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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
15
Vatertage: Eine deutsche Geschichte
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 6. Oktober 2014
Ich kann und will nicht alles bis zum "Geht-nicht-mehr" leben und erleben. Vieles erleb e ich auch durch Bücher, nicht direkt, das möchte ich oft auch gar nicht. Aber ich kann mit diesem Buch an vielem teilnehmen.
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am 28. März 2017
Katja Thimm schafft es perfekt einen Ausschnitt aus der Nachkriegszeit und DDR darzustellen. Sehr empfehlenswert auch für Jugendliche, um die Geschichte Deutschlands an einer so persönlichen Erfahrung zu erleben und verstehen.
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am 10. Januar 2013
Es ist ein ergreifendes Buch. Ich habe ein ganz ähnliche Familiengeschichte aufzuweisen und so ergreift einen diese Beschreibung immer wieder. Es erfordert Mut, dieses Buch zu lesen, einfach weil es der Wahrheit entspricht.
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am 8. März 2014
Ein tolles Buch über unsere deutsche Geschichte (Beginn zweiter Weltkrieg bis Neuzeit), eingebunden in eine Vater/Tochter - Beziehung! Vater baut geistig immer mehr ab und erzählt seiner Tochter eine Zusammenfassung seines bewegten Lebens (Flucht als kleiner Junge aus Ostpreußen, Leben in SBZ, Gefängnis in DDR) Unbedingt lesen! Ich habe es schon mehrfach weiterverschenkt!
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am 19. Oktober 2013
Ein sehr berührendes Buch , Katja Thimm schreibt einfühlsam über ihren Vater und begegnet ihm und seiner jeweiligen Lebenssituation mit viel Respekt . . . Ich vergleiche es vom Schreibstil ( nicht vom Inhalt ) mit Arno Geigers
" Der alte König in seinem Exil " .
Sehr empfehlenswert .
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am 26. Mai 2013
Der Autorin ist es gelungen, mit einem sehr schweren Thema sensibel und einfühlsam umzugehen; spannend und ergreifend bis zum Ende.
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am 22. Juli 2011
etwas dazu gelernt. Mehr kann ein Buch doch fast nicht bieten.

Ich bin im gleichen Jahr wie die Autorin geboren und habe mich oft an meine Kindheit und Jugend erinnert gefühlt. Das war schön und hat mich hin und wieder lachen lassen.

Geweint habe ich über den Verfall des Vaters und die Besuche im Krankenhaus und Altersheim. Das habe ich mit meinem Vater auch hinter mich bringen müssen. Da habe ich mehrmals Tränen in den Augen gehabt.

Und nicht zuletzt habe ich etwas über die Flucht und eine Kindheit in Ostpreußen und den Krieg in Ostpreußen erfahren und insbesondere etwas über die erste Zeit der DDR dazugelernt. Ich hatte nicht gewusst, dass man wie der Vater von Frau Thimm als Ostdeutscher in Westberlin studieren konnte und dann eben auch in der DDR inhaftiert werden konnte.

Die Zeit der Haft des Vaters in der DDR war auch sehr eindringlich erzählt.

Ich kann das Buch jedem Geschichtsinteressierten empfehlen. Es ist dabei keine schwere Lektüre und trotzdem gut geschrieben.

Nicht zuletzt herzlichen Dank an den Verlag, dass das Buch auch als Kindle- e- book herausgekommen ist. Bitte mehr davon.
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am 13. April 2011
Auf insgesamt neun Tonbändern hat die Journalistin und Autorin Katja Thimm ihren Vater sein Leben "eine deutsche Geschichte" erzählen lassen. Zunächst muss sie bei dem Vater, der viele Fluchterlebnisse und den Terror des DDR-Gefängnisses, in dem er einsaß, nicht vergessen, aber immer erfolgreich verdrängt hatte, heftige Widerstände überwinden, bis er bereit ist, ihr aus seinem Leben zu erzählen. Erst als er selbst zum hilflosen Pflegefall geworden ist, beginnt der Mann, der sein ganzes Leben so vielem getrotzt hatte zu berichten.

Es ist einmal wieder die zweite Generation, die mit der Aufarbeitung einer verdrängten Geschichte beginnt. Zwar war Horst Thimm nie Soldat, als Angehöriger der "weißen Jahrgänge" hat er jedoch erlebt, wie sein eigener Vater und seine Brüder in den Krieg zogen.

Nun, im Pflegeheim hilflos geworden, beginnt er mühsam zu erzählen, seine Lebenstraumata tauchen auf, und die Tochter versucht zu verstehen. Dabei versteht sie auch ihr eigenes Leben besser, dessen unbeschwerte Kindheit und Jugend sie in eindrucksvollen und stellenweise sehr emotionalen Texten beschreibt.

Es ist eine Art Doppelbiographie, die Katja Thimm da gelungen ist, mit Empathie und Leidenschaft verfasst und gleichzeitig ist ein literarisches Stück deutscher Geschichte vor und nach dem Krieg entstanden, alles eingebettet in eine Gegenwart, die von der Pflege und der Sorge um den dahinsiechenden und von einer Demenz bedrohten Vater dominiert wird.

