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Kundenrezensionen

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"Sich der Bedeutung seiner Privatsphäre bewusst zu werden, darüber nachzudenken, wo die Grenzen sind, was man wirklich für sich behalten will, ist der erste Schritt zur digitalen Mündigkeit." (11)

Die Autoren Constanze Kurz und Frank Rieger, beides IT-Sicherheitsexperten, erläutern, was kostenlos im Internet bedeutet. Bezahlt wird nicht mit Euro, sondern mit Daten. Im Informationszeitalter haben Daten einen Wert, der in die Milliarden geht, wie an Verkäufen von IT-Unternehmen deutlich wird.

Mit dem Thema des Buches haben sich in den vergangenen Jahren zahlreiche Autoren beschäftigt. Gerald Reischl [1], Stephen Baker [2] und Dave Eggers [3] seien als Beispiele genannt. Im Kern geht es um den leichtfertigen Umgang mit persönlichen Daten und den Nutzungsmöglichkeiten dieser Daten auch gegen die Interessen der betroffenen Personen.

Das Buch gliedert sich in neun Kapitel, in denen die Autoren die Motivation der Datensammler beschreiben, Algorithmen und Auswertemöglichkeiten erläutern, das "digitale Gedächtnis" thematisieren und Überwachungsmethoden auf Basis biometrischer Daten vorstellen.

Smartphones i.V.m. WLAN-Netzen und GPS ermöglichen es, Bewegungsprofile von Personen zu erstellen. Mehrwerte entstehen durch die parallele Auswertung vieler Datenquellen. Bewegungsprofile i.V.m. Kontakten aus E-Mail-Diensten, sozialen Netzwerken, Blogs und Foren lassen den Bürger transparent werden.

Die Mechanismen beim Umgang mit Daten erläutern die Autoren anhand eines jungen Internetunternehmens. Selbst wenn der Datenschutz (zunächst) garantiert wird, ist diese Garantie nach einem Konkurs nichts mehr wert. Die Daten werden mit anderen Beständen verknüpft bzw. in einen größeren Datenbestand eingegliedert und vermarktet.

Die Abschaffung der Privatsphäre wird von denen gefordert, die einen Nutzen davon haben. Auffallend ist die Asymmetrie bei der Transparenz. Es sind nicht die IT-Firmen oder die Chefs der großen sozialen Netzwerke, die auf Geheimniskrämerei verzichten. Digitale Transparenz gilt nur für den Bürger.

Im letzten Kapitel zeigen die Autoren Wege auf, wie Bürger sich besser schützen können. Dieser wichtige Teil des Buches kommt zu kurz. Im heutigen digitalen Zeitalter sind Bücher erforderlich, die ihren Schwerpunkt beim praktischen Datenschutz setzen. Davon abgesehen sind die Ausführungen verständlich und hinsichtlich des von vielen unterschätzten Themas auch wichtig.

