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Kundenrezensionen

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am 6. September 2009
Ich habe mir das Buch gestern gekauft und jedes Wort - ach was jeden Buchstaben - genossen!!!
Das Buch erzählt die Geschichte eines Ehepaares, dessen Tochter heiratet. Es wird jeweils erzählt aus der Sicht der Frau und des Mannes.
Man fühlt sich gefangen von der ersten Sekunde an, diese scheinbar banalen Sätze über das normale Leben. Dieses Eintauchen in die Ehe und das Leben der beiden.
Dieses Buch kann man nicht überfliegen oder querlesen, da zählt jedes Wort, jedes Komma, jeder Punkt. Selten haben 2 Personen mich so gefangen genommen.
Es ist mit Sicherheit ein Buch für die ältere Generation, ich glaube nicht, dass junge Menschen sich hineinversetzen können in ein Leben mit 60 und eine Ehe die über 40 Jahre dauert.
Ich bin 50 und habe mich, meine Ehe, ja mein ganzes Leben wiedererkannt.
Beeindruckt hat mich die Liebe der beiden zu ihrer Tochter. Eben nicht verklärt und kritiklos, sondern schonungslos und ehrlich!
Ab sofort gehört "Alte Liebe" zu meinen Lieblingsbüchern und ich kann den Autoren nur danken!
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am 14. Oktober 2009
Ich bekam das Buch von einer Dame geschenkt, die ich vom abendlichen Gassi-Gehen kannte (sie mit ihrem Hund, ich mit meiner Katze). Sie meinte, "das könnte was für mich sein.." - Sie hat sich leider geirrt: Das Buch ist absolut was für mich und für jeden Menschen, der in einer Ehe lebt oder gelebt hat.
Gerne hätte ich das Buch in einem Atemzug gelesen, aber das lässt unsere heutige Zeit kaum zu. Immer dann, wenn ich es aus Zeigründen weglegen musste, merkte ich, wie mich diese leicht verschrobenen, so liebenswerten Charaktere in Gedanken weiter verfolgten.
Ich habe während des Lesens geschmunzelt, fühlte mich oft ertappt, war gefesselt und gerührt von den beiden Hauptpersonen. Vor allem aber war ich ihnen so nah, dass ich am Ende sogar weinen musste.
Liebe Elke Heidenreich, lieber Bernd Schroeder: Als Leser sollte man nicht nur in seinem Sessel oder im Bett legen und ein Buch als Unterhaltung lesen, sondern man muss einfach auch mal DANKE sagen, dass Sie beide dieses wunderbare Buch geschrieben haben.
Es hat einen festen Platz in meinem Herzen und wird in diesem Jahr auch von meiner Seite aus auf vielen Gabentischen liegen - solch ein Buch braucht die Welt!
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am 14. März 2010
Alte Liebe rostet nicht, so sagt man. Vielleicht die alte Liebe zur Literatur, wie es bei Lore, der weiblichen Hauptfigur des vorliegenden Romans seit längerem der Fall ist. Doch nicht die zwischen Elke Heidenreich und Bernd Schroeder, den beiden immer noch miteinander verheirateten Autoren dieses Buches. "Wir hatten zwanzig glückliche Jahre", so verriet Elke Heidenreich jüngst den Leserinnen der Brigitte, "fünf tapfere, zwei grauenhafte und jetzt unseren Frieden."

Von der einstigen ehelichen Gemeinschaft ist Freundschaft geblieben und eine Art literarisches Arbeitsduo, das schon 2002 im ebenfalls im Hanser Verlag erschienenen Buch "Rudernde Hunde" versucht hatte, seine komplizierte Beziehung in sich gegenseitig antwortenden Geschichten zu beschreiben. Nun legen die beiden mit "Alte Liebe" einen Roman vor, der ähnlich gestrickt ist und dem man abspürt, dass die einzelnen Teile getrennt geschrieben und dann harmonisierend, aber durchaus gelungen, zusammengefügt worden sind.
Jedes der über dreißig Kapitel ist zweigeteilt, wobei zunächst abwechselnd Lore bzw. Harry zu Wort kommen und dann ihr jeweiliger Bericht überwechselt in einen Dialog zwischen den beiden. Diese Dialoge sind pfiffig und witzig geschrieben, voller Selbstironie auf die Lebensideale und -gewohnheiten der Alt-68er, zu denen Harry und Lore gehören.

