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am 5. November 2002
Wieder ein Roman, der im „historischen" Vigata Camilleri's spielt, diesmal im Jahre 1874. Das neu erbaute Opernhaus soll mit einer Oper eingeweiht werden, die der unbeliebte Präfekt der Provinz kraft seines Amtes „verordnet"haben soll. Die Vigateser spalten sich in zwei Lager: eine kleine Abordnung von Leuten, die aus den unterschiedlichsten, stets aber eigennützigen Gründen den Präfekten und seinen Wunsch unterstützt, sowie praktisch der Rest der Einwohner, der - zumeist aus ebenso eigennützigen Gründen - den Präfekten und damit die Oper ablehnt. Es kommt zu tumultartigen Szenen bei der Aufführung, im Vorfeld werden Intrigen gesponnen und „Gefallen" eingefordert, es wird Vetternwirtschaft betrieben, dass es eine wahre Pracht ist, und schließlich wird gar das Opernhaus einfach abgefackelt - richtig sizilianische Verhältnisse eben (oder wie man sich das Sizilianische eben hierzulande so vorstellt).
Haben die ersten beiden Drittel des Romans noch mehr von einem Gesellschaftsroman an sich, so steigern sich im letzten Drittel die Elemente des Kriminalromans. Hier tritt der sympathische Commissario Puglisi auf den Plan, der so viele vertraute Züge und Eigenschaften an sich hat, dass es sich bei ihm nur um einen direkten Vorfahren von Commissario Montalbano handeln kann. Auch Puglisi legt das Gesetz bei Bedarf einmal großzügig aus, wenn dadurch Unrecht an Unschuldigen (oder was er eben dafür hält) vermieden wird; und auch er hat loyale Untergebene, die seinen Rücken decken.
Aber der Kommissar steht nicht im Mittelpunkt des Romans, seine Ermittlungen im Falle des Opernhausbrandes sind nur von kurzer Dauer. Er ist einfach eine der vielen Personen, aus deren Perspektive die Geschehnisse um die Opernaufführung erzählt werden.
Der Roman besteht aus 24 Kapiteln, die in scheinbar loser Form kleine Geschichten erzählen, die jeweils von völlig anderen Personen handeln. Erst nachdem man einige Kapitel gelesen hat, werden die Zusammenhänge langsam erkenntlich. Das liegt auch mit daran, dass die Reihenfolge der Kapitel keineswegs die chronologische Abfolge der Ereignisse wiedergibt, wie Camilleri ganz am Schluss des Buches selber sagt („P.S. Zu dieser späten Stunde, ich meine, jetzt, wo wir beim Inhaltsverzeichnis angekommen sind, werden die Leser, die bis hierher durchgehalten haben, sicherlich gemerkt haben, dass die vom Autor vorgeschlagenen Reihenfolge der Kapitel nur ein Vorschlag ist: tatsächlich kann sich jeder Leser, wenn er will, seine eigene Sequenz zusammenstellen").
Wer sich die Mühe macht und tatsächlich bis zum Inhaltsverzeichnis am Ende des Buches durchhält, wird feststellen, dass jedes Kapitel mit einem Satz aus einem berühmten Werk der Literatur beginnt.
Fazit: Alles in allem ein höchst amüsanter und gelungener Roman, wiederum nichts, um „einfach so Runtergelesen zu werden" (aber gibt's von dieser Sorte Bücher nicht sowieso schon mehr als genug...), schon aufgrund der vielen vorkommenden Personen muss man sich ein bisschen konzentrieren. Dennoch: Prädikat "Äußerst empfehlenswert" - macht Lust auf viele weitere Camilleri Bücher!!!
