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am 21. Februar 2014
Keine leichte Kost, aber brillant und anschaulich beschrieben, informativ und höchst lehrreich, ein echter Augenöffner! Ich bin seit vielen Jahren im Gesundheitssektor tätig und kann nur bestätigen: alles, was Ortwin Renn über die gesundheitlichen Risiken in Deutschland aussagt, kann ich nur unterstreichen. Keine Schönfärberei, keine Verharmlosung und keine Dramatisierung. Er hat alles auf den Punkt gebracht. Gleichzeitig habe ich viel Neues gelernt und manche meiner lieb-gewonnenen Vorurteile über Bord geworfen. Vor allem der zweite Teil hat mir einen Spiegel vorgehalten, wie leicht ich mich durch Medienberichte oder Stammtischgespräche in die Irre führen lasse. Viel gelernt habe ich auch über die sogenannten systemischen Risiken, wie die Finanzkrise. Vor allem die von Renn so eindrucksvolle beschriebene Hybris Falle kann ich gut mit meiner Erfahrung im Klinikbetrieb in Einklang bringen. Allerdings teile ich nicht den Optimismus des Autors, dass wir mit mehr individueller Mündigkeit und Bürgerbeteiligung unsere Gesellschaft in Richtung Nachhaltigkeit nach vorne bringen können. Da bin ich aus meiner langen Erfahrung mit Patienten und Ärzten leider anderes gewöhnt. Aber ansonsten nehme ich die vielen Handlungsempfehlungen, um mein Leben mündiger und nachhaltiger zu gestalten, gerne an. Das hat mich alles überzeugt. Zu wünschen wäre es, dass dieses Buch bei jedem Politiker und jedem Wirtschaftsführer auf dem Nachttisch liegen sollte. Außerdem sollte es Pflichtlektüre für alle Schüler in Deutschland sein. Jeder, der mehr über sich und sein Verhalten gegenüber Risiken und Gefahren wissen will, sollte dieses Buch lesen. Es lohnt sich.
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am 17. Februar 2014
Trotz der Fülle an Informationen und Quellenverweise liest sich das Buch leicht, denn es bleibt durch die vielen Beispiele aus dem Alltag unterhaltsam und lehrreich. Allerdings muss ich gestehen, dass ich mich beim Lesen oft ertappt fühlte. Ich gehöre offenbar auch zu jenen, die leichtfertig sensationelle Nachrichten aus den Medien für bare Münze nimmt. An meiner Risikomündigkeit muss ich jedenfalls noch feilen. Es wäre schon wünschenswert, wenn durch dieses Buch die Risikomündigkeit in unserem Land wachsen würde, um damit im privaten wie im politischen Bereich zu nachhaltigen Entscheidungen zu kommen.
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am 16. August 2014
Dem Autor ist es mit diesem Buch meisterhaft gelungen, einen geradezu weltumfassenden Spannungsbogen aufzubauen. Er beginnt, indem er den Leser mit den Themen Gesundheit, Leben und Tod an einem Punkt abholt, an dem jedermann
Interesse hat. Dann führt Renn den Leser subtil zu den Methoden seines Forschungsgebietes hin und setzt ihn dann schließlich
bei den großen Problem unserer Zeit - Klima, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit - ab; allerdings nicht ohne dem Leser Anregungen für das Nachdenken über diese Probleme zu vermitteln. Eine Zusammenfassung rundet die Darstellung ab.

Mir hat an diesem Buch sehr gut gefallen, dass der Autor sorgfältig, mit vielen anschaulichen Beispielen und sehr fundiert argumentiert. Diese gedankliche Tiefe verbunden mit der thematischen Breite halte ich die große Stärke des Buches. Für Leser, die Freude an einer sorgfältigen und tiefgründigen Argumentation haben und bereit sind, 600 Seiten zu lesen, ist das Buch eine große Bereicherung. Leser, die eher ein Interesse an griffigen Formeln und knappen Botschaften haben, werden das Buch hingegen vermutlich nicht zu ihrem Lieblingswerk küren.

Insgesamt, ein sehr gelungenes und inspirierendes Werk, überdies hervorragend geeignet, um die Vorbehalte mancher Menschen gegen die Sozialwissenschaften zu abzubauen.
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am 20. August 2014
Gerade beendet: "Das Risikoparadox" von Ortwin Renn. In Summe ein gutes Buch mit einigen Schwäschen.

Der gute Teil beschäftigt sich aus meiner Sicht damit, wie wir Risiken wahrnehmen und welche wir eher unterschätzen. Um es kurz zu machen: In Deutschland wird man ziemlich sicher daran sterben, dass man raucht, trinkt, falsch isst oder sich zu wenig bewegt. Nicht sterben wird man vermutlich durch Chemieunfälle, den Atom-GAU oder einen Terroranschlag. Man hat seine Gesundheit und seine Lebenserwartung sehr gut im Griff, es gibt Ausnahmen, aber im Allgemeinen gilt die Regel. Das ist gut, wenn man etwas tut für sich und schlecht, wenn man im Sessel sitzt, Chips futtert und Filme schaut.

