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Kundenrezensionen

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am 24. Februar 2014
Eine genauere Beschreibung des Hergangs der Ereignisse in der Nacht vom 14. auf den 15. April 1912 habe ich noch nicht gelesen. Und das obwohl ich wirklich schon sehr viel über die Titanic gelesen habe! Penibelst genau sind die Geschehnisse aus verschiedensten Blickwinkeln von diversen Beteiligten beschrieben. Man taucht wirklich ganz tief in diese Nacht auf dem Nordatlantik vor über 100 Jahren ein und fühlt sich der Katastrophe unheimlich nah. Daher habe ich das Buch an nichtmal zwei Tagen durchgelesen. Daran anschließend werde ich mir jetzt zeitnah nochmal James Cameron's filmisches Meisterwerk auf Blu-ray anschauen und werde es sicherlich mit anderen Augen sehen und mir immer vorstellen, was sich hier und dort im Hintergrund bzw. zeitgleich zutrug.

Sehr gut gefallen hat mir auch die Beleuchtung der mir doch noch eher unbekannten Seite der Geschichte, nämlich auf der "Carpathia". Hier wird erzählt, wie sie den Hilferuf der Titanic erhielten und nachts unter Volldampf zu ihr rasten; welche Vorkehrungen sie trafen; wie es darum ging, wohin man mit den Überlebenden am besten fahren solle (die Olympic (Schwesterschiff) bot ihr an, die Geretteten aufzunehmen, aber das wäre schon allein aufgrund ihres Anblicks zu traumatisch für die Überlebenden gewesen) und wie die Überlebenden auf der Carpathia untergebracht wurden. Das fand ich wirklich besonders interessant, weil es ganz neu für mich war, darüber zu lesen.

Außerdem wurde auch einiges über die Beobachtungen eines merkwürdigen im Wasser liegenden und raketenabfeuernden Schiffes von der "Californian" aus beschrieben. Dieses Schiff war der Titanic am nähesten gelegen und man fragt sich beim Lesen wieder umso mehr, warum sie nicht auf ihre merkwürdigen Beobachtungen reagiert haben?! Man kann sich wirklich darüber ärgern... Sie hatten einige Indizien dafür, dass etwas nicht stimmte. Auch sie fuhren - erst - am frühen Morgen letztlich zur Unglücksstelle, nachdem sie via Funk hörten, dass die Titanic gesunken sei. Jedoch viel zu spät. Zu diesem Zeitpunkt war sogar schon die Carpathia dort und hatte die Überlebenden aus den Rettungsbooten aufgenommen.

Dieses Buch kann man wirklich als "die Bibel der Titanic Fans" bezeichnen.
Eindeutige Kaufempfehlung, für alle Interessierten!
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15. April 1912 um 2 Uhr 20 im Nordatlantik: Das wohl bekannteste Schiff der Schifffahrtsgeschichte geht soeben unter. Mit ihm zusammen etwas über tausend Menschenseelen. Nur etwa 700 Menschen konnten sich in den nicht ausreichend vorhandenen und zudem nicht einmal voll besetzten Rettungsbooten im Morgengrauen an Bord der Carpathia bringen. Bekannte Millionäre erster Klasse wie etwa der Immobilienmagnat John Jacob Astor IV oder Bergbauimperialist Benjamin Guggenheim gehen mitsamt dem Schiff unter. Größtenteils werden Frauen und Kinder gerettet, wobei die dritte Klasse längst nicht so vorteilhaft behandelt wird wie die Erste. Seit der Kollision dieses weltberühmten Schiffes mit einem Eisberg wurden fortan Eiswarnungen ernst genommen, Funkbuden laufen 24 Stunden rund um die Uhr und nicht nur wann der Funker gerade mal Zeit und Lust hat und Vorsicht und Achtung vor der See gelten als oberste Prioritäten.

Walter Lords Buch ist sehr spannend geschrieben, obwohl es kein Roman ist. Vor allem die verschiedenen Aussagen der Zeitzeugen lassen einen tiefer in die Welt und diese Katastrophe von 1912 tauchen. Das Buch ist bereits 1955 erschienen, doch die Fischer-Ausgabe von 2012 enthält einige Schwarz-Weiß-Abbildungen von Passagieren, dem Eisberg, der Titanic und Olympic (ihr Schwesternschiff), dem Deck und sogar der Einrichtung einer Luxuskabine erster Klasse. Liest man dieses Buch und kennt bereits den Film "Titanic" von 1997, fliegen einem wieder viele bekannte Namen von Passagieren und Besatzung gerade so zu, auch viele Szenen erinnern hier im Tatsachenbericht an den Film, wobei der größte Unterschied ist, dass es in diesem Buch und in der wahren Begebenheit keine Rose Dewitt Bukater und keinen Jack Dawson gab.

