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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
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4,1 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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"Der Gefangene des Himmels" ist der dritte Band aus dem Zyklus "Der Friedhof der vergessenen Bücher" von Carlos Ruiz Zafón. Im Fokus steht die Lebensgeschichte von Fermin Romero de Torres. Das ist ein falscher Name, den er aus Sicherheitsgründen angenommen hat. Fermin, der in "Der Schatten des Windes" als väterlicher Freund von Daniel Sempere eingeführt wurde, erweist sich mit Weisheit und feiner Ironie als Sympathieträger und schillernde Figur dieses Romans.

Fermins Vergangenheit, die teilweise in dem Roman erzählt wird, ist bemerkenswert. Es war die Zeit nach dem Spanischen Bürgerkrieg und Fermin saß in dem Kastell auf dem Montjuïc ein. Die Behandlung der Gefangenen durch Direktor Mauricio Valls erinnert an den Vorhof zur Hölle. Im Gefängnis lernt Fermin den Schriftsteller David Martin, Autor von "Die Stadt der Verdammten" und Protagonisten aus "Das Spiel des Engels", kennen. Bei dessen psychischer Situation und seinen einschneidenden Erlebnissen ist es kein Zufall, dass dieser Selbstgespräche mit Corelli, einer unheimlichen Gestalt aus "Das Spiel des Engels", führt.

Querverbindungen zu den beiden früheren Bänden aus diesem Zyklus sind erkennbar. Diese bestehen nicht nur im Friedhof der vergessenen Bücher, sondern auch in einigen Protagonisten, wie z.B. Daniel Sempere, seine Mutter Isabella und David Martin. Entsprechend der Vorbemerkungen zum Roman können die Bände auch unabhängig voneinander bzw. jeder für sich allein gelesen werden. Das sehe ich nicht so. Um sich dem Geheimnis der Erzählungen nähern zu können, sollten alle drei Bände gelesen werden. In dem noch fehlenden vierten Band laufen hoffentlich die Fäden zusammen und werden letzte Geheimnisse gelüftet. Bei der Struktur der Bücher ist das aber nicht zwingend zu erwarten.

Natürlich vergleicht man Bücher von Zafón mit "Der Schatten des Windes", einem Werk, in dem Zafón Realismus und Magie auf unnachahmliche Weise miteinander vermischt und eine Atmosphäre schafft, die verzaubert. "Der Gefangene des Himmels" ist realistischer als die beiden Vorgängerbücher und weniger Jugendbuch als "Der Schatten des Windes". Wenngleich die Qualität des letztgenannten Buches nicht erreicht wird, ist "Der Gefangene des Himmels" lesenswert. Zafón gehört zu den großartigen Autoren der Neuzeit.
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am 1. September 2014
Wie immer bei einem Roman von Zafon, angefangen und nicht mehr aufgehört zu lesen. Ich warte schon auf einen neuen Roman von Zafon
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am 24. April 2013
Inhalt:
"In ›Der Gefangene des Himmels‹ stürzt Carlos Ruiz Zafón den Leser in ein großes Abenteuer in Barcelona, dem geheimnisvollen Herz seiner Romane, die weltweit zu Bestsellern wurden. Das Schicksal Fermíns, der als charmanter Herumtreiber zum tragischen Opfer finsterer Intrigen wird, ist die dunkle Feder des gewaltigen Uhrwerks, das den Erzählkosmos von Carlos Ruiz Zafón antreibt."

