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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
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4,4 von 5 Sternen
Wie der Bauch dem Kopf beim Denken hilft: Die Kraft der Intuition
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 20. April 2010
Haben Sie sich bereits einmal mit der Intuition als leistungsfähigster Fähigkeit Ihres Gehirns befasst. Wenn nicht, dann empfiehlt sich, das zu tun, dieses überaus lesenswerte Buch kann dabei viele nützliche Informationen geben.

Kast beschreibt nicht nur, welches unglaubliche Informationsverarbeitungspotenzial wir nutzen können, wenn wir unsere Intuition einsetzen. Ganz wichtig sind dabei unsere Gefühle, denn diese bestimmen in hohem Maß, welche Teile des Gehirns gerade für uns zugänglich sind und welche Denkresultate wir infolgedessen erreichen können. Das Buch zeigt auf, wie man sich Zugang zu der eigenen Intuition verschaffen kann und warum die Intuition so oft zu viel valideren Ergebnissen kommt als das bewusste Denken.

Wer die eigenen Ressourcen und Möglichkeiten besser ausschöpfen möchte, der sollte diese Buch lesen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 30. April 2012
..Ein Zitat aus dem Buch, das bereits auf der ersten von den 3 CDs zum Einsatz kommt. Das Buch ist aufwendig und gut recherchiert mit erstaunlichen Beispielen aus der Welt der Mathematiker, Musiker, Dichter und autistischer Personen.
Stellenweise waren die Absichten des Autors für mich nicht auf Anhieb nachvollziehbar, deswegen ein Punkt Abzug, ansonsten interessantes Hörbuch. Und am Ende verrät der Autor seine Erfahrung ... durch ein Experiment eine Stunde lang nur auf die Kraft der Intuition angewiesen zu sein. Spannend...
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am 11. September 2007
Intuition als der ratio überlegenes Instrument in Bezug auf das sich Zurechtfinden im täglichen Entscheidungsdschungel.
Erst kürzlich durfte ich in der "Nervenheilkunde" im Vorwort über eben dieses Phänomen der Bauchentscheidungen lesen. Es handelte sich hierbei um eine Studie, in welcher die Probanden Marmeladen bzw. Konfitüren in Bezug auf ihren Geschmack in eine Rangreihenfolge setzen sollten. Hierbei stellte sich heraus, dass die Gruppe, welche ihre Entscheidung rational begründen sollte nicht annähernd deckungsgleich mit dem Expertenergebnis war, diejenigen, welche "aus dem Bauch heraus" ihr Urteil abgeben sollten allerdings fast vollständig.
Ich möchte das vorliegende Buch hier nicht kommentatorisch breittreten und totreden...soviel sei gesagt: Ich fand es aus menschlicher und ärztlicher Sicht einen wertvollen Beitrag, welcher auch mir im Hinblick auf mich selbst die Augen noch ein Stück weit öffnen konnte.
Prädikat: extrem empfehlenswert!
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am 12. September 2007
Ich weiß, Psychologen zitieren gerne Forschungsarbeiten ihrer Kollegen, die sind ja auch oft interessant. Aber in diesem Buch wird das zu sehr ausgereizt. Der Untertitel des Buches heisst " Die Kraft der Intuition",
darüber erfährt der Leser aber nur Unverbindlichkeiten. Im direkten Vergleich mit" Intuition-Die innere Stimme, Seifert", ist das vorliegende Buch doch reichlich dünn (inhaltlich und tatsächlich). Man kann Bas Kast zugute halten, daß es flott geschrieben ist und Langeweile, schon wegen der Kürze des Buches, nicht lange anhält.
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VINE-PRODUKTTESTERam 11. März 2008
Bas Kast studierte Psychologe und Biologe, arbeitete beim bei dem Magazin "GEO" und der Tageszeitung "Der Tagesspiegel". Er hat vor einigen Jahren ein sehr erfolgreiches Buch "Die Liebe und wie sich Leidenschaft erklärt" veröffentlicht, das auf der Bestsellerliste zu finden war. 2007 hat er sein neustes Buch, "Wie der Bauch dem Kopf beim Denken hilft" publiziert.

