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am 26. September 2010
Wenn 11 Professoren, eine Professorin und ein Kardinal sich solch einem globalen Thema widmen, kommt schon viel Wissen zusammen, kann man vielleicht nach Lektüre die Welt etwas besser verstehen. Ich will den Geschmack darauf wecken.
Kardinal Lehmann definiert und stellt die Prinzipien des Katholischen vor.
Friedrich Wilhelm Graf beschreibt den Protestantismus, in seiner Vielfalt besser die Protestantismen. Er diskutiert u. a. Max Webers These, dass der Protestantismus den Kapitalismus befördert habe, weiter die Affinität des Protestantismus zum Politischen von Rechts bis Links, beispielsweise bei Heinemann und Niemöller.
Eckart Otto schreibt über das Judentum, seine Entstehung im 7. Jh. vor Chr. in Abgrenzung zum Umfeld zum Gott Jahwe, zum Monotheismus. Die nachexilische Gemeindebildung sei sowohl Säkularisierung (Lösung der Religion aus der im Alten Orient engen Verknüpfung mit dem Staat) als auch Theologisierung (die Gebote des einen Gottes). Im modernen Judentum im Staate Israel seien zahlreiche religiöse Motive, die bis in die Antike zurückzuverfolgen sind, säkularisiert wirksam. Die Rückkehr der Juden nach Palästina sei im Zionismus ihres göttlichen Ursprungs entkleidet, in säkulare Form gegossen nationalisiert worden. Diese Dialektik zwischen Säkularisierung und Theologisierung sieht Otto auch im Christentum.
Gudrun Krämer sieht den Islam ebenso vielgestaltig wie das Christentum. Die Fremdwahrmehmung bestimmt die islamistische Formel von der "Einheit von Religion und Staat". Ist da Säkularisierung unmöglich? Die Islamisten fühlen sich vom Westen bedroht, Säkularismus sei Gottlosigkeit. Die überwiegende Mehrheit der Musliminnen und Muslime hält an ihrem Glauben fest, Kritik ist streng verpönt, nichtmuslimische Mission auf "islamischem Boden" verboten. Aber Säkularisierung findet nicht nur in der nichtmuslimischen Diaspora statt, sondern auch in muslimischen Mehrheitsgesellschaften wie Türkei, Tunesien, Indonesien.
Heinrich von Stietencron referiert über den Hinduismus, eigentlich mehrere Religionen mit unterschiedlichen heiligen Schriften, eher eine außergewöhnlich tolerante Zivilisation. Hoch bewertet sind in ihr Askese, Selbstbeherrschung, Meditation und Yoga. Im Zuge des Unabhängig-Werdens von Indien kommt es zum Gegensatz zwischen Moslems und Hindus und zum größten Blutvergießen der indischen Geschichte. Religiöse Vielheit wird der politischen Einheit untergeordnet.
Rudolf Wagner, der über Konfuzianismus und Buddhismus referiert, nennt Säkularisierung ein europäisches Fremdwort für die Hilflosigkeit des Menschen, dem der weltregelnde Gott weggestorben ist. Diese Sinnkrise gelte nicht für Ostasien, weil im Buddhismus der Gott fehlt.
Winfried Brugger stellt ein Sechs-Stufen-Modell des Verhältnisses von Staat und Kirche von (1) Feindschaft zwischen Staat und Kirche (etwa das kommunistische Albanien) bis zu (6) materielle Einheit von Kirche und Staat (etwa in Afghanistan unter den Taliban) vor.
Ernst Peter Fischer beschreibt das säkulare Zeitalter in den Naturwissenschaften als Lebensgefühl ohne Gott und dessen Wiederkehr.
Jose Casanova gibt einen statistischen Überblick über die nicht einheitliche religiöse Lage in Europa. Ist die Säkularisierung die Ausnahme oder die Regel?
Hans Joas berichtet über die USA. Dort gab es nie die staatlich gestützten Kirchen und damit greift der Begriff der Säkularisierung nicht. Der religiöse Pluralismus in den USA zeige teilweise marktförmige Züge.
Joachim Gentz berichtet über die religiöse Lage in Ostasien, da von China, Japan und Korea.
David Martin beschäftigt sich mit dem Problem, ob weltweit Säkularisierung Sieg der Vernunft ist und/oder Sieg der Individualisierung von Religion. Die Pfingstbewegung in Lateinamerika und Afrika verweist auf Letzeres.
Hans G. Kippenberg schildert abschließend die religiöse Aufladung des Nahostkoflikts sowohl auf seiten der Juden in Israel, als auch der Muslime, die Islamisten wurden, als auch evangelikaler Christen in den USA. Es macht betroffen! Die kriegerische Haltung durch die religiöse Aufladung ist jedoch keine Einbahnstraße, es gibt auch Wege zum Frieden!
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