Barcelona im Jahre 1957. Es ist kurz vor Weihnachten. Daniel Sempere ist bereits mit Bea verheiratet und hat einen kleinen Sohn. Fermin steht kurz vor seiner Hochzeit. Die Verkaufszahlen im Buchladen sehen sehr schlecht aus. Daniel Sempere ist alleine in dem Buchladen seines Vaters, als eine unheimliche humpelne Person den Laden betritt. Er lässt sich nicht davon abbringen ein sehr teures Exemplar von "Dem Grafen von Monte Christo" zu kaufen. Dafür gibt er sogar 100 Peseten, die weitaus mehr sind, als Sempere für das Buch verlangt. Anstatt das Buch mitzunehmen hinterlässt er eine verwirrende Widmung: "Für Fermin Romero de Torres, der von den Toten auferstanden ist und den Schlüssel zur Zukunft hat." Fermin ist ein angestellter des Ladens. Daniel macht sich auf die Suche nach Antworten.
Rückblickend erfahren die Leser, wie es Fermin damals als Gefangener ergangen ist. In der Festung Montjuic lernt er den Autoren David Martin kennen. David war damals in Daniels Mutter Isabella verliebt und in der folgenen Erzählung gibt es immer mehr Schnittpunkte zwischen David, Fermin und Daniels Leben...

Meinung:
Als ich damals "Der Schatten des Windes" gelesen habe, war ich verzaubert von der Geschichte um Sempere und Fermin und vor allem von dem Friedhof der vergessenen Bücher. "Der Schatten des Windes" ist ein Buch, was mir sehr im Gedächtnis geblieben ist. Jedesmal wenn ein neues Buch von Carlos Ruiz Zafon raus kam, war ich begeistert. Mir war gar nicht klar, dass das eine Tetralogie ist. Zafon schreibt, dass man die Bücher alle unabhängig voneinander lesen kann, aber ich würde empfehlen, die Reihenfolge beizubehalten, damit man nicht einfach so in die Geschichte geworfen wird. Wäre "Der gefangene des Himmels" mein erstes Buch von Zafon gewesen, wäre ich wahrscheinlich total begeistert gewesen. Doch da er mit den beiden Vorgängern die Messlatte so hoch gelegt hat, kann ich nachvollziehen, warum Zafonfans enttäuscht sind. Ich selbst bin nicht enttäuscht, ich hatte hier auch sehr viel Spaß beim lesen, jedoch muss ich auch zugeben, dass es an die anderen Bücher nicht heran kommt. "Der Schatten des Windes" ist einfach nicht zu übertreffen. Die Geschichte ist diesmal für Zafon einfach viel zu einfach gestrikt. Daher kann ich auch nicht viel mehr dazu sagen. Ich hoffe, dass das Finale der Reihe wieder so wunderbar ist, wie ich es von Zafon gewohnt bin.

