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am 20. Juni 2015
Viele Formatierungsfehler (z.B. falsche Wortabstände) aber was dieses Buch für mich völlig unbrauchbar macht: Es kommen in dem Text immer wieder kurze Passagen auf Tschechisch vor - und die tschechischen diakritischen Zeichen werden durch unverständliche Sonderzeichen ersetzt. Ich habe das Buch daher nicht verwendet.
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am 5. Oktober 2008
"Briefe an Milena" enthält Franz Kafkas Briefe an die Journalistin Milena Jesenská, die er in Prag getroffen hat, weil diese seine Texte ins Tschechische übersetzen wollte. Da Milenas Briefe fehlen, handelt es sich um einen grossen Monolog Kafkas in Briefform. Die Briefe stammen hauptsächlich aus dem Jahr 1920. Kafka befand sich zunächst in Meran in Kur, bevor er nach Prag zurück kehrte. Milena lebte jedoch in Wien. In dieser Zeit kam es zu zwei Treffen. Zunächst in Wien, was Kafka in ein Liebeshoch versetzte. Ein zweites Mal trafen sie sich in Gmünd, was offensichtlich ein Desaster war. Danach werden Kafkas Briefe wieder unpersönlicher. Kafkas Briefe zeigen den Prozess der Annäherung und des Entfernens und die Spannung zwischen Distanz und Nähe. Kafka war eine ambivalente Persönlichkeit. Er hatte zwar eine grosse Sehnsucht nach Liebe, gleichzeitig hatte er auch Angst davor. Darum zog er sich in entscheidenden Phasen immer wieder in sein Schneckenhaus zurück.
Die Briefe von Milena an Kafka sind leider verschollen. Im Anhang finden sich einzig Milenas Briefe an Max Brod. Auch im Buch "Ich hätte zu antworten tage- und nächtelang. Die Briefe von Milena." sind somit Milenas Briefe an Kafka nicht zu finden.
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VINE-PRODUKTTESTERam 29. September 2010
Wer kennt noch die Geschichte dieser Briefe? Mein Neffe, der im Abitur mit Kafka kämpfen muss, kannte sie jedenfalls nicht. Und doch machen sie den großen Schriftsteller und das tragische Leben der Milena Jesenska einfach menschlich. Sie hatte diese Briefe Willy Haas übergeben, ahnend, daß sie selber in die tödliche Maschinerie der Nazis in Prag geraten werde. Willy Haas kam nach seiner Emigration aus Indien nach Prag zurück und fand die Briefe -das keinesfalls erwartend - in seinem Banksafe in einer Prager Bank - zusammen mit einer Schöpfkelle aus Silber aus dem Familienbestand. Ihm, dem großen Feuilletonchef der WELT, ist die Veröffentlichung zu verdanken. Margarete Buber-Neumann, Mitleidende im KZ Ravensbrück, die den Horror überlebte, verdanken wir eine einfühlsame Biografie über Milena Jesenska, Freundin von Kafka. Bis heute lohnt es sich, die Briefe zu lesen und in die Geschichte dieser Liebe einzusteigen.
Brigtte Babbe
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am 7. Februar 2017
Briefe Kafkas an Milena Jesenska von 1920 bis 1924. Beginnend mit ihrer Kontaktaufnahme aus der Absicht, Erzählungen und das Heizer-Fragment zu übersetzten, dann die fast tägliche Korrespondenz und die Besprechung ihrer beiden kurzen, abgeschiedenen Zusammenkünfte in Wien und Gmünd, schließlich ganz wenige aus der Zeit nicht lang vor seinem Tod aus Prag und Berlin. Angefügt sind acht Briefe Milenas an Max Brod, von denen vor allen Dingen der dritte ein bewegendes Bild ihres Freundes zeichnet und schließlich ein paar Feuilletons Milenas. Wie alle Briefwechsel, deren andere Seite verloren oder vernichtet ist, erzeugt die immer gleiche Stimme in der Intimität und Leidenschaftlichkeit ihres Appells etwas merkwürdig Beklemmendes und Zeitliches Übersteigendes. Um wie viel mehr, wenn es sich beim Verfasser der Briefe um Kafka handelt.
Sicher keine Gelegenheitslektüre für Leser, die ein wenig an Kaffeehauskultur und Literatur des Fin de siècle in Prag und Wien schnuppern wollen. Wer sich aber auf Kafka und seine Welt schon eingelassen hat, wird nicht umhin kommen, sie zur Kenntnis zu nehmen. Eine manchmal angemahnte Trennung, zumindest bessere Scheidung zwischen Werk und Leben eines Dichters, die gut gemeint einem allzu naseweisen und schnellschlüssigen Bescheid-Wissen einen Riegel vorschieben soll, ist, wie auch Reiner Stachs große Biographie zeigt, bei Kafka ein Ding der Unmöglichkeit. So muss man sich dann in die Selbstaussagen seiner Briefe hineinstürzen und gleichermaßen staunen über die literarisch-analytische Präzision seiner Reflexionen und Beobachtungen auf der einen Seite und den psychopathologischen, Schwindel machenden Wirbel von Selbsterniedrigungen und –bezichtigungen, im Kreise sich drehendem Erkenntnisdrang und pessimistischer Selbstdiagnostik. Ein neuerlicher Beweis, dass selbst das extrem subjektive und psychopathologisch durchwirkte Selbstzeugnis durch literarische Qualität zu allgemeiner Bedeutung und Gültigkeit gelangen kann.
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