Ein bewegendes und persönliches Dokument aus der zweiten Generation, aus dem man viel auch über seine eigene Geschichte lernen kann, wenn man in einem ähnlichen Alter ist. Mir ging das jedenfalls so - ich musste sehr oft bei der Lektüre an die eigenen Großeltern und Eltern, an die Gespräche, gelungene und noch mehr misslungene.
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am 3. April 2012
Katja Thimm hat sich mit "Vatertage" auf den Weg gemacht, in zahlreichen Gesprächen mit ihrem Vater Horst Thimm seine Lebensgeschichte aufzuzeichnen. Sie führt die Gespräche mit ihm auf dem Hintergrund seines letzten Lebensabschnitts, zunächst in seiner altersgerechten Wohnung, auf einer Reise in das heutige Polen und später im Pflegeheim. Damit blickt Katja Thimm nicht nur zurück auf das Leben ihres Vaters als Kriegskind, der zu jung war, um selbst an der Front zu stehen und zu alt, um den Krieg nicht bewußt mitzuerleben; zurück auf seine Flucht mit einer auseinander gerissenen Familie aus Ostpreußen nach Eberswalde und später nach Berlin; zurück auf sein Studium in West-Berlin und sein Leben in der DDR; zurück auf seine Haftzeit in und Ausweisung aus der DDR sowie zurück auf sein Bonner Leben als leitender Beamter im Gesundheitsministeriums. Sondern sie beschreibt parallel zu der Lebensgeschichte den Prozess des scheinbar plötzlichen und dennoch stetigen Altwerdens ihres Vaters. Zunächst sind es die leichten Schusseligkeiten, später ist es die Demenz, die auch von ihr als Tochter viel Geduld abverlangt. Und das Verstehen, dass sie plötzlich weniger das Kind des Vaters ist, sondern sich die Rolle des Versorgens gedreht hat.

Die Erzählung des Vater-Tochter-Verhältnis unter dem Eindruck der Demenz berührt den Leser sehr. Katja Thimm beschreibt vieles sonst so Ungesagtes, ohne dabei die nötige Menschenwürde oder Distanz nicht zu wahren. Auch die Privatsphäre der Familie bleibt erhalten. So fragt sich der Leser, erfährt es aber nicht, wieso Horst Thimm das Alter nicht mit seiner Ehefrau verbringt und welche Rolle der Sohn im Alterungsprozess spielt. Man erfährt es nicht, hat aber dennoch nicht den Eindruck, den Erzählstrang zur Lebensgeschichte, Familie und Alter lückenhaft vorzufinden.

Vielmehr noch als die Altersdemenz-Geschichte - unter der das Buch scheinbar vielfach verkauft wird - berührt einen als Leser aber, dass Katja Thimm erst im letzten Lebensabschnitt ihres Vaters die Chance hat, seine Lebensgeschichte zu erfahren und seinen Hintergrund zu begreifen. Und damit gibt sie eine ganze Generation von Kindern den Anstoß, die Kindheit und Jugend dieser Eltern aus der Generation, die nie über ihre Kriegs- und/ oder DDR-Geschichten gesprochen haben, zu ergründen. Diese Eltern haben vielfach nicht aus Schuldgefühl darüber nicht gesprochen, dafür sind die in den 1930er Jahren geborenen zu jung und haben wie in diesem Fall weit vor der Geburt der eigenen Kinder die DDR-Geschichte abgeschlossen. Vielmehr weil sie in Not und unter ständiger Angst erwachsen geworden sind; weil häufig in ihrem konservativem und gut situierten späteren Leben - wie in diesem Fall mitten in der Bonner Republik - die Erlebnisse des Zweiten Weltkrieges und der Zeit in der DDR wie amputiert sind, zu einem abgelegten Leben gehören. Sie gehören nicht mehr ins Leben in den Wirtschaftswunderjahren und ins Leben der Kinder, die es immer besser haben sollen. Also wird ein Mantel des Schweigens darüber ausgebreitet. Und die nachfolgende Generation wächst ahnungslos über die Wurzeln der eigenen Eltern und der Großeltern heran. Es steht mit diesem Buch auch nicht die Anklage wie die der 68er-Generation und auch nicht das breite Verständnis einer gutbürgerlichen Bonner Tochter zu einem Leben in der sozialistischen DDR zur Debatte. Katja Thimm kannte all die Facetten seines Lebens nicht und sieht nun ihren Vater in einem anderen Licht. Kann Verhaltensweise und Charakterzüge besser verstehen.

Alles in allem habe ich deshalb "Vatertage" weniger in der Reihe zu Büchern zu Demenz, sondern vielmehr als Anstoß gesehen, einen zentralen Teil der Familiengeschichte und deutschen Geschichte zu begreifen, in dem man jetzt noch mit dieser aussterbenden Generation spricht. Denn der Mensch neigt entwicklungspsychologisch am Ende des Lebens offensichtlich dazu, nochmals zu seinen Anfängen zurückzukehren.
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am 19. September 2011
Ich habe das Buch geschenkt bekommen und eben zu Ende gelesen. In diesem Buch geht es um die Geschichte des Vaters, aber es geht auch um die eigene Geschichte der Autorin (etwas jünger als ich selber) und ein großes Stück weit um die Geschichte Deutschlands; es geht aber auch um das Alt-werden und Sterben. Trotz der wechselnden Erzählebenen liest sich Thimms Buch sehr schön und gibt uns die Möglichkeit unsere eingene Geschichte in Deutschland zu reflektieren. Auf jeden Fall ermutigt Katja Thimm mit ihrer Erzählung, uns mit unseren Eltern zu unterhalten, solange sie noch leben und von ihnen zu hören, was sie erlebt haben, und diejenigen, die es versäumt haben, werden es sicherlich bedauern.
Ein wunderbar persönliches Buch das einem ein Stück deutscher Geschichte sehr eindrücklich nahebringt!
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