Jahrtausendelang, angefangen von Sokrates im antiken Griechenland, galt die Vernunft schlechthin als Grad aller Dinge. Bas Kast lehrt uns, dass es seit ungefähr 30 Jahren eine Gegenbewegung gibt. Anlass dafür ist die Entwicklung in der Hirnforschung, die zu der Erkenntnis führte, dass sich das Denken vom Fühlen nicht trennen lässt. Bei Entscheidungsfindungen braucht man eigentlich beides. Neurowissenschaftler und Psychologen entdeckten so etwas wie das "Unbewusste" im Gehirn. Wenn bei schwierigen Entscheidungen eine Bilanzmethode eingesetzt, eine Pro und Contra Liste erstellt wird, dann ist doch immer wieder festzustellen, dass der Bauch vor dieser nach der Abwägungsmethode vorgenommenen Entscheidung intuitiv warnt.

An aufschlussreichen Fallbeispielen aus der Praxis macht der Autor deutlich, bei welchen Entscheidungen man auf den Kopf und bei welchen man auf den Bauch hören soll. Ein weiters Thema welches das Buch streift, ist die Frage ob man Intuitionen lernen kann, ob man sein Unbewusstes" also anfüttern kann. Das kann von großem Nutzen sein, denn Entscheidungen die zu viel Abwägung verlangen sind zu komplex für den bewussten Verstand, sie sollten besser durch das Unbewusste" entschieden werden.

Resümierend ist festzustellen, in gewisser Weise muss die Vernunft erkennen wo ihre Grenzen sind, aber der Instinkt oder die Intuition muss auch zu einem gewissen Zeitpunkt ein Gespür entwickeln um zu sagen, hier ist Schluss mit der Intuition. Bei praktikablen Entscheidungsfindungen braucht man beides. Ein sehr kluges Buch und für den Leser eine abwechslungsreiche Entdeckungsreise in die oft widersinnige und widersprüchliche Welt unserer Empfindungen.
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am 11. März 2008
Ratio allein führt nicht allzu weit. Der Berliner Wissenschaftsjournalist Bas Kast macht daraus eine These: Wer denken will, muss auch fühlen können. Intuition ist immer im Spiel und hilft uns, Entscheidungen ohne viel Nachdenken zu treffen. Seines Erachtens sind es sogar die besseren Entscheidungen, aber das darf in dieser Verallgemeinerung bezweifelt werden. Jedenfalls kann der Autor eine Menge neue Forschungsergebnisse vorweisen, die die heilsame Wirksamkeit der Intuition und des Gefühls belegen. Für einen Rationalismus sprechen ebenso viele gute Gründe wie für ein Ernstnehmen der Intuition.

Die Beispiele des Autors sind aus dem Lebensalltag gegriffen: Soll ich mich lieber für Orangen- oder Himbeer-Marmelade entscheiden? Kasts These ist, auf eine Formel gebracht: Während sich die Ratio oft beschränkt, eindimensional, um nicht zu sagen, dumm verhält, erweist sich das vermeintlich Irrrationale als offener, als etwas, dass häufig viele Seiten einer Sache beleuchtet und sich damit auch klüger als die Ratio verhalten kann" (S. 22). Der Autor wendet sich deswegen gegen Sigmund Freud, der das Unbewusste für etwas Gefährliches, Bedrohliches und Böses hielt. Aber Kast trifft diesen Gegenstand nicht wirklich. Für Freud war das Unbewusste etwas Archaisches, aus der Tiefe der Zeit Kommendes, das uns auf oftmals ungute Weise beherrscht, ohne dass uns dies gewahr wird.

Kast arbeitet daran, das Unbewusste zu rehabilitieren, um unsere Person ganzheitlicher zu verstehen und mehr Kreativität zu gewinnen. Die Ratio ist dazu da, unsere neuen Ideen und Gedanken zu prüfen. Die Ideen selbst aber kommen aus den irrationalen Regionen in uns, aus dem Unbewussten (S.26). Die Stoiker kommen deshalb bei Kast nicht besonders gut weg, weil sie angeblich die Emotion ausmerzen wollten. Hier scheint der Autor erneut etwas durcheinander zu bringen. Die Stoiker wollten ihre Leidenschaften zügeln; Wollust, Glaubenwut oder Jähzorn sollten in Schach gehalten werden. Die Vernunftphilosophie postulierte, dass der Mensch diesen bösen Trieben nicht hilflos ausgeliefert sei.

