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Kundenrezensionen

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am 10. März 2016
Da diesem Buch ja , akribisch, Historie zu Grunde liegt, kann man sich nur wundern und sich mit Abstand schaudern vor solchen Ärzten. Das noch wesentlich ärgere ist, das keiner zur Rechenschaft gezogen wurde, das keiner sich seiner Schuld bewußt war und daß sie weiter praktizieren sowohl als Medicus wie als Jurist. Schizophrenie in vollster Ausprägung. Eine große Bürde und Last für einen Möchtegern Rechtstaat. Wenn man bedenkt daß solche Ideologen noch in den 70er und frühen 80er praktizierten steigt einem die Schamesröte ins Gesicht. Die Juristen sollten sich nicht mehr auf die Justitia berufen sondern auf Januarius dito die Medicii.
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am 25. Januar 2007
Jahrzehnte hat Ernst Klee der Bemühung gewidmet, Erinnerungsarbeit gegen das kollektive Vergessen zu setzen. Die Mittäterschaft zu leugnen, war gesellschaftliche Praxis bis tief in die sechziger Jahre. Die Mitscherlichs schrieben 1963 ihre Studie über die Unfähigkeit zu Trauern. Im Rahmen des 68ziger Aufbruchs begann die Erinnerungsarbeit, einzelne mediale Ereignisse, die Verfilmung von Holocaust, riefen jeweils gewisse Welle der Bewältigung und damit des Erinnerns der Nazi-Zeit hervor. Gegen das Vergessen , die Beschwichtigung, das Reinwaschen durch Persilscheine ist die Arbeit von Klee unbedingt zu begrüssen. Wichtig ist allerdings, nicht nur eine Empörungshaltung einzunehmen. Sondern sich zu fragen, wie man Verantwortung übernimmt, welchen Preis eine Person und eine Gesellschaft dafür zahlt, umfassend aufzuklären ? Amerika machte nach der Aufarbeitung des Vietnam-Traumas z.B. die Erfahrung, dass viele mit dieser Wahrheit nicht fertig wurden und sich schlicht umbrachten. Angesichts der monströsen Taten des einen oder anderen wird man vielleicht wenig Empathie empfinden, aber eine Gesellschaft hat ein Interesse an Vergessen und Integration. Es geht nicht um Rechtfertigung des ein oder anderen Modells,sondern um das Verstehen, warum es passiert, wie es passiert. Immer wird die Mehrheit einer Gesellschaft das mitmachen, was gerade angesagt ist. Immer, und in der Nazi-Zeit hiess dies, Mitmachen bei einem verbrecherischen System. Da die grosse Mehrheit dies machte, hatte diese Mehrheit natürlich kein Interesse an Aufdeckung, denn darin wäre sie selbst verstrickt gewesen. Deswegen ist der Vorgang des Verdeckens nicht zu begrüssen, aber man kann nachvollziehen, warum so etwas geschieht. Wenn Klee jetzt auch noch die Karrieren von Künstlern im Krieg ( Auftritt in Auschwitz zum Beispiel) und nach dem Krieg beschreibt, wird er wieder auf das gleiche Phänomen stossen. Würde er nach Frankreich schauen, wie sehr diejenigen, die sich im Algerien schuldig gemacht haben, dann in Frankreich integriert wurden,kämen kaum andere Ergebnisse heraus.

Diese Bemerkungen sollen die Erinnerungsarbeit nicht neutralisieren, aber ihr den moralischen Stachel nehmen. Ansporn aus solchen Erkenntnissen könnte darin bestehen, die eigene Rolle des Funktionierens und Mitmachens zu befragen, nicht nachträglich, sondern jetzt bei aktuellem Handeln.
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am 27. Dezember 2010
Fast musste ich kotzen.......dieses Buch ist ein unbedingtes MUSS für den Geschichtsunterricht. Richter , Ärzte , Staatsanwälte und Politiker wurden nach dieser Zeit in Ämter gehoben, mit Steuergeldern genährt und das Leid vieler Tausende einfach verdrängt. Es wurden zwar Urteile gesprochen, doch nicht immer die Richtigen verurteilt. Oft waren es nur Handlanger, die verurteilt wurden, welche die Drecksarbeit machten, die richtigen Täter wurden in hohe Ämter gesetzt.
Respekt vor dem Schriftsteller der dieses Buch geschrieben.....
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am 12. Januar 2017
Ernst Klee beschreibt in einer interessanten Art und Weise ein beinahe unbehandeltes und unveröffentlichtes Thema - nicht über die Verbrechen selbst, sondern auch über die "erlaubten" Verbrechen nach Ende des Krieges. Wieso konnten diese Menschen einfach weitermachen? Warum wurden diese sogar gefördert? Welches Netzwerk stand dahinter?
Für schwache Nerven ist dieses Buch nichts. Wer aber nach wie vor hinterfragt, findet mit Ernst Klee zumindest einige Antworten.
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am 28. April 2010
Das Buch empfehle ich besonders all jenen, die die Frage umtreibt inwieweit sich die Nachkriegsgeneration im Nachhinein am Holocaust schuldig macht.

Das Buch ist sauber, ja akribisch recherchiert und steht auf solider Grundlage.

(Als Bettlektüre eignet es sich allerdings nicht, denn es treibt den Adrenalinspiegel zu sehr in die Höhe.....)
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am 7. März 2013
Typisch Ernst Klee. Ich gebe ihm Recht. Genau das gleich gilt für die "Furchtbare Juristen". Ein Must für alle Deutschen
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am 17. Januar 2016
Man erfährt vieles über die Geschichte einiger Personen die in der NS-Zeit Verbrechen begangen haben und welche Fehler der junge " demokratische Staat" gemacht hat.
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am 27. Mai 2009
Dieses Buch zeigt die Perfiderie, die die Nachkriegszeit definierte und von der sich die Medizin nur schwer erholt.
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am 29. September 2013
war etwas enttäuscht über diese sachliche Liste - informativ aber zum lesen ziemlich langwierig und hingezogen würde es nur für Recherchen empfehlen
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am 30. April 2012
Dies ist eine Informationsschlacht über die wirkliche und zum Teil auch nur angebliche Verteidigungsfront, die sich im Berufsmilieu der Ärzte um die Täter von Euthanasie und Menschenversuchen an KZ-Häftlingen 1940 bis 1945 nach dem Kriege bis weit in die 60er Jahre aufgebaut habe. Es wimmelt von Namen und Fakten, aber durchweg nur zur Bestätigung des vorgefaßten Urteils über die Verdrängung der Verbrechen in Westdeutschland. Dies ermüdet und überzeugt nur zum Teil, weil dem Verfasser jedes Verständnis für die Motive der Angehörigen jener Nachkriegsgeneration abgeht. Er urteilt schlichtweg nur wie die schärfsten der Ankläger im Nürnberger Ärzteprozess von 1946/47, aber nun "aus deutschem Mund". So habe ich - zugegebenermaßen damals zu jung und "unbeleckt" - die Nachkriegsjahre und die ersten 10 Jahre der Bundesrepublik nicht erlebt und erfahren. "Mehr als gedacht waren Mörder, aber nicht alle waren mehr als systemverstrickt", und z.B. der Hamburger Professor Bürger-Prinz - beileibe nicht als einziger - erscheint in allzu unfreundlicher Beleuchtung. Das Foto eines anderen, 39jährigen, Arztes, der sich in der U-Haft erhängte (noch ehe die 7 von Nürnberg 1948 erhängt wurden), läßt den Beschauer nicht ohne Erschütterung los. "Pardon wird nicht gegeben" in dieser Vergangenheitsroßkur.
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