~Bücher-Liebhaberin~
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am 8. April 2012
Ich habe dies Buch zufällig entdeckt und fand die Titanic schon immer Faszinierend.
Man erfährt viele unbekannte Details was von kurz vor dem Eisberg geschah sowie was noch lange nach der Rettung los war.
Für mich waren einige Sachen neu, und ich denke diese wurde auch absichtlich in Filmen oder Dokumentationen weggelassen denn ich zB fand das einfach nur schrecklich und gebe diesen Personen eine große Mitschuld...

Die ersten par Seiten habe ich langsam/normal gelesen, aber gegen Mitte wollte ich unbedingt mehr erfahren.

Ich empfehle jedem dieses Buch, auch wenn man sich nur etwas etwas für die Titanic interessiert.
Es besteht zu 90% aus den Berichten der überlebenden und erhält auch einen Abdruck eines original Briefes der sehr interessant ist.
Außerdem gibt es auch ein paar Bilder von Personen die häufig auftauchen.
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Walter Lords Buch „Die letzte Nacht des Titanic“ ist eine unglaublich eindringliche Lektüre, über schicksalhafte Nacht im April 1912, als die Titanic in den Tiefen des Atlantiks versank, Beginnend mit dem Zeitpunkt, kurz vor der Kollision mit dem Eisberg, zeichnet der Autor ein unglaublich und detailreiches und intensives Bild, das in der bekanntesten Schiffskatastrophe der Menschheitsgeschichte endet.

Der Autor hat für sein Buch äußerst umfangreich recherchiert und stützt sich dabei auf alle zum Zeitpunkt des Verfassens des Buches bekannten Informationen, Dokumente und vor allem auch auf Aussagen von Überlebenden – sowohl der Mannschaft als auch der Passagiere. Einige Beobachtungen und Schilderungen wurden anhand der Beweise nach dem Auffinden des Wracks widerlegt. Dies schmälert jedoch in keiner Weise den Wert dieses Buches – spiegelt lediglich den begrenzteren Kenntnisstand des Autors während des Schreibens wider.

Viel intensiver und interessanter als die nackten Tatsachen dieser Tragödie sind ohnehin die subjektiven Schilderungen der Augenzeugen und ihre Berichte darüber, wie sie die Situation empfunden und gemeistert haben. Vor allem darin liegt für mich der Wert dieses tollen Buches, das einem diese Tragödie aus erster Hand näher bringt und deshalb eine sehr tragisch-eindringliche Lektüre darstellt. Manche Schilderungen von Augenzeugen widersprechen sich, jedoch ist dies für derartige Extremsituationen nicht ungewöhnlich, wenn Menschen oft eine verzerrte und/oder selektive Wahrnehmung entwickeln.
Zudem muss festgestellt werden, dass der Autor sein Handwerk als Schriftsteller sehr gut beherrscht, weil das Buch sehr gut und flüssig zu lesen ist. Oft ist er vielleicht sogar ein wenig zu detailverliebt, finde ich.

Insgesamt ist dieses Buch somit absolute Pflichtlektüre für jeden, der sich für die Titanic interessiert und wissen will, wie die Betroffenen diese Katastrophe subjektiv er- und überlebt haben. 5 Sterne und uneingeschränkte Leseempfehlung!
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Es ist schon erstaunlich, wie sich der Mythos um jene Katastrophe in jener besagten Nacht des 14.Aprils 1912 bis heute die Menschen fasziniert und interessiert. Eine Unmenge an neuen Buchausgaben werden auf den Markt geworfen, als ob das Interesse nach wie vor ungebrochen scheint. In der vorliegenden Buchausgabe, die übrigens erstmals 1955 im Original erschien, liegen Augenzeugenberichte zugrunde, denn der Autor hat insgesamt 63 Überlebende befragt, Lord's Buch ist mittlerweile ein Klassiker und Bestseller, der auch heute noch einen wichtigen Stellenwert in der "Titanic-Forschung" einnimmt. Die TITANIC, eine Luxusvision der damaligen Superlative (nach dem Motto: grösser,schneller,schöner), die den Glauben an Fortschritt, an Träume und Visionen lieferte, um die es Legenden gibt, wo Geschehnisse der Betroffenen unterschiedlicher nicht geschildert werden konnten, Fakten sich mit Legenden nicht mehr trennen liessen, und vieles bis heute im Verborgenen und Geheimnisvollen geblieben ist, und sich die Tragik im Untergang eine Unsterblichkeit auf der ganzen Welt errungen hat, wie es keine andere Katastrophe im Schiffsverkehr bis heute gab. (Wäre dieses Schiff nie gesunken, hätte es vermutlich nie diese Popularität erreicht, wie wir sie heute vorfinden!)