Im Verlauf des Buches fächert sich die Argumentation wohltuend und sachangemessen auf und wird differenzierter. So ist zum Beispiel wichtig festzustellen, dass Intuition dann gut funktioniert, wenn man bereits ausreichendes und umfangreiches Wissen angesammelt hat. Man kommt schnell zu einem treffsicheren Urteil, wenn man auf dem Gebiet schon ein Experte ist.

Wie so viele andere Forscher geht der Autor nicht von einer imaginierten Einheit oder Ganzheit des Menschen aus, vielmehr sei das Ich aus verschiedenen Schichten zusammengesetzt. Eine der großen Unterscheidungen sei die zwischen dem bewussten Sprach-Ich und dem weitgehend unbewussten Erfahrungs-Ich. Dem Menschen gehe es dann besonders gut, wenn das bewusste Sprach-Ich möglichst jene Entscheidungen trifft, die bereits im unbewussten Erfahrungs-Ich liegen. Umgekehrt bedeutet das, wir fühlen uns unwohl, wenn wir uns rational für Dinge entscheiden, denen wir unbewusst oder emotional abgeneigt sind.

Die Unterscheidung in Sprach-Ich und Erfahrungs-Ich führt in dem Buch zu einer gründlichen Theorie der Kreativität. Eine turbulentes Gefühlsleben scheint gerade bei den Kreativen überdurchschnittlich oft eine Rolle zu spielen. Wie es scheint, werden in kreativen Phasen jene Teile des bewussten Verstandes heruntergefahren, die normalerweise die Funktion der Zensur oder des Filters im Kopf übernehmen und Assoziationen, die aus dem Unbewussten aufsteigen, abfangen.

Das ganze ist sehr kurzweilig, teilweise direkt lustig geschrieben und ohne Zweifel äußert lesefreundlich.
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am 17. Januar 2008
Wer schon einmal ein Buch von Bas Kast gelesen hat, wird gerne zu seinem nächsten Buch greifen! Er beschreibt sehr eingängig und humorvoll, aber auch wissenschaftlich fundiert und informativ Themen wie hier die wichtige Funktion unserer intuitiven Gefühle in allen Bereichen des Lebens.
Es macht Spass, das Buch zu lesen, es langweilt nie und vermittelt auf diese Weise viel Hintergrundinformation über unser alltägliches Verhalten. Sehr empfehlenswert, mit überaus genauen und dabei oft witzigen Literaturangaben!
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am 14. Januar 2010
Bekanntes, Neues, Beeindruckendes zu diesem Thema habe ich oft gelesen. Der Zusammenschluss der vielfältigen Informationen in diesem Bild aber führte mich zu einem neuen Wissenszustand. Vielleicht ist es Kasts klarer Stil, der seine eigene Neugier spürbar macht, vielleicht ist es sein Geschick einzelne Fakten zu einem Ganzen zu verbinden - ich jedenfalls verstehe Ihn und seine Fähigkeit Wissen aufzubereiten als den wahren Schlüssel zum gelungenen Buch.

Unsere Intuition betrachten wir gerne intuitiv, ... jetzt weiß ich besser denn je warum.

Lesen!
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am 7. März 2008
Ich bin wirklich begeistert - und auch ein bisschen schockiert. Denn die Tests, die Bas Kast in seinem Buch schildert, sind wahrhaft zutreffend. Der Persönlichkeitstest, in dem es um Leistung, Bindung und Macht geht, traf auf mich so verblüffend genau zu, dass es mir beinahe ein wenig Angst macht.

Aber im Ernst: das Thema des Unbewussten ist nicht neu. Jedoch wächst mit den immer neuen Erkenntnissen aus der Forschung auch das Interesse in der Bevölkerung, mehr zu erfahren.
Dass Savants (geistig behinderte Menschen mit spezifischen Hochbegabungen auf einzelnen Gebieten) so überdurchschnittlich intelligent, ja Genies sind, dass sich ihre Genialität aber verliert, wenn sie auf vernuftgesteuerter Basis gefördert werden, zeigt zum Beispiel schon auf, wie wichtig das "Bauchdenken" ist, und dass der Kopf ohne Bauch nur halb so viel wert ist.