Harrys große Liebe gilt seit Jahren seinem Garten und immer mal wieder einem schönen kühlen Weizenbier. Er ist seit einiger Zeit schon Rentner, nachdem er als angestellter Architekt im Bauamt irgendwann kaltgestellt wurde. Lore ist nach wie vor berufstätig als Bibliothekarin und gefällt sich seit vielen Jahren darin, Lesungen und Veranstaltungen mit berühmten Schriftstellern zu organisieren und ist stolz darauf, sie alle persönlich zu kennen.

Doch Martin (Walser), den sie schon oft eingeladen hat, ist auch nicht mehr der Alte. Beim Italiener nach der Lesung sackt er in sich zusammen: "Das gab es früher nie. Ich war so glücklich mit meinen Dichtern."
Auch an der sonstigen Literatur lässt sie kein gutes Haar. Daniel Kehlmanns Stil nennt sie "Tüftelliteratur" und vor den vielen altersgeilen Männerphantasien ekelt sie sich. "Mir macht mein Beruf keinen Spaß mehr. Die Bücher sind nicht mehr das, was sie einmal waren."

Harrys lässt das kalt, er konnte sich zum Leidwesen von Lore noch nie für Bücher begeistern und fühlt sich nun bestätigt. Die Debatte der beiden, die sich über das ganze Buch zieht mit zum Teil köstlichen Dialogen, dreht sich um die Frage, ob das Paar gemeinsam zu der dritten(!) Hochzeit ihrer gemeinsamen Tochter Gloria fahren soll. Diese hat sich für ihre dritte Ehe einen reichen Mann geangelt aus einer angesehenen, aber langweiligen und stockkonservativen Unternehmerfamilie. Harry und Lore finden, dass das mit Sicherheit wieder nichts werden kann und beginnen zunächst ungewollt, dann aber immer eifriger und entschlossener, entlang der Frage , ob sie fahren, bzw. ob auch Harry mitkommt, eine schonungslose und auch ehrliche Reflexion über die vierzig Ehejahre, die sie nun schon hinter sich haben.

Und in dieser Reflexion kommen sie sich wieder näher. "Ich glaube, ich liebe dich noch", sagt Lore an einer Stelle weiter hinten in Buch und Harry antwortet trocken, aber nicht unbegeistert: "Sag mir Bescheid, wenn du es genau weißt."
Schlussendlich fahren sie beide zu der verhassten Spießerhochzeit und amüsieren sich miteinander köstlich über die ihnen fremden Gäste und deren Kultur. Sie erkennen mit jedem Kapitel mehr, was sie eigentlich und immer noch verbindet, es schält sich heraus, was ihnen beiden trotz aller Frustrationen und Enttäuschungen persönlicher, politischer und literarischer Art noch wichtig ist.

Am Ende geschieht etwas, womit niemand wirklich rechnet, weder in Büchern noch in der wirklichen Welt, und der Leser bleibt zurück mit der vielleicht auch selbstkritischen Erkenntnis, dass man mit der Wiederentdeckung seiner Alten Liebe" wohl nicht zu lange warten sollte.

Man hat, etwa im "Spiegel" , das Buch des ehemaligen Paars Heidenreich/Schroeder biografisch interpretiert, obwohl die beiden allzu enge Bezüge zu ihrem Leben abgestritten haben. Es tut auch nichts zur Sache. Ein Autor hat das Recht zu phantasieren, auch mit realen Figuren. Und doch wäre dieses Buch mit den spritzigen und witzigen Dialogen, den vielen satirischen und ironischen Spitzen auf den Literaturbetrieb und die genialen Beobachtungen auf ein langes Zusammenleben zweier Alt- 68 er nicht so gelungen, könnten Elke Heidenreich und Bernd Schroeder nicht auf ganz persönliche Erfahrungen miteinander zurückgreifen.

