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am 22. April 2014
Ein sehr hilfreiches Buch für alle, die eine Abschlussarbeit über ein Jugendthema schreiben müssen. Es finden sich fast alle wichtigen Lebensbereiche, einzig das Thema Jugendkulturen wird außer Acht gelassen.
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am 14. März 2011
Die Shell Jugendstudie stellt die bekannteste und umfangreichste Langzeitstudie zur Erforschung von Jugendlichen dar. Sie erscheint in unregelmäßigen Abständen und steht immer im Mittelpunkt der Öffentlichkeit. Mehr als 2500 Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren wurden zu ihrer Lebenssituation, ihren Glaubens- und Wertvorstellungen sowie ihrer Einstellung zur Politik befragt. Somit kann diese Untersuchung ein repräsentatives Bild der Jugendlichen - auch im Vergleich mit den vorherigen Ergebnissen - zeigen. Trotz des Namens Shell im Titel sind diese Jugendstudien absolut wissenschaftlich seriös. Das Unternehmen finanziert nur diese Studien, die Konzeption und die Durchführung unterliegt allein den renommierten Bielefelder Sozialwissenschaftlern Prof. Albert, Prof. Hurrelmann und Dr. Quenzel in Zusammenarbeit mit dem Münchner Forschungsinstitut TNS Infratest.

Der Gebrauchswert der Studie ergibt sich zum einen durch die relativ knappe Zusammenfassung der Gesamtergebnisse und zum anderen durch den Hauptteil, der sehr detailliert thematisch Einzelbereiche, wie z. B. "Jugend und Politik: Aktuelle Entwicklungstrends und Perspektiven", mit Zahlen und Grafiken darstellt. Ein großer Teil des Buches besteht zudem aus 20 Fallstudien, die ein sehr vielfältiges und individuelles Bild von unterschiedlichen Jugendlichen zeigen. Im Anhang sind alle Fragebogen mit den einzelnen Fragen abgedruckt. Dieses Material bietet die Möglichkeit, mit Schülern selbst ein kleines Projekt der empirischen Sozialforschung - z.B. in einem P-Seminar - durchzuführen und so die repräsentativen Ergebnisse mit einer Region, einer Schule o.Ä. zu vergleichen.

Natürlich sind für Sozialkundelehrer die Einstellungen zur Politik von besonderem Interesse. Die Befragung zeigt ein leicht gestiegenes Interesse an Politik: 40 % der Jugendlichen geben an, sich für Politik zu interessieren. Diese Zahl erreicht längst nicht den Höchstwert von 57 % kurz nach der Wiedervereinigung 1991. Außerdem wird hier nicht wirkliches Handeln konstatiert, sondern nur nach einer - mehr oder minder unverbindlichen und subjektiven - Einstellung gefragt. Hier zeigt sich natürlich schon die Problematik der empirischen Jugendforschung. Ergebnisse und Zahlen müssen durchaus kritisch hinterfragt und relativiert werden.
Mittlerweile zeigt sich trotz signifikanter Unterschiede zwischen Ost und West eine übergroße und stabile Mehrheit mit der Demokratie als Staatsform und selbst mit der "Demokratie, so wie diese in Deutschland besteht," zufrieden und sehr zufrieden. Deutliche Unterschiede sind beim Vertrauen in gesellschaftliche Gruppierungen und Institutionen festzustellen. Wie gehabt ist das Vertrauen in Parteien und neuerdings auch in Banken am geringsten, am besten schneiden Gerichte, Polizei, Menschenrechts- und Umweltschutzgruppen ab. Trotz der Ablehnung von Parteien besteht dennoch eine hohe Bereitschaft zur Beteiligung an politischen Aktivitäten. Als Aktionsformen kommen für Jugendliche insbesondere Unterschriftenlisten, Warenboykott, Protestversammlungen und Mitarbeit in Bürgerinitiativen in Frage. Bemerkenswert ist auch die Bewertung der Globalisierung: Der Anteil der Jugendlichen, der darin eher Vorteile sieht, ist seit 2006 deutlich gestiegen, die Hälfte gibt an, dass sich Vor- und Nachteile die Waage halten und nur eine deutlich geschrumpfte Minderheit sieht in der Globalisierung eher Nachteile.

Aus der Fülle der Ergebnisse konnten hier nur wenige herausgegriffen werden. Aber aus diesen Aussagen ergeben sich erhebliche Defizite in der politischen Bildung. Die Wissenschaftler verwenden seit 2002 den Begriff der "pragmatischen Generation", der die Handlungsorientierung der aktuellen Jugendgeneration hervorheben soll. Natürlich kann man trefflich darüber streiten, ob damit eine ganze Generation in ihrer Unterschiedlichkeit und Vielfalt zutreffend beschrieben ist. Trotzdem stellt die Shell Jugendstudie 2010 ein absolutes Muss für jeden dar, der sich mit Jugendlichen beschäftigt.
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