Definitiv ist das Forschungsfeld der Intuition und des Unbewussten ein nicht zu vernachlässigender Faktor, wenn man sich selbst näher kennenlernen und begreifen will, warum man sich in manchen Situationen gegen die Vernuft entscheidet.

Ein superspannendes Buch!

Einzig der Buchumschlag kriegt ein Viertelpünktchen von mir abgezogen, weil er sich m.E. so unschön anfühlt, dass ich am liebsten Handschuhe getragen hätte ;) Aber ich habe mich mit Vernunft und Bauch dagegen entschieden ...
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am 9. Mai 2011
Dies ist das erste Buch, das ich von Bas Kast gelesen habe. Und es wird nicht das letzte Buch von diesem Autor sein. Die Themen "Wie funktioniert unser Denken?" und insbesondere unsere "Intuition" interessiert wohl jeden. Man will ja schließlich wissen, was sich noch optimieren lässt :)
Bas Kast hat eine Vielzahl von Studien zu Rate gezogen und sich sogar selbst als Versuchskaninchen zur Verfügung gestellt, um dem Geheimnis des "Bauchgefühls" auf die Spur zu kommen. Gemeinsam mit einer Kollegin ist er durch die ganze Welt gereist und hat sich in Australien absichtlich einen kleinen Teil seines Gehirns durch ein starkes Magnetfeld zeitweise lahmlegen lassen.
Worum konkret geht es? Wenn wir an "Denken" denken, dann kommt uns die "Ratio", die "Vernunft" oder der "Verstand" in den Sinn - die mit jenen sehr exakten Fähigkeiten verbunden sind, die uns zu schlauen, sprechenden Wesen mit der Fähigkeit zu organisieren machen. Aber der "Verstand" ist nicht die einzige Möglichkeit, zu denken. Und bei weitem nicht die effektivste (naja, in puncto Exaktheit schon). Unsere ganze Kultur ist sehr stark auf den Verstand ausgerichtet. Wir werden schon als Kleinkinder zu vernünftigen Wesen erzogen, die sich sprachlich exakt ausdrücken sollen. Sprache ist nämlich die Form, in der sich der Verstand äußert. Je exakter wir uns ausdrücken können, desto stärker setzen wir den Verstand ein. Aber dieser verstärkte Einsatz des Verstandes hemmt eine andere Form des Denkens - die Intuition, das "Bauchgefühl", das Erfahrungs-Ich. Dass beides - Sprach-Ich und Erfahrungs-Ich oft ziemlich weit auseinanderklaffen, ist uns allen irgendwie bewusst. Kast gibt hier das nette Beispiel mit dem Zahnarzttermin: Während unser Sprach-Ich brav einen Termin vereinbart, rebelliert unser Erfahrungs-Ich und könnte getrost auf die bevorstehende unangenehme Erfahrung verzichten.
Was bedeutet das für unser Leben? Im schlimmsten Fall, dass wir enorme Probleme haben, weil wir uns einfach nicht "ganz" fühlen, weil der Verstand dauernd Dinge anleiert, die die Intuition eigentlich alles andere als gut findet. Da wird man als Rechtsanwaltssohn Rechtsanwalt, weil das natürlich vernünftig ist - eine Kanzlei kann übernommen werden usw. Aber eigentlich würde man doch viel lieber Schauspieler werden o.ä. Das Buch beinhaltet übrigens eine sehr netten kleinen Test, in dem man herausfinden kann, was das - meist unterdrückte - Bauchgefühl haben möchte. Der kleine Bildertest dauert nur 15 Minuten und ist wirklich sehr aufschlussreich! Erstaunlich was dabei herauskommen kann - und wie zutreffend das Ganze ist :) Mehr verrate ich nicht. Diese Erfahrung muss jeder selber machen. Man braucht nur Papier und Stift.
Der Bildertest ist deshalb so effektiv, weil er das Unbewusste, die Intuition anspricht und man auch bildhaft antwortet. Im Vergleich zu Fragebögen, die den "obenauf" liegenden Verstand und das Sprach-Ich ansprechen, dringt man hier in Tiefenschichten vor und bemerkt, dass die Bedürfnisse des Sprach-Ichs und des Erfahrungs-Ichs sehr stark divergieren können.
