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am 1. Dezember 1999
Peter der Grosse ist sicherlich eine der interessantesten und komplexsesten Persoenlichkeiten der russischen und Weltgeschichte. Robert Massie versteht es (wie in jedem seiner Buecher) dem Leser diese Persoenlichkeit durch eine Unmenge an lustigen bis schauerlichen Anekdoten und Geschichten naeher zu bringen. Besonders die Verbindung zwischen Zeit und Mensch wird an den kleinen Alltagsgeschichten aus dem Leben des russischen Zars deutlich. Wenn sie schon immer wissen wie man mit einem Zar umgeht, dann sollten sie dieses Buch lesen (Auch wenn man zur Zeit kaum die Moeglichkeit hat seine neu erworbenen Kenntnisse zu erproben, aber wer weiss). Das Buch neigt dankenswerter weise nicht zum theoretisieren, sondern begnuegt sich damit, Geschichte zu erzaehlen, was der Autor allerdings meisterhaft tut. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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TOP 500 REZENSENTam 26. Juli 2011
Wer sich ein wenig für Geschichte interessiert, ohne gleich ein dahingehendes Universitätsstudium vorweisen zu können oder anzustreben, kennt das Dilemma:
Man interessiert sich für das eine oder andere historische Thema, sei es "von Hause aus", sei es, nachdem man durch Romane und/oder Filme mit historischem Hintergrund neugierig wurde und sucht dann nach weiterführender Literatur.
Oft muss man dann eine immense Kluft zwischen unterhaltsamer, aber nicht allzu fundierter und anspruchsvoller, aber alles andere als leicht zu lesender Literatur feststellen.
Glücklich, wer ein Interesse an russischer Geschichte hat, denn er wird früher oder später zweifellos auf Robert K Massie stoßen, der seit Jahrzehnten einer der führenden Historiker auf dem Gebiet der russischen Geschichte und insbesondere auf dem Gebiet der Romanow-Forschung ist.
Interessant schon alleine, wie der frühere Journalist Massie zu seinem Interesse für die Romanows kam:
1956 wurde Massie Vater eines an Hämophilie leidenden Sohnes.
In diesem Zusammenhang begann er, sich für die Geschichte der letzten Zarenfamilie, deren einziger Sohn ebenfalls Bluter war, zu interessieren.
Im Laufe der folgenden Jahre und Jahrzehnte entstanden zahlreiche Bücher, von denen die hier vorliegende Biografie über Peter den Großen mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet wurde.
Tatsächlich ist Massie hier der Spagat zwischen historisch bis ins Detail fundierter Biografie und spannend-unterhaltsamer Lektüre, gespickt mit vielen Anekdoten, perfekt gelungen.
Fast wie ein Roman liest sich das rund 800 Seiten starke Werk und ohne es als lehrmeisterlich zu empfinden, erliest man sich ganz leicht und sozusagen en passant ein breitgefächertes Wissen über den wohl visionärsten "Herrscher aller Reußen" und seine bewegte Zeit.

Eine absolute Sternstunde der Historienliteratur und ein Standardwerk, welches noch heute, mehr als 30 Jahre nach seinem erstmaligen Erscheinen, seinesgleichen sucht.

Wem es gefällt, dem empfehle ich auch Massies andere Werke, insbesondere "Nikolaus und Alexandra" und "Die Romanows: Das letzte Kapitel"
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am 15. Januar 2000
Robert K. Massies Peter der Große Biographie ist wirklich ein beachtliches Werk. Auf knapp achthundert Seiten gibt Massie eine sehr ausführliche und fundierte Darstellung des Lebens Peters des Großen und seiner Zeit. Das Buch gibt einen tiefen Einblick in Peters Jugend, seinen Weg an die Macht, die Reformen die Rußland in die moderne Welt und nach Europa führten und seine Kriege. Dabei erfährt man so viel Hintergrundwissen, daß man die Geschichte Rußlands bis hin zur Oktoberrevolution deutlich besser verstehen kann. Ein Literaturverzeichnis, einige Bilder und ein Register schließen den Band ab.
Obwohl das Buch wirklich gut geschrieben ist, erschlägt und ermüdet einen ab und zu doch die Detailfülle, mit der Massie arbeitet. Das ist aber auch der einzige nennenswerte Kritikpunkt, das Buch ist wirklich lesenswert. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 24. Mai 2015
Dem US-amerikanischen Journalisten und Buchautoren gelingt es mit seiner 1981 erschienen und mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneten Biografie das Leben und die Zeit des russischen Zaren und ersten Kaisers Peters des Großen (1672-1725), auf eine große Anzahl von Berichten und Erinnerungen von Peters Zeitgenossen zurückgreifend, Ereignis für Ereignis anschaulich, authentisch und vor allem auch dem Amateur-Historiker verständlich darzustellen.