Fazit:
Ein nettes Buch, das ich gerne gelesen habe. An Zafons Meisterwerk "Der Schatten des Windes" kann man es jedoch leider nicht messen. Ich freue mich auf den letzten Band der Tetralogie und hoffe, dass es an dem Zauber des Anfangs anschließt.
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TOP 1000 REZENSENTam 7. Dezember 2015
Wer die beiden Vorgängerromane von Zafón Das Spiel des Engels: Roman (Hochkaräter) und Der Schatten des Windes gelesen hat, wird hier bald auf bekannte Namen stoßen. Daniel Sempere und David Martín spielen eine wichtige Rolle, doch zum Verständnis ist das Lesen der anderen Bücher nicht vonnöten, vielleicht erhöht es den Lesegenuss ein bisschen.
Wieder spielt die Geschichte im Barcelona vergangener Zeiten, in den Jahren 1957/58 und von dort mit Rückblicken in die Zeit des Franco-Regimes. Als Daniels bester Freund heiraten will, muss er seine Vergangenheit offenbaren, die intensiver mit der Daniels verbunden ist als dieser weiß. Und gleichzeitig taucht ein unheilvoller Bekannter aus jener Zeit auf - Zufall? Es geht um Liebe, Verrat, Betrug, Macht und Geld. Und wie bei Zafón üblich, ist alles miteinander verbunden und verworren, der Rückblick offenbart nur einen Teil der Wahrheit.
Doch gegenüber den beiden anderen Büchern ist diese Geschichte deutlich kürzer gefasst, auch wenn das Taschenbuch mit mehr als 400 Seiten angegeben wird. Wäre die Schrift nur etwas kleiner und das Format nur geringfügig größer, hätten 250 Seiten vermutlich vollauf genügt. So fehlt dem Ganzen jedoch der Umfang zu einem richtigen Schmöker: Kaum ist man dabei ganz und gar in die Geschichte einzutauchen, vollzieht sich ein Wechsel in eine andere Richtung. Keine Frage, das Buch ist voll mit überraschenden Wendungen und unterhält die Lesenden bis zum Ende ohne jede Schwierigkeit. Doch zum wirklichen Schmökern fehlt die intensive Darstellung der einzelnen Bereiche. Vieles wird angerissen, manches auch geklärt, doch allzu viele Frage bleiben offen. Stoff für einen Folgeband? Das wäre schön, wenn dieser wieder die Opulenz der ersten beiden Barcelona-Bände hätte.
So schwanke ich zwischen drei und vier Sternen - und vergebe dann doch vier, da es in jedem Fall eine gute, wenn auch nicht ganz befriedigende Unterhaltung ist.
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„ … seine Geschichte, noch nicht zu Ende ist. Sie hat eben erst angefangen.“
Die letzten Worte aus dem neuen Roman von Zafon „Der Gefangene des Himmels“. Wieder einmal entführt der Spanier seine Leser nach Barcelona. Wir treffen wieder auf die Bibliothek der verlorenen Bücher, auf die Buchhandlung Sempere, auf Fermin und all die vielen anderen Bekannten aus dem Bestseller „Der Schatten des Windes“. Beide Bücher sind miteinander verbunden, und dennoch kann man beide getrennt voneinander lesen, ohne das andere gelesen haben zu müssen. Obwohl es schon von Vorteil ist, den „Schatten des Windes“ gelesen zu haben.
Eigentlich hätte ich es mir denken können, dass Zafon nicht mit 400 Seiten auskommt, um seine Geschichte zu erzählen. Und genauso ist es auch. Zafon erzählt seine Geschichte, beginnt wieder seine Fäden zu spinnen, um sie (hoffentlich) wieder zusammenzuführen. Dieses Mal konzentriert er sich auf Daniel Sempere und Fermin. Ersterer ist verheiratet, letzterer will heiraten. Fermins Geschichte wird erzählt, wie er im Gefängnis landet und auf wenn er dabei trifft. Unter anderem auch auf den Autoren David Martin. Und damit kommt es wieder zum Querverweis auf die Semperes. Isabella, Daniels Mutter, war sehr gut befreundet mit David Martin, der wiederum im Gefängnis sitzt, unter der Obhut von Maurice Valls, eines „Intellektuellen“, der sich Martins Fähigkeiten zu Nutze machen möchte. Und irgendwie sind wieder alle miteinander verwoben. Eine von Zafons Stärken. Nichts ist zufällig bei ihm, auch nicht das Auftauchen von Daniels Cousine, Sophia, die zudem noch Isabella Sempere sehr ähnlich sieht. Wie das alles aufgelöst wird, werden wir hoffentlich sehr bald erfahren. „Der Gefangene des Himmels“ ist für mich der Auftakt, das Vorspiel sozusagen. Zafon erzählt Vorgeschichten seiner Hauptpersonen. Er erzeugt Spannung, gerade was die Beziehung Martin/Valls/Isabella betrifft. Er lässt seine Leser spekulieren, wie und was in der Vergangenheit geschehen ist. Wer wem treu war oder nicht. Und wer etwas getan hat, nur um in den schweren Zeiten Spaniens in den 40er Jahren zu überleben. Und trotzdem muss ich an dieser Stelle hinzufügen, dass mir der Zauber der beiden Vorgänger fehlt. Es ist alles vorhanden, doch dieser neue Roman nimmt bei weitem nicht so gefangen wie die Vorgänger.
Zafon bedient sich einer Sprache, die keinen der Leser überfordert. Eine leicht verständliche Sprache, und gerade damit erreicht er es, seine Leser zu fesseln. Er beschreibt Barcelona, die verschiedenen Schauplätze und gerade die Akteure sehr bildlich, nicht eindimensional und erzeugt so beim Lesen Bilder, die einen das Buch durch begleiten. Es gibt keine logischen Brüche, im Gegenteil, er webt sein Netz, hält die Fäden souverän in der Hand, er ist der auktoriale Erzähler. Nur ist nach 400 Seiten Schluss. Ich habe mich beim Lesen immer gefragt, wie will er es auf den wenigen noch verbleibenen Seiten auflösen. Mir schwante schon länger, dass die 400 Seiten nur der Anfang sein können. Und so kam es auch. Möglicherweise Kalkül des Verlags, diese Vermutung liegt nahe. Möglicherweise ist es aber auch Absicht des Autors. Wie auch immer, es hat Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen und den Figuren zu folgen. Es brauchte nur wenige Seiten und schon war man wieder in der Atmosphäre gefangen, die so gut funktioniert hat im „Schatten des Windes“. Für Leser Zafons ein Muss. Und alle, die es noch werden wollen, sei „Der Schatten des Windes“ empfohlen, bevor sie sich an dieses Buch wagen.
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am 9. November 2012
Seit ich gemeinsam mit Daniel und seinem Vater in "Der Schatten des Windes" das erste Mal den Friedhof der vergessenen Bücher betreten habe, war ich hin und weg von den magisch-realistischen Geschehnissen vor der Kulisse des historischen Barcelonas. Individuelle Figuren, ein spannender Handlungsverlauf, mysteriöse Ereignisse und der sehr intensive und atmosphärische Schreibstil des Autors formen das Gesamtpaket, das diesen Roman - und seinen Nachfolger - so beliebt machen. Kein Wunder also, dass ich zum Erscheinungstermin des dritten Teils der Reihe, "Der Gefangene des Himmels", völlig aus dem Häuschen war. Abgesehen von einem weiteren Ausflug in die Vergangenheit stellt er nämlich eine Verknüpfung zwischen den sehr unterschiedlichen Vorgängerbänden her.