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am 6. April 2006
... bilderreich und sprachgewaltig (die Originalausgabe muß geradezu genial sein). Autor Andrea Camilleri bringt uns hier sein Sizilien nahe, wie es war, ist, und wahrscheinlich noch lange bleiben wird. Ausgehend von einer wahren Begebenheit - ein Opernhaus ist kurz nach der Eröffnung abgebrannt - setzt sich dem Leser Stück für Stück ein Puzzle zusammen, das absolut glaubwürdig klingt. Und das obwohl es in der Geschichte reichlich turbulent und bisweilen grotesk zugeht. Es entsteht ein prallbuntes, sizilianisches Sittengemälde. Die italienische Innenpolitik bekommt dabei ordentlich ihr Fett weg, aber auch die ortstypischen Gepflogenheiten und menschliche Schwächen werden bloßgelegt und tüchtig aufs Korn genommen.
Ich möchte das Buch als Reiseliteratur empfehlen. Hier wird das Lebensgefühl der fiktiven Kleinstadt Vigàta so lebendig und gleichzeitig ironisch wiedergegeben, daß einen das Reisefieber packt; denn diese Kleinstadt - man spürt es sofort - hat ein real existierendes Vorbild. Ein Städtchen voll derart kerniger Charaktere möchte man sogleich kennenlernen.
Für gebildete Vielleser bietet das Buch übrigens einen besonderen Genuß: jedes Kapitel beginnt mit den Anfangsworten berühmter Werke der Weltliteratur, geht aber dann völlig anders weiter. Der Aufbau des Romanes ist so gehalten, daß man am Ende aus den einzelnen Kapiteln sein eigenes Drehbuch schreiben könnte, indem man die Kapitel in anderer Reihenfolge anordnet. Jedes einzelne der Kapitel im Buch ist ein eigenständiges kleines Kunstwerk, das für sich allein bestehen kann, und doch sind sie alle durch ihre Figuren und den Ort der Handlung miteinander verzahnt. Diese innere Konstruktion ist also wiederum ein kleines Kunstwerk.
Musikliebhaber kommen in einem italienischen Opernroman natürlich ebenfalls auf ihre Kosten.
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am 23. August 2001
Eigentlich möchte ich nichts über den Inhalt verraten, um nicht den Genuß zu schmälern. Aber ein paar Bemerkungen müssen sein: hier geht alles zusammen, die Fabulierkunst des Autors mit der Bandbreite der Stimme des Sprechers. Wer den Kontrast zwischen Sonne auf einer Plaza und Zwielicht in engen Gassen mag, wird Camilleri so zu schätzen lernen, wie es bei mir nach diesem Hörerlebnis der Fall war.
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am 21. März 2016
Wie man ein Kurzgeschichtenbuch derart verhunzen kann, ist schon schade. Ein Gipfel der Überheblichkeit findet man im Nachwort der Übersetzerin, die sich für eine absolute Kennerin der verschiedenen italienischen Dialekte hält und dies ausführlich wiedergibt. Dass sich Camilleri nicht so ohne weiteres mit Charme und Witz ins Deutsche transferieren lässt, ist einleuchtend. Aber da sollte sich Frau Lustig mal die Übersetzungen von Moshe Kahn oder auch Christiane von Bechtolsheim vornehmen, die sich pfiffig und witzig mit derselben Problematik auseinander zu setzen wussten und dem Leser ein echtes Lesevergnügen bereiteten.
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am 30. Juli 2005
Sowohl als Hörbuch, als auch als Buch, zwingt dieser Roman den Leser zur aktiven Mitarbeit, es werden Zeitabläufe, vorverlegt, nachgereicht,Lösungen angedeuted, Ereignisse erklärt, aber noch nicht klargemacht. Personen die man liebgewonnen hat,entfernt und andere verwandelt. Man erfährt Hintergründe noch bevor man die eigentliche Handlung erfahren hat.Dieses Buch muss man sich erarbeiten, ein hinten voraus lesen hilft gar nix. Genial die Titelauswahl, die man erst am Ende begreift, oder an der man vorher verzweifelt. Ein gigantisches Buch in einer kleinen Stadt (die jetzt sogar wirklich gibt) aber auch fiktiv ein wunderbarer Schauplatz für eine faszinierende Geschichte ist.Ein Autor der mit dem Herzen schreibt. Und das wir Deutschen, in einer Person, auch unser Fett wegbekommen, das gehört einfach dazu. Kein Montalbano (auch wenn der Inspectore sein verwandter sein könnte) aber wer den Autor mag, das gehört unbedingt in die Sammlung. Und wie gesagt ein Buch auf dass man sich einlassen muss, erleben und erfassen.
