Genialität als auch animalischen Bestialität. Diese Brücke, dieser Übergang, den Nietzsche forderte, scheint Mann in der Kunst seiner faszinierenden sprachlichen Stilistik verwirklicht zu haben; so wie Leverkühn die Klaviatur der Musik beherrscht, reizt Mann diejenige der sprachlichen Kunst so weit aus, dass die damit verbundene Schönheit und Faszination fast schmerzt.
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am 18. Juli 2014
Super Buch! Endlich auch als E-Book. Schade das diese hochwertige Literatur immer weniger Freunde findet. Das sollte eigentlich Pflichtlektüre in den Schulen sein.
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