Erzählt wird die wunderbare Geschichte eines Mannes der als "Vater des Vaterlands" noch im Kindesalter die fürchterliche Rückständigkeit des eigenen schwach besiedelten und hinterwälderischen Landes, das zu Beginn seiner Regentschaft keinen vernünftigen Zugang zu den Weltmeeren hat und nur ein total veraltetes mittelalterliches Heerwesen aufweisen kann, im Vergleich zu den bewunderten westeuropäischen Großmächten Frankreich, England und den Niederlanden zum Bewusstsein kommt und dieser durch den mit gewaltiger Energie betriebenen Aufbau eines modernen Heers, die Erlangung eines Zugangs zum Schwarzen Meer und der Ostsee sowie Aufbau einer Kriegsflotte als auch die Begründung einer eigenen Industrie und Modernisierung der Reichsverwaltung abzuhelfen trachtet.
Die beiden großen militärischen Herausforderungen die Peter zu meistern hatten, der große Türkenkrieg von 1683-1700 in dem Russland seit 1686 zusammen mit den österreichischen Habsburgern, Polen und Venezianern gegen das Osmanische Reich kämpfte und dabei zeitweilig den Zugang zum Schwarzen Meer errang und schließlich der Große Nordische Krieg (1700-1721) gegen Schweden unter dessen blutjungen Kriegskönig Karl XII. und dessen Invasion in Russland in den Jahren 1708/09 die wie später 1812 und 1941-1944 in einer Katastophe für die Invasoren endete werden sehr detailiert und im Falle des Nordischen Kriegs nicht nur auf Russland fixiert geschildert und eröffneten mir eine Fülle von Begebnissen die mir in dieser Intensität noch gar nicht bekannt bzw. die ich wieder vergessen hatte.

Auch die Schattenseiten in Peters Charakter, sein Jähzorn und sein gelegentlicher Rachedurst, verschweigt der Autor ebenso wenig wie die enormen Lasten die das russische Volk als Folge der kulturrevolutionähnlichen Neuerungen und vor allem der Kriege Peters entstanden und die
zu einer hohen Sehnsucht nach Peters baldigen Ableben, Rücknahme der Reformen und der Wiederkehr des alten und ruhigen Schlendrians führten.

Auf über 750 Seiten gelingt es Massie tatsächlich nicht nur Peters Leben sondern auch sein Zeitalter zu beleuchten, so werden die innenpolitischen Zustände in anderen bedeutenden europäischen Länder sowie die Biografien von Peters Zeitgenossen wie Wilhelm III. von England und Holland, Karl XII. von Schweden sowie anderer wichtiger internationaler Persönllichkeiten kurz skizziert.

Daher möchte ich diesem fundierten und gut recherchierten und vor allem gut lesbaren Buch, trotz einiger plumper Fehler die ins Auge fielen, einem der besten Bücher über das Leben Peters des Großen die verdienten 5 Sterne nicht verwehren.
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Wie immer bei Massie: Es liest sich unglaublich spannend, der Autor hat Empathie für die handelnden Personen, Motive und Konflikte werden dem Leser glasklar, es gibt nicht nur eine Aneinanderreihung von Fakten, sondern es entsteht ein ganzheitliches Bild einer bestimmten Zeit. Massie hat für die Recherche der unglaublich vielen Details wahrscheinlich mehrere Jahre die Bibliotheken nicht verlassen, und wie und ob er wirklich noch zu einem Famillienleben kommt, halte ich nach dem Lesen von dreien seiner Bücher für fraglich.

Warum soll man nun gerade dieses Buch lesen? Dieser Peter ist schon ein besonders spannender Charakter. Geboren in einem Russland, das noch sehr stark von mitteralterlichen Spuren geprägt ist, das vielleicht auch noch mehr zu Asien gehört, insbesondere zum untergegangenem Byzanz mit seinem spezifisch orthodoxen Christentum, bricht er als junger Trohnfolger aus den bestehenden Denkmustern eines Zaren aus. Vielleicht ist es ja die traumatische Gewalterfahrung in seiner Kindheit, vielleicht auch nur die Neugier auf die neuen fremden Kaufleute, die sich zu dieser Zeit zum ersten Mal in Moskau ansiedeln, aber so oder so, ein Teenager beschließt, sein riesiges land zu verändern, zu reformieren und damit in die Moderne zu Führen. Aufklärung verkörpert in der Person eines absoluten Monarchen.

Das ganze führt dann nicht nur zu ein paar Kriegen, sondern auch zu einer nachhaltigen Veränderung der Kultur eines Landes und einer neuen, heute noch wunderschönen Hauptstadt.

Massie beschränkt sich dabei aber nicht nur auf die großartigen Züge dieses Mannes, er berichtet auch von dessen Beschränkungen, dessen unvollständiger Bildung, dessen Scheitern im Bereich des Privaten. Es ist halt ein buntes, nicht nur einfarbiges Bild, was hier dargestellt wird.

Ein intellektueller Genuss.
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am 22. Juni 2004
Diese Biographie sollte man wieder frisch auf den Markt bringen.
Ist das A und O für alle die ,z.B vor oder nach einer Reise in St Petersburg, mehr / ALLES über den "Zimmermann" wissen wollen.
Viel Mut an den Historiker, der sich als nächster mit dem russischen Riesen beschäftigen wird : es ist NÖTIG aber schwierig nach einem so gut gekonnten Buch.
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