Ein gutes, unterhaltsames Buch mit einem literarisch gelungnen Versuch authentischer Beziehungsarbeit.
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am 14. Februar 2010
Dieses nette kleine Büchlein hat mir eine Kollegin empfohlen und geborgt. Es geht um ein älteres Pärchen - Lore und Harry - die beide knapp über 60 Jahre alt sind und mit sich, dem Älterwerden, dem eingefahrenen Alltagstrott, den Eigenheiten des jeweils anderen und vor allem mit den Hochzeitsplänen ihrer einzigen Tochter Gloria hadern.

Zu dieser sind die beiden nätürlich eingeladen, jedoch ist es bereits die dritte Ehe ihrer Tochter und der künftige Schwiegersohn entstammt einer neureichen Familie, mit denen Lore und Harry so gar nichts gemein haben. Beide waren in jungen Jahren eher der 68er Generation angehörig, engagierten sich für politische Ideale und lebten freizügig.

Inzwischen ist davon allerdings auch nicht mehr viel übrig. Harry ist bereits pensioniert, trinkt zuviel Bier und widmet sich hingebungsvoll seinem Garten. Mit diesem wiederum hat Lore so gar nichts am Hut. Sie arbeitet noch als Leiterin der Stadtbibliothek und geht in ihrer Arbeit auf. Sie fürchtet sich vor ihrer Pensionierung, die sie immer wieder aufschiebt, denn sie fühlt sich unersetzbar. Außerdem grault sie sich vor dem permanenten Zusammensein mit ihrem Harry. Er teilt nicht ihre Interessen, kommt nicht zu den Lesungen, die sie organisiert und hat auch kein Interesse an den Kulturreisen, die die beiden früher gemeinsam geplant haben.

Erzählt wird die Geschichte immer abwechselnd aus Sicht von Harry und Lore. Und dies so bildhaft und hingebungsvoll, daß wir beide Parteien sofort ins Herz schließen. Jeden Gedankengang kann der Leser nachvollziehen, steckt doch so viel Wahrheit in diesem Buch. Haben wir nicht alle solche Gedanken mal gehabt, fürchten wir uns auch nicht vor dem Alter und vor allem vor der Pensionierung?

Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen - eine leichte - da schnell lesbare - aber dennoch tiefgründige Erzählung, die sicher jeden Leser berührt.
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am 11. April 2012
Ausnahmsweise empfehle ich hier auch genauso die Hörbuch-Variante, die von Heidenreich und Schröder selbst gesprochen wird, denn das Buch (habe beides) besteht nahezu komplett aus Dialogen.
Die kompliziertesten Liebesverwicklungen eines älteren Ehepaares werden in einfachen Worten präzise auf den Punkt gebracht, einschließlich des Todes: das ist Literatur. Absolut empfehlenswert.
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am 29. April 2010
und nicht nur noch, sondern ganz wunderbar. Ich habe dieses Buch schon zwei mal gelesen und viele Male verschenkt. Es ist die wunderbare Geschichte eines alternden Ehepaares. So viel zu sagen hat man sich nicht mehr, hin und wieder bricht ein Gedanke an die alten Zeiten in den Alltag und wirkt ein, oder die bevorstehende Hochzeit der Tochter, die auch schon so entfremdet ist, wie die beiden sich manchmal selbst. Und trotzdem, all die verschiedenen Träume und Befindlichkeiten können dieser immer noch vorhandenen Liebe nichts anhaben. Wie wunderbar und einzigartig ist die Einfachheit mit der die Protagonisten umgehen. Oft wurde ich an Passagen aus dem eigenen Leben erinnert und so wird es jedem gehen, der dieses Buch zur Hand nimmt, egal aus welcher Perspektive man liest.
Danke Elke Heidenreich, denke Bernd Schroeder. Und bitte bald mehr.
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am 17. Januar 2016
Es kommt einem fast so vor, wie wenn man von einem Nebentisch zwangsläufig ein Gespräch mitbekommt, man sich nicht mehr auf die eigene Lektüre konzentrieren kann und doch die Ohren nicht abwenden kann, weil einem das Erzählte gefangen nimmt. Ganz einfach darum, weil es die meisten Menschen interessiert, wie andere Leute ticken, welchen Umgang sie mit ihren Liebsten pflegen oder welche Gefühle sie bewegen.