[1] Gerald Reischl: Die Google Falle, 2008
[2] Stephen Baker: Die Numerati, 2008
[3] Dave Eggers: Der Circle, 2014
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am 18. Januar 2013
Leider sehr kleingedruckt :-(
gute Übersicht über unsere aktuelle digitale Identität, ein bißchen Gänsehautfeeling ist auch dabei, leider sind wir als reale Bürger praktisch entmachtet und viele glauben immer noch, sie brauchen nichts zu verbergen, aber das ist nur ein frage der Zeit, bis der Letzte versteht, dass allein von der verwendeten Technologie in Verbindung mit unseren normalen menschlichen Schwächen ein erhöhtes potentielles Risiko für jeden noch so unbescholtenen Bürger entsteht, sei es durch Manipulation von Angeboten oder der einfachen Überprüfung eines laut Datenbestand entstandenen Sachverhaltes, in dessen Folge er seinem Arbeit erklären muß, warum die Polizei ihn mal so befragt und die Wohnung durchsucht hat...
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am 13. März 2015
Zwar bin ich mit der Materie vertraut und habe erst einen kleinen Teil des Buchs gelesen, kann aber bereits jetzt festhalten, daß es meinen Erwartungen entspricht. Zusätzlich enthält das Buch für mich neue Konstellationen und Anregungen welche für jeden dem der (eigene) Datenschutz wichtig ist, beachtet werden sollten. Das Buch ist aus meiner Sicht empfehlenswert, ein sehr gutes Preis / Leistungsverhältnis.
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am 1. Juli 2014
Zunächst: ich schätze Constanze Kurz und Frank Rieger sehr für ihre Arbeit für den CCC und darüber hinaus. Deswegen habe ich mir auch dieses Buch zugelegt. Ich dachte, ich bekomme endlich mal eine nüchterne Auseinandersetzung mit dem Thema Datenhygiene und Überwachung.
Leider konnte ich nach einen Drittel des Buches einfach nicht mehr. Es gab keinerlei Einordnung der Umstände, keine sinnvollen Hinweise darauf, wie man sich als Internetnutzer vor unnötiger Datenweitergabe schützen kann, nicht einmal wirkliche Beweise dafür, dass "die Internetfirmen" (TM) uns alle ausnutzen und unsere Daten an kriminelle Schlepperbanden weiterverkaufen wollen.
Stattdessen werden simpelste Drohszenarien aufgebaut. Das Buch beginnt mit der Erzählung der Geschichte eines fiktiven Startup-Unternehmens, das ein neues soziales Netzwerk auf den Markt bringen will. Durch Täuschung und Geldgier werden die Gründer (übrigens auch schön plakativ: ehemalige Unternehmensberater) schließlich selbst zum Opfer der ach so bösen Investoren und gleichsam dazu gezwungen, die Daten ihrer Nutzer zu monetarisieren um ihre einen Felle zu retten... mir war diese Konstruktion schlichtweg zu blöd, zu viel Klischee, zu aufgeregt.
Danach folgen weitere Zitate von diversen CEOs die aus dem Zusammenhang gerissen in der Tat ziemlich schlimm klingen aber auch hier fehlt die Einordnung und die Analyse.
Im weiteren Verlauf des Buches konstruieren die Autoren weitere Drohszenarien, die aus aktuelleren technischen Entwicklungen entstehen. Dabei fühlte ich mich wieder nur hysterisch angekläfft, anstatt dass sachlich die Vor- und Nachteile aufgezeigt werden würden. Da war mir dann schlicht meine Zeit zu schade, denn das alles kann ich mir auch selbst denken, wenn ich die Paranoia hochdrehe und den Verstand ausschalte.
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am 20. Mai 2015
Die Autoren Constanze Kurz, Informatikerin an der Hochschule für Technik und Wissenschaft, und der technische Geschäftsführer eines Unternehmens für Kommunikationssicherheit Frank Krieg, versuchen mit ihrem Werk „ Die Datenfresser: Wie Internetfirmen und Staat sich unsere persönlichen Daten einverleiben und wie wir die Kontrolle darüber zurückerlangen“ für einen bewussteren Umgang mit den eigenen Daten im World Wide Web zu sensibilisieren und zeigen in einer verständlichen und anschaulichen Art und Weise auf, wie große Internetfirmen und der Staat mit unseren Daten umgehen auf welch vielfältige und teils auch kreative Art sie sich diese einverleiben und schlussendlich monetisieren. Es wird einem regelrecht vor Augen geführt wie man ahnungslos und freiwillig alles über sich preisgibt. So ist das Mitsichführen eines Smartphones, welches nahezu jeder von uns besitzt, im Endeffekt nur eine Wanze, welche jeder von uns ohne zu murren mit sich herumträgt.