Ein paar Kennzahlen: 46158 BRT (Bruttoregistertonnen), 59'000 PS, eine Kapazität von 3500 Personen, eine Länge von 270 Metern, eine Höhe von 40 Metern, (Wasseroberfläche bis Schornstein) eine Bauzeit von 5 Jahren, an der 4000 Werftarbeiter einst in Belfast bei Harland & Wolff arbeiteten. (Auf der ganzen Werft arbeiteten 14'000 Handwerker, Ingeniere usw.) Das Buch erzählt von den letzten Stunden bis zu ihrer Rettung für diejenigen die überlebten. Der Leser bekommt Einsicht über das Konkurrenzdenken verschiedener Werften in Deutschland, Grossbritannien und Amerika, im Kampf um Passagiere die auf der Nordatlantik-Route befördert werden sollten. Den Erbauern ging es mehr um Luxus und zahlungskräftige Reiche, als um Sicherheit angesichts der geringen Anzahl der verfügbaren Rettungsboote. Ein Drittel der insgesamt 2200 Passagiere konnten ihr Leben retten, etwas 1500 Personen fanden im eisigen Wasser den Ertrinkungstod. Aus verschiedenen Perspektiven, wie es Passagiere erlebt haben, lesen wir was die Menschen erlebt und gedacht haben, und vor allem wie sie sich in keiner Art und Weise der Ernsthaftigkeit in der damaligen Nacht bewusst waren. (Die Passagiere wollten zurück in ihre warmen Suiten anstatt in die kalten Boote hinaus.) Das sieht man zum Beispiel daran, dass einige Boote gar nicht voll besetzt waren und trotzdem zu Wasser gelassen wurden. Kaum zu glauben ist auch, dass Boote nicht zu Ertrinkenden fuhren, in der Angst, dabei selber unterzugehen...

Mit keinem Wort geht der Autor darauf ein, warum die insgesamt 6 (!) Eisbergwarnungen die über Funk bei der Titanic ankamen, NICHT ernst genommen wurden!?? Man erfährt ein wenig, über die damaligen Auswanderungstendenzen, über Klassendenken, aber auch rassistischen Ausschreitungen, Arbeiterunruhen, der Verurteilung anderer Staatsangehöriger und auch der unausgesprochenen Bedeutung, der Drei-Klassen-Gesellschaft, die auf der Titanic herrschte. In gewisser Weise, treffen wir hier, den Menschen in seiner technischen Ehrgeizigkeit und Gutzurederei an, was die "Unsinkbarkeit" des Luxusliners anbelangt, angesichts der Natur, die hier durch einen 6x grösseren Eisberg als das Schiff ist (!) vertreten wird, der Mensch im Grunde scheitert. Was in 5 Jahren mühsam geschaffen wurde, geht hier in 2 Stunden und 40 Min. unter!!!

Fazit: Man ist sicher gut beraten, noch einen Gegenentwurf zu diesem Klassiker zu lesen, denn manches ist und bleibt und unklar, ausserdem wird vieles unterschiedlich wiedergegeben, so dass die Fakten nicht immer objektiv eingeschätzt werden können. ("Die Fabulierfreudigkeit kannte keine Grenzen".) Dass die Überlebenden in den Booten über Nichtigkeiten streiten konnten, ist genauso unglaublich, als die Tatsache, dass einige Boote teils gar nicht voll besetzt waren und hier Menschenleben sinnlos verschenkt und vergeben wurden. ("Sollen wir zurückrudern? Sie sagten nein; also trieb auch Boot Nr.2 - zu etwa 60% besetzt - herum, während die Insassen lauschten.") Trotzdem gibt das Buch Einblick in die Zeit vor 100 Jahren, einer Tragik, die zwischen Stolz und Scheitern, zwischen Mensch und Natur, dem technischen Fortschritt und der Nichteinschätzbarkeit von Gefahren sowie dem Geschäftemachen entsprechend, Menschen in Sicherheit zu wiegen, die im Grunde gar nicht versprochen werden kann, angesiedelt ist.