So erzählt dieser Roman die Geschichte von Lore und Harry, einem älteren Ehepaar, welches sich zwar noch immer liebt, aber der Alltag doch immer wieder zu Entfremdungen führt. Unterschiedliche Charakteren und Interessen machen das Zusammenleben nicht einfacher, im Gegenteil, genau dies erfordert stets von neuem die aktive Zuwendung zum Partner und das Verständnis für einander.

Es handelt sich um eine leicht zu lesende, unterhaltsame Lektüre, bei der man ganz nebenbei noch ein paar Lesetipps der Autorin bekommt.
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am 9. April 2012
Eigentlich ist es kein Roman, vielmehr ein Protokoll bzw. ein Tagebuch, das von einem Mann, Harry und seiner Frau, Lore, die seit ca. 40 Jahren miteinander verheiratet sind, gemeinsam geschrieben wird. Dieser Eindruck rührt von der Authentiztät her, die von dem Dialog zwischen Harry und Lore ausgeht. Im Wechsel werden kapitelweise zuerst die Gedanken, Assoziationen, Reflexe und Gefühle beschrieben, dann folgt der entsprechende Dialog, der den reflektorischen Hintergrund widerspiegelt, diesen aber auch modifiziert und gegelentlich sogar konterkariert. Diese Diskrepanz zwischen dem Gedachten und dem dann Gesagten beschreibt die Unvereinbarkeit des Wünschenswerten mit dem Machbaren, eine Problematik, die immanent dem Älterwerden zueigen ist.

Alte Liebe" enthält m. E. zwei Botschaften:

Im Laufe eines jahrzehntelangen gemeinsamen Lebens bilden sich bedingt durch die individuelle Wahrnehmung der Umwelt Verhärtungen und Egoismen, die eine eheliche Gemeinschaft belasten und auch zerstören können. Die Brücke zwischen den auseinanderdriftenden Lebensgefühlen ist die unverbrüchliche gegenseitige Wertschätzung und Zuneigung, die Liebe! Dies ist die positive und versöhnliche, aber auch etwas banale Botschaft.

Die defaitistische und resignative Aussage besteht indessen darin, dass einem im Leben der schleichende Verrat von Idealen nicht erspart bleibt und dass es aussichtslos ist, das eigene Wertesystem ein Leben lang am Leben zu halten, um es an die nachfolgende Generation weiter geben zu können.

Die Tochter Gloria heiratet in dritter Ehe einen Kapitalisten, einen typischen Vertreter des Feindbildes der 68 Generation, der sich Harry und Lore immer noch in ihren Grundüberzeugungen zugehörig fühlen. Vor diesem Hintergrund bestimmt die Diskussion der Protagonisten darüber, ob sie es mit ihren Standpunkten vereinbaren können, an der Hochzeit teilzunehmen den Inhalt des Buches. Aufgrund ihrer Überzeugungen hätten Lore und Harry der Hochzeit der Tochter fern bleiben müssen, aber sie beugen sich den konventionellen Zwängen der Bürgerlichkeit und erleben ein Desaster an Unvereinbarkeiten, dem sie sich nur noch durch Flucht entziehen könen, wohlwissend, dass sie nichts mehr zu sagen haben, dass sie "alt" geworden sind. Was ihnen bleibt, sind sie selber und diese Erkenntnis belebt ihre Liebe von Neuem, aber für wie lange?

Ohne Vorbehalt 5 Sterne für dieses wunderbar geschriebene authentische Buch
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am 24. Oktober 2009
Eigentlich ist es kein Roman, vielmehr ein Protokoll bzw. ein Tagebuch, das von einem Mann, Harry und seiner Frau, Lore, die seit ca. 40 Jahren miteinander verheiratet sind, gemeinsam geschrieben wird. Dieser Eindruck rührt von der Authentiztät her, die von dem Dialog zwischen Harry und Lore ausgeht. Im Wechsel werden kapitelweise zuerst die Gedanken, Assoziationen, Reflexe und Gefühle beschrieben, dann folgt der entsprechende Dialog, der den reflektorischen Hintergrund widerspiegelt, diesen aber auch modifiziert und gegelentlich sogar konterkariert. Diese Diskrepanz zwischen dem Gedachten und dem dann Gesagten beschreibt die Unvereinbarkeit des Wünschenswerten mit dem Machbaren, eine Problematik, die immanent dem Älterwerden zueigen ist.

