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Kundenrezensionen

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am 22. Januar 2012
Ich selbst studiere Geowissenschaften und Biologie.
Das Buch ist sowohl für Einsteiger in das Thema, als auch für Fortgeschrittene anschaulicher und hochinteressanter Lesestoff. Dem Leser werden vielseitige Einblicke in die wichtigsten Aspekte des Tropischen Regenwaldes eröffnet, eines der komplexesten und außergewöhnlichsten Ökosysteme der Erde.
Neben der Vermittlung grundlegender Basisfakten beschreibt Reicholf zahlreiche verblüffende Details zu Tieren und Pflanzen. Jeder Tiergruppe widmet er ein eigenes Kapitel (Vögel, Insekten, Schlangen, etc.). Evolutionäre Prozesse werden aufgezeigt und globale Vergleiche angestellt.
In einer Art Spannungsbogen wird immer wieder das Thema Artenvielfalt und Nährstoffmangel aufgegriffen bis schließlich in einem Abschlusskapitel die zentralen Zusammenhänge aufgedeckt werden. Dabei wird sehr deutlich wie das Ökosystem Regenwald funktioniert und warum es so empfindlich gegen Eingriffe reagiert.

Kritikpunkte: Das Buch ist leicht tierlastig. Mir kommen die Pflanzen etwas zu kurz. Während einzelnen Tiergruppen ganze Kapitel gewidmet werden, gibt es keine Kapitel wie etwa: "Bäume", "Bodenpflanzen/Hygrophyten", "Flechten", "Moose", "Pilze". Diese Themen werden nicht erschöpft. Hier fehlen bis auf die tolle Beschreibung der Epiphyten detaillierte morphologische und systematische Einblicke. Auf die Probleme der Waldbodenpflanzen (Hygrophyten...Transpirationsmaximierung) wird nicht eingegangen. Auch die Bestandsklimate der verschiedenen Baumschichten werden nicht diskutiert. Lateinische Artnamen wendet Reichholf nur bei den Tieren an. Über einige der Baumriesen könnten ruhig ein paar Worte verloren werden, wie etwa den Kapokbaum (Ceiba pentandra).

Fazit: Gelungene Gesamtschau zum Thema Regenwald! Naturwissenschaftliche Fakten interessant vermittelt! Sehr empfehlenswert!
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am 18. Juli 2011
Das Buch ist sehr gut geeignet, um sich ausführlich über den Regenwald zu informieren. Alles wird genau beschrieben:
- wie die Tiere leben
- wie die Pflanzen wachsen
- wie da Ökosystem funktioniert
- ...
In dem Buch stehen auch Informationen über die Regenwaldabholzung, aber da hätte der Autor noch etwas deutlicher darauf eingehen sollen.

Fazit:
Wer sich für den Regenwald interessiert sollte dieses Buch auf jeden Fall gelesen haben!
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am 2. April 2013
Sehr gut strukturiert von den Grundfesten bis ins Kleinste hinein und mit großer Akribie hat Herr Reichholf sehr anschaulich die Thematik Regenwald dem Leser überbracht. Bei mir stellte sich schon nach den ersten 20 Seiten - wenn ich mich recht entsinne - die Einstellung ein, weniger Fleisch zu essen. Wieso? Das erfahren sie, sollten sie das Buch lesen. ;)
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am 20. November 2012
Auch ich als "Hobby Regenwaldforscher" fand das Buch äusserst Interessant und Aufschlussreich.
Werd es nochmals lesen!
Es lässt sich wirklich gut lesen, ist kurzweilig und auf jeden Fall eine Empfehlung wert.
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am 12. März 2012
Josef H. Reichholf bringt in diesem Buch mal wieder alle Fakten auf den Punkt. Verständlich und logisch argumentiert werden hier die Zusammenhänge im Kreislauf des artenreichsten Biotops unserer Erde dargelegt. Trotz einiger abschweifenden Herleitungen und Wiederholungen ist Reichholfs Schreibweise nie abgehoben und auch für den einfachen Natur-Interessierten zu begreifen. Und auch nach zwanzig Jahren seiner Erstauflage hat dieses Buch und sein Inhalt nichts von der Dringlichkeit verloren, diese "Grüne Hölle" für zukünftige Generationen zu schützen und erhalten!