Den Einstieg macht ein Kapitel über die Verdienstmöglichkeiten von großen Internetfirmen wie Facebook Google und Co. Und macht deutlich, dass die Haupteinnahmequelle der Verkauf und die die Vernetzung unserer Daten ist, welche wir alleine schon durch Cookies im Webbrowser hinterlassen oder spezifisch im Fall Facebook durch die freiwillige Angabe von Daten. Eine kleine fiktive Geschichte über ein Startup im Webbereich soll veranschaulichen wie das Geschäft in Internetfirmen und das Datensammeln und Geldverdienen in dieser Branche funktioniert. Auch die Weiterentwicklung der künstlichen Intelligenz und die Bedeutung von immer besser funktionierenden Algorithmen für persönliche Werbe und Interessenprofile wird thematisiert und im späteren Verlauf des Buches wird dies sogar noch weitergeführt und in Verbindung mit der Verbesserung von Bewegungsprofilen wie beispielsweise durch Techniken wie Gesichtserkennung und der Speicherung von Binomischen Daten gebracht. Der Irrtümlichen Phrase „Aber ich habe doch nichts zu verbergen“, setzen sie durch viele Beispiele entgegen, dass jeder etwas zu verbergen habe, die Frage ist nur vor wem und dass nicht nur kriminelle Aktivitäten oder vermeintlich verbotene Dinge im Internet gespeichert schlechte Auswirkungen auf einen haben, sondern dass durch die Datensammelwut für jeden einzelnen Bürger negative Auswirkungen zu befürchten sind. Eine weitere fiktive Geschichte, welche drei Tage im Jahr 2021 eines Anwalts darstellt, zeigt die von den beiden Autoren vorrausichtliche Zukunft, bestehende politische Verhältnisse und gleichbleibender technischer Fortschritt vorasugesetzt, in einer nahezu total überwachten Welt und in welcher wir von unseren eigenen elektronischen Lebensberatern begleitet werden, welche in der heutigen Zeit durch beispielsweise Siri oder Cortana schon in den Anfängen stehen. In den letzten beiden Kapiteln und nach der vollkommenen Offenbarung über die Datensammelwut und monetarisierung unserer Daten geben die beiden Autoren noch Hinweise und Tipps, wie wir unsere digitale Mündigkeit zurückerlangen können und uns sicherer und bewusster im World Wide Web und mit dem Smartphone bewegen können und uns praktisch selber schützen können.

Kurz und Rieger zeigen gut wie bereits jetzt schon große Teile unseres Alltages durch Computertechnik bestimmt werden. Ihre negative Sichtweise gegenüber des Wandels der Technik als Hilfe für den Menschen hin zum Menschen als Hilfe für die Technik und der immer größer werdenden Bedeutung der Technik und der Bestimmung des Alltagslebens durch Technik unterlegen die beiden Autoren durch ihr fundiertes Wissen mit der Arbeit in der Technikbranche. Verknüpft wird dieses Wissen durch eine einfache Darstellung der Wirkungsweisen der Techniken des Datensammelns- und verwerten. Es wird schon eingangs verständlich erklärt, dass kostenlose Internetangebote wie Facebook oder Google von der Monetisierung unserer Daten leben. So werden unsere Daten gesammelt, mit Daten von Firmenpartnern verknüpft und sogar an Dritte weitergegeben um möglichst viel über die Personen herauszufinden, so die Werbeeffizienz und daraus folgenden Werbeeinnahmen zu steigern, welche den ökonomischen Interessen der jeweiligen Firmen entsprechen. So werden Benutzer von sozialen Netzwerken beispielsweise in vertikal hierarchierte Cluster eingeordnet und je mehr man von sich preisgibt, desto höher ist die Zuordnung und dementsprechend steigt auch der Datenwert.

Bestimmte Algorithmen, von welchen der Normalbürger keine Ahnung hat, lassen aus vermeintlich anonymen Daten durch all die im Netz gespeicherten Informationen und zahlreichen Querverbindungen leicht personalisierte Daten mache. Dadurch gibt es leicht persönliche Einblicke ins Leben der Betroffenen. So gibt es zu fast jeder Internetseite schon einen einfachen und offensichtlichen Querverweis zu Facebook, sodass man sich über Facebook auf zahlreichen anderen Internetseiten anmelden kann. Die Daten werden so zentralisiert und es ist bedeutend einfacher einen ausgedehnten Digitalen Schatten der Person zu erstellen. Die Macht und das Binden der Nutzer an Facebook besteht darin, dass es alle haben. Solange alle Bekannten, Freunde und Kollegen das eine soziale Netzwerk nutzen, sind wir im Endeffekt auch daran gebunden dieses zu nutzen und nur schwer davon wegzubekommen.

