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Tiere essen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


VINE-PRODUKTTESTERam 20. Februar 2014
Nein, vorneweg gleich die Antwort: Jonathan Safran Foer, der hochtalentierte, zeitgenössische amerikanische Autor, dessen Romane "Extrem laut und unglaublich nah" (und nicht "Extrem und unglaublich nah", wie es in der deutschen Taschenbuchausgabe beim Autorenporträt heißt) und "Alles ist erleuchtet" Kritik wie Leser gleichermaßen begeistert haben, gibt sich nicht missionarisch in diesem Buch. Er zeigt sich differenziert und einfühlsam, mit viel Verständnis für Kultur und Geschichte und mit Unterstützung für Ansätze zum behandelten Thema, die nicht seiner Überzeugung entsprechen.

Aber alles Einfühlungsvermögen und alles Verständnis für andere Verhaltensweisen reichen nicht aus, können nicht ausreichen für etwas wie Massentierhaltung und die Produkte, die daraus entstehen. Das ist keine Intoleranz, wie von der Gegenseite - vor allem der Fleischindustrie - gerne argumentiert wird. Es ist auch kein Eingriff in die persönliche Entscheidungsfreiheit von Fleischessern. Es ist Analytik, Verstand und Konsequenz.

Wer glaubt, dass das einzige Problem bei der Massentierhaltung - die verantwortlich ist für 95 99% aller Fleischprodukte - der Tierschutz ist, der sollte dieses Buch lesen. Wem nicht jegliches Verantwortungsgefühl abhandengekommen ist in unserer marktwirtschaftlichen Gesellschaft, der sollte dieses Buch lesen. Und auch nur wer ein bisschen am eigenen Wohlergehen und vielleicht an dem seiner direkten Mitmenschen, Partner, Kinder interessiert ist, der sollte dieses Buch lesen. Und selbstverständlich sollten alle die das Buch lesen, die Interesse an Transparenz und an umfassenden Informationen als Grundlage für das eigene Handeln schätzen.

Es ist harter Tobak, keine Frage. Aber es ist in einen Text gepackt, der nicht nur anklagt, sondern auch Alternativen anbietet, der nicht nur angreift, sondern auch Ansätze lobt, die den eigenen Ansichten entgegenstehen. Foer bricht manches auf, was uns in den letzten Jahrzehnten als gegeben und unveränderlich erschienen ist. Aber sicher, der Vegetarier (nicht Veganer) Foer betont durchaus, dass Fleischverzicht besser ist als Fleischkonsum, gleich woher das konsumierte Fleisch stammt.

Mir war übel an vielen Stellen des Buches und ich bin dankbar dafür. Und dieses Buch war nicht die erste Publikation über das Thema Essen im Allgemeinen und Tierzucht im Speziellen, die gelesen, gehört oder geschaut habe. Aber das lindert die Verstörung beim Lesen nicht im Geringsten. Foer sagt nein zum radikalen Missionieren, aber ja zu Aufklärung und Diskussion. Und dem schließe ich mich an. Ich würde mich sehr über jede einzelne oder jeden einzelnen freuen, die oder der dieses Buch liest.
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am 17. März 2017
Lest das Buch und überlegt euch danach, ob die "moderne" Massentierhaltung eine Sache ist, die ihr mit eurem Handeln in den Supermärkten und Großmetzgereien weiter unterstützen möchtet. Ich habe mich nach der Lektüre dagegen entschieden.
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am 16. August 2017
Dieses Buch ist eines der besten Bücher zum Thema, das ich kenne (und ich kenne viele), und es sollte zur Pflichtlektüre in der Oberstufe gehören.
In unserer heutigen Zeit, in der Tiere für viele Menschen zu einem Produkt verkommen sind, in der es nach wie vor üblich ist, dass Leute, die ihre Zähne in Billigfleisch schlagen, sich schulterklopfend über die dusseligen Vegetarier/Veganer lustig machen, mit ihrem Spleen, die Welt verbessern zu wollen, in der man seinen Hund streichelt und Schnitzel in Leichenwasser für 3,99/Kilo kauft, sollte eigentlich jeder zumindest DIESES Buch gelesen haben, bevor er das nächste Mal einkaufen fährt.
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am 3. Februar 2014
Ich habe das Buch gesehen, gekauft und in den nächsten zwei Tagen durchgelesen. Jonathan Safran Foer fängt langsam und familiär an, berichtet darüber, was Essen bisher für sein Leben bedeutet hat und was für eine Funktion als gesellschaftliches Ritual Essen innehat.