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am 10. April 2001
Das schon angedeutete Wirrwarr ist vielleicht verwirrend und stört Leser, die im Kapitel 2 die Lösung der Fragen aus Kapitel 1 finden wollen. In Wahrheit ist dieser Roman tiefes Sizilien. Alles geschieht gleichzeitig, es brennt, Zeichensprache besiegelt heimliche Liebestreffen, Mörder haben Muse, das Opfer ihrer aufgetragenen Meuchelei zuerst noch seelenruhig seine Arbeit beenden zu lassen und ihm dabei noch lässig zu helfen. Seitenhiebe auf politische Jetzt-erst-Rechthabereien erinnern peinlich an die Jetztzeit.. Es tut nichts, wenn man manchmal glaubt den Faden verloren zu haben: Man hat ihn verloren. Das gehört dazu. Nichts ist dem auf Geheimbund und Contrabanda vertrauenden Sizilianer ein ärgeres Greuel als vermeintliches Wissen. Das "Nachwort" des deutschen Zeugen der Geschehnisse ist mit seinem bodenlosen Danebenliegen das Tüpfchen auf dem i und das Vergnügen des Lesers daran ein Test, ob man das Zeug zum Sizilianer hätte. Werden kann man es sowieso nie. Besser als die allmählich schablonierte Montalbani-Soap.
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am 18. September 2005
Das ist ein fantastisches Werk. Wenn man anfängt reist man dauernd zwischen der Zeit. Handlungsabläufe treffen sich, entwirren sich und verwirren sich wieder. Man wird in einen verwirrenden Handlungsablauf eingebunden und erst zum Schluss löst sich alles auf. Aber das ist so spannend und packend gestaltet, zwingt zu genauem zu hören und - man kann nicht vor blättern. Man begegnet einem geistigem Vorfahren von Montalbano (auch wenn kein Bezug hergestellt wird) und wirklich sizilianischen Verhältnissen. Da wird gestorben, geliebt und gelebt, man begehrt gegen die Staatsmacht auf, die sich selbst deklassiert, das ist eine lebendige Darstellung und wunderbar gestaltet und hervorragend dargestellt.
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am 9. Februar 2014
Die Inhaltsangabe auf dem Vorsatzblatt der Ausgabe des Piper-Verlags beginnt mit dem Satz: "Ein Roman, so deftig, schwungvoll und stimmungsreich wie eine italienische Oper zu Zeiten, als Italien noch ein Königreich war". So ist es! Wir sind im Jahr 1874. Ein frischgebackener zugereister Präfekt an der Spitze der Provinz will die Eröffnung des Opernhauses in Vigata mit der Aufführung einer Oper feiern, die bei den Einwohnern überwiegend auf Ablehnung stößt - einige haben aber auch ihre eigenen Gründe, dem Präfekten gegenüber bei dessen Vorhaben zuzustimmen. Und so schlagen politische und finanzielle Interessen, Karrierewünsche, verwandtschaftliche Beziehungen und Vetternwirtschaft, Drohungen und Bestechungen, eheliche Beziehungen und sexuelle Taten einen bunten Bilderbogen auf. Schließlich scheitert das Opernprojekt des Präfekten am bürgerlich-rustikalen Widerstand, und die Aufklärung einer Brandstiftung geht unter, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Wer seine Lektüre von Andrea Camilleri auf die Montalbano-Krimis (die gewiss auch ein großes Vergnügen sind) beschränkte, würde hier etwas sehr Schönes versäumen. "Die sizilianische Oper" bietet mehr!
