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Kundenrezensionen

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am 22. Januar 2001
Wilbers relativ populär gehaltenes Buch ist ein guter Einstieg für Wilber-Neuleser. Es geht darum, wie sich Religion und Naturwissenschaft einander annähern können. Vergleichbare Bücher machen häufig entscheidende Fehler, die Wilber denn auch akribisch auflistet, daß nämlich häufig der eine Bereich dem anderen schlicht die Bedeutung oder Glaubwürdigkeit abspricht und so manches mehr. Unter dem Schlagwort des Paradigmenwechsels wird von anderen häufig eine Brechstangensynthese erzwungen, wobei sich bei näherem Hinsehen dieser Paradigmenwechsel (mit der gewöhnlich daran anschließenden freudigen Hochzeit von Wissen und Glauben) häufig, gemäß einem spanischen Sprichwort, als eine Kreuzung von Nachtigall und Frosch erweist. In diesem Zusammenhang beruft man sich gerne auf Thomas Kuhn, der den Begriff des Paradigmas in die Wissenschaft eingeführt hat und Wilber zeigt in einem glänzenden Kapitel auf, "Was Thomas Kuhn nicht gesagt hat". Im zweiten großen Teil des Buches analysiert Wilber die bisherigen Versuche der Integration und stellt im dritten Teil eine wirkliche Neuheit vor, die Beachtung finden sollte. Kurz, man wende die Methodik der Wissenschaft (im Buch ausführlich erklärt) auf die Mystik an. Immer wieder wird behauptet mystische, religiöse, spirituelle Erfahungen seien singulär und darum nicht verifizierbar. Sind sie nicht, sagt Wilber, wenn man die formale Oberflächenstruktur durchbricht (die natürlich kulturell geprägt und präformiert ist) und auf die inhaltliche, innere (nicht mit narzißtisch oder singulär zu verwechseln) Welt des reinen Erlebens schaut, wird man Stufen der Erkenntnis finden, und diese sind wie jede wissenschaftliche Erkenntnis auch interpretierbar und vergleichbar von denen, die wissen (allerdings auch nur von diesen). Wilber ist ein echter Brückenbauer und sein Vorschlag ist so einfach wie genial. Wilber macht nicht den Fehler die Gegensätze zu vereinigen, bevor er sie überhaupt getrennt hat, er sieht sehr wohl die Unterschiede zwischen blindgläubiger Religion, objektiver Wissenschaft und dem, was die meisten nicht mehr kennen (geschweige erleben), zwischen einer authentischen spirituellen Erfahrung. Naturwissenchaftler könnten hier lernen, daß man auch der Mystik wissenschaftlich (also im besten Falle einfach offen) begegnen kann und allzu vorschnelle Esos könnten lernen, daß die Geltungskriterien der wahren Esoterik, Mystik, Spiritualität bei weitem härter und schwerer sind als die der Wissenschaft und daß diejenigen die so gerne auf die Wissenschaft schimpfen und sich dann für besonders "esoterisch" halten, vielleicht erst einmal die Wissenschaft und ihre Methodik begreifen sollten. Eines möchte ich jedoch noch anmerken, um Mißverständnisse auszuräumen. Wilber versucht nicht die Wissenschaft mit der Religion zu vereinen (in dem Sinne, daß etwa die moderne Physik die heiligen Schriften beweisen würde), er wendet lediglich wissenschaftliche Kriterien auf die mystischen Erfahrungen, die man immer selber machen muß, an. Wie alle Bücher des "neuen" Wilber, ist auch dieses absolut zu empfehlen und zum Abschluß sei mir doch noch die kleine Sünde gewährt, auf die gute "Spektrum" Kritik zu diesem Buch zu verweisen, es freut mich immer, meine eigenen Vorurteile nicht bestätigt zu sehen.
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am 3. April 2013
Man wundert sich, wenn man hier schlechte Rezensionen liest, aber deren Tenor ist ja eindeutig eher pauschalisierte Ablehnung von religionshinterfragenden Thesen, als dass sie Rezensionen des Buches wären.

Wilber ist praktizierend Buddhist, also dem Spirituellen keineswegs abgeneigt. Im Gegenteil er versucht eine integrative Melange zu finden, in der Spiritualität ihren Platz hat. Was er ablehnt ist die jenseitige Religion, die uns im Hier und Jetzt am Handeln und an der Selbstentwicklung hindert mit den Versprechen einer späteren Belohnung.
Zum Teil erklärt sich das vielleicht über die nach meiner Ansich nach äußerst ungünstige Kategorisierung bei Amazon, denn Wilber ist bestimmt NICHT:
Religion & Glaube > Religion & Gesellschaft > Religionsphilosophie
(Wilber ist, wenn schon, eine Kategorie für sich selbst ... und wäre ansonsten wohl eher bei Psychologie einzuordnen, schließlich ist er Psychologe ...)