Dann kommen Fakten. Fakten über die Entwicklung des Fleischessens in den letzten rund 100 Jahren (in denen sich der Fleischkonsum des Durchschnittsamerikaners mehr als verhundertfacht hat) und wie die Fleischindustrie die entsprechenden Bedürfnisse weckt und befriedigt (durch Massentierhaltung). Dass das Schlachten von Tieren (und insbesondere das massenhafte Schlachten) ziemlich übel ist, weiss man ja (zumindest unterschwellig). Welche Dimension das hat (mehrstellige Millionenanzahlen von Hühnern, Schweinen, Rindern etc pro Jahr), war mir nicht so sehr bewusst. Und auch, welche schlechte Umweltbilanz die Tierhaltung hat (um eine Kalorie in Form von Rindfleisch zu produzieren, braucht man 10 Getreidekalorien, entsprechend sind auch Kuhmilch oder Eier klimabelastender als pflanzliche Nahrung). Oder auch die Beifangquote (also wieviele ungewollte mitgefangene Fische man dann einfach tot ins Meer zurückwirft), für ein Pfund Garnelen werden 12 Kilo andere Tiere mitgetötet. Alleine das Zusammentragen dieser vielen Fakten macht das Buch zu einer guten Grundlage, um eigene Entscheidungen für seine zukünftige Ernährung zu fällen.

Foer präsentiert die Ergebnisse seiner Recherchen in sehr vielfältiger Weise, als Aufzählung von Fakten, als persönliche Berichte von Fleischproduzenten und Umweltschützern, als Erzählungen aus seinem eigenen Leben. Das Buch ist ein amerikanisches Buch (mit einem Anhang, der die zugehörigen Zahlen und Fakten aus Deutschland oder der EU liefert), aber das macht das Buch für mich eher spannender (weil Amerika in Punkto Massentierhaltung uns noch "voraus" ist).

Das Buch finde ich nicht zuletzt deswegen gut, weil es nicht versucht, mit erhobenem Zeigefinger zu missionieren. Es liefert Fakten, stellt verschiedene Positionen von Tierzüchtern, Tierschützern, Tierrechtlern vor und zeigt auf, welche gesellschaftliche Bedeutung Essen hat (also wir dem Essen geben). Daraus kann man sich dann sehr genau selbst aussuchen, was man davon für annehmbar oder problematisch hält und entsprechend seine Essensgewohnheiten anpassen (oder auch nicht).
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am 15. Dezember 2016
Danach will man kein Fleisch mehr essen und sieht die Welt in der wir leben mit anderen Augen. Von der Seite der Tiere ... ich bin Vegetarier geworden.
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am 19. Dezember 2014
Mir war schon eine Weile klar, dass Lebensmittelproduktion und insbesondere Fleischproduktion im industriellen Stil etwas ist, was ich nicht unterstützen möchte. Schon seit Jahren kaufen wir nur Bio-Produkte und wenn es vorhanden ist und der Geldbeutel es zulässt auch gerne Demeter. Was den Fleischkonsum anbelangt, so sind wir schon in den letzten Jahren mit Sicherheit am unteren Ende der Skala anzusiedeln gewesen - Fleisch gab es maximal am Wochenende und dann auch nur hochwertige Produkte. Ich konnte mir einen Grillabend ohne ein leckeres Steak, eine Pizza ohne Thunfisch oder einen Sonntagmorgenbrunch ohne Eier einfach nicht vorstellen. Zu sehr hatte ich meine Geschmacksnerven auf diese Art des Genusses konditioniert. Das Buch habe ich geschenkt bekommen und es lag erstmal 9 Monate ungelesen im Bücherregal.