Weiter neigen wir dazu anderen vorzuwerfen, dass sie sich von den Medien manipulieren lassen und viele Dinge in ihrem eigenen Verhalten ausblenden, die risikoreich sind. Dies ist zwar korrekt, allerdings tappt jeder von uns in die gleiche Falle. Keine Ausnahmen.

Unterschätzt werden dagegen systematische Risiken wie der Klimawandel, soziale Ungleichheit oder die Entwicklung der Weltwirtschaft (Bedrohung durch Finanzwirtschaft). Hier wird mir das Ganze dann etwas zu links, auch wenn ich die Sorgen des Autors durchaus teile. Hier fehlen z.B. auf globaler Ebene dann doch Naturkatastrophen wie z.B. Erdbeben und Vulkanausbrüche.

Weitere Aspekte sind durchaus interessant, so führt der Autor an, dass zentrale Einrichtungen wie z.B. ein großes Gaskraftwerk durchaus sehr effizient sein können, sie machen das gesamte Netz jedoch anfälliger für Ausfälle. Hier sind viele kleinere Anlagen teurer jedoch ist der einzelne Ausfall besser zu verkraften. Diese Sicht überträgt er dann auf viele weitere Dinge in Wirtschaft und Gesellschaft.

Was er nicht beschreibt, ist die Verbesserung des Lebensstandarts trotz nicht nachhaltigem Verhalten: So sind viele Tiere oder Pflanzen inzwischen ausgestorben und viel Öl und Gas verbraucht, trotzdem leben wir heute sehr viel besser als früher. Vergangene Generationen haben nicht nur Ressourcen unwiderbringlich verbraucht und alle Mammuts verspeist, sondern haben uns im Gegenzug etwas viel wichtigeres hinterlassen: Wissen.

Und ein letzter Aspekt, der mich inzwischen bei vielen Texten unglaublich nervt: Wenn ich Texte schon sexuell neutral abfasse (also Leserin und Leser schreibe), dann mache ich das bitte richtig. Der Autor redet z.B. gerne von Bürgerinnen und Bürgern, also Weiblein und Männlein, die Profiteure (wie die Aktionäre) sind jedoch häufig nur männlich. Mit dem Verhalten ist er jedoch nicht allein.
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am 26. April 2014
Der erste der vier Teile ist vielleicht ein wenig zu ausführlich geraten, es wird jedoch auch im Text darauf hingewiesen, dass hier je nach Vorkenntnisstand ggf. "Mut zur Lücke" geboten ist. Es werden einige teilweise offensichtliche, teilweise verblüffende Fakten zur Risikoforschung und deren Werkzeugen beschrieben.

Im weiteren Verlauf des Buches geht der Autor auf Wahrnehmung, Bewertung und das Kommunizieren von Risiken ein und erklärt, warum wir vor allem den so genannten systemischen Risiken (subtil, schleichend und global vernetzten, unübersichtlichen Systemen innewohnend) zu wenig Beachtung schenken.
Der letzte Teil des Buches widmet sich möglichen Ansätzen, wie mit den zuvor beschriebenen Problemen umgegangen werden könnte. Diese reichen von neuen Akzenten für die nationale und internationale Politik, bis hin zu konkreten alltagstauglichen Tipps für den Leser.

Alles in allem ein hochinteressantes Buch! Vielleicht ein paar Seiten zu lang geraten (es wiederholt sich auch einges) aber mit sehr sorgfältig angelegten Literaturverweisen, von Objektivität und Sachlichkeit geprägt und auch für Nicht-Soziologen sehr angenehm zu lesen (ich bin technisch-naturwissenschaftlicher Student).

Lies das! :-)
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am 6. Dezember 2015
Sehr interessant, nur manchmal etwas laaang . . . . . . . . . . . . . .
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am 23. Juni 2016
Für jeden Kommunikationswissenschaftler im Studium zu empfehlen! Außerdem ist das Buch so schön verständlich geschrieben , dass es jederman gut nachvollziehen kann, ohne langes Fachgeschwafel :)
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am 21. März 2014
Wow, habe wirklich etwas gelernt. Renn schreibt sehr anschaulich und baut viele Beispiele ein, die einem das komplexe Thema Risiko näher bringen. Das Buch lohnt sich! Ich habe es sehr gerne gelesen und es hat vorallem meinen Umgang mit Informationen aus den Medien nachhaltig beeinflusst. Dafür gibts von mir 5 Sterne!
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am 4. Mai 2016
Ein sehr informatives Buch mit einem klaren Aufbau. Nach dem Lesen des Buches denkt man über vieles anders oder zumindest reflektiert man deutlich mehr.
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am 10. Juli 2014
Sehr sachlich, nüchtern geschrieben, viele wertvolle Informationen, u.a. aus der Welt der Psychologie und der Wissenschaft.
Vielleicht im Fazit ein klein bisschen zu optimistisch. (Prof. Dennis Meadows glaubt z.B. dass es für eine echte Nachhaltigkeit bereits zu spät ist, da wir 20-30 Jahre verschlafen haben und Peak "Cheap" Energy absehbar Realität ist und wir das Hauptaugenmerk nur noch auf die "Anpassung" der kommenden, gravierenden Veränderungen legen müssen)
Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen!
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