Ein Buch das von Widersprüchlichkeiten und Legenden erzählt, Passagiere nicht über die wirkliche Realität informiert wurden, weil eine Panik verhindert werden sollte. Wenn einzelne Personen, geschildert wurden, was sie in den letzten Stunden erlebt haben, habe ich mich immer wieder gefragt, woher weiss der Autor das? Man ist sich nicht 100% sicher, ob hier wirklich alles von Zeugenaussagen unterlegt ist, trotzdem ist eine informative Lektüre um etwas über jene dramatische Nacht zu erfahren, einer Tragik, die um die ganze Welt gehen sollte...und Überlebende darüber hinaus verfolgen sollte..
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am 17. Oktober 2012
Ich habe mir vor einigen Wochen das Buch zugelegt, da ich in den letzten Wochen ein sehr starkes Interesse an der Titanic entwickelt habe. Dieses Interesse umfasst nicht nur das Schiff, sondern auch die Menschen und Hintergrundgeschichten, die man so niemals zu hören bekommen würde.

In einem Forum wurde dieses Buch mit viel Lob allen "Neulingen" empfohlen.

Also bin ich los und habe mir das Buch besorgt.

In nicht einmal 3-4 Stunden hatte ich das Buch fertig gelesen.

Das Buch ist sehr packend, es kommt einem so vor, als würde man selbst gerade an Deck stehen und auf ein Rettungsboot warten, unter Deck verzweifelt nach einem Ausgang aus der 3. Klasse suchen oder sich verloren in einem Boot oder Treibgut mitten auf dem Atlantik befinden.

Interessant war, dass mich das Buch so sehr gepackt hat, dass ich ein paar Tränen vergossen habe, als beschrieben wurde, die sich die Männer von ihren Frauen verabschiedeten oder aber die Offiziere, unteranderem Lightoller, einem 13jährigen Jungen den Zutritt zu einem Boot verwehrte, da er in Lightollers Augen schon ein Mann war.

Dieses Buch ist ein wirklich gutes und hervorragendes Werk, auch für alle "Neueinsteiger" da man auch Ereignisse erfährt, die man sich kaum vorstellen kann oder aber auch, nie gedacht hätte, dass es sich so zutragen hat.

Beim Lesen wurde ich so in den Bann gezogen, dass ich selbst angefangen habe "zu frieren" da ich mich wirklich in die Zeit auf die Titanic zurückversetzt gefühlt habe.

Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der ein Interesse an der Titanic hat.
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TOP 1000 REZENSENTam 14. April 2016
Wegen der hohen Opferzahl ging der Untergang der Titanic im Jahr 1912 als eine der großen Katastrophen der Seefahrt in die Geschichte ein.

Walter Lord (1917-2002) befasste sich sehr intensiv mit der Titanic-Katastrophe und ging dafür Untersuchungsprotokolle durch und führte Interviews mit Überlebenden und deren Angehörigen. Diese fast 30-jährige Recherchearbeit fasste er schließlich zu einem Buch zusammen und veröffentlichte es im Jahr 1955.

Es ist ein faszinierender Tatsachenbericht über eine Schiffskatastrophe, die die Menschen fasziniert und bewegt.

Diese Ausgabe ist angereichert mit Fotos und sogar ein paar Zeichnungen.
Die Art wie Walter Lord den Verlauf der Katastrophe beschreibt gefällt mir ungemein und man hat das Gefühl man wäre dabei.
Dieses Buch ist ein Muss für alle Titanic-Fans und auch für solche, die nur den Film von James Cameron gesehen haben (Walter Lord war sogar als Berater für die Dreharbeiten dabei).

Der Entertainment Weekly bezeichnet Walter Lord Sachbuch-Klassiker zu Recht als >>Die Bibel der Titanic-Fans<<.