Alte Liebe" enthält m. E. zwei Botschaften:

Im Laufe eines jahrzehntelangen gemeinsamen Lebens bilden sich bedingt durch die individuelle Wahrnehmung der Umwelt Verhärtungen und Egoismen, die eine eheliche Gemeinschaft belasten und auch zerstören können. Die Brücke zwischen den auseinanderdriftenden Lebensgefühlen ist die unverbrüchliche gegenseitige Wertschätzung und Zuneigung, die Liebe! Dies ist die positive und versöhnliche, aber auch etwas banale Botschaft.

Die defaitistische und resignative Aussage besteht indessen darin, dass einem im Leben der schleichende Verrat von Idealen nicht erspart bleibt und dass es aussichtslos ist, das eigene Wertesystem ein Leben lang am Leben zu halten, um es an die nachfolgende Generation weiter geben zu können.

Die Tochter Gloria heiratet in dritter Ehe einen Kapitalisten, einen typischen Vertreter des Feindbildes der 68 Generation, der sich Harry und Lore immer noch in ihren Grundüberzeugungen zugehörig fühlen. Vor diesem Hintergrund bestimmt die Diskussion der Protagonisten darüber, ob sie es mit ihren Standpunkten vereinbaren können, an der Hochzeit teilzunehmen den Inhalt des Buches. Aufgrund ihrer Überzeugungen hätten Lore und Harry der Hochzeit der Tochter fern bleiben müssen, aber sie beugen sich den konventionellen Zwängen der Bürgerlichkeit und erleben ein Desaster an Unvereinbarkeiten, dem sie sich nur noch durch Flucht entziehen könen, wohlwissend, dass sie nichts mehr zu sagen haben, dass sie "alt" geworden sind. Was ihnen bleibt, sind sie selber und diese Erkenntnis belebt ihre Liebe von Neuem, aber für wie lange?

Ohne Vorbehalt 5 Sterne für dieses wunderbar geschriebene authentische Buch
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am 25. Juli 2011
Also ich habe dieses Buch von einer älteren Dame empfohlen bekommen und meiner Mutter - in völliger Unkenntnis des Inhaltes - zum Muttertag geschenkt; natürlich nach Lesen der eingetragenen Bewertungen und Rezessionen. Ich bin 47 Jahrer alt, meine Mutter ist 69 Jahre alt. Gestern sagte sie mir rein zufällig, dass sie das Buch gelesen habe und es wunderschön findet, sie bot an mir es zum Lesen auszuleihen, was ich dann auch tat. Ich habe gestern Abend angefangen reinzulesen und konnte nicht mehr aufhören, ich musste das Buch in einem Stück durchlesen, so hat mich die Geschichte gefesselt und auch die Kommentare der beiden und Bemerkungen, wie aus dem Leben geschnitten (das gibt es auch bei jüngeren Menschen,nicht erst ab 60 Jahren ;-), jedenfalls ist es das erste Buch in meinem Leben, das ich auf einmal durchgelesen habe, bis nachts um halb zwölf. Ich war sooo müde, konnte jedoch unmöglich aufhören, es gab keine richtige Stelle dafür, leider endet die Geschichte unendlich traurig und ich musste weinen (wahrscheinlich noch viele andere Frauen auch), dann ging ich schlafen. Aber auch im Bett kreisten mir die Gedanken und auch die Botschaft immer im Kopf herum - ich habe aus diesem Buch für mich herausgenommen, dass das Leben so kurz ist und so schnell ein Ende finden kann und man deshalb die Zeit, die man miteinander hat, genießen und harmonisch verbringen soll. Ich werde es mir jedenfalls zu Herzen nehmen - so eine schöne Geschichte, ich werde es weiterempfehlen und auch noch an mehrere Menschen verschenken! Wirklich sehr zu empfehlen - ganz eine tolle Geschichte - aus dem wirklichen Leben! M.Schott
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