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am 4. September 2015
Folgende Thesen wurden von Biologen für den Lebensraum tropischer Regenwald aufgestellt.
1. Es gibt eine geringe Artendichte. Von einer Art gibt es wenige Individuen. Sie sind also sehr selten.
2. Es gibt eine große Artenfülle.
3. Es gibt eine ausgeprägte Mimikry, d.h. Nachbildung von giftigen Arten, ohne selbst giftig zu sein
4. Es gibt eine Knappheit an Nahrungsressourcen
5. Es gibt einen ausgeprägten Langsamwuchs bzw. lange Entwicklungszeiten vom unfertigen zum fertigen Tier.
6. Der tropische Regenwald ist ein geschlossener Regelkreislauf der Ressourcen. Er verträgt daher nur minimale Eingriffe von außerhalb.
7. Der tropische Regenwald eignet sich für Menschen nicht als Lebensraum und nicht zur Ausbeutung. Menschen, die in ihm von ihm leben wollen, müssen sich in die Mängelwirtschaft einfügen. Eine progressive Produktivität ist ausgeschlossen.

Ich habe viele Regenwaldgebiete dieser Erde besucht und kann bestätigen, dass diese Thesen nicht der eigenen Wahrnehmung widersprechen. Man kann viele Stunden durch den Regenwald streifen, ohne viele Tiere gesehen zu haben, wenn man einmal von den kleineren Insekten absieht. Es wimmelt ganz gewiss nicht von Schlangen, es gibt keine Vogelschwärme und kein Gesangskonzert wie in unseren Wäldern im Frühjahr, Großtiere sind extrem selten. Was auffällt, ist der große Artenreichtum an Pflanzen und der Kleinstlebewesen und deren verblüffende Formenvielfalt.
Evolutionsbiologen versuchen diese Thesen aus der Evolutionstheorie zu erklären. Sie stoßen dabei auf Erklärungslücken und Rätsel, die unlösbar scheinen.
Wenn wenige Individuen einer Art existieren, ist Evolution, die ja durch eine Akkumulation zufällig „richtiger", zufälliger Erbänderungen zustande kommen soll, weil die Evolution keine ausreichend große „Spielweise" hat, weniger wahrscheinlich als bei einer großen Individuenzahl. Dann kann aber auch die Artenvielfalt nicht bei dieser Seltenheit der einzelnen Arten zustande kommen.
Evolutionsbiologen denken hier gegen die Logik, denn sie sagen, die geringe Häufigkeit würde die Evolutionsraten beschleunigen. Sie sind zu solchen Aussagen gezwungen, weil sie sich die Entstehung der Arten nur durch Evolution vorstellen wollen.
Wenn Evolutionsbiologen folgern, dass die perfekte Tarnung in der Mimikry die ungiftigen Nachahmer der giftigen Art dazu „zwingt", selten zu bleiben, weil ihr Überhandnehmen den „Vorteil" des Nichtgefressenwerdens verlieren würde, dann ist das ein Beispiel dafür, wie leicht man Ursache und Wirkung verwechseln kann. Es wäre nämlich viel einfacher, auf die Mimikry gleich ganz zu verzichten, wie es unzählige andere Arten auch tun, denn seltene Arten werden immer auch selten gefressen. Genauso wie es viel einfacher wäre, als giftige Art auf die auffällige Warnfärbung zu verzichten, denn auch für sie gilt das Gleiche, da sie selten sind, werden sie auch selten gefressen. Mit anderen Worten, der Selektionsdruck ist hier gar nicht das Entscheidende. Seltenheit, Arten- und Formenreichtum müssen andere Gründe haben.