Freilich muss der Leser schon mehr mitdenken. Die Abfolge der Kapitel, die nicht dem chronologischen Erzählstrang folgen, und die Vielzahl der Personen mögen zunächst verwirren. Aber eine zweite Lektüre, der Einladung Camilleris folgend, der Leser möge sich seine eigene Reihenfolge der Kapitel ausdenken, lohnt sich. Und wie wundervoll sind die Personen oft mit wenigen Sätzen charakterisiert! Eine scheinbar liebevolle, wohlwollende Darstellung zeigt uns den Geschilderten unversehens als abgefeimten Schurken, ohne dass Camilleri von seinem freundlichen Ton, der freilich die Ironie nicht verbergen will, abweichen muss. Der meisterliche Umgang mit der Sprache geht auch in der Übersetzung nicht verloren.

Und gleichzeitig kann man in sizilianisches Lebensgefühl eintauchen. Auch die Geschichte der Insel wird in diesen Geschichten lebendig. Über viele Jahrhunderte hinweg hatte sie es ja immer wieder mit Fremdherrschern zu tun, die ihre eigenen Vorstellungen den Sizilianern überstülpen wollten, wie dieser Präfekt von Vigata, - aus dem Norden, aus der Toskana, der also Vigata und die Sizilianer nicht versteht und nach deren Überzeugung auch nie verstehen kann - der unbedingt eine Oper aufgeführt haben will, die die Vigatesi nicht mögen, nicht wollen und daher mit ihren Mitteln scheitern lassen. Auch heute noch soll es ja sizilianische Schwierigkeiten mit der im Norden sitzenden Regierung Italiens geben.
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am 20. Juni 2000
Was soll in dem Bauern- und Fischerdorf Vigata (7000 Einwohner) auf Sizilien ein Theater? Und noch dazu wird es mit der alles andere als bekannten Oper "Der Bierbrauer von Preston" ("Il birraio di Preston") von Luigi Ricci eingeweiht.Dass das Theater kurz darauf in Flammen aufgeht, verwundert nicht weiter.... Rund um dieses Ereignis hat Camilleri - auch im deutschsprachigen Raum inzwischen mehr als nur ein Geheimtip - ein pralles Panoptikum an Figuren und Situationen geschaffen. Seine Erfahrungen als Theaterregisseur kamen ihm dabei sicher zugute. Was in der Übersetzung logischerweise nicht zur Geltung kommt ist der sizilianische Dialekt, den die Sizilianer quer durch alle Klassen sprachen und sprechen und mit dem sie sich gegen alle Invasoren (und deren gab es im Laufe der Geschichte viele) zur Wehr setzten. Auf jeden Fall empfindet man beim Lesen höchstes Vergnügen. Und wenn Sie wissen wollen, wie die Bewohner von Vigata eine ihnen von oben "verordnete" Oper abstürzen lassen, sei Ihnen das Kapitel `"An dem Tagt, an dem..." ans Herz gelegt:selten so gelacht!
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am 20. August 2003
Die neue Oper in Camilleris fiktiven kleinem Städtchen Viagata
brennt und dass, nach einer drittklassigen Einweihungsoper, die der herrschende Präfekt seinen Mitbürgern aufgezwungen hat.
Sizilianer haben Temperament, sind Hitzköpfe und lassen sich von
der Obrigkeit nichts vorschreiben. Aber haben sie auch die Oper
angezündet ??
Dabei bleibt es nicht, es werden auch Tote zu beklagen sein.
Und das alles wegen einer ungeliebten Oper ?
Der Leser erlebt groteske Szenen und herrliche Beschreibungen von Typen. Ja so müssen die Sizilianer sein: chaotisch, emotional überdreht mit nicht nur flinker Zunge.
Fast schon exotisch. So auch die Anordnung der einzelnen Kapitel.
Im Nachwort weist der Autor selbst darauf hin, dass der geneigte
Leser sich die Reihenfolge selbst aussuchen kann.
Dafür müßte man das Buch ein zweitesmal lesen, das gibt der Stoff aber nicht her. Oder man lese das Nachwort als Vorwort.
Fazit: Ein Geschichtchen zum Schmunzeln und mit Überraschungen.
Gerade so, dass man es an einem zu heißen Sommernachmittag im Liegestuhl oder Hängematte zwischen dösen und wach konsumieren kann.
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