Meines Erachtens sollte ein jeder "Titanic"-Fan eine Ausgabe dieses Buches haben.
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am 8. Juni 2015
In diesem gut 250 Seiten umfassenden Werk über die letzte Nacht der Titanic kommen laut Autor Lord 63 Überlebende der Tragödie zu Wort. Nach einem nicht mal zweiseitigen Vorwort steigt Walter Lord auch sofort ins Geschehen ein. Es ist die fünfte Nacht der Jungfernfahrt, der Eisberg wird gerammt. Marguerite Frölicher wird aus dem Schlaf gerissen, denkt sich aber nichts dabei, Major Peuchen befindet sich in seiner Kabine beim Auskleiden und denkt an eine schwere Woge, Miss J. Stuart White wollte sich soeben schlafen legen und hatte das Gefühl von tausend Murmeln, über die das Schiff rollte. Einer der bekanntesten Passagiere, John Jacob Astor dachte, dass in der Küche ein Missgeschick vorgefallen sein muss. So wird der Leser regelrecht ins Geschehen hinein gerissen und kommt nicht wieder hinaus. Walter Lord lässt keine Zeit zum Atmen, denn er knallt uns geradezu die Schlaglichter, wie eben beschrieben, bis zum Nachwort um die Ohren bzw Augen. Minutiös und detailliert bringt er uns das Leben und die Atmosphäre auf der Titanic nach dem Zusammenprall näher, haucht den Passagieren Leben ein, indem er Gespräche nachzeichnet und selbst die letzte Garderobe beschreibt. Zudem lässt er die Besatzung nicht außer Acht, auch hier werden wir Zeugen der ansteigenden Panik, der treuen Gehorsamkeit oder des aufopfernden Kampfes. Vom Heizer bis zum Kapitän werden die meisten Bereiche abgedeckt. Ab Kapital 6 erfahren wir dann mehr über die harten langen Stunden in den Rettungsbooten oder gar schwimmend im ruhigen, aber eiskalten Nordatlantik. Mit der Besatzung der umliegenden Schiffe kommen weitere Protagonisten ins Spiel, die zu dem Verlauf des Untergangs und der Rettung von 710 Menschen Stellung beziehen und so ein vollständiges Bild der Nacht liefern. Es folgen noch weitere interessante Kapitel über die Fahrt auf der Carpathia, der Ankunft in New York und, recht kurz und bündig, auch über die Tage und Wochen danach. Stemmen konnte Walter Lord dieses Projekt nur unter Mithilfe vieler Personen. Um ein möglichst genaues Bild auch einiger Opfer zeichnen zu können, kontaktierte er unter anderem die Tochter von Kapitän Smith. Natürlich sollte man nicht davon ausgehen, dass sich tatsächlich alles genau so und nicht anders zugetragen habe. Im Nachwort erwähnt der Autor, dass einige Angaben der Überlebenden nicht der Wahrheit entsprechen können. So haben zum Beispiel die meisten ausgesagt im letzten Rettungsboot von Bord gegangen zu sein, was natürlich unmöglich ist. Ich denke aber, dass die allerkleinsten Details nicht ausschlaggebend sind, um der Titanic-Katastrophe mitfühlend beizuwohnen. Ich fühlte mich während des Lesen selbst wie ein Augenzeuge, dermaßen lebendig und nachvollziehbar ist dieses Buch verfasst. Außerdem hält sich der Autor mit der eigenen Meinung zurück. An keiner Stelle wird Bruce Ismay kritisiert oder gelobt, wird das Manöver von Offizier Murdoch infrage gestellt oder die Schuld/Unschuld von Kapitän Smith behandelt. Lord lässt dem Leser die Freiheit selbst zu entscheiden, indem er ihn lediglich mit den zusammengetragenen Fakten konfrontiert. Zusammen mit dem Buch von Lawrence Beesley die wahrscheinlich eindringlichste Quelle zu diesem Thema.
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am 25. Mai 2014
Wer sich für die Geschichte der Titanic interessiert, wird auch das Buch sehr mögen. Natürlich ist es sehr subjektiv geschrieben, basiert es doch auf den Schicksalen der Menschen auf dem Schiff. Aber gerade das packt einen, und man kann das Buch einfach nicht aus der Hand legen...hatte es in einem Tag fertig!
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am 4. Februar 2013
Die Geschichte der Titanic hat mich schon fasziniert seit ich das erste Mal als Kind den Film mit Kate Winslet und Leonardo DiCaprio gesehen habe. Dieses Buch diente als Vorlage dafür und das merkt man auch, weil Cameron wirklich viel daraus übernommen hat. Ein wirklich interessantes Buch, realistisch geschrieben und so spannend, dass ich es in einem Tag gelesen habe.
Sehr gelungen!
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