Gefangen genommen wird der Leser sogleich wieder von Zafóns typischem Stil, der manchmal etwas zu blumig und überzogen ist, insgesamt aber eine sehr authentische Kulisse aufbaut und mit ungewöhnlichen, aber nicht unbeholfenen Worten das Innenleben und die Umgebung der Figuren beschreibt. Schon gleich im ersten Kapitel geschieht etwas Merkwürdiges, das sogleich auf einen verzwickten Handlungsverlauf schließen lässt. Das Wiedersehen mit Daniel und Fermín wird dadurch aber kaum getrübt, schließlich stellen die beiden ein selten vorhandenes Duo dar. Ich war entzückt, gebannt und voller Vorfreude.

Aber dann kam der Bruch. Auf den ersten hundert Seiten häufen sich verschiedenste Hinweise, sodass man zu knobeln und raten anfängt und – möglicherweise – notdürftige Erklärungen findet. Doch dann kommt ein Sprung in die Vergangenheit. Der liefert Begründungen – aber viel zu früh! Die Spannung kommt nur immer mal wieder zustande, weil es noch viel zu wenige Fragen, dafür aber schon gleich Antworten gibt. Den Ausgang vieler Situationen kann man sich bereits denken. Die Länge dieses Zeitsprungs bewirkt, dass zum Ende des Buchs hin nur ein mickriges Finale stattfindet, das für mich eher wie ein Lückenfüller wirkte. Plötzlich scheinen viele Probleme gelöst, die Figuren sind putzmunter und alles funkioniert so, wie es soll. Für Zafóns sonst eher dramatische Plots ist das viel zu blass, zu gutmütig, zu einfach und unkompliziert.

