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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
33
4,2 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 6. Juli 2009
Schon als Kind sammelte Carolina de Robertis Geschichten. Als sie zwölf Jahre alt war, erzählte ihr Vater ihr alle ihm bekannten Geschichten über die eigene Familie. In ihrem ersten Roman hat sie die Schicksale der Frauen ihrer Familie und einiger Freunde verarbeitet. Schauplatz ist Südamerika, hauptsächlich Montevideo.

Beginnend mit der Geschichte der Urgroßmutter Pajarita führt sie ihre Leser von der Jahrhundertwende 1900 bis zum Ende des 20. Jahrhunderts, durch bewegte Jahre der südamerikanischen Geschichte. Eine interessante Mischung, die mit mystischen Ereignissen beginnt, als Pajarita noch auf dem Land wohnt. Später wird das Leben der Frauen durch den Umzug in die Stadt Montevideo, sowie die sozialen und politischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts geprägt. Während Pajarita noch Analphabetin ist, wird ihre Tochter Eva Dichterin und Evas Tochter Salomé wiederum hat die Möglichkeit, an der Hochschule zu studieren.

"Aber Töchter werden nicht so, wie man sie zu formen versucht, das wusste sie selbst am besten." schreibt die Autorin über Eva und beschreibt damit sehr treffend die Mutter-Tochter-Beziehungen in diesem Roman. Männer spielen in diesem Roman keine große Rolle, weder als Väter, Ehemänner noch Brüder.

Besonders gut gefallen hat mir die oft poetische und originelle Sprache, die Carolina de Robertis verwendet, sowie die warmherzige Schilderung des Alltaglebens, der sich teilweise kaum verändernden Sitten und Gebräuche. Maté-Tee gehört in allen Generationen genauso dazu wie Empanadas und einige andere Gerichte.

Insbesondere in der zweiten Hälfte habe ich mir eine Zeittafel gewünscht, weil ich mit der Geschichte Uruguays und Argentiniens nicht sehr vertraut bin. Ein Vor- oder Nachwort der Autorin wäre auch interessant gewesen. Auf der Homepage von Carolina de Robertis ist ein längeres und sehr interessantes Interview mit ihr.

Ein bemerkenswertes Erstlingswerk, bei dem mir den Einstieg etwas schwer fiel, das mit zum Ende hin immer besser gefiel. Einen Stern Abzug für den etwas spröden Anfang und die fehlende Zeittafel.
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am 8. April 2010
Carolina De Robertis Debüt wartet mit Emotionen, Emotionen und Emotionen auf. Ihre Sprache ist eine verspielte - zumal blumig und kitschig, zumal sehr bildlich - die einen bestechenden Uruguay-Sog entwickelt, Gerüche, Temperaturen und Alltagsgeräusche wahrnehmen lässt und mir meine eigenen Anwesenheit in Montevideo vorgaukelt.

Doch Vorsicht: In ihrem Generationenroman beschreibt sie das Leben von Großmutter, Mutter und Enkelin - dreier sehr unterschiedlicher, doch unheimlich starker Persönlichkeiten - und ihre Kämpfe: Mit Männern - den eigenen und anderen - mit der Gesellschaft und dem Ansehen, mit der Politik, den Machthabern, schließlich den Militärs. Männer stehen in ihrem Roman generell unter einem matten Licht. Sie lieben, bis die Liebe zu Ende ist und befreien sich, in die Enge getrieben, durch häusliche Gewalt, oder werden selbst zu Frauen (damit bin ich nicht ganz einverstanden).

Sehr übersichtlich ist die Gliederung der drei Lebenswege, öfter vorhersehbar die Handlung - wenn Liebe im Spiel ist - doch hin und wieder unerwartet überraschend. Auch die politische Entwicklung Uruguays kommt zu Wort, zuerst nur schleppend und oberflächlich (Perón in Argentinien findet einen Platz im Roman, Ernesto Guevara tritt als junger Arzt bei einer Entbindung in Erscheinung, ...), übernimmt sie im dritten Teil das Ruder, wird sehr deutlich und erschreckend brutal.

Resümee: Eine kitschiger, aber unheimlich fesselnder Generationenroman in einem mir unbekannten Land. Mitreißender Erzählfluss ohne Unstetigkeitsstellen; das eine oder andere Manöver lässt mich die Stirn runzeln; Wohl nicht für Männer geschrieben; Trotz alle Kritik, klebt der Roman in der Hand, bis die letzte Seite gelesen ist, entwickelt eine sehr starke Beziehung zu allen Protagonisten und ist einfach unheimlich schön zu lesen.