Es scheint so, dass der tropische Regenwald ein lebendiger Organismus ist, der sein genetisches Potenzial, um sich als Ganzes am Leben zu halten, dem jeweils aktuellen Zustand entsprechend, ausgereizt hat. Während Lebensräume außerhalb des tropischen Regenwalds mehr im Fluss sind und sich deshalb dort auch eine Überflussproduktivität einstellen kann, bewahrt der tropische Regenwald mit seiner charakteristischen Identität als (nahezu) geschlossener lebender Organismus seine Lebenssphäre. Er haushaltet streng mit seinen Ressourcen, die Nährstoffe sind in einem Kreislauf, aus dem von außerhalb nichts abgezweigt werden kann, weil keine Überschüsse produziert werden. Und doch gibt es so optisch auffällige und formenreiche Arten wie Orchideen oder Rieseninsekten, Paradiesvögel und Kolibris, die noch dazu viel länger zu ihrer Entwicklung und ihrem Wachstum brauchen oder eine komplizierte Fortpflanzungsweise haben. Dies ist die Art „Überschuss", die der Regenwald vorzuweisen hat, als ob aus dem Mangel der Mittel ein genialer Künstler, der zugleich Erfinder sein muss, einen Beweis seiner Größe geben müsste. Der perfekte Ökonom ist der, der aus möglichst wenig, möglichst viel macht. Bei menschlichen Gesellschaften ist das freilich unmöglich.
Der Regenwald ist ein besonderer Ort, weil er keine Eingriffe von außen duldet und Zugaben nicht benötigt, ein Überrest einer vielleicht für Mensch, Tier und Pflanze in sich geschlossenes, harmonisch sich selbst regulierendes Biotop. Nur wenn etwas von außen eindrang, um Raubbau zu betreiben, konnte der Ort aus dem Gleichgewicht geraten. Geradeso wie die Regenwälder dieser Erde, die auf die Eingriffe durch profitgierige Menschen mit Artensterben antworten. Die Regenwälder werden abgeholzt. Hat man sich so die unausschöpfliche Apotheke an medizinisch wertvollen Gewächsen des Urwaldes erschlossen? Abgesehen davon, dass man Bäume nur dann wieder erfolgreich anpflanzen kann, wenn die Rahmenbedingungen stimmen, sind die verschwundenen Arten unwiederbringlich verloren. Damit ist aber auch das ursprüngliche Gefüge, dessen Reichtum nicht genutzt, sondern verheizt wurde, nicht wiederherstellbar. Das Ganze ist schon deshalb mehr als der Teil, weil der Teil ohne das Ganze nicht bleiben kann.
Der tropische Regenwald wird einmal als „grüne Hölle", dann wieder als "Paradies" bezeichnet. Vielleicht war er einmal ein dem „Garten Eden" ähnlicher Ort, in dem die „höllischen" Ausprägungen noch nicht vorhanden waren. Dann wäre er ein ursprünglicheres Refugium der Arten gewesen als die anderen Lebensräume dieser Erde.
Dass die Menschen ausgerechnet den artenreichsten und am wenigsten erforschten Lebensraum der Erde vernichten, zeigt wie respektlos sie mit der Schöpfung umgehen. Mangel an Achtung und Verantwortungslosigkeit ergänzen sich zu einer Potenz des Übels, die zur Selbstzerstörung führen können. Dabei zeigt die Schöpfung bereits im Mikrokosmos, dass nicht Zerstörung, sondern die Entfaltung des Lebens planmäßig angelegt ist.
Ein Beispiel aus dem Buch, bei dem die zwingenden Schlüsse nicht gezogen werden. Passionsblumen bemerken, wenn Schmetterlingseier auf ihren Blättern abgelegt wurden. Sie produzieren dann Alkaloide, die für die kleinen Raupen der Heliconius-Falter nicht verträglich sind. Deswegen legen manche Heliconius-Falter (z.B. Dryas julia) ihre Eier nur an abgestorbene Ranken. Dann bemerken die Passionsblumen die Eier nicht und die jungen Raupen können doch mit dem Fressen beginnen.
Nach der Evolutionslehre geschieht alles zufällig und ungerichtet, also ziellos und unter dem Druck der Selektion. Doch wie kann dann der Falter überlebt haben, wenn er noch nicht auf die Idee gekommen war, dass er seine Eier in den abgestorbenen Ranken ablegen muss? Das bedeutet, dass die Auslese nicht zu der Entwicklung der neuen Verhaltensweise geführt hat. Auch hätte nach der Evolutionslehre die Passionsblume die Alkaloide zwingend entwickeln müssen, um zu überleben. Dass das nicht stimmen kann, sieht man schon daran, dass ja der Falter das Alkaloid-Problem gelöst hat. Die Passionsblume hätte sich das quasi ersparen können. Hier hat offensichtlich kein Selektionsdruck gewirkt, denn die Pflanze überlebt ja weiter. Das kommt auch dem Falter zugute, denn der braucht sie als Fresspflanze für seine Raupen. Also auch hier gilt: Anpassung ja, Veränderung ja, aber nicht zufällig, sondern sehr zielgerichtet, raffiniert, beinahe verspielt und überaus kompetent. Es geht eben nicht nur ums Fressen und Gefressenwerden sondern auch ums Leben und Leben lassen.