Darüber hinaus fehlte es mir an der Liebe zur Literatur, die in den beiden Vorgängerbänden auf fast jeder Seite zu spüren war. Die Magie des Geschichtenerzählens oder -lesens wurde in "Der Gefangene des Himmels" jedoch weitestgehend außer Acht gelassen und auch der Friedhof der vergessenen Bücher kommt wesentlich zu kurz. Klar, den Buchladen von Daniel und seinem Vater gibt es noch immer und einige Autoren und Bücher werden erwähnt, doch sie sind keine zentralen Gegenstände der Handlung und werden auch nicht besonders ausgiebig und liebevoll beschrieben.

Diese beiden Punkte sorgten bei mir für große Enttäuschung. Dass Daniel wie eh und je ein angenehmer, nachdenklicher und natürlicher Protagonist ist, der eine glaubwürdige Wandlung durchgeht; dass Fermín nachwievor immer einen klugen Spruch auf den Lippen hat und eine ganz besondere Figur ist - all das ist toll und ein Beweis für Zafóns literarisches Talent. Aber meine Begeisterung für das Buch wieder anfachen, konnten sie trotzdem nicht.

Ich habe das Gefühl, dass Zafón es sich mit dem Buch leicht gemacht hat. Dass er zwei Handlungsstränge zusammen führen wollte, einen guten Weg gewählt hat, aber sich für die weitaus einfachere Variante entschieden hat. Weil aber genau das nichts ist, was man von ihm erwartet, flacht die Magie ab und entsteht nur durch den tollen Stil. "Der Gefangene des Himmels" ist ein Buch, das man als treuer Anhänger der Reihe lesen kann - aber man muss es nicht. Hinter den beiden Vorgängerbänden bleibt es weit zurück.
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am 25. Oktober 2013
Carlos Ruiz Zafón neuestes Werk, Der Gefangene des Himmels, in der von Andreas Pietschmann gelesenen Version, gehört für uns zu einer der fesselndsten Hörbuchversionen in der letzten Zeit. Die von sich aus schon spannende Geschichte aus der Sicht des Ich Erzählers Daniel Sempere erzählt, ist in Intonation, Stimmführung und detaillreiche ein spannungsreiches Kaleidoskop. Nicht nur der Charme und Facettenreichtum Barcelonas der dreißiger und vierziger Jahre wird durch den Text verstimmlicht, sondern die wechselhaften Stimmungen und Charaktere werden skulpturhaft versprachlicht.Tempo und Spannung erhöht.
Wir verlieren beim Hören dieses Hörbuches unser Zeitgefühl. Das schönste was einem beim lesen und Hören passieren kann.
Wir tauchen sehnsuchtsvoll in die Strassen der katalanischen Metropole und Ihrer Randgebiete ein.
Das Booklet hat einen Stadtplan. Hier können wir die Geschichte topographisch verfolgen und die Figuren begleiten.
Dieses Hörbuch ist fantastisch!Zum Inhalt des Buches lesen sie die bereits bestehenden Rezensionen.Der Gefangene des Himmels von Carlos Ruiz Zafón Ausgabe 1 (2012)
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am 7. Januar 2014
In seiner unvergleichlichen, bildhaften Sprache entführt Carlos Ruiz Zafón in "Der Gefangene des Himmels" den Leser wieder in das alte Barcelona und in die Buchhandlung von Sempere und Söhne. Es werden Handlunsstränge aus den vorherigen Werken "Der Schatten des Windes" und "Das Spiel der Engel" wieder aufgenommen und entwirrt. Auch wenn das Buch Bezug auf jene Bücher nimmt, ist es in sich geschlossen und allein verständlich und keine Fortsetzung.

Zafón versteht es, den Leser gefangen zu nehmen und Spannung zu erzeugen. Die Charaktere sind liebevoll mit ihren
Ängsten und Schwächen und Vorgeschichten gezeichnet. Man lernt Liebe, Hass, Angst, Habgier, Unmenschlichkeit und die Ausnutzung von Machtpositionen aus Selbstgefälligkeit kennen.