Ob Kitsch, oder nicht: einfach klasse!
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am 28. Juni 2009
Sie haben ein freies Wochenende? Fernweh? Lust, ein fast unbekanntes Land kennenzulernen?
Dann lesen Sie "Die unsichtbaren Stimmen".
Drei Frauenschicksale in Uruguay, Mutter, Tochter, Enkelin, werden in diesem Schmöker ausgebreitet. Die Mutter hat nie schreiben gelernt, die Tochter wird Dichterin und die Enkelin setzt für die Revolution ihr Leben aufs Spiel. Drei willensstarke Charaktere vor den Farben, Geräuschen und Gerüchen Südamerikas dargestellt in einer kraftvoll glänzenden Sprache, toll übersetzt und mit hohem Suchtfaktor, das alles sind für mich "Die unsichtbaren Stimmen" von Caroline de Robertis.
Und sie sind noch mehr: Dieser Roman erzählt drei ganz ungewöhnliche Liebesgeschichten, er erzählt von Zauberei, Transsexualität, von Treue und Verrat, von dem Glück, sich in einer großen Familie geborgen zu fühlen und immer wieder von der unbedingten Liebe einer Mutter zu ihren Kindern, die in Handlungen von großer Eindringlichkeit sichtbar wird und zeigt, dass Mütter nicht nur Leben schenken, sondern auch Leben retten können.
"Die unsichtbaren Stimmen" ist ein Roman, den Isabel Allende lieben müsste. - Und er hat den ergreifendsten Schluss, den ich seit Jahren gelesen habe.
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am 16. September 2009
Schon nach wenigen Seiten hatte das Buch mich in seinen Bann gezogen. Drei Frauen aus drei Generationen einer Familie in Uruguay, die sehr verschiedene Wege gehen, stehen im Mittelpunkt der Handlung. Drei Schicksale, die die neuere Geschichte des Landes mit all seinen Problemen widerspiegeln. Es sind Frauen (und Männer) aus Fleisch und Blut, die hier handeln, mit all ihren Stärken und Schwächen. Häufig habe ich mich beim Lesen gefragt. Was hätte ein solches Leben mit mir gemacht? Was hätte ich getan in der einen oder anderen Situation? Mit diesen realitätsnah und vielschichtig angelegten Charakteren identifiziert man sich während des Lesens und lernt nebenbei viel über jüngere südamerikanische Vergangenheit und welche Umstände das Leben dort prägten. Faszinierend und spannend und bis zum Ende beeindruckend.Die unsichtbaren Stimmen
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am 1. Februar 2012
"Soeben habe ich die unsichtbaren Stimmen sanft zugeklappt, aber eben diese unsichtbaren Stimmen leben in mir weiter." Dieser Satz einer anderen Rezensentin (Binea) fasst das in Worte, was ich heute morgen fühlte, als ich dieses schöne, starke Buch zuklappte. Ich hatte etwas Leichtes für schlaflose Nächte erwartet, doch das Buch ist tief, poetisch, an vielen Stellen nicht zum Schnell-Lesen geeignet, eher zum Fühlen und Nachklingen-Lassen. Die Abschnitte über die wechselhafte, teils sehr traurige Geschichte eines wunderschönen Landes mag für manche Leserinnen langweilig oder gar langatmig sein, mich hat sie interessiert, da ich westlich von Uruguay geboren wurde und nordöstlich von dort aufwuchs. Und als Kind die Schrecken der Tupamaros fürchtete. Dieser poetisch-magisch-realistische Erzählstil gefällt mir auch an Isabel Allende und mit dieser kann Carolina di Robertis es locker aufnehmen. Inzwischen habe ich zu viele Allendes gelesen, manche der letzteren kamen mir gar krampfhaft geschrieben vor, doch hier kommen schöne Erinnerungen ans Geisterhaus hoch, das ich vor langer Zeit am Strand in Brasilien gelesen habe. Es mag zwar der deutliche große Bogen, der die drei Frauen verwebt, fehlen, jede lebt ihr Leben sehr unterschiedlich, doch man kann das Buch wie drei Bücher lesen und immer wieder tauchen "alte Bekannte" auf. Alles in allem keine leichte Kost, dafür viel Poesie (teilweise unglaublich schöne Sätze die manchmal wie Musik klingen, ein riesiger Dank für diese Übersetzungskunst!)
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am 24. Juli 2009
Das Cover verspricht vieles, wenn es in der Masse der anderen Bücher auf den Stapeltischen liegt. Selten so ein schönes Cover gesehen. Inhaltlich endlich wieder ein großer Frauenroman, der die Geschichte einer Familie bzw deren Frauen über drei Generationen erzählt. In Südamerika spielend und auch vom Thema an Allende erinnernd, ist dies wirklich ein wunderschönes Buch, in das man eintauchen und wegtauchen kann. Und mit der ergreifenden Endszene in den eigenen Tränen schwimmen kann. Wunderbar und ich hoffe, die Autorin schreibt uns mehr solcher tollen Bücher!
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am 12. Mai 2010
Die Lebensgeschichten und Schicksale dreier Frauen und auch dreier aufeinanderfolgender Generationen (Großmutter, Mutter und Enkelin) werden hier wundervoll erzählt, obwohl die Erlebnisse zum Teil sehr grausam sind. Der Roman wirft die Fragen auf: Wie wichtig ist die Mutter-Tochter-Beziehung? Ist sie überhaupt wichtig? Es müsste eine Fortsetzung geben, in der die Urenkelin, die auch schon eine wichtige Rolle in "Die unsichtbaren Stimmen" hat, weiterlebt.
Das letzte Drittel des Romans ist atemberaubend spannend, die geschichtlichen (Militärdiktatur in Uruguay), menschlichen und emotionalen Einblicke in diesem Buch sind einfach fantastisch. Ein fesselnder Roman!6 Sterne
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am 30. Dezember 2010
Ich bin geschockt, allerdings nicht über das Buch, sondern viel mehr über einige Rezessionen meiner Vorschreiber.
Hier beklagt sich doch tatsächlich jemand darüber, dass das Buch zu viele ausländische Namen enthält um gut zu sein. Ja, also was hatte man denn erwartet, wenn man sich ein Buch über Uruguay kauft. Uruguaynische Schönheiten heißen halt selten Monika oder Sabine. Desweiteren wird hier öfter bemängelt, dass Buch habe einen schlechten Schreibstil. Also, ich hab Literatur studiert und lese sehr viel und es kommt mir leider eher selten ein Buch unter, welches so einen guten Schreibstil hat. Ich hab viel mehr das Gefühl, dass hier einige Rezensenten dieser anspruchsvollen Literatur nicht gewachsen sind. Die Autorin drückt sich in einer sehr malerischen Sprache aus, gepaart mit sehr viel Liebe zu den Protagonisten. Und auch wenn es hier einen Vorredner gab, der behauptet, dass es eine Frechheit sei, dass der Verlag behauptet, das Buch erinnere an das Geisterhaus, war genauch das mein erster Gedanke beim Lesen. Die Story ist zugegebener Maßen nicht neu, allerdings kommt es ja immer darauf an, was man daraus macht, und ich finde, dass Carolina de Robertis das Beste daraus gemacht hat und mit ihrem Schreibstil eine wirklich lesenswerte Lektüre hervorgebracht hat.
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am 1. November 2012
Wie einige Rezensenten schon vor mit, habe auch ich noch die "unsichtbaren Stimmen" im Kopf, nachdem ich das Buch beendet habe. Selten habe ich ein so tolles, bewegendes Buch gelesen. Der Einstieg in Pajaritas Geschichte fiel mir, im Gegensatz zu einigen anderen Vor- Schreibern, gar nicht schwer. Ich war sofort in der Geschichte und habe mich Seite für Seite mitreissen lassen. Dass das Buch kitschig ist, finde ich überhaupt nicht. Mein erster Gedanke war, nachdem ich es zu Ende gelesen habe, wow, so eine tolle Story ohne Kitsch. Mich hat es eher erschreckt, was die drei Frauen in ihrem Leben alles mitmachen mussten. Bei Pajarita und deren Tochter Eva fing dieses schon in der frühesten Kindheit an, so wurde die eine mehr oder weniger verflucht, weil die Mutter bei deren Geburt verstarb, die andere mit 10 Jahren von der Schule genommen, um arbeiten zu gehen. Dort wurde sie vom Freund des Vaters, der auch noch der Ladenbesitzer war, misshandelt. So flüchtete sich die junge Eva in die Welt der Worte und wird später eine angesehene Dichterin.
Salomes Erfahrungen mit den Tupamaros waren eher schockierend als in irgendeiner Art kitschig.
Mich hat das Buch stark an den "Jungen der Träume schenkte" erinnert, hier allerdings mit drei absolut starken Protagonistinnen. Der Schreibstil war für mich genau richtig, mir fiel es schwer, das Buch aus der Hand zu legen.
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TOP 500 REZENSENTam 16. November 2010
Pajarita ' Eva ' Salome