Unsere Mobiltelefone sind mittlerweile durch die Fähigkeit jedes Smartphones zum Internetempfang zu kleinen Wanzen geworden, welche jeder von uns freiwillig mit sich herumträgt. Für uns auf den ersten Blick nützliche Anwendungen wie beispielsweise Google Maps, welche uns unseren genauen Standort und auch die in der Nähe befindlichen Örtlichkeiten anzeigen, können von uns detaillierte Bewegungsprofile erstellten. Kurz und Rieger weisen darauf hin, dass sich durch fortschrittliche Analysesoftwares detailgetreue Verhaltensabbilder rekonstruieren lassen. Weitere Anwendungen wie Facebook Places lassen uns sogar noch freiwillig Daten über unseren Aufenthaltsort herausgeben. Die Autoren weisen häufig auf die Naivität der Nutzer hin und gerade in diesem Hinblick sind genau diese User für die Datensammler ein gefundenes fressen. Es werden mit vermeintlich nützlichen Anwendungen im Endeffekt nur lapidar Daten eingesammelt.

Ein weit verbreitetes Argument für das in der Gesellschaft verbreitete fehlende Interesse beziehungsweise fehlenden Gleichgültigkeit ist die Aussage, dass man ja nichts zu verbergen habe. Dieses Argument genauso wie die von Lobbyisten der Internetbranche propagierten Aussagen, es gebe keine Privatsphäre mehr suggerieren eine Alternativlosigkeit für die Gesellschaft. Die beiden Autoren setzen dem entgegen, dass jeder etwas zu verbergen habe und sei es doch nur eine Krankheit vor dem Vorgesetzten aus Angst den Job zu verlieren. Dass alleine schon eine Suchanfrage zu dem Thema im Internet durch gute Algorithmen in Verbindung mit der Speicherung und Querverbindung der Daten mit anderen Daten dazu Rückschlüsse ziehen können, dass man selber von der Krankheit betroffen ist, ist vielen gar nicht bewusst. Kurz und Rieger versuchen in ihrem Werk dazu zu sensibilisieren und Aufklärung zu schaffen um sich die dahinterstehende Wucht bewusst zu machen. Dieser aufklärerische Anspruch wird das ganze Buch über deutlich und sollte der Gesellschaft eine fundierte Debatte ermöglichen. Der Grundtenor ist durchgängig der man müsse sich dieser vermeintlich vorgegebenen stringenten Lebensform nicht unterwerfen, sondern habe die Möglichkeit dem entgegenzuwirken.

Viele Kritiker sehen den Schritt zur zurückgewonnenen Selbstbestimmung nur darin, den Schalter radikal und buchstäblich auszuschalten. Kurz und Rieger sehen darin eine Alternative, da ja das Internet und die Vernetzung nicht nur seine Nachteile bringt, sondern uns auch gerade im Alltag sehr hilfreich sein kann. Aber sie versuchen dahingehend zu sensibilisieren, dass man bewusster mit seinen Daten umgeht. So solle man nicht überall jede kleinigkeit von sich Preisgeben und schon gar nicht seinen richtigen Namen. Dieser sollte nur dort angegeben werden, wo es juristisch notwendig ist.