Jede der beiden genannten Instanzen hat ihre Vor- und Nachteile - nur dass wir eben vorzugsweise genau dann unseren Verstand einsetzen, wenn die Intuition sehr viel sinnvoller wäre - z.B. in komplexen Situationen. Der Vorteil des Verstandes ist seine Exaktheit, der große Nachteil: Seine Begrenztheit (nur 50 Bits). Die Intuition hingegen ist nicht so exakt, aber dafür kann sie unglaublich viel mehr "sehen". Kast zieht hier einen schönen Vergleich: Man stelle sich eine große dunkle Bühne vor. Der Verstand ist ein sehr kleines aber außerordentlich helles Schlaglicht, das auf das Gesicht eines Schauspielers fällt. Man kann alles sehr genau sehen - aber eben nur einen kleinen Ausschnitt (das Fatale daran ist: Wir halten diesen Ausschnitt meistens für das Ganze). Die Intuition wirft hingegen ein diffuses Licht auf die ganze Szene. Alles wird sichtbar - aber eben nur in Umrissen! Daher eignet sie sich viel besser für komplexe Themen, die eine Übersicht erfordern.
Der Autor geht den Wurzeln der Bevorzugung des Verstandes auf den Grund und landet im antiken Griechenland. Sokrates zerpflückte alles sprachlich, argumentierte alle in Grund und Boden und behielt scheinbar immer Recht. Aber man hätte diesen schrecklichen Besserwisser ganz einfach aushebeln können, wenn man gesagt hätte: Hör mal, is ja schön und gut, was du da vom Turm bläst, aber ich muss nicht immer alles genau wissen - manchmal SPÜRE ich einfach, was richtig ist!
Und dann geht es noch um die ungeheuren Fähigkeiten, die in uns stecken und nicht entfesselt werden können, weil der Verstand einfach das Chaos kreativer Ideen "unterdrückt"! Bas Kast gibt zahlreiche Beispiele für kreative Genies, deren Unbewusstes manchmal fast ungehemmt unter der Verstandesschicht heraussprudeln konnte. Ihre Kreativität und/oder Genialität bezahlten sie mit starken Stimmungsschwankungen, denen sie oft mit dem Suff oder dem Suizid beikamen.
Und schließlich geht es noch um Savants, jene erstaunlichen - meist autistischen - Menschen, die außergewöhnliche Fähigkeiten haben. Rain Man sieht 246 Zahnstocher, ein 5-jähriges Mädchen kann unglaublich detailreiche Pferde zeichnen usw. Dafür können diese Menschen kaum sprechen. Und erstaunlicherweise schwindet die Zeichenbegabung des Mädchens, als sie auf einer Autistenschule das Sprechen lernt.
Auch Hirnverletzungen können in seltenen Fällen zu Inselbegabungen führen. Auf all diese Dinge geht Kast in diesem Buch ein - und macht dazu sogar einen - in seiner Wirkung selbstverständlich reversiblen - Selbstversuch.
Was können wir daraus lernen? Dass der Verstand in unserer Kultur absolut dominiert - und dass das nicht unproblematisch ist. Und man erfährt auch, wie man seinem Bauchgefühl auf die Spur kommen kann. Und das ist wirklich eine wertvolle Erfahrung :)

Ich mochte Bas Kasts Stil sehr gerne. Er schreibt locker und immer spannend. Er streut viele Beispiele ein und macht immer wieder eine lustige Bemerkung. Es macht einfach Spaß, das Buch zu lesen (ich habe es an einem Tag gelesen, weil ich es kaum zur Seite legen konnte).

Fazit: Eine spannende Reise in Gefilde unseres Denkens, die leider genau dann nicht genutzt werden, wenn es eigentlich angebracht wäre. Ein wichtiges Buch, das ich jedem empfehlen kann, der sich für menschliches Denken interessiert.
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