Es soll auch Passiflora-Arten geben, die die Eiablage der Schmetterlinge dadurch zu verhindern versuchen, indem sie an der Stelle, wo Schmetterlinge gewöhnlich ihre Eier ablegen, Wucherungen bilden, die wie Eier der Heliconia-Falter aussehen. Das hat zur Folge, das keine weiteren Eier von Schmetterlingen abgelegt werden. Hier noch von Zufall und Notwendigkeit zu reden wie der Autor sprengt jeden noch so weit gesetzten Rahmen der Glaubwürdigkeit.
Man muss sich aber fragen, woher „weiß" die Pflanze, dass aus Schmetterlingseiern ein Problem auf sie zukommt? Woher nimmt sie den Entschluss und das Know-How, etwas dagegen zu unternehmen? Sie muss ja wissen, wie man diese Eier täuschend nachmacht und muss es auch noch umsetzen! Die Evolutionstheorie sagt: das geschieht rein zufällig. Doch das Reaktionsrepertoire mit dem Einfallsreichtum der Passiflora-Arten ist noch lange nicht erschöpft. Sie können auch eigens für die Eiablage der Heliconius-Falter reduzierte Blatteile wachsen lassen, die sie dann abwerfen, sobald die Schmetterlinge ihre Eier darauf abgelegt haben.
Der tropische Regenwald enthält unzählige Millionen von unlösbaren Problemen für Evolutionstheoretiker. Man schätzt, dass er bis zu einhundert Millionen verschiedene Insektenarten beherbergt - so lange es ihn noch gibt. Und jede einzelne dieser Arten ist ein Phänomen, das selbst wieder Hort unzähliger Einzelphänomene ist. Und für kein einziges kann die Evolutionstheorie eine sinnvolle Erklärung haben, denn die Auslese schafft nicht Neues, sondern beseitigt Vorhandenes. Sie baut nicht auf, sondern ab. Sie ist gewissermaßen die biologische Umsetzung des Entropiegesetzes, wonach in der Natur aufwändige Zustände vermieden werden und überhaupt nur aufrechterhalten werden können, wenn Regelkreisläufe unter intelligenter Steuerung von Energieflüssen in Kraft sind. Das bedeutet auch, dass Leben nur aus Leben entsteht und jedes Lebenskonstrukt aus einem elterlichen Lebenskonstrukt nur dann erwächst, wenn der Übergang in das Lebenskonstrukt bereits integriert ist. Und deshalb legen Schmetterlinge Eier, aus denen Larven schlüpfen, die sich verpuppen, bis die Imago, das zur erneuten Fortpflanzung reife Insekt, geworden ist. Es ist eine Sache der Steuerung, Planung, Intelligenz. Da man nicht annehmen kann, dass dies originär in den Pflanzen und Tieren vorhanden ist, denn es wurde dort kein Organ entdeckt, das zu dieser Leistung fähig wäre, hat man vernünftige Gründe dafür 1 Mos 1,1ff für zutreffend zu halten. Und schon hat man die „unzähligen Millionen von unlösbaren Problemen für Evolutionstheoretiker" mit einem Schlag gelöst.
Das Buch enthält viele interessante Details, aber der Autor zieht teilweise absurde Schlüsse. Er stellt zwar manchmal die richtigen Frage, dann aber auch wieder Fragen, die schon längst und dann auch noch recht einfach beantwortet worden sind. Wenn die Rettung der Regenwälder vom Durchblick der Naturwissenschaftler abhängt, dann ist nichts mehr zu hoffen. Die Tuschezeichnungen sind aus einem anderen Werk entnommen.
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