Alles in allem ist zu sagen, dass die beiden Autoren ihrem aufklärerischem Anspruch gerecht werden, und es eindrucksvoll und literarisch für jeden verständlich einen Einblick in die doch für viele unübersichtliche, überwältigende Welt der Datenspeicherung, der Monetisierung unserer Daten und der Funktionsweisen von Internetfirmen verschaffen. Es werden sowohl die möglichen Chancen und Möglichkeiten für den Alltag, als auch die Gefahren für unsere alltägliche Selbstbestimmung, welche durch die Datenspeicherung erfolgen, gezeigt. Wobei ich allerdings beim Lesen des öfteren das Gefühl einer bevorstehenden apokalyptischen nahen Zukunft und teilweise schon Gegenwart habe, aber das folgt wohl daraus, dass ich genauso wie ein Großteil der Bevölkerung in dem großen Internetwirrwarr nicht wirklich durchblicke, das alles für uns noch Neuland ist, wir aber durch dieses Werk einen fundierten, aber doch einsteigerfreundlichen Begleiter zur Verfügung haben können.
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TOP 500 REZENSENTam 12. November 2012
Fragen der Datenverwertung und -sicherheit durchziehen den öffentlichen und privaten Raum und gehen jeden Bürger und Politiker an. Die Autoren werden der gesellschaftlichen Bedeutung des Themas mehr als gerecht, indem ihnen ein sprachlich und inhaltlich exzellenter Einstieg in die Datensicherheitsthematik gelungen ist, den man ohne Übertreibung als den allgemeinverständlichsten bezeichnen kann, der auf dem Markt ist.
Ihre Warnungen vor technik-euphorischen Entwicklungen (z.B. Überschätzung der Biometrie) sind überraschend, aber ganz unverdächtig, da die Autoren IT-Spezialisten und Sprecher des Chaos-Computerclubs sind: Constanze Kurz ist technische Sachverständige in der Enquete Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” des Deutschen Bundestages und Frank Rieger ist technischer Geschäftsführer eines Unternehmens für Kommunikationssicherheit.

Ihr Buch enthält keine Bilder und erstaunlicherweise nur einen einzigen Link und der verweist auf die zum Buch gehörige Webseite. Diese Kombination aus Buch und den Netzinfos auf datenfresser.info ist eigentlich ideal. Wer wollte denn schon irgendwelche Links abtippen (allerdings hatte ich mir diese Seite durchaus etwas ausführlicher vorgestellt, aber das kann ja noch werden).

Da zwei wichtige und orginelle Kapitel, nämlich das erste, wie eine Internetfirma funktioniert und Daten sammelt, und das vorletzte, wie die Welt im Jahre 2021 aussehen könnte, gut motivierte, aber fiktive Geschichten mit literarischen Qualitäten sind, ist es den Autoren nachzusehen, daß sie auf ein Stichwortverzeichnis und Glossar verzichtet haben. Zumal andere Titel, wie z.B. Die Internetfalle: Google+, Facebook, Staatstrojaner - Was Sie für Ihren sicheren Umgang mit dem Netz wissen müssen von Thomas Köhler, der neben vielem anderen auf die gängigsten Akronyme und Fachausdrücke eingeht, ja weiterhin ihre Berechtigung haben. Wo das Buch von Köhler technischer ist, ist das von Kurz und Rieger politischer, indem es sich auch mit systemkritischen Wertungen nicht zurückhält. Z.B. auf S. 49 der Hinweis, daß Werbung ressourcenverschlingene unnütze Ausgaben provoziere, von denen man gemeinhin annähme, daß der mündige Bürger sie schon unter Kontrolle halten werde. Dazu geben sie zu bedenken, daß wenn die Produktempfehlung nicht mehr abstrakt sei, sondern aus den analyisierten Vorlieben und Verhaltensmustern, also quasi aus den eigenen „Gedanken“ errechnet wird, der Glaube an die Autonomie des Verbraucherhirns zunehmend fragwürdig wird.

Als allgemeinverständliche und doch niveauvolle Einführung für alle Bürger in die Datensicherheitsthematik enthält dieses Buch nicht alles, aber für die Orientierung alles Wichtige.
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am 28. März 2014
Gleich nachdem ich dieses Buch gelesen habe, habe ich meinen Facebookaccount gelöscht. Weiters benutze ich nun viele Fake E-Mail Adressen und verschiedene Pseudonyme. Leider reicht die Überwachung allerdings schon weit über das Internet hinaus.
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am 23. Oktober 2012
Ich habe es immer gewusst, wollte es aber nie wahrhaben! - Ein muss für jeden, der in Bezug auf den Umgang mit seinen Daten im Internet mündig sein möchte. - Nichts für schwache Nerven! ;-)
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