Das Buch selbst ist eine ultrakurze Zusammenfassung von Wilbers System bis zum Erscheinen, die Langversion wäre "A brief History of Everything", auf Deutsch glaube ich "Kleine Geschichte des Kosmos".
Wenn man Wilber nicht kennt, dann muss man schon jede Seite einzeln verdauen und sich genau einprägen, dies ist im Gegensatz zu "A brief History" kein Buch, das man mal eben im Zug lesen kann, wenn man kein Genie ist.

Und deswegen ein Punkt Abzug, denn die deutsche Übersetzung, die ich als Geschenk gekauft habe, hinkt recht unerklärlich dem Original hinterher. Der oberflächliche Vergleich ergab keine Fehler, aber irgendwie verliert das Buch an Kraft und Freude. Wenn Sie können, lesen Sie lieber "Marriage of Sense and Soul", schon allein der Titel hat da eine ganz andere Konnotation ...
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am 28. Dezember 2008
Die positive Vision dieses Buches lautet: Die tradierte Spaltung zwischen Naturwissenschaft und Religion kann überwunden werden. Nicht im Sinne einer Unterschiede vernachlässigenden und Gemeinsamkeiten erzwingenden Fusion, sondern durch ein intelligentes und offenes Modell der Erkenntnis von Tatsachen. Der Leser ist aufgefordert mitzudenken, mitzuforschen und mitzumeditieren, mitzubeten und mitzuerkennen, teilzuhaben am Abenteuer der Selbst- und Welterkenntnis. Naturwissenschaft und Religion als Denkdisziplinen verstanden, liefert das Buch einen Beitrag zum aufrichtigen Dialog zwischen diesen Disziplinen. Und es liefert scharfsinniges und tiefgründiges Material für den aufrichtigen Monolog mit sich selbst, für den göttlichen Dialog unserer Existenz. Möge das Buch geneigte Leser finden.
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am 28. Juli 2009
Es ist eines, daß Naturwissenschaft und Religion möglicherweise koexistieren ,dies aber meist im Schatten von gegenseitigem Nichternstnehmen, Spott, Häme oder Mißgunst. Etwas anderes aber ist es, daß es Potential gibt, daß sich beide die Hand reichen, die Erkenntnisse des jeweilig anderen integrieren und sich gegenseitig in Würde begegnen können. Dies ist m.E. der Unterschied, den Ken Wilber akribisch aufzeigt und wo sein Werk als Meilenstein ansetzt.
Daß sich (christlich-)mythengläubige Menschen dabei auf die Füße getreten fühlen, weil angezweifelt wird, daß ihre (sich sicherlich früher oder später überlebende - weil die Rationalität schließlich die Mythengläubigkeit transzendiert) Sichtweise nicht mehr das Höchste ist und jemand, der das nicht so sieht, aus deren Sicht dadurch zum Atheist wird, ist sicherlich schwer zu vermeiden. Doch heißt das nicht, daß all die Mythen unnütz sind, es wird ihnen lediglich der Platz zugewiesen, der ihnen angemessen ist, was heißt, daß sie als Allegorien und Metaphern herhalten können. Aber bitte nicht wortwörtlich nehmen...
denn wer heute noch einem 'aufgeklärtem' Menschen glaubhaft versichern möchte, daß Mose tatsächlich das Rote Meer geteilt hat oder daß Laotse erst im Alter von 900 Jahren starb, erntet zu Recht Unverständnis oder die Reaktion, daß das doch nicht ernst gemeint sein kann.
Wie auch die Theologie im gesunden Fall nur einen kleinen Bereich des Sprituellen ausmachen kann, nur die Auskleidung der spirituellen Erfahrungsraumes erfüllen kann, anstatt - wie leider so häufig - für die Essenz in den Religionen gehalten wird. Was in erster Linie auch im Interesse der Institution Kirche war und ist - und deswegen durch diese betrieben und forciert wurde - um ihren eigenen Machtanspruch zu festigen, sich ihre Mitglieder gefügig zu machen, und dadurch den Glauben zu verbreiten, diese Institution sei unverzichtbar.