Eines Abends nahm ich es aus reiner Langeweile zur Hand - schließlich wusste ich schon alles über Ernährung, glaubte ich. Als ich nach wenigen Tagen mit dem Buch fertig war hatte ich mehrere Heulkrämpfe hinter mir und seither habe ich kein Fleisch mehr angerührt. Eier esse ich nur noch in Ausnahmefällen und dann auch wirklich nur welche aus dem Hofladen unweit von hier, wo ich mir die Hühner auch höchstpersönlich anschauen kann. Fisch kommt mir überhaupt nicht mehr ins Haus. Ich bin Jonathan Safran Foer sehr dankbar für dieses Buch und hoffe, dass es noch viel mehr Menschen zu mehr Bewusstwerdung in diesem Bereich verhilft. Denn fest steht, wer sich der sinnlosen Grausamkeiten und der unfassbaren Nebeneffekte dieser masslosen Industrie wirklich bewusst ist kann diese nicht ernsthaft weiter unterstützen wollen. Deshalb verschenke ich das Buch heute auch gerne mal ;)
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TOP 500 REZENSENTam 7. April 2014
...aber das Buch hat mir wirklich sehr gefallen und ich bin durch es auf einen meiner neuen Lieblingsautoren (Michael Pollan) gestoßen.

Ich mag den Schreibstil von J.S Foer sehr und es hat mich von anfang an gepackt.

Das Ende hat mir zwar dann nicht mehr so toll gefallen (von seinem Stil her) aber ich empfehle es trotzdem immer wieder gern meinen Freunden und jetzt auch Ihnen
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am 3. April 2013
Von all dem Büchern mit ähnlicher Thematik, die sich derzeit auf dem Markt tummeln, ist JSF's Tiere essen eines der wenigen, das man wirklich wirklich gelesen haben sollte. Klar ist es in den USA geschrieben worden und beschreibt damit die Zustände in den USA, aber essen tun wir heutzutage nicht mehr lokal sondern global, und schliesslich und endlich werden die Tiere in keinem Schlachthof zu Tode gestreichelt. Die Zustände, die JSF dort vorgefunden hat, bzw sich hat beschreiben lassen, kann ich aus eigener Erfahrung durchaus bestätigen -ich musste jobhalber ab und an in einen Schlachthof und es ist einfach nur entsetzlich da. Wie auch immer, JSF hat drei Jahre recherchiert (und das Buch nicht lieblos dahingekleckst, wie so manch anderer, der auch ein Stück vom Veganerkuchen abhaben will...). Dazu ist es gut geschrieben und gut zu lesen -wenn es möglich wäre, würde ich 6 Sterne geben. Absolut empfehlenswert!
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am 15. Dezember 2015
Ich wusste schon immer, dass ich irgendwann kein Fleisch mehr essen werde, aber dass ich es so schlagartig aufhören würde, hätte ich nicht gedacht.
Ich habe mir das Buch vor meinem Campingurlaub in Italien gekauft und dort gelesen. Ich lag am Strand und hab unter meiner Sonnenbrille geheult, während ich das Buch gelesen habe. Nach dieser Urlaubswoche habe ich nie wieder Fleisch gegessen. Das ist mittlerweile über 3 Jahre her.
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am 7. September 2017
ganz einfach zusammengefasst: seit dem ich mir dieses Buch gekauft/gelesen habe - ernähre ich mich hauptsächlich vegan, obwohl ich davor noch NIE was damit am Hut hatte. Absolut lesenswert!!
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