Das Buch ist ein Genuss, das wie ein mehrgängiges Sternemenue genossen werden sollte. Man muss sich die Sprache gewissermaßen auf der Zunge zergehen lassen und Eintauchen in die bildhaften Darstellungen der Handlung.
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am 13. Mai 2013
Als ich den Schatten des Windes gelesen habe, war ich hin und weg! Ich bin aus dem Staunen gar nicht mehr raus gekommen! Der zweite Teil der Reihe “Das Spiel des Engels” empfand ich dann doch als etwas schwächer und Herr Zafón konnte mich nicht mehr in seinen Bann ziehen. Leider blieb auch die Sogwirkung des ersten Teils auch beim dritten Teil aus.
Nichtsdestotrotz konnte mich der dritte Teil wieder sehr gut unterhalten. Es ist ein in sich abgeschlossener Roman, von daher ist es nicht zwingend notwendig die anderen Teile vorher gelesen zu haben. Doch finde ich schon, dass sie alle 3 zusammen gehören und sehe sie für mich schon als kleine Trilogie an! Schließlich begegnen uns auch in diesem Roman wieder alte Bekannte, die man schon in den vorigen Romanen schätzen und lieben gelernt hat.

Zum Inhalt möchte ich an dieser Stelle nicht erwähnen. Lest es lieber selbst und genießt den genialen Schreibtil, kombiniert mit einem ebenso genialen Inhalt! Zafóns Schreibstil ist wie gewohnt sehr bildhaft und mystisch, das man wirklich das Gefühl hat sich im Jahr 1937 zu befinden, wo die Welt noch einiges anders war als heute. Es fühlt sich so an als ob man einem Geschichtenerzähler folgt und nicht so als ob man live dabei wäre. Man betrachtet das Geschehen mehr von außen und fungiert als stiller Beobachter der gesamten Szenerie. Ich mag diese Art des Lesen und es ist für mich eine willkommene Abwechslung zu den anderen Schreibstilen, bei denen man eher mittendrin ist.

Das Cover ist genauso wie die der anderen Teile großartig! Ich liebe die Art und Weise und könnte mich darin verlieren! ♥

Fazit:

Mir hat das Buch sehr gefallen! Es ist spannend, mystisch und genial verwirrend. Doch trotzdem hat mir das gewisse Etwas gefehlt um dem Buch volle 5 Sterne geben zu können. Ich kann dieses Buch trotzdem jedem Zafón-Fan, jedem der auf der Suche nach dem etwas anderen Schreibstil und jedem der verwirrende und mystische Geschichten liebt ans Herz legen! Ich wünsche euch allen viel Spaß beim Lesen und Genießen!
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am 29. Januar 2013
Zafon setzt mit seinem Roman "Der Gefangene des Himmels" seine düstere Barcelona-Saga fort. Die Lebensläufe der Helden Daniel und Fermin aus Der Schatten des Windes" sowie der des David Martins aus D"as Spiel des Engels", treffen hier aufeinander. Doch sollte man es nicht als bravouröses Finale bezeichnen, denn Zafon öffnet sich durch die Figur des Mauricio Valls die Tür zu einem weiteren Roman in dieser Reihe.
Gewohnt düster sind Bilder und Beschreibungen. Nichts, was man wirklich lesen will, ekelhaft, bestialisch, unheilvoll, beim Essen drehte es mir regelrecht den Magen um und doch zieht einen auch dieser Roman wieder voll und ganz in den Bann. Die Augen fliegen über die Seiten und man saugt all die Grausamkeiten auf, schwelgt in Erinnerungen an die ersten beiden Romane, verschnauft während der sonnigen Passagen über den Alltag Barcelonas 1957 und die familiäre Entwicklungen der altbekannten Protagonisten und freut sich über die Stimmigkeit aller Fakten des Romans eines großartigen Romanautors, der Zafon mit seiner leicht zu lesenden und doch raffinierten Sprache einfach nun mal ist. Ein großes Lesevergnügen.
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