Das Werk ist m.E. auch gut zum Einstieg in Wilbers Gedankenwelt geeignet, da es gut lesbar ist und auf Fußnoten verzichtet(wie ja insbes. in 'Eros,Kosmos,Logos' in großem Ausmaß), zumal auch hier das Quadrantenmodell anschaulich erklärt wird, was das elementarste von Wilbers Modellen sein dürfte.
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am 6. März 2013
Ken Wilber weist auf die Spaltung zwischen moderner Wissenschaft und Religion hin um sie schliesslich miteinander zu versöhnen. Der vermeintliche Gegensatzwird dabei schon in der von Wilber postulierten "Kette des Seins" aufgehoben und er hätte es damit auch schon bewenden lassen können. Was folgt ist eine trockene, klugschwätzerisch anmutende philosophische Akrobtaik, die für den Leser kaum etwas erhabenes beinhaltet und letztlich keinen Einfluss auf die erwünschte Erkenntnis zu nehmen im Stande ist. Ludwig Wittgenstein formulierte einmal in selbstkritischer Haltung das Folgende: „Nach manchen missglückten Versuchen, meine Ergebnisse zu einem solchen Ganzen zusammenzuschweißen, sah ich ein, dass mir dies nie gelingen würde. Dass das Beste, was ich schreiben konnte, immer nur philosophische Bemerkungen bleiben würden; dass meine Gedanken bald erlahmten, wenn ich versuchte, sie, gegen ihre natürliche Richtung, in ‚einer’ Richtung weiterzuzwingen." Im Falle dieses Buches von Ken Wilber wäre diese Einschätzung angebracht. Wer sich für das im Buchtitel zu erwartende Thema interessiert wird vermutlich mehr Freude im Werk "Das holographische Welbild" finden, in dem auch Ken Wilber ( als Autor und Herausgeber ) zusammen mit David Bohm, Fritjof Capra, Marilyn Ferguson, Karl H. Pribram u. a. ihre Anschauung zum Besten geben. Darüber hinaus empfehle ich die Autoren Brian Greene und Amit Goswami. Es sei dahingestellt, ob meine Kritik einem unfruchtbaren Boden oder der Unzulänglichkeit dieser Saat geschuldet ist.
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In diesem Werk unternimmt Wilber den Versuch, dem naturwissenschaftlich gebildeten Menschen "Religion" als einen anderen, aber dem empirisch-wissenschaftlichen Weg ähnlichen Erkenntnisweg vorzustellen. Er verweist dabei auf die kontemplativ-meditativen Übungswege der Religionen. So wie in der Naturwissenschaft durch intersubjektiv festlegbare Untersuchungsgegenstände und reproduzierbare Methoden wiederum intersubjektiv vermittelbare Ergebnisse entstünden, fuße auch die Religion, verstanden als geistiger Übungsweg, auf spirituellen Methoden, mit denen man zu intersubjektiv übereinstimmenden Ergebnissen des Erlebens kommen könne - und auch die Termini der religiösen Traditionen, wie etwa das Wort "Erleuchtung" oder "Verwirklichung" seien dann einem intersubjektiven Austausch zugänglich, vorausgesetzt natürlich, die Ergebnisse der kontemplativen Übungen hätten die selben Ergebnisse gezeitigt, die dann als Referenten im Diskurs zur Verfügung stünden.
Wissenschaft und Religion seien deshalb zwei verschiedene empirische Erkenntniswege, die beide über die Merkmale "Paradigma", "direkte Erfahrung" und "intersubjektive Übereinstimmung" verfügten. All dies wird, wie bei Wilber nicht anders zu erwarten, in sein integrales System der menschlichen spirituellen Evolution eingebettet - und Wilber vergisst natürlich auch nicht, die Moderne, welche die empirischen Wissenschaften ermöglicht haben, in ihrer Würde gegenüber der Welt der "Tradition" zu verteidigen.
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am 14. Juli 2015
Das ist ein Buch, welches ich besonders der Frau Merkel empfehlen würde. Eigentlich ist es einfach. Empathie ist der Schlüssel. UND: Sei einfach still!
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am 25. März 2014
soweit ich es gelesen habe, ist es ein sehr hilfreiches buch, zusammenhänge zu erkennen bzw. zu erfassen, die man sonst nicht gesehen hätte.
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am 25. Mai 2013
Dieses Buch ist mehr als entbehrlich. Für Laien, die nicht Philosophie studiert haben, unlesbar. Man quält sich durch die Seiten und hofft auf Besserung, aber der Stil bleibt leider bis zum Schluss unverändert.
Ich würde dieses Buch wirklich niemanden empfehlen.
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am 16. Oktober 2005
Man hat sich in anderen Stellen über den Inhalt ausgelassen, hier noch ein paar Ergänzungen zum Stil:
Wilber folgt dem (manchmal sophistisch anmutenden) Argumentationsstil einiger seiner amerikanischen Kollegen, in dem er Behauptungen in die Welt setzt, diese aber nicht mit Belegen unterfüttert. Er hat halt Recht mit seiner Ausführung. Punkt. Wer ihn kritisch hinterfragen möchte, dem ist dies nur indirekt möglich: er/sie sollte ebenso belesen sein wie Wilber. Und wer sich ernsthaft mit Philosophie beschäftigt, sollte kritisch lesen (können). Aber neben den o.g. Belegstellen fehlen auch bibliografische Hinweise, so daß man erraten muß, welches geistige Universum sich da der Autor ersonnen hat.
Man muß ihm also glauben, und da wären wir bei der Religion angelangt. Somit hat er durch Unschärfe das erreicht, was er an anderer Stelle eigentlich erreichen möchte: Die Verquickung von Wissenschaft und Religion.
Die zwei Sterne gibts für die teilweise gelungenen Zusammenfassungen. Man bekommt für viel Geld einen netten Überblick. Mehr nicht.
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