' so sind die drei großen Abschnitte des Romans überschrieben. Die Geschichte handelt von diesen drei Frauen der Familie Firielli, jede stellvertretend für eine andere Generation. Fasziniert hat mich der Erzählstil der Autorin, denn er verändert sich, wie die Zeit und die Protagonisten selbst. Ist er bei Pajarita noch von magischen Momenten und mystischen Geschichten geprägt, ganz in alter südamerikanischer Tradition, wird Evas Schicksal in einer bildhaften Sprache und sehr melancholisch geschildert, manchmal distanziert, dann wieder sehr eindringlich. Bei Salome werden die Leser mit der sachlichen Schilderung einer harten Realität konfrontiert.

Das Ende wiederum ist zauberhaft und gibt dem Roman die richtige Abrundung.

Drei starke Frauen, die mit ihren Problemen wachsen, die ihre große Familie und sich gegenseitig lieben, aber trotzdem letztendlich alleine und nur sich selbst verantwortlich sind, ihre Erlebnisse vor einem packenden geschichtlichen Hintergrund, der leider in der Handlung oft ein wenig zu kurz kam. Die Autorin hat hier, mit Abstrichen, ein starkes, zum Teil autobiographisches Debüt, vorgelegt. Hat man sich erst einmal eingelesen, fesselt dieser vielschichtige Roman bis zur letzten Seite.
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